THEATERSTÜCK für 6-10 jährige, zu verderbende Kinder, oder
FRUSTSPIEL in 2 Akten für einen Schizophrenen, oder
GEDANKENPROTOKOLL für Natural Born Penner, was damals wirklich geschah.

BESETZUNGSLISTE:

  • Hohepriesterin
  • Pfaffe
  • Bauer
  • Sau
  • Miss Piggy
  • Cowboy
  • Indianer
  • Schlampe
  • Magier
  • Der Teufel
  • Das Engerl
  • Sokrates (Philosoph)
  • Pirat
  • Prolet
  • Hausmeister

Schiffsfahrt und Inlandsflug Malaysien (Redang - Kuala Lumpur):
"Natural Born Penner" schläft wie üblich am Platz neben mir, so wie er schon die meiste Zeit des kompletten Urlaubs verschlafen hat. Aber es war schön! Eigentlich war es bisher überhaupt der schönste Urlaub den ich je hatte. Aber es ist fad. Gerade jetzt ist es fad. Ich sitze hier auf diesem stickigen Katamaran, die Wellen machen meinem Magen zu schaffen, und meine Gesichtsfarbe ist schon nach einer halben Stunde Bootsfahrt völlig entwichen. Noch zwei Stunden auf diesem Kahn liegen vor mir. Furchtbar! "Natural Born Penner" rülpst. Oder war es ein Pfurz? Man kann das bei ihm nie so genau sagen, es klingt einfach zu ähnlich. Der üble Geruch dringt mir in die Nase, und einen kurzen Augenblick wollte ich meinem Mageninhalt freien Lauf lassen, und ich hatte auch schon eine todsichere Destination für ihn bestimmt. Aber nein, er kann ja nichts dafür, er pennt eben nur gerne und viel, aber er ist trotzdem mein Freund. Vielleicht sollte ich ihm stattdessen einen Streich spielen, Zündhölzer zwischen seinen Zehen platzieren und anzünden, aber so bin ich eigentlich nicht, das sollen Andere tun. Diese verdammten Raucher, mir ist doch schon schlecht und die qualmen mich noch voll. Ich hasse sie. Aber Mutti hat gesagt man soll nicht hassen, das sollen Andere tun. Aber dieses Kindergeplärr, das gibt mir wirklich den Rest, und "Natural Born Penner" schläft. Bewundernswert! Am liebsten würde ich diesen verdammten Gören den Hals umdrehen, aber das sieht man hierzulande nicht so gerne. AAAAHHHHRRGHH! Zisssssssscchh! Pfff! Endlich! Endlich frei! Endlich hat er mich hinausgelassen. Das Affenmännchen ist entzückt. Affenmännchen wird aber brav sein, Massa keine Schande machen. Nur vielleicht ein paar ganz winzige Scherze bei "Natural Born Penner" machen.

