Die hier vorliegende Neue-Simmeringer-Welt-übersetzung des Richievangeliums wurde 2002 zum erstenmal aus den noch spärlich vorhanden Ur-Schriftstücken zusammengestellt. Diese Ausgabe erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es wurde aus dem Ur-Simmeringerischen durch Ing. NAMENSZENSUR in das halbwegs verständliche Wienerdeutsch übersetzt.

Die Niederkunft des Richi und seine Taten

1 1 Die Geschichte der Niederkunft des Richi, ist eine Geschichte voller Mißverständnisse! Es war Spätsommer , acht Jahre vor dem grossen EWerk-Anbau in Wien Simmering. 2 Ein frisch vermähltes Paar wurde im 11. Verwaltungsbezirk von Wien ansässig. Simmering ist der elfte Verwaltungsbezirk , denn er liegt in der Aufzählung zwischen dem zehnten, der Favoriten genannt wird , und dem zwölften, der Meidling genannt wird. 3 Zu seiner Rechten liegt Schwechat. Ein Ort der von heidnischen Flachlandgscherden bewohnt wird. Denn Schwechat zählt nicht zum Stadtgebiet des edlen Wiens. 4 Zu seiner Linken liegt der dritte Verwaltungsbezirk, der Landstrasse genannt wird. 5 Nach oben hin wird er durch den breiten Fluss begrenzt, welcher die Gackawürstel mit seiner ihm selbstverständlichen Regelmässigkeit der klärenden Anlage zuführt. 6 Nach unten liegt der zehnte Verwaltungsbezirk, der Favoriten genannt wird, welcher als Trainingsgrund und Gegner für Schlägereien dient, um gegen einfallende Gscherde in bestmöglicher Weise gerüstet zu sein. 7 In der Hochzeitsnacht des Paares geschah es. Das grosse Nichts. Denn der Mann war zu besoffen um die von der Gesellschaft geforderten Rituale durchzuführen. Und es war gut, denn der Richi sollte nicht an einen Tag gezeugt werden , der durch die Niederlage des Mannes gegenüber der Frau getrübt war. 8 Ja, der Hochzeitstag ist der Tag zum Saufen, und nicht zum Beischlaf! Denn es ist jener Tag an dem der Mann unsinnige Versprechen gegenüber seiner Frau abgibt. 9 Denn es ist jener Tag an dem er die Versprechen anfangen wird zu bereuen. Denn es ist jener Tag an dem noch anderes attraktives Weibsvolk beginnen wird, vor seiner Nase herumzutanzen. 10 Doch richtige Simmeringer Männer besitzen eine Liebe, die Stärker ist als die Liebe zu ihrer Frau. Eine Liebe, die jede andere Liebe in den Schatten stellt, eine Liebe , wo jede andere Liebe dagegen verblasst, wie ein eingegrabener Schas im Wüstensand. Der Alkohol! 11 Der Alkohol verleiht dem Simmeringer ein Hochgefühl, wenn er unten ist, eine nachdenkliche Stimmung , wenn er oben ist. Er ist ein Ausgleicher! 12 Und Richi übermittelte seinen Träger diese Weisheit. Und der Träger des Richis nahm sie an. Und er war glücklich.13 Und am nächsten Tag wurde des weisen Mannes Frau die Trägerin des Richis, denn es war Richis Wille. Sie wurden ein Fleisch, obwohl der Alkohol noch in ihren Leibern kreiste! 14 Und jeder sammelte während der Fleischwerdung die herumschwirrenden Gedanken des Universums auf, und filterten dieselbigen durch den Alkoholspiegel. 15 Und all die Perversionen , die abgrundtiefe Schlechtigkeit , der schwarze Galgenhumor, die Krankheiten dieser Welt, versammelteten sich mit einigen wenigen guten Eigenschaften in einer riesigen Explosion im Richi! 16 Am 29 Tag des sechsten Monats des folgenden Jahres erblickte die Welt zum erstenmal den Richi. 17 Und die Welt erschauerte, und der Angstschweiß trat ihr hervor, und es wurde der heisseste Tag des Jahres. 18 Die Pornoindustrie musste die Drehaufnahmen stoppen , denn die Männer ejakulierten zu früh. Alle Tiere pressten sich angsterfüllt auf den Boden, denn ihnen brannte der Anus. In ihrer tierischen Voraussicht spürten sie instinktiv, dass der grösste Tierficker den die Erde jemals zu Gesicht bekommen hat , soeben die Welt betrat. 19 In allen Spelunken dieser Erde fielen die Säufer wimmernd zu Boden, denn ihr Gott wurde soeben geboren, und es war ein strenger Gott, wobei sie an sich zweifelten ob sie sich durch ihre tägliche Dosis ihm würdig erweisen würden! 20 Und in allen Labors begannen die AIDS- und die Ebolavirenstämme zu sprießen und zu gedeihen. Die Krankheitserreger wurden an diesem Tage gegen ihre Medikamente resistent, doch der kleine Richi lag lächelnd und glücklich pfurzend in seinem Gitterbett, denn er sah das es gut war. 21 Ja, selbst das Tier in der Hölle erschrak bis in das Innerste seiner Existenz, denn ein Widersacher war geboren. War seine Zahl 666 so ist die Zahl des Richis 666666. Wobei jede Stelle für einen Teilnehmer beim vom Richi als normal empfundenen Sex steht! 22 Und der Höllenfürst zog sich aus einigen Gebieten zurück und widmete sich Kriegen, Politiker , Firmenchefs , Rechtsanwälte , Doktoren und anderem Abschaum der Menschheit. 23 Und Simmering wurde frei von der Schlechtigkeit der Hölle. Und da es keine Schlechtigkeit der Hölle mehr gab , verschwand auch die himmlische Güte und Menschlichkeit. Denn nichts kann ohne sein Gegenteil existieren. 24 Es gibt kein Weis ohne Schwarz , es gibt keinen normalen Schiss ohne den Dünnschiss, es gibt keine Gscheiterl ohne die Depperln dieser Erde, es gibt keine geilen Weiber ohne die Frigiden, es gibt keine Schönheit ohne die Hässlichkeit, 25 es gibt keinen Mann ohne das Weib [die Entstehung von Leben], es gibt keine Ausnahme ohne die Regel. Im folgenden werden die einzigen zwei wichtigen Ausnahmen genannt! 26 Es gibt kein Gegenteil zum Richi! So wie es auch nur einen wahren Richi gibt. Er ist der Ausgleich! Er ist der Alkohol dieser Welt! Und er erschien in Simmering auf der Erde, um diesen zu glücklichen Fleck der Erde wieder auf den rechten Weg zu leiten! 27 Denn der Simmeringer Boden ist ein guter Boden, um auch den Rest der Menschenrasse zum wahren und einzigen Glauben zu führen! Der Glaube an Richi! 28 Im folgenden wird die zweite Ausnahme genannt. Es sind Namen von Personen die beim anderen Geschlecht kein Gegenteil finden. Exemplarisch sei hier der Name „Werner“ gegeben. „Wernerine“ ist kein Name , und niemand sollte mit so einer Bezeichnung herumlaufen. 29 Es ist die Pflicht jedes Richianers die Person mit dem Namen der keiner ist , auf den rechten Weg zurückzuführen. 30 So bedenkt jene Person mit etlichen Orschla bis ihr der Arsch erblühe [anschwelle] wie eine Pfingstrose im Mai und sie diesen unwahren Namen abschwört und einen aktzeptableren wählt.

