Allgemeines
Das Reisen mit einem 4X4 in die Wüste ist ein Traum, den sich immer mehr Leute verwirklichen wollen. Ebenso ist es auch uns ergangen. Es gibt in der 4X4 und besonders  in der Landrover-Szene viele Clubs,  Internetforen und Literatur. Dennoch ist es vor dem Antritt einer solchen Reise unbedingt  ratsam, mit jemanden persönlich Kontakt aufzunehmen, der bereits in dieser Art zu Reisen erfahren ist. Ich selbst danke
Lukas Feichtinger (LRCA) für viel hilfreiche Tipps und Hilfe. Es ist mit vielen möglichen Gefahrenpunkten zu kalkulieren  welche bei einer guten Planung und Vorbereitung minimiert werden können. Dieser Reisebericht beinhaltet viele  detaillierte Informationen welche besonders auch für nicht so erfahrene 4x4 Fahrer nützlich sein können.

Projektierung:
Personen:
Alleine, Familie oder Gruppe von Offroad-Profis? Entsprechend der „Strapazierfähigkeit" muß geplant werden, alle müssen wissen daß es kein „all inclusive Cluburlaub„wird!  Wenn eine Gruppe fährt, müssen die Leute gut untereinander auskommen! Mit mehr Personen (mehr als einem Fahrzeug) kann umfangreicher geplant werden, jedoch sollte zumindest einer in solchen Reisen erfahren sein.
Budget:
Abhängig ist die Planung natürlich auch von der mitgenommenen bzw. montierten Ausrüstung. Gute Ausrüstung ist relativ kostspielig. Es sollte die Fahrzeugausrüstung schrittweise nach einem bestimmten Plan erfolgen, besser weniger aber zweckmäßig gut ausrüsten und eine nicht zu wilde Reise vornehmen als  eine Winch um 35000ATS  als erstes Ausrüstungststück zu montieren und ohne Sandreifen und Bleche loszufahren. Viel ist auch mit einer Basisausrüstung fahrbar!
Unterkunft:
Hotels oder Camping?  Familien campieren (meistens) nicht gern. Ist jemand mit Hygienewahn dabei?Planung als durchgehende Strecke oder Sternfahrt-Tagesausflüge von einem Stützpunkt aus.
Vorräte:
Wasser, Kraftstoff, Lebensmittel. Strecken entsprechend der Verfügbarkeit/ Bunkerkapazität festlegen
Schwierigkeitsgrad der Strecken:
Fahrerfahrung, Fahrzeugtauglichkeit-Ausrüstung, Navigationskenntnisse, Risken, ein- oder  mehrere Fahrzeuge?
Grundkenntnisse in Fahrzeugwartung, Reparaturen:
Diese sind bei fast allen Landyfahrern gegeben. Eine gute Ergänzung zum Werkstatthandbuch sind  die von Haynes herausgegebenen illustrierten Reparaturanleitungen.
Notfallmanagement:
Versicherungscheck  bezüglich medizinischer Notfälle, Ärzteadressen  in Tunesien.
Kontaktperson im Heimatland mit Grundinformationen über das Vorhaben  und vollständigen Dokumentenkopien! So kann jemand von zu Hause aus alles in die Wege leiten (z.B. Ersatzteilbesorgung und Versendung)

Fahrzeug:
Das Fahrzeug muß in technisch sehr gutem Zustand sein. Es spricht prinzipiell nichts gegen ältere Fahrzeuge sofern gut gewartet. Besonders betrifft das den Motor , den Antriebsstrang  und das Fahrwerk.
MOTOR:
Zustandsprüfung  bei älteren Motoren (Kompression, Z.d.Kurbelwellenlager, Steuerriemen, Aggregate)
Wartung: Öl, Ölfilter, Luftfilter erneuern

GETRIEBE, ANTRIEB:
Zustandsprüfung (Schaltbarkeit, Lagergeräusche, Dichtheit der Simmerringe, )
Kardanwelle überprüfen (Kreuzgelenke, Schubstück)
Differentiale überprüfen (Dichtheit, Axle breathers)
Wartung: Getriebeöl erneuern (Schalt- und Zwischengetriebe)

FAHRWERK:
Zustandsprüfung (Alle Gelenke: Spurstange, Lenkhebel,et.c./ Stoßdämpfer prüfen lassen/Gummies)
Wartung: Kreuzgelenke abschmieren, div.Verbindungsbolzen prüfen, ev. Nachziehen

HYDRAULIK:
Bremszylinder und Kupplungszylinder auf Dichtheit prüfen, Leitungen

BEREIFUNG:
Sandreifen mit Seitenwandverstärkung sind unbedingt anzuraten. Z.B. Michelin XSF. Ein Reserverad auf Felge und ein weiters lose-  empfehlenswert!

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