Plopp! [Teufel]: Aaaahh! Wie schön das du mich in deine Welt gerufen hast, Affenmännchen. Du willst ein Späßchen treiben, komm wir machen ein Späßchen.
Das Affenmännchen sieht wie der Teufel die Schuhe von "Natural Born Penner" an verschiedenen Sitzbänken im Boot anbindet.
[Teufel]: Und jetzt machen wir ..
Plopp! [Engerl]: Nichts macht ihr jetzt, hört sofort auf! Affenmännchen, ich bin entäuscht von dir, du bist doch sonst nicht so einfältig.
[Teufel]: Hör nicht auf das geflügelte Weibsstück, die reden doch schon ohne Flügeln genug Schmarrn!
[Engerl]: Warum setzt du dich nicht hin und philosophierst über etwas. Religion, oder ..
Plopp! [Pfaffe]: Kruzifix nomoi, wer zum Teifel hat mich aus mein' Beichtstuhl verzaht.
[Teufel]: Hey, was soll das, ich hab ein Alibi, ich wollte gerade dem Engerl meinen Schwefeldeospray unter die Flügerl schmieren.
[Engerl]: Ja, das kann ich bestätigen!
[Pfaffe]: IIIeeeeekkk! Der Teufel! [Pfaffe rennt panisch umher und verliert sein Toupee, Affenmännchen tauscht seine Banane mit dem Toupee aus und ergötzt sich an dem im wahrsten Sinne lausigen Geschmack!] Zu Hilfe, zu Hilfe, warum hilft mir denn keiner?
[Teufel, ätzend]: Uiii, jetzt hat da Glatznferdl Angst, ja wo issa denn der liebe Gott, put put put, ja wo issa denn wenn man ihn braucht?
[Teufel macht sich einen Heidenspaß indem er sich immer vor den panisch herumlaufenden Pfaffen teleportiert und "Buuhhh" schreit.]
[Engerl]: TEEEUUUFEEELL! Würdest du dich bitte auf deine Rolle als mein böser Gegenpol besinnen und aufhören den Pausentrottel zu machen.
[Teufel, mit seinem dreckigsten Grinser]: Du bist immer so schön streng zu mir, ich mag das!
[Engerl]: Hier ist dringend eine Anstandsdame notwendig!
Plopp! [Schlampe erscheint] [Engerl]: Huch! Kleiner Irrtum, Entschuldigung!
Plupp! [Schlampe wieder weg]
Plopp! [Hohepriesterin, wunderschön und sehr ehrgebietend, etwas überrascht, registriert die Lage]
[Teufel]: Hey, gute Idee Engerl, los bring die Sau wieder zurück.
Plopp! [Sau]: OINK!
[Teufel]: Hmpf! Du weist genau wem ich gemeint habe, ich will die Puppe von vorher.
Plopp! [Miss Piggy]: Huch! Was ist denn das für eine Show? Lauter Freaks!
[Teufel]: AAhhhhrggh! Nicht sooo viel früher! Alles muß ich selber machen.
Plopp! [Schlampe]: Ja hallo, du bist ja ein ganz ein Hübscher! [Schmiegt sich an den Teufel] Soll ich ein Bisserl nett sein zu dir. Na geh, brauchst ja ned rot werden.
[Teufel]: Hör mal, könnten wir das nicht auf später verlegen, ich mein, ich bin eine Respektsperson und so.
[Inzwischen hat der Pfaffe die Ankunft der Hohepriesterin bemerkt und die Panik weicht einem debilen verklärten Blick, schließlich schleicht er hinter einen Baum und lässt seinen Blick auf der Priesterin ruhen.]
[Schlampe]: Hab eh Respekt vor dir mein Stiermandi [streicht ihm zärtlich über eines seiner Hörner], aber deswegen könn ma ja trotzdem bissl Spaß haben.
[Teufel]: Geh pfui, geh weg, ich bin nicht so einer, ich hab Frau und Kind in meiner Hölle!
[Schlampe]: Die werden scho nix erfahren, jetz sei ned so.
[Teufel zaubert in höchster Not einen Mann herbei]:
Plopp! [Pirat]: Ahoi! Aeha! Was für ein Weib! Puppi wo gemma hin, dein Traummann ist gerade eingelaufen.
[Schlampe]: Na freilich, jede Nacht sehn ich mich nach einem zahnlosen Einäugigen mit Holzhaxen. Zieh Leine, Seemann.
[Teufel verdünnisiert sich währendessen unbemerkt, die Hohepriesterin wandert in der Umgebung umher und betrachtet ihre Mitcharaktere auf das Genaueste, der Pfaffe sabbert in gebotenem Sicherheitsabstand hinter ihr her.]