2 1 Der Richi wurde von der Mutter gehegt und gepflegt so wie er es gern hatte, und er nahm es auch mit Wohlwollen auf. Auch dankte er ihr es mit fröhlichen Gurgellauten , voluminösen Bäuerchen, Lätzchenbereiherungen , ohrenbetäubenden Geschrei zu Zeiten wo der Mond hoch über das Simmeringer EWerk drohnte. 2 Und Mutter freute sich so sehr, daß sie diese Glücksgefühle mit dem Vater teilen wollte. Doch dieser erläuterte ihr , daß dies nicht seine Aufgabe sei. Doch da fing das Weib an zu zetern und zu keppeln und er wurde schwach. 3 So nahm er das Kind aus der Harpfn [Simmeringer Bettstatt] als es gerade schrie, und versuchte es mit seinen unzulänglichen Mitteln zu beruhigen, denn er war ja ein Mann. 4 Als der Richi sah, daß der Mann schwächelte, und Aufgaben übernahm für die der Mann nicht vorgesehen war, schiss er ihn mit ohrenbetäubenden Getose einen ansehlichen Haufen in die Hand. 5 Vater erkannte das Zeichen, denn sofort schrie er zur Bestättigung aus „WEIII, da Bua hot mi augschissn! I greif den Baungert nimma au“. Und er meidete Richi die nächsten Tage. 6 Doch als er eines Tages im Wirtshaus saß, da gesellte sich eine Gruppe schwacher , von Weibern umgepolte, Männer an seinem Tisch. Und sie begannen Anklage gegen ihn zu erheben, weil er nicht in seinem eigenen Heim seiner Frau bei der Kinderbetreuung zur Hand ging. Denn die Männer erfuhren es von ihren eigenen Weibern und diese wiederum durch das Quasseln mit der Mutter des Richis. 7 Der Vater des Richis verteidigte sich, doch mit der Zeit begann er wieder zu straucheln und er verließ seine Weltanschauung abermals und bog auf den falschen Weg ab. 8 Zu Hause angekommen nahm er zum zweiten Male das Kind aus der Harpfn um die Mutter zu entzücken. Doch Richi ist auch Hirte und er trachtet danach seine Schäfchen nicht zu verlieren. 9 Somit war er sich nicht zu Schade nochmals ein Zeichen für seinen Vater zu setzen, und wenn dieser es nicht verstünde so würde eine Reihe von endlosen Zeichen folgen, denn gegenüber der Familie soll man Geduld walten lassen und sich gegenseitig unterstützen um die wahre Weisheit zu erlangen. 10 Also lies Richi aus seinem kleinen Körper Urin strömen, und der Vater erkannte das Zeichen, denn sofort schrie er zur Bestättigung aus „ WEIII, da Bua hot mi augwischalt! I greif erm die nächstn zehn Joa nimma au“. Und er meidete Richi die nächsten zehn Jahre. 11 Und Richi sprach so sei es, und er sah, dass es gut war und es war gut! 12 Nun ging jeder in der Familie seiner angestammten Aufgabe nach , der Vater barrawerte wie ein gedopter Ackergaul um einen Geldsegen heraufzubeschwören, die Mutter organisierte das Haus. 13 Friede und Glück breitete sich in der Wohnung aus, und als Folge davon im gesamten Gemeindebau, und als weitere Folge in ganz Simmering. Und es war Zeit für Alkohol, denn das Glück nahm überhand. 14 Und die Simmeringer sollten neue Schimpfwörter erhalten, denn Richi fand es für nötig. Aus diesem Grunde stürzte er sich als wankender Kleinkindbalg mit einem Staubtuch bewaffnet von einem Schammerl mit dem Hinterkopf durch die geschlossene Wohnzimmertüre, welche aus Glas gefertigt war. 15 Lachend und blutüberströmt wandelte er der Mutter entgegen, welche in einen gar entzückenden Schreikrampf verfiel und sofort mit dem Kinde ins Spital pilgerte. Dort wurde die Wunde versorgt und der Behälter des einzig wahren Geistes genäht. 16 Am Abend erfuhr der Vater von der Geschichte und erblickte die Wunde. Als er die Naht betrachtete, wurde er von Freude erfüllt, und er gab seiner Freude Ausdruck: „Jö sche haums erm gnaht! Jetzt hamma unsern Fetzenschedl wieda!“ 17 Und er ging hin und erzählte die Geschichte in allen Wirtshäusern und bei allen Tankstellen und auch an sonst allen Plätzen wo sich meist Leute befinden. Und der Ausdruck des Fetzenschädels verbreitete sich in windeseile im ganzen Bezirk. Einige Zeit später wurde er auch über die Bezirksgrenzen hinaus in andere Bezirke und noch später auch in das weite Land der Gscherden getragen. 18 So schenkte Richi durch den Simmeringer Schammerlsturz der Welt das Wort „Fetzenschädel“. Und durch die Macht des Ausgleichers wandelte sich allmählich das Wort in ein Schimpfwort. So wurde das Gleichgewicht wieder erlangt. 19 Kurze Zeit später verbannte Richi die Liebe aus Simmering. Denn die Liebe verursacht Schmerzen. Aber was sind Schmerzen Wert , wenn niemand anderer anwesend ist , um sich daran zu ergötzen? 20 Ein Ausdruck der Liebe ist zum Beispiel die Umarmung. Einer der wenigen guten Eigenschaften des Richis war ein Stückchen Liebe welches er nach der Geburt in sich trug. 21 Dieses Stückchen bahnte sich des öfteren den Weg an die Oberfläche. So kam es, dass Richi laufend Sachen umarmte oder küsste , aber es war niemand da der es wahrnahm. 22 So küsste er die Stehlampe, deren Pseudogoldüberzug daraufhin sofort beschlug, auch umarmte er das Tischbein, welches aus dem hoch und stolz aufragenden Esstisch plötzlich einen nicht mehr ganz so hohen Couchtisch machte, weil das Tischbein eine damals äußerst modische Krümmung erhielt. 23 Doch niemand nahm die Liebe noch die Schmerzen war, so war Richi wieder zu einem Zeichen gezwungen, er umarmte den Herd, welcher heiß war. 24 Da es wie erwartet wieder von niemanden wahr genommen wurde, entschied er sich auch noch für ein akustisches Zeichen, welches auch sogleich die Mutter aus der Trockenhaube hervorlockte. 25 Als die Mutter die dampfenden Pratzen des Sohnes erblickte, entschloss sie sich wieder zu einer Pilgerreise in das Krankenhaus. 26 Dort analysierte man den Hergang der Ereignisse, und verurteilte die körperliche Liebe zu Herden auf das Schärfste. So wurde der Welt augenscheinlich gemacht, Liebe verursacht Schmerzen , und es ist nie jemand da der davon Nutzen ziehen könnte. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Liebe aus Simmering verbannt und Richi entschied für sich, die Perversen zu rügen, denn sie sind nie da wenn man sie braucht. 27 Richi setzte in seinen frühen Jahren noch einige Zeichen, manche verstand die Welt sogleich, doch für manche war sie noch nicht bereit, um ihren wahren Sinn zu entschlüsseln. 28 So wird die Welt noch lange Zeit um die rätselhaften Schriften brüten, die Richi eigenhändig auf sein Bett geschrieben hat. Auch die angeklebte Großmutter am Esstischsessel gehört in diesen Bereich. 29 Denn Richi ist keiner der dem Volk alles sogleich offenbart. Man muss sich die Weisheit erarbeiten. Schließlich ist Richis Jüngern viel Zeit gegeben, denn Richi verurteilt die Arbeit. 30 Es gibt nur eine sinnvolle Art der Arbeit, und das ist nicht die Arbeit für Geld sondern die Arbeit für Richi. So sollte ein brav ergebener Jünger mindestens drei mal täglich Alkohol in seinen Kadaver schütten um Richi zu ehren. Des weiteren wird erwartet seinen Nächsten zu beflegeln, und du sollst auch begehren seine Frau. 31 Auch wenn sie schirch ist wie der Zins, denn es schafft Agressionen und Agressionen sind gut. Du sollst nur einen Richi ehren und du sollst seinen Namen nicht achtellos aussprechen! 32 Du sollst den Tag des Richi heiligen, und du sollst deinen Vater und Mutter nervlich zerstören. 33 Du sollst nicht töten, sondern quälen. Töten ist ja viel zu kurz für einen richtigen Spaß. Du sollst stehlen und du sollst lügen, denn so kommt Stimmung auf. 34 Du sollst ehebrechen , denn es ist eine gute Schulung um das Lügen zu erlernen und vor allem macht es Spaß!

