ANTONIO GIRBES  

Antonio Girbes folgt in seiner künstlerischen Arbeit einem minutiösen Ritual, analysiert die italienische Kunsthistorikerin Sonia Rosso. Girbes fotografiert seine floralen Kompositionen auf mit dunklen Farben grundiertem Hintergrund, um so die Konturen des Bildmotivs noch prägnanter hervorzuheben. Den einzelnen Blüten wird durch diese spezielle Form der Beleuchtung ein geheimnisvoller, fast mystischer Charakter verliehen. Wie barocke Stilleben muten die Blumenarrangements an, die einerseits durch ihre Transparenz, andererseits durch ihre Monumentalität, aufgrund ihrer Präsenz, beeindrucken. Mit einer speziellen Fototechnik ('Velvet-Cibachrome') gelingt es Girbes, laut Rosso, in seinen Fotoarbeiten die Zweidimensionalität zu überwinden und die Dreidimensionalität zu erreichen.