[Miss Piggy]: Ha! Endlich, eine Gleichgesinnte!
[Sau]: OINK!
[Miss Piggy]: Tolle Haut! Ich meine, für eine Bürgerliche halt. Du must mir mal bei Gelegenheit deine Pflegecreme verraten.
[Sau schaut etwas verdutzt , verdreht die Augen und wutzelt sich im Dreck.]
[Miss Piggy]: Willst du ein Autogramm? Du brauchst nicht schüchtern zu sein nur weil du den "Schweine im Weltraumstar" vor dir hast.
[Sau wendet sich uninteressiert ab und widmet sich wieder dem Fressen!]
[Miss Piggy]: Tz! Undankbares Luder!
[Engerl]: Entschuldigung, Entschuldigung, ihr lieben Schweine, ihr solltet eigentlich gar nicht hier sein, aber ich war so wütend auf den Teufel und ..
[Sau sieht skeptisch auf das Engerl, Miss Piggy mit einer Mischung aus überraschung und Neid.]
[Engerl:] Oh Gott! [Engerl stürmt in Richtung Pfaffe davon der gerade seinen hochroten Schädel aus der endlos lagen Schleppe der Hohepriesterin herauszieht.]
[Miss Piggy zieht einen Taschenspiegel hervor]: Spieglein, Spieglein in der Hand, wer ist die Schönste ohne G'wand?
[Spiegel]: Miss Piggy, Ihr seid die Schönste hier, aber die Sau nach 7 Bier ist tausendmal schöner als Ihr.
[Miss Piggy schleudert den Spiegel auf den Boden und springt wie wild darauf herum. Irgendwo im Märchenland begibt sich das Rumpelstilzchen zur letzten Ruhe wohl wissend eine Nachfolgerin gefunden zu haben.]
[Engerl nimmt den Pfaffen im Flüsterton bei Seite]: Spinnst du, du bist Pfarrer und benimmst dich so abscheulich, warum hältst du keine Messen oder nimmst den Leuten die Beichte ab?
[Pfaffe]: Da ist doch niemand da, der in die Messe gehen würde!
Plopp! [Bauer]: Sakra, wos isch denn jetzt los!
[Engerl]: So, bitte sehr, jetzt hast du jemanden für die Messe.
[Sau riecht scheinbar etwas sehr vertrautes und stürmt auf den Bauern zu. Schlampe flüchtet sich vor dem Piraten in die Messe, Pirat stolpert hinterher.]
[Teufel]: Gäääähn! Fad!
Plopp! [Indianer]: UuUuUuUuUuUu!
Plopp! [Cowboy]: Howdy! Oh a Indsman! Let's knall him ane vor'n Latz.
[Cowboy ballert mit seiner Pistole auf den Indianer, der Indianer schiesst mit seinem Bogen aus ca. 2 Meter Entfernung zurück. Nach etwa einer Minute sind beide mit Gummipfeilen völlig gespickt.]
[Indianer]: UuUuUuUuUuUu!
[Cowboy]: Shut up, old Heiptling! And why you always schrei "UuUuUuUu"?
[Indianer grinst, reißt sein Knie in die Höhe und trifft damit den Cowboy mitten in sein Gehänge.]
[Cowboy]: UuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUu!
[Die Hohepriesterin gleitet fast lautlos in die Kirche um der Messe des Pfaffen zu folgen.]
[Bauer]: Kreizzeichen mochen, Weib kramperts!
[Die Hohepriesterin scheint den Bauern nicht mitbekommen zu haben und platziert sich im Schatten einer Säule. Der Pirat versucht krampfhaft seinen Hacken den er statt einer Hand trägt, in der Bluse der Schlampe zu platzieren. Die Sau und der Bauer lauschen andächtig den Worten des Pfaffen. Plötzlich öffnet sich die Kirchentüre.]
[Teufel]: Tschuldigung, wo steht denn das Weihwasser, ich hab da so ein hässliches Wimmerl am Hirn was ich mir gern wegbrennen tät.
[Pfaffe]: Aaaahhhhh! Weiche Satan, weiche!
[Die Hohepriesterin tritt aus dem Schatten und hebt mit festem Blick langsam ihre Arme! Ihre langen Gewänder bilden ein eindrucksvolles Erscheinungsbild.]
[Pirat skandierend]: Ausziehen, ausziehen, ausziehen!
[Teufel läuft weinend hinaus!]: Niemand mag mich!