3 1 Und es kam der Tag als Richi Einzug in die Schule hielt! Denn es sollte eine frische Generation an Simmeringern entstehen, die den neuen Lehren hörig und aufgeschlossen gegenüberstand! 2 So begann er schon in der Volksschule sich still zu verhalten, denn er war schüchtern. Und er erweckte bei seinen männlichen Mitschülern dadurch den Eindruck der Schwäche. 3 Und so kamen die gemeinsten, übelsten und boshaftigsten Herrschergefühle bei den Hundsbuben empor, und sie sekierten den Richi bis aufs Blut. 4 Danach begannen sie auch untereinander sich zu nerven und zu birnen. Und Richi stand da mit seinem Milchzahngrinser und jubilierte, denn es war vollbracht, er hatte die Boshaftigkeit aus den Tiefen der Kinderseelen an die Oberfläche geführt. 5 Und da waren zwei unter ihnen, die sich besonders hervortaten und sich als Rudelführer fühlten. In diesen Beiden weckte Richi den Wunsch ihn zu tögeln und ihm mit Schnee einzureiben, denn es war Winter. 6 Als sie dann am Heimweg auf ihn lauerten, gegenüber der großen Turnhalle, da erlebten sie ihr erstes blaues Wunder. Denn Richi lies Kraft und Finesse und Hinterhältigkeit in seinen so scheinbar dürren Körper einfahren. 7 Denn als die Gfrasta daran gingen ihn zu halten, so trat er um sich, und platzierte seine edle Fußspitze mitten im Geschäft des Einen, worauf dieser mit einem lautstarken Gejohle , vor Schmerz geschüttelt in den Schnee sank. 8 Dem anderen wurde die seltene Ehre zuteil , den ersten Faustschlag von Richi mit seinem schon davor hässlich anmutenden Riechkolben abzufangen. Worauf auch dieser dem Kollegen in den Schnee folgte. 9 Nun lag das Pack am Boden und fuhr fort zu wimmern und zu zaunen , und dem Einen kam vor Schmerz ein Urinlackerl aus, mit welchem er den jungfräulichen Schneeboden benetzte. 10 Und so schuf Richi ein weiteres Wort für Simmering, nämlich den Schneebrunzer! 11 Und bei den Mädchen erweckte er Heiterkeit und Zuneigung indem er seine Butter- oder Marmeladen- oder Nutellabrote quer über sein edles Antlitz verteilte. 12 Auf diese Weise weckte er die angeborenen Muttergefühle der Mädchen , und sie bildeten eine Schar um ihn und halfen sein Gesicht zu reinigen. Und so war er der stille Herrscher , über die Mädis mit Ungeschicklichkeit und Schmäh, über die Bubis mit dem Sieg gegen die Halbstarken! 13 Da die Natur des Weiblichen auch beim Wachsen und Gedeihen nicht vielen änderungen unterliegt, beschloss er sich im weiterem Schulverlauf mehr dem Männlichen zu widmen. 14 So besuchte er Klassen in einer allgemein höher bildenden Schule, welche nur mit Schwanzträgern gefüllt waren. Auch in der darauf folgenden höheren technischen Lehranstalt war dies so. 15 In der Unterstufe brachte er ihnen den Simmeringer Witz bei. Eine neue Art des Humors welcher sich durch absolute Trockenheit und Dunkelheit auszeichnet. Und mit denselbigen geiselte er sie und herrschte über sie. 16 Er beschloss zu repitieren, denn er wollte nicht immer dieselben Fratzen als Schäfchen um sich haben. Außerdem war dies ein hervorragender Grund die Englischprofessorin zu verfluchen und in Simmering aufzuzeigen wo die wahre Macht sitzt. 17 Und so geschah es, das sie von Cellulose befallen wurde und ihr Arsch wie Germteig aufging, ihre leichten O-Haxen füllten sich mit Wasser und bogen sich zu ausgeprägten Krummsäbeln. 18 So wurde dieses einst so stolze Geschöpf ihrer angeblich äußerlichen Schönheit beraubt, und ihr Körper glich ihrem inneren Erscheinungsbild, und so vegetiert sie jetzt über ihre Sünden und Freveltaten brütend , in irgendeinem Gemeindebau dahin. 19 Als nächstes begab sich der Richi in ein Schulgebäude in der Donaustadt. Dies ist ein Flachland welches hinter dem großen Fluss liegt. 20 Und dort verführte er seine Kameraden zum Suff, den es waren alles Pubertierende , und sie waren eine leichte Beute. 21 Und er zeigte ihnen den Weg zum Würstelstand auf, wo sie in jeder Freistunde ihre tägliche Alkinfusion abholen konnten. Und er zeigte ihnen den Weg zu dubiosen Lokalen in der Innenstadt oder den Innenbezirken auf, wo sie jeden Abend ein paar Schläge auf ihr Goscherl abholen konnten, 22 und er zeigte ihnen den Weg zu noblen Bars , wo sie ihr ganzes Geld verprassen konnten , und er zeigte ihnen den Weg zur völligen Besinnungslosigkeit bei Partys auf, wo er des öfteren eine Zwaravasen [Doppler] , die auf den Namen Lizzy hörte, leerte. 23 Und mit diesen Mitteln leitete der Herr des Weines seine biersaufenden Untertanen in die Richtung der heiligen Lehren von Simmering. 24 Und auch an dieser Schule gab es ein böses Weib, eine Professorin , die dem Richi nicht wohl gesonnen war, und sie fasste für sich den Beschluss ihn sitzen bleiben zu lassen. 25 Er gewährte ihr , selbstlos wie er ist , dieses Anliegen , denn abermals ergab sich die Gelegenheit noch mehr Verirrte für die Lehren zu begeistern. 26 Jedoch würde dieser durch und durch bösartige Weibsdrache nicht ohne einer kräftigen Verfluchung davonkommen. Doch dies stellte sich wirklich als riesige Herausforderung dar. 27 Denn diese Kreatur war schon mit einer sagenhaften Hässlichkeit geschlagen , welche im gesamten Universum ihres gleichen sucht. Auch war sie vom Alter schon extrem gebeugt , und ihr grausiger Schädel hatte mehr Furchen als ein Winterreifen von Semperit! 28 Aus ihrem Mund sabberte ständig ätzende Flüssigkeit, und manchmal besprengte sie damit auch ihre Schüler. Zum Glück konnte sie sich nicht mehr durchgehend wach halten und so schlief sie manchmal ein. 29 Als das Untier wieder einmal büselte, es war in einem Autobus am Weg vom Schikurs nach Hause, da entfaltete der Alkohol seine Wirkung, und alle Kinder im Bus wahren fröhlich. 30 Da in der Parallelklasse nur eine geringe Zahl an Weibern war und die meisten davon auch ziemliche Krampen waren, beschäftige sich die Mehrheit mit derben Sprüchen und Späßen! 31 Nun sah der Richi die Zeit gekommen seinen Fluch an das Drachenweib zu formulieren. Und so ging er hin und setze sich mit einen seiner treusten Jünger eine Reihe hinter das schlummernde Wesen! 32 Er nahm den abgerollten Olagummi heraus und spannte diesen , mit einem murdsdrum [riesigen] Schnalzer schlug es am Genick des Monsters ein , und die Blasenmuskeln jener Personen in den ersten drei Reihen wurden auf das äußerste strapaziert. 33 Natürlich erwachte das Wesen aus seinem Schlaf und wendete sich sofort um. Doch es sah nur noch das kalte Lächeln des Richis. 34 Es war vollbracht, der Fluch wurde übertragen. Und in den Augen der Kreatur konnte man die Ungewissheit erkennen. Dieses grausige Wissen, dass etwas passiert sein muss aber man ist der Zeit ausgeliefert, denn erst sie wird alles aufdecken. 35 Und so geschah es auch! Jahre später ereignete sich eine mysteriöse Knochenbruchserie in ihren Armen. Und kaum schien ein Arm gesund so musste er gleich nochmals unter größten Schmerzen gebrochen werden. Und sie wandelte wie ein Mahnmal in den Innenstadtgängen umher, mit emporgestreckten unbeweglichen Armen. 36 Einen Gott anrufend der sie schon vor vielen Jahrzehnten verlassen hat, und alleine , voller Kram , den ihr Aussehen und ihre Art verhinderten den Kontakt zu Männchen ihrer Gattung. 37 Und dies war die Geschichte von Richis Schulzeit wie sie mir zugetragen worden ist. Es ist die Geschichte über den Keim in Einigen von uns der zu gegebener Zeit sprießen wird!

