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Die GeschichtenWerkstatt wurde im Jänner 2003 ins Leben gerufen. Das Ziel der Mitarbeiter ist es, das Geschichtenerzählen wieder zum Leben zu erwecken und ihm jene soziale und kulturelle Wertschätzung in unserem täglichen Leben zurück zu erobern, die es bei unseren Altvorderen einst innehatte. Zu einer Zeit, als es weder Fernsehen, weder Videofilme, weder Kino, noch PC-Spiele gab, und das gemeinsame Erzählen, Musizieren und Spielen einen angestammten Platz hatte, war es ein fester Bestandteil unseres Lebens. Für das Geschichtenerzählen gibt es keine Altersbeschränkung: Vom Kleinkind an, über das Erwachsenenalter, bis hin zum reifen Menschen sind Märchen und Geschichten eine wichtige Nahrung für unsere Seele. In Abwandlung eines Ausspruches von Felicitas Goodman benötigt der Mensch Geschichten ebenso notwendig wie den Schlaf - besser gesagt: den Traum! Das Geschichtenerzählen begegnet uns in vielen Varianten: Da gibt es die klassische Form (bei deren Nennung wir an Abende am Lagerfeuer oder am warmen Kamin erinnert werden), aber es gibt auch das Spiel, bei dem Geschichten erzählt und lebendig werden . Wenn wir vom Spiel sprechen, so denke ich dabei an das Figurenspiel (umgangssprachlich als Puppenspiel bezeichnet) und an das Objektspiel, bei dem der Spieler oder die Spielerin vielerlei Objekte des täglichen Lebens zum Leben erweckt und ihnen eine Seele einhaucht. Kinder wenden diese Techniken ohne viel Nachdenken und auf natürliche Weise an. Von ihnen haben wir Erwachsenen, die wir das Spielen kulturbedingt in unserer westlich intellektuell geprägten Welt aus dem täglichen Leben verbannt und diskriminiert haben, viel, viel zu lernen. Nun zu den Mitarbeitern der Geschichtenwerkstatt:
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GeschichtenWerkstatt
- Reini Frenzel - |