[Engerl]: Nicht traurig sein Teufel, willst ein Zuckerl?
[Teufel]: Schniff! Will kein Zuckerl!
[Engerl]: Oder willst du eine arme wehrlose Seele in die Hölle verschleppen?
[Teufel]: Mag keine Seele!
[Engerl]: Ich zauber dir einen Magier her, hm, was sagst du dazu. Und den kannst du dann Macht verleihen und dann wird er dich anbeten.
Plopp! [Magier]: Interessant!
[Teufel zu Engerl]: Wird er mir auch was opfern?
[Engerl]: Aber natürlich, wir geben ihm ein Buch mit paar Rezepten, und da steht dann drinnen was er dir darbieten muss.
[Magier in Buch schmöckernd]: Nehmen sie das Ringelschwänzchen eines Schweinderls, die Socken eines Proleten und zerstampfen sie dieses während einer Vollmondnacht mit dem Besen eines Wiener Hausmeisters. Verdammt, wo soll ich denn Proleten und Hausmeister auftreiben?
[Teufel]: Hiho mein lieber Magier! Ich hörte du suchst einen Proleten und einen Hausmeister?
[Magier]: Ja, das tue ich, Geschöpf der Finsternis.
[Teufel]: Wenn du mich täglich verehrst, dann könnte ich dir die zwei Typen beschaffen.
[Magier]: Kein Problem, ich bete dich an, und opfer dir ab und zu was, und du beschaffst mir die Kredenzien.
Plopp! [Prolet]: Na oida! Wo sand meine Seckeln!
Plopp! [Hausmeister]: JessasMaria, wo bin i denn do wieda hiekumma. Geh junger Mann, haltns amoi mei Beserl bitte.
[Magier lächelnd]: Aber gerne!
[Inzwischen hat sich der Schmerz des Cowboys etwas gelegt, und er jagt den flüchtenden Indianer durch das komplette Areal.]
[Die Kirchentüre öffnet sich, und heraus stolpern Arm in Arm der Pfaffe mit der Hohepriesterin, bei der man zum erstenmal ein Lächeln in ihrem Gesicht registrieren kann. Dahinter folgt die Schlampe auf allen Vieren, darauf liegt ein halbbewußtloser Bauer, weil der Pirat des Bauers Gurgel als Haltegriff benutzt um nicht von der Menschenpyramide zu stürzen, ganz oben thront jedoch glückseelig die Sau, und sie verdrückt eine Freudenträne, weil sie nach den allseits unbekannten Rauswurf bei den "Bremer Stadtmusikanten" nun doch ihr Lebensziel erreicht hat.]
[Pfaffe singend]: Jetzt trink ma no a Flascherl Wein
[Schlampe, Bauer, Pirat, alle singend]: HOOOOOLLLLOOODDAAAARRROOOOOOOOO!
[Sau gleichzeitig mit anderen]: OI OI OI OINK!
[Pfaffe singend]: es wird jo ned des letzte sei
[Schlampe, Bauer, Pirat, alle singend]: HOOOOOLLLLOOODDAAAARRROOOOOOOOO!
[Sau gleichzeitig mit anderen]: OI OI OI OINK!
[Indianer und Cowboy kommen zum 2. mal vorbeigerannt, Indianer weicht elegant dem Menschen-Sauberg aus, Cowboy poltert etwas weniger elegant direkt hinein.]
[Alle fallen übereinander.]
[Pirat]: Bei der Hafenhure von Trinidad, welche blöde Sau war das?
[Der Magier packt, durch das Wort Sau hellhörig geworden, eine riesengrosse Schere aus.]
[Sau sucht gekränkt das Weite.]
[Miss Piggy]: Huch! Wie rüde!
[Schlampe]: Reiss di zsamm Holzauge und pass auf wem du 'Sau' nennst!
[Engerl]: RRRRUUUUUHHHEEE! VERDAMMT nochm... äh ... ich bitte um Zurückhaltung.
[Hausmeister]: I glaub des Engerl mant, ihr sollts die Pappn hoidn und staat sei.
[Teufel mit petzender Stimme]: Der Cowboy war die Sau, der Cowboy war die Sau, ich habs genau gesehen.
[Böse Blicke richten sich Richtung Cowboy, während der Indianer und er, mehr stolpernd als laufend und aufgrund ihrer zerrissenen Kleidung schon fast nackt, keuchend den Anderen näher kommen.]
[Indianer]: Keuch! Keuch! Keuch!
[Cowboy]: Japs! Japs! Japs!
[SCHNIPP!]
[Cowboy]: UuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUuUu!