4 1 Und es war widereinmal jene Jahreszeit angebrochen, wo die Luft schon mit einem gesunden Dampf erfüllt ist, und Mensch und Tier hechelnd und unbeweglich im Schutz einer Staude knotzen. 2 Zu dieser Zeit beschloss Richi seine Jugendzeit offiziell zu beenden und zum Manne zu reifen. Somit wurde ein großes Fest ausgerufen, und er und fünf seiner Anhänger pilgerten in ein mittelfernes Wüstenland welches sich über dem mittleren salzigen Wasser befand. 3 Dort angelangt gaben sie sich dem Suff hin, und dieses Ereignis sollte sieben Monde lang andauern. Und all die Leintuchträger schauten und riefen Mohammed und Ala an, doch diese antworteten nicht , 4 also fuhr Richi fort zu biberln und zu tschechern und völlig hemmungslos ins Meer zu brunzen und seine Anhänger taten es ihm gleich! Und dieses Ereignis sollte als der Sieben-Tage-Suff in die Geschichte der Araber eingehen, 5 und sie sahen , dass innerhalb von sieben Tagen nicht nur Tod und Verwüstung in ein Land gebracht werden können, sondern auch Frohsinn, Gemütlichkeit und Spaß! 6 Als das Werk vollbracht war, begab sich Richi zurück nach österreich und sinnierte darüber , wo noch seine Anwesenheit von Nöten ist. 7 Nach einigen Sekundenbruchteilen Meditation kam er zu dem Ergebnis , es sei nun an der Zeit seinen Grundwehrdienst abzuleisten. 8 Da sich jeder Mann und jede Frau nach einem langen Rohr sehnt, und ihm sein Glück hold war, wurde er nach Baden/Soos zu den Panzern eingezogen. Dort trabte er untertags mit der Gruppe um die Kaserne und des Nachts über die Weinstrasse! 9 Die Arbeit ging gut voran und nach gar nicht allzu langer Zeit waren all die Prolos und die Gscherden dem Wein zugetan. Doch mitten in diese Idylle platzte der Oberleutnant, und meinte die Strafkaserne Großmittel habe zuwenig Leute zum schikanieren. 10 Natürlich beschloss der Herr Oberleutnant dies zu ändern und nominierte unter anderen auch den Richi. Was dieser gar nicht entzückend fand und seine Meinung auch während eines Bittrapportes kundtat. 11 Als der Kasernenführer partout nicht einlenken wollte, erkannte Richi , dass dieser jenige wohl etwas zu lange den Auswirkungen der Sonne ausgesetzt gewesen sein musste. Das war kein Wunder den seine Kopfbedeckung prangte gar etwas schief auf seinem Mostkopf. 12 So ging er hin in die Einöde und war nun umgeben von Kropferten [Steirer] und Flachlandgscherden die ihm als Kameraden zugedacht waren, und von Ausbildnern wo man noch den gerissenen Faden ihrer 25-Watt Birne über den Augen hängen sah. 13 Und dort wurde er zum Erdferkel [Panzergrenadier] ausgebildet, dessen Kennzeichen es ist die Erde teilweise zu fressen und mit der Nase das Rückgrad der schlafenden Maulwürfe zu brechen. 14 Doch das Schleifen nahm er als körperliches Training und die Schikanen der Ausbilder als Schulung der Beherrschung der eigenen Emotionen. 15 Und er ging hin und versammelte im geheimen seine dämlichen Mitstreiter hinter sich und lenkte sie nach seinem Ermäßen! 16 So nietete sich etwa der gesamte Zug am Vortag der Blutkontrolle vollkommen um, damit die Leberwerte ein schauderliches Maß erklimmen konnten, und somit der Tag im Krankenhaus verbracht werden musste. 17 Ferner wurde ein Kollege überredet eine aufblasbare Puppe zu erwerben, und der halbe Zug fuhr hechelnd über dieselbige hinweg ohne Hygiene walten zu lassen. 18 So geschah es, dass ein nicht zu geringer Teil der Jungmänner mit juckenden Schwänzen einige Tage dienen musste, denn die Schmach des Plastikpuppenfickens hielt ihre Lippen versiegelt. 19 Weiters wurde Missgunst über den gesamten Führungsstab der Kompanie gebracht, als ein hohes Vieh vom Militär seine Aufwartung machte aber die Soldaten mit nacktem Oberkörper mit offenem Verdeck johlend in ihren Gefährten wütenden. 20 Noch schlimmer traf es sie aber als Richi und seine Schergen mit nacktem Unterkörper über eine befahrene Landstrasse liefen, da sie gerade aus einem Saunazelt heraus getrieben wurden, und eine Waldviertlerin doch einigermaßen beim Autofahren irritiert wurde. 21 Diese Irritation zeichnete sich doch durch etwas seltsame Pendelbewegungen während der Kurvenausfahrt ab, aber das Heer der Beschützer und Helfer wäre natürlich sofort zur Stelle gewesen. 22 Und es kam die Zeit , da waren die Tage gezählt und Richi war auch der Manipulation übertrüssig. So legten sie ihre Montur zurück und zogen aus um sich noch zum letzten male gemeinsam niederzubechern. 23 Es war auch die Zeit wo das Brom seine Wirkung verlor und die Goggerl [Eier] wieder ihren Dienst aufnahmen. Und jene die keinen Fleck in der Pyjamahose haben wollten, gingen auf die Jagd nach einem Weib. 24 Doch diese war Ausnahmslos von Erfolglosigkeit gezeichnet, denn die angezüchtete Aura des Erdferkels in Kombination mit den ländlichen Sprüchen lies jede anwesende Wiener Nymphomanin zur ausgetrockneten Dörrpflaume mutieren. 25 Nachdem Richi also in eine Horde Wilde seinen Simmeringer Keim gepflanzt hat, ging er hin und suchte nach einer Arbeit. Denn auch Arbeitskollegen sind potentielle Simmeringer!

