SILVANO RUBINO

             

....gibt seinem aktuellen Werkszyklus den schlichten Titel ‚Schwarze Fotos'- foto neré .Die Schlichtheit die er mit diesem Titel ausdrückt, ist auf sein künstlerisches Konzept übertragbar. Rubino hat in dieser Serie jeden Bezug zu einem Raum herausgefiltert. Die Leere wird zum Raum, die Dunkelheit zum außergewöhnlichen Entfaltungsspielraum stilllebenartiger Inszenierungen im Stile barocker-Stimmungsbilder.Die Farbe Schwarz wird zur Hintergrundfarbe, entspricht jedoch in ihrer Intensität der gewählten Formensprache.Der Künstler überlässt in seinen Fotoarbeiten nichts dem Zufall. Hände, Alltagsgegenstände, Früchte, Werkzeuge werden aus ihrem vertrauten Umfeld herausgelöst, behutsam arrangiert, in einen neuen Kontext gebracht ohne ihre Eigenart und Autonomie zu verlieren. Mit dem geschärften Blick des Fotografen und Raumkünstlers, legt Rubino das Wesentliche frei.                                                                                              

Das Wechselspiel von Licht und Dunkelheit, von Raum und Fläche, von Stille und Poesie zieht sich leitmotivisch durch Rubinos Gesamtwerk. Seine Bilder sind raumgreifende Wandarbeiten. Die Bildelemente, die auf den ersten, flüchtigen Blick poetisch, auf grund der ihnen innewohnenden Ruhe beinah harmonisch wirken, lassen sich nicht auf einen dekorativen Charakter reduzieren. Sie tragen die Brüchigkeit bereits in sich. Silvano Rubinos Arbeiten drehen sich um die großen Themen wie Glück, Liebe, Sehnsucht aber auch um Melancholie, Einsamkeit, Tod und Unendlichkeit. Seine Fotografien erfordern vom Betrachter eine sensibilisierte Wahrnehmung. Sie fordern den Betrachter auf, nicht nur die narrativen Elemente herauszufiltern, sondern vor allem in sie hineinzuhören.                                                                                                        

Silvano Rubino über seine 'foto nere': Meine letzten Fotos nenne ich der Einfachheit halber 'Schwarze Fotos'... In der Tat habe ich jeden Bezug zu einem Raum ausgespart, in dem ich schwarze Hintergründe verwendet habe, aus denen klare, minimalistische - von ihrer konzeptuellen Umsetzung her - barocke Bilder hervorgehen. Eine räumliche Zuordnung der einzelnen Szenen, die wie filmische Sequenzen aufbereitet sind, ist nicht möglich.. die Bildgegenstände versinken im Dunkel, aus dem heraus sie entstehen.Das Schwarz ist dunkel, die Dunkelheit ist Leere, der Raum wird zum Raum ohne Raum...