Landegebühren
Die Landegebühren, selbst auf großen Flughäfen sind vergleichsweise zu Europa niedrig (30-150MAD). Diese werden ebenfalls bar beglichen.

Trinkgelder
Beim Tanken oder nach erfolgter Hilfe bei der Flugzeugversorgung im Bereich von 2-5MAD üblich. Offizielle Beamte erwarten kein Trinkgeld.

Transport am Boden
Taxis sind der einzige Weg vom Flugplatz ins Hotel. Der Preis sollte vor der Abfahrt ausgehandelt werden, es gibt meist eine offizielle Preisrichtlinie für bestimmte Strecken (Aushang an der Windschutzscheibe ). Kürzere Strecken bewegen sich bei 50 MAD, längere bei 150 MAD.

Streckenführung
Für Sichtflüge gibt es eigene Unterlagen die nur über eine spezielle Stelle in Casablanca erhältlich sind. Gegen Scheck können diese auch zugeschickt werden, die dazugehörige Korrespondenz empfielt sich über FAX. Die Anforderung sollte lange genug vor der geplanten Reise erfolgen (mind.6 Wochen). Die Informationen sind anders gegliedert als z.b. im Jeppeses-Bottlang Airfield Manual (leider gibt es dieses noch nicht für Marokko). Vorbereitend ist es ratsam alle Frequenzen und sofern vorhanden die Anflugverfahren zusammenzuschreiben. Für die Route sollten bereits vor dem Abflug alle in Frage kommenden Waypoints in das GPS eingegeben werden. Ohne GPS ist die Navigation sehr schwierig, da die WPT nicht an markante terrestische Punkte gebunden sind sondern meist willkürlich irgentwo in der Landschaft liegen. Auf eine vollständige VOR/DME Coverage ist kein Verlaß. Selbstverständlich ist eine Vertrautheit mit dem Handling des benutzten GPS Empfängers (alle Funktionen) nötig. Nach erfolgter Programmierung ist es sehr ratsam, alle Strecken incl. WPT´s in TPC 1:500.000 Karten incl. Frequenzen (COM+NAV) einzuzeichnen bzw. einzutragen. So ist eine ständige begleitende terrestische Navigation problemlos möglich, dies kann bei einem GPS Ausfall sehr nützlich sein
Restricted- und Prohibided Areas sind wie üblich zu beachten (Karte, publizierte Gültigkeitszeiträume, NOTAMS!).

COM auf der Strecke:
Während des Fluges ist man mit einer Informationsfrequenz in Kontakt. In der Nähe von Flughäfen wird man der zuständigen APP od. TWR Frequenz übergeben. Auf der Strecke beschränkt sich der Funkverkehr auf einige Positionsmeldungen und Verkehrsinformationen, in TMA od. CTR´s wird ununterbrochen nach der Position und geschätzten Überflugszeiten verlangt. Das fehlende SSR wird deutlich bemerkbar.

Waypoints
Die zur Steckenplanung erforderlichen Waypoints mit deren Koordinaten sind dem Anhang des VFR-Marokko Kartenorders zu entnehmen.
Sie sind in der Jeppesen NAV Database nicht enthalten.
Einige sind durch 5-Buchstabenkennungen, die meisten durch relativ lange Ortsnamen gekennzeichnet.
In der Karte sind ein Teil dieser WPT´s mit Kennung eingezeichnet, viele allerdings nur durch blaue Punkte in der Nähe eines Ortes.
Da der Umgang mit diesen Ortsnamen unpraktikabel ist, empfielt es sich aus den ersten 3 und den letzten 2 Buchstaben eine 5 Buchstabenkennung festzulegen. Nach Eingabe ins GPS findet man diese Punkte unter Beachtung dieser "Regel" leicht. Z.B. liest man aus der Karte den Ortsnamen AYT OURIR und hat diesen Punkt im GPS als AYTIR abgespeichert, kann dieser ohne langes Herumrätzeln sofort aktiviert werden. Hat man den WPT regellos bezeichnet, tippt man am GPS endlos herum und findet ihn erst recht nicht. Eine Route kann über diese WPT´s leicht definiert und programmiert werden.

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