5 1 So wie es den Langzotigen schmerzte, der eigentlich gar kein Langzotiger war, als sie ihn an den Pfahl hämmerten, so schmerzte es auch den Richi als er Einzug in die Arbeitswelt hielt. Denn der Verlust des freien Willens ist etwas was ihm mit Grausen erfüllt! 2 Doch trotz alledem ging er hin und warf sich auf den Arbeitsmarkt, um aus der Menge der Verirrten wenigstens einige Wenige aus den Fängen des Kapitalismus zu befreien und diese dem wahren Glauben zuzuführen. 3 So heuerte er zuerst bei einem geistig Geschädigten an, der eine Firma mit acht Seelen führte, irgendwo jenseits des Wienerwaldes. 4 Aus diesem Grunde hielten die Eltern des Richi ein großes Pallaver [Beratung] ab , welches Auto dem Kinde gegeben werden sollte. 5 Und sie kamen überein einen gebrauchten Micra herbeizuschaffen , der als fahrbarer Untersatz dienen sollte. 6 Als der Richi sah , dass es doch kein Auto war sondern eine rollende Leibschüssel, lies er aber seine Stimmungslage niemanden merken, und er liebte die Leibschüssel so als wäre es sein eigenes erstes Auto. 7 Und es entstand bald eine tiefste Innigkeit zwischen der Karosse und ihrem Lenker , und sie bolzten im vollen Anschlag mit halbleeren Reifen über den Semmering, und dem Beifahrer entfuhren Dämpfe und die Gesichtsbleiche überfiel ihn, denn er meinte die Fahrstreifenmarkierungen würden nicht umsonst hier am Asphalt prangen. 8 Aber zu späterer Stunde gestand er , dass das Adrenalinbad seinen extrem verklemmt und verstopften Poren nicht zum Schaden gereichte und dass das mit vollster Micrageschwindigkeit über die Autobahn wetzen ein hübscher Volkssport wäre. 9 Doch zurück zu Richis damischen Arbeitgeber. Dieser jener einer bekam nach drei Monden einen cholärischen Anfall und entledigte sich in seinem Wahn der gesamten EDV-Abteilung. Und ihrer Köpfe waren drei. 10 Und es dauerte nicht lange da musste das Unternehmen seine Pforten schließen und der geistig Verwirrte kam in eine Anstalt. Und Richi sah das es gut war! 11 Wieder war ein wichtiges Werk vollbracht, und ein Ausbeuter seiner gerechten Strafe zugeführt worden. 12 Als nächstes verdingte sich der Richi bei einer Gesellschaft die ihren Gewinn aufgrund der Angst der Leute erwirtschaftete. 13 Dort hundste er fünf Winter für einen Hungerlohn Programme zusammen und setzte sie den Firmeninsassen vor. Doch diese fuhren fort die Menschen zu umlabern ihnen monatlich Geld zu überreichen um es eventuell später in einem Schadensfall wiederbekommen zu können. 14 Als die Vorgesetzten daran gingen , Richi und seine Mithackler auch den Verkäuferstoff lernen zu lassen, platzte der Kragen und sie taten ihren Unmut kund. 15 Doch den Entscheidungsträgern waren die Meinungen von Untergebenen Blunze. Und so zogen innerhalb eines Monats alle geistig nicht ganz Zurückgebliebenen aus, um sich einer neuen Hacke zuzuwenden. 16 Und den Richi verschlug es in einen Bezirk der Gespreizten der Hietzing genannt wurde. 17 Dort heuerte er bei einer Glücksspielfirma an, und derselbigen wurde nicht bewusst , dass sie vor dem größten Glücksspiel ihrer eigenen Geschichte stand, denn Richi hatte soeben die zweite Firma in das blanke Chaos gestürzt. 18 Und da er noch Spione in der alten Hütte hatte, konnte er sich am hilflosen Gezappel der Firmeninsassen gegen den drohenden Untergang erwärmen. 19 Doch die dritte Firma bedurfte keines Eingriffes von dem Arbeitsscheuen, denn sie werkten dort mit Werkzeugen und Utensilien, die dem technischen Museum zu aller Ehre gereichen würden. 20 So schaute er sich diese täglichen Theatervorstellungen mit einem wissenden Schmunzeln an und verschwand dann nach einigen Monaten von dort, um bei einer Bank sein Unwesen zu treiben. Wo sich die Spur verliert, wie immer im Herzen des Bösen!

