Arnulf Rainer

wurde 1929 in Baden bei Wien geboren. 1937 wird er vom Lehrer im Zeichenunterricht für die schönsten Bäume und Äste gelobt. Erstes Bewußtsein als Künstler. 1944 verlässt er die Nationalpolitische Erziehungsanstalt in Traiskirchen, weil er gezwungen wird, nach der Natur zu zeichnen. Rainer entschließt sich, fortan als Künstler zu arbeiten. 1948 lernt er die surrealistischen Theorien kennen, die in der Folge seine Arbeit beeinflussen. 1950 Begegnung mit Ernst Fuchs, Arik Brauer, Hollegha u.a.  Gründung der 'Hundsgruppe', Abkehr vom Surrealismus, Interesse für Mikrostrukturen und Formzerstörungen. Erste Übermalungen entstehen. Ab Mitte der 60er Jahre steht das eigene grimassenschneidende Gesicht immer wieder im Mittelpunkt 'zerstörerischer' Malaktionen. Selbstpotraits, fotografisch festgehalten, werden zur Akzentuierung des Ausdrucks übermalt und überzeichnet. von diesem Zeitpunkt an entstehen zahlreiche Serien von überarbeiteten Fotos; Face Farces, Handposen, Knie-Liege- und Sitzposen. Später beginnt er nicht nur Fotos eigener Gesten und Posen zu übermalen, es entstehen aus Überzeichnungen von Felsen, Höhlen, Totenmasken und Mumien (ab 1977 läßt sich ein zunehmendes Interesse an der Thematik des Todes feststellen.)
Rainer zählt heute zu den wichtigsten und immer noch umstrittendsten Künstlern Österreichs.