Endlich wieder Land unter den Füssen, endlich wieder etwas Farbe im Gesicht, endlich wieder das Gefühl nicht alleine im Urlaub zu sein. "Natural Born Penner" und ich wackeln zielsicher zum Flughafengebäude. Die erhoffte Klimaanlagenwatsche blieb leider aus. Einzig ein paar mickrige Deckenventilatoren wedeln uns mit ihren verbauten Armen die drückend feuchtwarme Luft ins Genick. Das Check-In ist noch in weiter Ferne, erst in fünf Stunden wird unser Rübenbomber von der Rumpelpiste abheben und uns nach Kuala Lumpur schleppen, damit wir dort weitere zwei Stunden auf den eigentlichen Rückflug nach Europa warten können. Wir platzieren uns auf ein paar Sesseln, postieren unsere Habseeligkeiten in Griffweite, und "Natural Born Penner" beginnt durch einen nicht voraussehbaren Energieanfall den Tisch von Bröseln und anderen unidentifizierbaren Sachen zu befreien. Er sagt er will etwas spielen, also spielen wir etwas. Wir spielen Schnapsen. Ein äußerst hochgeistiges Spiel. Er versteht zwar nicht viel von Kartenspielen, aber durch sein ihm anhaftendes Spielglück ist er immer wieder ein ernstzunehmender Gegner. Ich weis es nicht ob ich gewinne oder verliere, ob "Natural Born Penner" wieder einmal 40er und zwei Asse in der Hand hält und sich heldenhafterweise zuzudrehen getraut. Es ist mir aber auch ehrlich gesagt egal, ich glaube mir wäre sogar egal wenn er die Tittenmemoryedition aus dem Hosensack zaubert, und beim ersten Versuch gleich sämtliche Paare richtig aufdeckt. Wir stecken die Karten wieder weg. Es ist zu oede. Nur noch 22 Stunden zwischen mir und meinem Bett. Davon 18 eingezwängt in einer Sitzreihe der Touristenklasse. Toll! Plötzlich Bewegung im Gebäude, Aufruhr, Action. Eine dicke Frau rollt hinter einen Schreibtisch, dreht ein Taferl um und brandmarkt ihren Platz als Check-In-Schalter. Wir werfen der Schalterbeamtin unsere Koffer entgegen. Nach einigen Minuten kehrt die gewohnte schwüle Stille in die Flughafenhütte zurück und wir lungern wieder auf unseren angestammten Plätzen herum. "Natural Born Penner" rückt, er rückt immer weiter weg von mir, er ist in weiter ferne, "Natural Born Penner" ist weg.