Der Wahrsager

ZENSUR!

Weisheiten

ZENSUR!

Es folgen Flüche des Richis

61 Im Falle einer Kreatur die mir des längeren nicht hörig war, so soll sie folgendes betreffen:
62 An den gigantischen Wascheln [Ohren] sollt ihr sie erkennen, denn sie werden sprießen bis die Kreatur sich bei jeden zweiten Schritt in die Lüfte erhebt, 63 und mit ihrem Eierkopf soll sie an den Starkstromleitungen radieren, bis Hörigkeit in das angebrutzelte Hirn Einzug hält. 64 Und wenn die verbrannten Wascheln ihre Tragkraft verlieren, so soll die Kreatur mit einem Affenzahn hinabstürzen , damit in ihr sämtliches Gebein breche, jedoch soll ihr eine gesunde Pratze verbleiben damit sie Memory oder Mikado mit ihren Knochen spielen kann. 65 So soll es geschehen, denn so habe ich es gewunschen!

66 Im Falle eines Weibes die ihrem Alten nicht hörig war, so soll sie folgendes ereilen:
67 Von einem Hängebusen soll sie befallen werden , selbst wenn sie noch in ihren blühenden Jahren steht, und dieser soll bis an ihre Revolverknie reichen und an Masse sich versiebenfachen, damit sie nur noch bücklings vor der Männerwelt einherschreiten kann. 68 So wie es sich geziemt. Und ihre Figur soll sich zum Zwickabusslgestell [selbst nach größeren Nachforschungen gelang es nicht diesen Ausdruck zur übersetzung zu bringen] wandeln, welches sie auch täglich erhalten soll. 69 Und bei ihrem Angetrauten sollen die Prostata und die Hämoriden in einen Wachstumswettstreit treten, damit der Manne mehrmals täglich die Unterhose wie ein Herbstblatt färbe und sie dem Weibe zur Handwäsche überreichen kann. 70 So soll es geschehen , denn so habe ich es gewunschen!

71 Im Falle eines Mannes der sein Weib ohne Grund prügle, so soll ihm folgendes ereilen:
72 Seine Griffeln sollen schrumpfen bis sie denen der Schlümpfe gleichen und zugleich soll seine Bierwampe aufquillen bis er sein Teil nicht mal mehr mit den eigenen Händen erreichen kann. 73 Und die Samenproduktion wird einsetzen und die Alte soll sich ihm bis zu jenem Tage verweigern, bis es ihm zerreiße dass er mit seinem Unterteil an der Decke picke. 74 Und die Umstehenden sollen ihn in einen Rollstuhl hieven , denn er hat nicht mal Eier mehr, auf denen er rollen könnte. 75 So soll es geschehen, denn so habe ich gewunschen!

