Gestalttherapie, eine Einführung

 

Die Gestalttherapie ist ein Psychotherapieverfahren aus dem Bereich der humanistischen Psychologie, welches sich in erster Linie durch die Berücksichtigung der Ganzheitlichkeit - also der Einheit von Körper, Geist und Seele des Menschen, definiert. Der Begriff "Gestalt" bedeutet "sinnvolle Ganzheit"

 

GESTALTTHERAPIE wurde von den Psychoanalytikern Fritz und Lore Perls sowie dem Soziologen Paul Goodman entwickelt und beschrieben. Fritz und Lore Perls haben nach einer psychotherapeutischen Methode gesucht, die sowohl die Bewusstheit im Hier und Jetzt, als auch Körperlichkeit, Lebensfreude und kreative Kompetenz fördert, die einer mehr ressourcen- und lösungsorientierten anstelle einer krankheits- und problemorientierten Vorgehensweise entspricht.

 

Die philosophischen Wurzeln sind in der Psychoanalyse, im Existentialismus, in der Theorie der menschlichen Begegnung von Martin Buber, der Phänomenologie, der Gestaltpsychologie, dem Taoismus und dem Zen zu suchen. Neben dem Gespräch werden auch Elemente des psychodramatischen Rollenspiels, kreative Medien, Bewegung und Körperausdruck eingesetzt. Grundsätzlich bezieht die Gestalttherapie als ein modernes psychotherapeutisches Verfahren alle Bereiche menschlicher Erfahrung ein. Neben dem Körper an sich, den Gefühlen und dem Verstand ist hier auch die Suche nach Lebenszufriedenheit, Wärme und Sinn zu nennen.

 

Der Mensch wird als Individuum mit seiner Lebensgeschichte wie auch in Interaktion mit einem sozialen Feld und den gesellschaftlichen Bedingungen als Hintergrund seiner aktuellen Situation gesehen. Wie die Familie, der Freundeskreis, die Liebesbeziehungen, die Schule und der Beruf.

Gestalttherapie geht davon aus, dass Individuen und Organisationen das Potential zur geistigen Gesundheit und eine innere Motivation zu Wachstum und kreativen Lösungen haben. Der Mensch tendiert dazu, alle Lebensäußerungen zu sinnvollen Ganzheiten zu ordnen, diese zu verstehen und danach zu handeln. Wenn das nicht möglich ist, entstehen Störungen, die sich auf körperlicher wie auch auf geistig-seelischer und zwischenmenschlicher Ebene bemerkbar machen können.

Gestalttherapie sieht unter anderem eine Aufgabe darin, diese sogenannten ,offenen Gestalten' aufzudecken, mit speziellen bewusstheits- fördernden, erlebnisorientierten und energie- mobilisierenden Methoden aufzuarbeiten und damit den blockierten Organismus wieder mit dem Fluss der Lebensenergie in Kontakt zu bringen. Als flexible, wachstums- und veränderungsorientierte Methode ist gerade die Gestalttherapie der Herausforderung einer sich rasch wandelnden Gesellschaft gewachsen und trägt zur kreativen Anpassung an sich ständig wandelnde Bedingungen bei.

 

Psychotherapie, meine persönliche Sichtweise

Meine Arbeitsmethoden leiten sich aus den vielfältigen Methoden der Integrativen Gestalttherapie, der Systemischen Familientherapie und dem Neurolinguistischen Programmieren ab.

Menschen haben Grenzen, sichtbare und unsichtbare. Jeder Kontakt findet an der Grenze statt. Nur wer seine Grenzen kennt, kann mit sich und anderen in (vollen) Kontakt treten und. Neues Lernen können wir zumeist nur, wenn wir über unsere Grenzen gehen. Das bedeutet, es ist erforderlich, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich in neues Terrain zu begeben. Ob aus Angst, Unwissenheit oder aus Bequemlichkeit, dieser Weg wird oftmals nicht beschritten. Psychotherapie ist, in meinem Verständnis, eine Begleitung auf diesem Weg. Sie unterstützt und stärkt den Menschen, sich darauf einzulassen, loszulassen und Neues annehmen zu können.

Die Basis meiner Beratung ist die Achtung vor der Einzigartigkeit und Würde jeder Person. Der Mensch ist dabei Experte für sein Leben, der seinen Entwicklungs-prozess selbst steuert und darin von mir begleitet und unterstützt wird. Wichtig dabei ist, den eigenen Wahrnehmungen wieder vertrauen zu lernen und Ausdrucksformen seiner Selbst zu finden. In der therapeutischen Beziehung können Verhaltens- und Beziehungsmuster erkannt, erlebt und bearbeitet, sowie neue Erfahrungen gemacht werden.

Meine therapeutische Arbeit ist auf einen lösungsorientierten und nicht problemorientierten Ansatz aufgebaut. Dadurch ist es besser möglich, die aktuelle Lebenssituation mit Distanz betrachten zu lernen, diese zu unterstützen und zu mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu finden.

Das Ziel meiner Arbeit ist es, Impulse für Entwicklungs- und Veränderungsprozesse zu setzen und diese zu begleiten, damit sie wieder mit den eigenen Möglichkeiten in Kontakt kommen, innere Blockaden lösen und mit sich selbst in Einklang  sein können.