[Prolet]: Na geh Deppata, gib endlich, oda glaubst des Gspü teilt si von alla aus?
[Pirat]: Vor Cartagena hob ich an Matrosen schon für weniger kielholen lassen.
[Bauer]: Leidln, tats ned streiten. Jetzt wird gschnopst.
[Der Pirat teilt aus und der Teufel kratzt sich am Schädel und scheint mit seinen Karten ziemlich überfordert zu sein.]: Was mach ich jetzt?
[Hausmeister, der hinter dem Teufel steht und ihm helfen soll]: Na jetzt sogst a Zehnerloch, is eh fost aufglegt.
[Teufel]: Ich sage ein Zehnerloch!
[Pirat]: Na i hoff du wast wos du tust, ich kann dir ned helfn.
[Bauer]: Bei uns gibts ka Zehnerloch, wos soi denn des überhaupt sein?
[Prolet]: Wieso muaß ausgerechnet i mit den gscherdn Hammel zsammspüln, der Trottl kennt jo nedamoi a Zehnaloch.
[Bauer]: Bei uns is die Wöd halt no in Ordnung, do gibts kane unnötigen Erfindungen, an Schnapser, an Gang, an Dreistichschnapser und da Huaberbauer spült a no an Bettler, oba sunst gibts nix.
[Prolet]: Da Zehner is es Hechste, und es As es Niederste, host des kapiert Eierschedl?
[Pirat]: Geh Teufel, spiel aus.
[Teufel verzieht angewiedert das Gesicht und spielt die Herzdame aus]: Ieehh!
[Hausmeister]: Jo bist du denn von allen guaten Geistern verlassen, hod vier Zehner und spüd de Dam aus. Du bist jo a Wahnsinniger, warum spülst denn de Dam aus?
[Teufel]: Na da war ja so ein ekliges Herz drauf, das erinnert mich immer an die Liebe und andere artverwandte Ekligkeiten.
[Hausmeister]: Am Zehner sind zehn Herz drauf, hättest wenigstens den zerst ausgspielt.
[Teufel]: Ach ja, Ieeeh, kann mir wär den Zehner gegen eine dunkle Karte eintauschen?
[Prolet]: I hoid erm ned aus! I werd sofurt brav, weu wenn i in Rest von mein Leben in der Hö neben dir verbringen muaß, krieag i an Brichzsamm!
[Bauer]: So geht des nit! Wir brauchen an mit an Hirn fürs Spielen.
[Teufel]: Also gut, ich bring euch jemanden der für mich spielt, aber da muss es auch um etwas gehen, okay?
Plopp! [Sokrates]: Wer stört einen alten Griechen, wenn er gerade junge Büblein vernaschen wollte?
[Teufel denkt sich]: Den kann ich wohl nicht abstreiten.
[Teufel]: Ist das bei euch so üblich, oder ist das eher .. hm .. griechisch-orthodox?
[Sokrates]: Natürlich ist das bei uns so üblich, was sind das denn für interessante Bildchen? Da könnte man sicher ein nettes Spielchen daraus entwickeln.
[Sokrates sieht sich zwei Minuten die Karten an und entwickelt daraufhin die Regeln für das Schnapsen, daraufhin erklärt ihm der Hausmeister das Bauernschnapsen und der Prolet, der Bauer, der Pirat, der Hausmeister und er bilden einen Gelehrtenzirkel]
[Der Vollmond erreicht seinen Zenit, und in seinem Licht sieht man eine Gestalt die mit einem Hausmeisterbesen gegen den Boden stampft.]
[Miss Piggy]: Huch! Das Rumpelstilzchen! Welch Ehre! Könnte ich bitte ein Autogramm haben?
[Magier trischt in völliger Trance mit dem Besen auf Miss Piggy ein und stampft diese in den Boden.]
[Engerl]: Sag mal, willst du ewig so mit deinem liederlichen Lebenswandel weitermachen, warum gehst du nicht beichten und fängst einfach neu an?
[Schlampe]: Ja, ich glaube du hast recht, so kann das ja nicht weitergehen.
[Pfaffe]: Ja, meine Tochter!
[Schlampe]: Das Engerl hat gesagt ich soll beichten gehen damit ich neu anfangen kann.
[Pfaffe]: Dann erzähl mir was dir am Herzen liegt.
[Schlampe]: Meistens eigentlich der Franz und da Hans, owa da Herbert liegt a recht gern auf mein Busen.
[Pfaffe merkt wie seine Hose zu eng wird, findet es aber durchaus notwendig den Redefluss von Schlampe nicht zu stören!]
[Leidergottes kommt ein mit Feuerwasser völlig angefüllter Indianer am Boden daher gekrochen und hinter ihm ein Cowboy mit einer Stimme die Gläser zerspringen lässt]
[Cowboy]: Do you have found my Schwanzi, old Heiptling?
[Indianer]: Nix Fährte von Schwanzi gefunden, wenn grosser Feuerball im Osten wieder aufgehen und kein Schwanzi gefunden, dann Schwanzi im ewigen Jagdrevier.
[Schlampe]: Und jetzt?
[Pfaffe]: Bete einfach ein Gebet und deine Sünden sind vergeben!
[Schlampe betet]: Kunde unser, der du bist mit Pimmel
geheiligt werde dein Same, wenn ich komme,
und dann gehe,
mit laschem Pimmel
und ohne Beschwerde
meine tägliche Marie gib mir heute,
und verbiete mir nicht meinen Mund,
wie auch ich verbiete dir keine Stellungen,
und führe nicht ein nach einer Untersuchung,
schon gar nicht in meine Möse,
obwohl, du bist reich,
und dein Saft, trotz Spärlichkeit
entzückt die
DAmen!
[In der Zwischenzeit hat die Hohepriesterin aus der Sau ein Sauomobil gebaut indem sie meterhohe Glasscheiben am Schwein befestigt hat. Sau galoppiert mit der winkenden Hohepriesterin am Rücken durch die Gegend.]
[Magier]: Endlich fertig! Hm! Was sollte ich eigentlich mit dieser seltsamen Verbindung machen?
[Magier geht sein Buch suchen.]
[Indianer]: Schnüffel! Schnüffel! Da! Schwanzi von Bleichgesicht.
[Cowboy]: Yieppieeee! But its totally smashed and liegt in so einer Art Wollsack!
[Indianer]: Du müssen fragen weisen Rat, dann du wissen was tun!
[Nachdem der Gelehrtenzirkel für das Sauomobil die optimale Rundenzeit für einen Rundkurs um die Kirche herausgefunden hat, den Einschlagswinkel von Miss Piggy berechnet hat, und die möglichen Spätfolgen für das Engerl erörtert wurden, weil Engeln nie einen BH tragen, widmen sie sich nun dem Anliegen des Cowboys.]