76 Im Falle eines Simmeringers der Verrat an mir begehe, so soll ihm folgendes ereilen:
77 Mit ihren Zungen sollt ihr sie an den Pfahl nageln, und ihre von Falschheit durchdrungenen Körper solange beschweren bis die Zunge gespalten wird, damit jedermann den Verräter beim Sprechen erkenne. 78 Und in ihrer eigenen Blutlache sollen sie sich vor Schmerz wälzen, so wie die Wildsau im Schlamme es tut, und ihr sollt euch an ihrem Weggeschrei ergötzen und es sogleich fürchten. 79 Und in ihren Adern soll das Wasser des Donaukanals fließen von jener Qualität die es aufweisen würde, wenn Wien eine dreitägige Dünschissepidemie gerade überstanden hätte. 80 So soll es geschehen , denn so habe ich es gewunschen!

81 Im Falle eines Chefs der einen Simmeringer chronisch peinige, so soll ihm folgendes ereilen:
82 Seine Hirnmasse soll auf den Weichheitsgrad eines Faserschmeichlers sinken , damit Benehmen und Gehirn wieder in Einklang stehen. 83 Und wenn die Pflegerin dann mit ihm Grottenbahn fährt, so sollen im die Zwergerl mit Hochdruck ins Ohr spritzen, um seine Hirnzellen von dämlichen Einstellungen zu reinigen. 84 Und er soll den Rest seines Lebens als Geisterbahnschaffner fristen, damit sein durch Blödheit und Schock hässlich verzerrtes Gesicht der Allgemeinheit wieder zu Gute kommt. 85 So soll es geschehen, denn so habe ich es gewunschen!

Briefe

1 Der erste Brief an die Simmeringer!
1 Meine lieben Auserwählten! Es scheint an der Zeit zu sein, Anweisungen in eure Birnen zu brennen, damit Groß-Simmering entstehen kann, und die wahre Einstellung diese im All herumeiernde Rumkugel überfluten kann. 2 Mit großer Besorgnis habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Hurerei noch immer nicht auf Krankenschein dem Manne zugänglich gemacht worden ist. 3 Weiters mischen sich immer mehr Gspritze , Zurgraste , Kannaken und einige Gspreizte aus der Oberschicht unter unseren Stamm. Auch Proleten unedleren Blutes, wie Favoritner, Meidlinger, und Floridsdorfern habt ihr Einlass gewährt! 4 Somit fordere ich euch auf, diese Schuld zu sühnen, und von weiteren Freveltaten Abstand zu nehmen. 5 Ihr sollt die Eindringlinge an unseren Bezirksgrenzen stellen, sie mit den ihnen gebührenden Tachteln bedenken, und sie in die richtige Richtung drehen, damit sie im Staube zurückkriechen können. 6 Und ich werde mich daran ergötzen wenn ihre Schleimspur aus den verschiedensten Körpersäften den Boden neuen Glanz verleiht, und wenn sie mit ihren Nasen die Fiakerscheiße teilen werde ich jubilieren und es soll euch nicht zum Nachteil gereichen. 7 Wehe, wehe, jenen Simmeringern die im Kampfe versagen, denn ich lies euch doch nicht umsonst in einem Bau aus Dreck und Neid und Ehrenlosigkeit aufwachsen. 8 Unterwerft die anderen Proletenstämme, sie sollen vor uns zittern wie der Epileptiker während seines schlimmsten Anfalls, sendet sie aus in die nobleren Bezirke um Unruhe hervorzurufen, und lasset sie auch gegeneinander kämpfen, denn die Proletenweiber gebären eine hohe Zahl an Gschroppen. 9 So sind deren Viele , darum werft sie den Wohlständlern entgegen, denn diese sind an der Zahl gemessen wenige. 10 Pflastert das Land der Flachlandgscherden mit Steinen, die denen der alten Simmeringer Haubi [Hauptstrasse] gleichen, und ihr sollt dadurch einen Parkplatz erschaffen, der in Stil und Ausdehnung alles bisher Dagewesene um Ellen übertrifft. 11 Seid herzlos und gemein zu den Gscherden und jagt sie zu ihren Brüdern ins Gebirge. 12 Sollte dennoch ein Gscherder euer Mitleid erregen können, so sei es euch erlaubt ihn als Parkwächter zu beschäftigen, und als Lohn sollt ihr ihm gestatten auf dem Flachland weiter siedeln zu dürfen. 13 Gebt jedoch Obacht und bewahret den Schwechater Flughafen vor Zerstörung und Absiedlung der Hackelnden. Denn ich werde ihn für meine Pläne noch einer sinnvolleren Verwendung zuführen. 14 Zu guter Letzt möchte ich noch warnende Worte an euch senden. Falls jemanden in seinem maroden Hirn die Idee gebärt abtrünig zu werden, und geheimes Wissen an die Minderbemittelten offenbart so sei ihm dieser Ausgang prophezeit: 15 Alle Haare mögen sich zu Schweinsborsten bilden und der Zinken soll dem einer Sau gleichen, damit das Aussehen und der Charakter eine Einheit bilden. 16 Weiters möge die Sehkraft der Kreatur der des Nudelauges gleichen, damit ihr Blick nicht den anständigen Simmeringer beleidige. 17 Die Leibesfülle wird anschwellen auf die des Michelinmandels, denn im Wamst der Kreatur werden sich Würmer , Schlangen, Bienen, Maikäfer und sonstiges Getier tummeln, und die Klatschmonwiese wird sich dagegen als feuchter Schas erweisen. 18 Doch ihr soll deswegen kein vorzeitiges Ende in diesem wandelnden Kadaver beschieden sein, vielmehr soll er als wandelndes Beispiel der Untreue und des Verrats dienen. 19 Und soll solange in dieser Form auf Erden schreiten wie sie nicht Busse tut, oder ihr geplantes Daseinsende eintrifft. 20 Zeigt sie jedoch Reue und kann sie der Verwendung des Wissens durch die Gegenseite Einhalt gebieten, so soll sie Erlösung erfahren. 21 Erlösung durch einen schnellen Tod während eines Momentes wo die Gedanken nicht gerade beim Sensenmann weilen. 22 So etwa, könnte der Blitz die Verräter beim Scheißen treffen, und in ihren Anus einfahren , und die Klatschmonwiese und alle Organe dem Staube angleichen. 23 Wird jedoch keine Busse getan, so wird am Ende der Lebenszeit des Individuums, das Getier den Menschen innerlich annagen, doch die Wunden werden nicht mehr geschlossen, und sie werden einen langsam und qualvollen Tod zur Folge haben.
24 So bleibt mir gewogen und treu ergeben,
25 möge euch der Alk so gut schmecken wie mir
26 und eure Gase weiterhin so stinken , dass es einer Sau graust,
27 Richi zum Gruße, Richi!

