Zoran Music

                                                     Selbstbildnis (Ausschnitt)                

 

1909 in Görz (damals Österreich-Ungarn) geboren
1930-35 Studium an der Akademie der Schönen Kunst, Zagreb, anschließend in Spanien
1942 lebt in Görz
1943 wird von den Nationalsozialisten ins KZ Dachau deportiert
1948 Teilnahme an der Biennale Venedig
1955 Teilnahme an der Documenta 1, Kassel. Seit den 60er Jahren zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland (Tokyo Gallery, Centre Georges Pompidou, Nationalmuseum Kopenhagen u.a.)
Der Künstler lebt in Paris und Venedig

Ein Maler, ein Künstler illustriert nicht, was er sieht….was ich erlebt habe, musste im Inneren reifen, sagt Music. Mit seiner Arbeit hat er sich stets den aktuellen Kunstströmungen entzogen, seinen malerischen Weg konsequent verfolgt., und sich von Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit an an der Figuration orientiert.

Seine Jugend verbringt Music in Oberkrain, Maribor und Kärnten. Nach Studienaufenthalten in Zagreb und Spanien, zieht er weiter nach Dalmatien und Slowenien. Eine seiner ersten Ausstellungen hat er 1943 in Venedig. Von dort aus wird er von der Gestapo ins KZ Dachau gebracht. Die Grausamkeiten dieser Zeit, die er vor Ort heimlich in Zeichnungen dokumentiert, hinterlassen im Bewusstsein des Künstlers unauslöschliche Spuren.

Jahre später verarbeitet er diese zutiefst traumatischen Eindrücke in teils großformatigen, beklemmenden Bildern. Ab Kriegsende lebt er in Paris und Venedig. Von der Zeit datieren auch seine dalmatinischen Landschaften. Esel und Pferde sowie Landschaften aus Siena, Umbrien und der Toscana. In den 60er Jahren wird er einer der bedeutendsten Repräsentanten des abstrakten Sehens von Landschaften, der sogenann-ten Zweiten Pariser Schule. Es entstehen Musics so charakteristischen Venedig-Impressionen, Landschafts-, Pflanzen- und Steinbilder. Besonders fasziniert ist der Künstler von der Kargheit der dalmatinischen Landschaft, die er unmittelbar in seinen Arbeiten übersetzt.. Music eröffnet mit seinen Bildern tiefe räumliche Perspektiven. Er schafft Bildräume, die den Betrachter mitten in die Landschaft stellen. Die Vorliebe für karge, schroffe Landschaften verbindet Zoran Music mit dem aus Triest stammenden Künstler Lojze Spacal.