[Bauer]: Mei, wos issn des? Wo soi denn des sei?
[Sokrates]: Der Aggregatszustand ist eine Mischung aus flüssig und fest. Sehr eindrucksvoll.
[Prolet]: I kenn do a Platzerl, do schoff i maunchmoi aun guaten Tagen sogor Ak .. Aga .. Gagazustände zwischen flüssig und gasförmig!
[Hausmeister anerkennend]: Höchst bemerkenswert, werter Kollege, doch wos hülft uns des?
[Prolet]: Eh nix, i fungiere hoid ois 1m Brett des geistigen Sprungturmes, damit die werten Kollegen si in himmlische Höhen schwingan kennan.
[Hausmeister]: Sehr selbstlos Herr Prolo, owa zurück zum Thema, i glaub des is a zermerschertes Genital.
[Bauer]: Jo, und eigwickelt is in an Wollsocken.
[Sokrates]: Ein Strumpfzumpf sozusagen! Ist dieses Objekt vielleicht gar funktionstüchtig?
[Bauer nimmt das Ding in die Hand und schüttelt damit herum]: Worm is nimma, der Strumpf is hin, aussi kimmt a nix, i glaub der Zumpf is a hin.
[Hausmeister]: Vielleicht hod er nur mit da Prostata z'tuan.
[Sokrates]: Zeigt ihm doch ein nacktes Büblein, vielleicht erregt sich das Ding.
[Cowboy]: Hey, I'm not a bloody ugly Popodriver, i like real geil Weibers.
[Prolet stellt sich heldenhaft dem heranrasenden Sauomobil entgegen, streckt die Hand aus und spricht mit gebietender Stimme]: HAAALT! Verkehrskontrolle! Wir tätatn an steilen Zahn brauchn, damit ma testn kennan ob den Cowboy sei Pimperl no geht, wenns oiso bitte so ned waradn und austeign tätn!
[Hohepriesterin steigt etwas verdutzt von ihrer Sau herunter, der Hausmeister und der Indianer montieren den Speer des Indianers in den Rücken der Sau.]
[Sau]: QUIIIEEEK!
[Hausmeister]: So gnädige Frau, drinn issa, wenns jetzt bitte auf da Gogostaungan sich a bissl rekeln würden, damit ma seng ob no Leben im Pimperl existiert.
[Die Hohepriesterin erkennt die Wichtigkeit dieses Unternehmens und schwingt sich voller Elan in den Glaskäfig. Mit der Zeit fallen sämtliche Hüllen und eine unwahrscheinlich schöne langhaarige Frau kommt zum Vorschein. Wildeste Biegungen und Körperverrenkungen treiben einerseits den Rest der Menge (bis auf Miss Piggy und Magier) zusammen, und andererseits den Speer tiefer in den Rücken der Sau, worauf diese qualvoll verendet. Der Tanz im Glaskäfig auf der toten Sau reißt die Menge zu Beifallsstürmen hin, nur das Pimperl des Cowboys bleibt still.]
[Pfaffe, Schlampe, Engerl]: WAAAAUUUU!
[Teufel voller Bewunderung]: Eine Teufelsbraut!
[Sokrates]: Das Pimperl rührt sich nicht. Wir müssen einen anderen Plan entwickeln. Wo ich herkomme, haben wir alles mit der Kraft der Sonne geheilt.
[Bauer]: Des is a bärige Idee! Wir lossn die Sunn draufscheina, und dann wirds hort wie Leder.
[Sokrates]: Genau! Und das Gerät kann sich der Cowboy dann umbinden und sich Lederzumpf nennen. Und außerdem werden wir ihm vorschlagen Trapper zu werden, den Indianer als Freund zu nehmen, und gemeinsam Abenteuer zu bestehen.
[Teufel]: Liebste Hohepriesterin. Ich ähh.. also ich .. ich möchte dich fragen, würdest du bitte meine Frau werden, bitte sag nichts, außer du willst mich überhaupt nicht?
[Hohepriesterin schaut in die Menge und symbolisiert dass sie eigentlich taubstumm sei und sie nicht im Traum daran denke den Teufel zu heiraten. Die Allgemeinheit hält das Gefuchtel allerdings für ein überschäumendes JA und es wird die Hochzeit vorbereitet.]
[Pfaffe]: Liebe Gemeinde, liebe Anwesende, liebes Brautpaar, wir haben uns hier versammelt um beizuwohnen wie der Teufel und die Hohepriesterin den heiligen Bund der Ehe eingehen.
[Teufel beutelt es sichtlich ab als von heiligen Bund die Rede ist, Hohepriesterin steht kreidebleich da]
[Teufel]: Ich hatte mir eigentlich unseren Bund etwas ähh.. nun ja .. dünkler vorgestellt. Mit Miss Piggy schechten, oder einer kleinen Orgie. Vielleicht auch eine Doppelorgie zur Feier von Lederzumpf.
[Engerl]: BUUUH! Nix da! Geheiratet wird hier, so wie es die Hohepriesterin will.
[Pfaffe]: Ja also gut. Weiter. Willst du Teufel, die hier anwesende Hohepriesterin zur Frau nehmen, sie ehren in guten wie auch in schlechten Zeiten bis der Tod euch scheidet? So antworte mit einem JA.
[Teufel]: Na ja!
[Pfaffe]: Wie bitte?
[Teufel]: Irgendwie gehen da scheinbar die Vorstellungen einer diabolischen Ehe etwas auseinander.
[Schlampe]: Eh kloar! Jetzt kriegt er kalte Füsse. Die Mannsbilder sand olle gleich.
[Pfaffe]: Ja oder Nein? Was ist jetzt!?
[Teufel]: Frag sie mal zuerst.
[Pfaffe]: Willst du Hohepriesterin, den hier anwesenden Teufel zum Mann nehmen, ihn ehren in guten wie auch in schlechten Zeiten bis der Tod euch scheidet? So antworte mit einem JA.
[Hohepriesterin verzieht das Gesicht, bildet mit den Zeigefingern das Kreuz gegen den Teufel, greift sich auf den Hals und spielt eine Erhängte.]
[Teufel grinsend]: Ja, ich will auch!
[Pfaffe]: So erkläre ich euch zu Mann und Frau!
[Engerl]: Wie romantisch! Ich wünsche der Hohepriesterin alles Gute, und das all ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
[Plötzlich hat die Hohepriesterin wieder Stimme und Gehör, und blechern dröhnt ihre Stimme dem Affenmännchen entgegen]: .. last call for passengers from *Lautsprechergekrache* to KualaLumpur, please exit on gate number 1.




