Roadbook
Vorwort

Hier sind nur die eigentlichen Offroadstrecken mit den unmittelbar zur Strecke gehörenden  Asphaltstraßen dargestellt. Die asphaltierten Straßen sind durchwegs (bis teils in die Wüstengebiete ) in hervorragenden Zustand und in den Straßenkarten gut dokumentiert. Eine genauere Beschreibung wäre überflüssig.  Bis auf die Dünenroute (diese sind wir Mangels Partner mit Begleitfahrzeug nicht gefahren. Solche Routen nie alleine Fahren!!!) waren wir als Alleinfahrer unterwegs. Die Strecken sind durchaus für Fahrer, welche zum Erstenmal auf Pisten unterwegs sind , geeignet. Es sind größtenteils Halbtagesetappen und dadurch auch für Familien nicht zu strapaziös.

KARTENMATERIAL
:

Straßenkarten: Freytag & Berndt 1:800000 od. MICHELINE
Topgraphische Karten: Russische Generalstabskarten od. TPC Luftfahrtkarten 1:500000 od. IGN 1:200000 (Französisch)
Quelle d. topogr.Karten: DÄRR
CD-ROMs ebenso erhältlich, in Verbindung mit einem Laptop+GPS  genaue Navigation möglich
Kursdreieck (Luftfahrt- od. Seefahrtzubehör)
Man sollte Karten+GPS mithaben, ein Laptop ist nicht unbedingt nötig.

GPS:
Ein GPS Gerät ist unbedingt anzuraten. Wir hatten ein älteres GARMIN 95XL mit welches ich sonst zur Flugnavigation verwende. Die Wegpunkte und Tracklogs in diesem Roadbook sind damit aufgezeichnet worden. So sollte die Streckennavigation kein Problem darstellen. Mit Hilfe des Autokompasses ist eine zusätzliche wichtige Navigationsmöglichkeit gegeben. Eine bordnetzunabhängige 12V Stromquelle ( 7Ah 12V Bleigelakku ...gibt's im Baumarkt bereits mit Anschlüssen konfektioniert +Ladegerät sehr günstig) sollte mitgenommen werden. Damit kann auch im Camp das GPS und der Laptop

betrieben werden.

FAHREN AUF PISTEN:
Die Belastungen für das Fahrzeug sind hoch, es muß alles fest verschraubt und verzurrt sein. Benzinkanister auf festen Halt prüfen!! Der Landrover selbst ist nahezu unzerstörbar, aber im Fahrzeug könnte viel beschädigt werden wenn z.B. der Wagenheber durch das Wageninnere fliegt! Der Reifendruck sollte hoch sein (falls vorher Sand gefahren wurde -nicht auf´s Aufpumpen vergessen!Teilweise sind die Pisten stark gewellt, bei hohen Geschwindigkeiten wird es zwar ruhiger, aber der Wagen verliert stark an Halt und ist kaum durch Kurven zu bringen oder versucht mit dem Heck vorzukommen.

Wir sind durchschnittlich  zw. 50-60km/h gefahren,  bei dieser Geschwindigkeit sind Brems- und Ausweichmanöver kein Problem. Auf Auswaschungen in Wadis aufpassen! Viele Pisten  verlieren sich in mehrere Spuren von denen manche einfach irgentwo aufhören.  Die meisten Nebenspuren treffen aber wieder auf die Hauptspur zurück (Kompass!). Im Süden

kann es auch Sandverwehungen geben.

FAHREN AUF KARRENWEGEN:
In Geländeuntersetzung mit rel. niedriger  Geschwindigkeit fahren, Abzweigungen auf dem GPS abspeichern, Tracklog Funktion mitlaufen lassen (od. einfach merken.).

FAHREN ÜBER DÜNENFELDER:
Nicht als Einzelfahrzeug fahren!Der Fahrzeugschwerpunkt sollte so tief wie möglich gelegt werden da die Gefahr des Umkippens relativ hoch ist (schwere Kisten vom Dach ins Fahrzeug geben) Reifgendruck auf 0.8-1bar ablassen. Je nach Motorkraft mit od. ohne Geländeuntersetzung mit genügend Geschwindigkeit von der flachen Seite auf die Dünengipfel fahren und auf der steilen Seite in der Geraden abwärts steuern. Nicht am falschen Punkt stehenbleiben od. zu langsam Fahren. Das Steckenbleiben geht rasch...anders als im Schnee kann man sich nicht „herausschaukeln", man gräbt sich stattdessen bis zum

Chassis ein.
Wenn man steckt, gleich die Sandbleche verwenden (unter die
Hinterräder graben...Bleche  soweit es geht unter den Reifen schieben...so daß das Blech nach hinten vom Fahrzeug wegfliegen kann. Macht man das Vorne kann man einiges an der Wagenunterseite zerstören) und mit der Diffsperre wegfahren. Niemand darf hinter dem Fahrzeug stehen...die Bleche können wegfliegen und schwere Verletzungen verursachen!
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung des JackALL Wagenhebers. Damit kann das Fahrzeug auf das Sanblech gehoben werden. Vorsicht beim Handling! Verletzungsrisiko und Gefahr der Zerstörung von Karosserieteilen! Der gehobe

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