BONUS DRECK:


Jahre später!

Das Affenmännchen ist zurück!
Böser, gestörter, kränker und hasserfüllter als es je war!

Es musste früh aufstehen um einen Zubringerflug nach Amsterdam zu erreichen. Die KLM hat ein etwas eigenartiges Verständnis von dem Begriff "Direktflug" denn sie landete in Aruba und tankte 1 Stunde, tauschte Personal und auch manche Passagiere. Auch beim Rückflug war ihr das nicht abzugewöhnen.
Ooh wie war da das Affenmännchen böse!

Das Affenmänchen entdeckte während des eklig langen Fluges einen Mitreisenden in der Gruppe der scheinbar ein geistiges Gebrechen an den Tag legte. Der Mann sprach mit sich selbst bzw. mit Leuten die nur er sah, auch zeichnete er sich durch eine Geschicklichkeit aus, die jene des Affenmännchens verblassen lies. Schließlich suchte er 3 Min. den Stecker für die Kopfhörer, oder wollte aufs Klo solange das Tablett runter geklappt und die Kopfhörerer noch auf seinen Wascheln prangerten. Und da bekam es das Affenmännchen mit der Angst zu tun, denn es erweckte den Anschein , der Hinige werde sein Zimmergenosse werden. Zum Glück wurde er es nicht, sonst hätte es wohl eine ganze Gruppe von Identitäten dazubekommen. Ooh wie war der Typ gestört, und es hatte zum erstenmal einen wahrscheinlich echt schizophrenen als Lehrmeister.
Ooh wie war das Affenmännchen danach gestört!

Mitten im Urlaub wurde das Affenmännchen krank. Alle anderen hatten nur Schnupfen und Husten und bei ihnen wirkten Tabletten, doch das Affenmänchen hatte hohes Fieber (über 39) und es wirkten keine Antibiotika. Es war von einen Virus befallen und hatte 9 Tage Fieber.
Ooh wie war das Affenmänchen krank!

Einige male machte es das Tagesprogramm mit Fieber mit und einige male musste es im Bett bleiben. 2 Tage lang wurde das Affenmänchen von einer jungen , hübschen peruanischen lokalen Reiseleiterin sozusagen angebaggert, doch es konnte fast nicht handeln, denn es war ganz damisch durch den Virus.
Ooh wie hasste das Affenmännchen sein Leben und die Welt!

Doch das Affenmännchen hat Zeit! Und es kann warten! Jemand wird büssen müssen , ooh wie wird er büssen müssen!

@Copyright by Affenmännchen!