2 Der zweite Brief an die Simmeringer!
1 Meine lieben Auserwählten, Rübensauger, Nasenbohrer, Steinscheißer, Hundstuttelbuben , Gschaftlhubers, Waschweiber, Kinettenbrunzer und Senkgrubenplantscher, die ihr alle in unserer Gemeinde Aufnahme gefunden habt. 2 Nachdem wir dann österreich eingenommen haben werden, sollt ihr auch in die weite Welt hinaus treten und unsere Weisheiten und den Lebensstil verbreiten. 3 Zu aller Erst sollt ihr mir einen Hafen darbringen, damit wir auch auf dem Weg des Wassers schreiten können. 4 So gehet in jene Richtung wo die Sonne am höchsten steht, dort werdet ihr auf das Volk der Katzelmacher treffen, welche auch einen Meereszugang besitzen, und diesem Volke gebt eines über das Happel [Kopf/Hinterkopf] damit sie sich auf ihre Mafiainsel zurückziehen, wo sie dann den Rest ihres Daseins fristen sollen. 5 Die einheimischen Tschuschen entsendet als Stadthalter in deren Exländereien zurück, damit sie die Völker dort in unserem Sinne führen. 6 So verfahrt auch mit den Türken und entsendet auch Simmeringer in das Böhmenland und zu den Pustamaxeln. 7 Dann sollt ihr euch den Pifkienesern mit gebührender Härte zuwenden und ihnen endlich eine ordentliche Sprache und Sprachmelodie beibringen , und jeder Marmeladinger der dies nicht akzeptiert soll weiterhin gewissen jüdischen Hunden als Kauknochen dienen! 8 So nehmt den freundlichen Norden mit der Macht des Wortes den stolzen europäischen Westen jedoch mit purer Gewalt und Rohheit und prügelt Käsefressern und Stierjäger ihre unnötigen Ansichten aus ihren wurmigen Birnen. 9 Hütet euch vor dem Angelsachsen denn er ist der mächtigste unter unseren Widersachern , ihr sollt ihm mit falschen Informationen füttern damit er mit Fressen und Verdauen beschäftigt ist. 10 Parallel dazu sollt ihr Asien gegen Nordamerika schicken denn zu viele Fronten sind auch für Simmering nur schwer machbar. Und wir wollen nicht zu früh mit einer Armee kämpfen die der Feind für nicht existierend hält! 11 Den Erdteil der Neger und den Erdteil des großen Flusses mit der langen Bergkette sollt ihr in Ruhe lassen, denn der Kapitalismus sorgt schon für deren Unterjochung. 12 Zu gegebener Zeit sollen sie von uns aus dem Dreck gehoben werden, und sie werden uns freiwillig dienen, denn ihre Herzen werden mit Dankbarkeit gefüllt sein. Und der Profit der kettenlosen Sklaverei wird dem der früheren um keinen Deut nachstehen. 13 Und die Araber und die Juden sollt ihr gewähren lassen, damit auch wirklich alle auf der Kugel einer Beschäftigung nachgehen. 14 Der kalte Kontinent wird zu den Vorgängen schweigen, so wie er es offiziell immer schon getan hat und kein Bewohner wird sich an der Oberfläche zeigen. 15 Und wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist und alle schwächelnd und wankend durch ihre Auseinandersetzungen sind, so wird Simmering sich erheben und mit eiserner Faust zuschlagen! 16 Und es folgt der Tag an dem die Raben den Tower verlassen, die Kängurus die englische Sandkiste zuscheissen , die Diener für Simmering ihren Dienst aufnehmen und die restlichen sich tögelnden Widerstandsnester ausgelöscht werden! 17 Und all jene Länder die geistig existieren soll jenes Schicksal widerfahren , welches auch den materiellen Ländern widerfahren ist! 18 Das ist der Weg wie Großsimmering entstehen wird, und es wird ein Großreich sein bis zum Ende der Unendlichkeit! 19 Denn der Impuls für Veränderung ist der Geist , doch der Geist wird in einer noch nie dagewesenen Glückseeligkeit schwelgen, welche jede Aufmüpfigkeit in ihrer Entstehung schon zermalmt!
20 So bleibt mir gewogen und treu ergeben,
21 mögen eure Wege von ständiger Weichheit beseelt sein,
22 und möge der Inhalt eures Nachtschärms den des Nachbarn in Ausmaß und Intensität um Welten übertreffen,
23 Richi zum Gruße, Richi!

3 Der Brief an die Weiber!
1 Ich erbiete euch Grüsse , oh ihr Töchter der physikalischen Ebene, Vertreterinnen des negativen Pols, der Kontinuität , der Geduld und der geraden Ziffern! 2 Gesegnet mit Geschicklichkeit, Mitgefühl, Hygienefimmel, Gesundheitsfanatismus, Affenliebe zu Kindern, und einen Erfindungsreichtum von Namen für ein und dieselbe Farbe. 3 Belegt mit einer ewig offenen Pappalatur , einer Unfähigkeit logische Zusammenhänge zu erkennen, mit Falschheit gegenüber dem Nächsten und auch gegen sich selbst, und einer Sucht nach Außen mehr darzustellen als man eigentlich ist, auch wenn man den Weg über den Partner gehen muss. 4 Nun, genau euch möchte ich helfen Fehler zu erkennen, und diese auszumerzen, damit ihr näher zur wahren Simmeringerin avanciert. 5 So möchte ich euch sagen, dass die Grundposition eines Heisldeckels die Senkrechte ist, dass es nicht als Hobby gilt möglichst viele Fetzen sein Eigentum zu nennen, 6 dass es in der Natur des Mannes liegt, ja sogar seine himmlische Pflicht, andere Weiber anzusehen und diese zu bespringen, wobei er für die Folgen davon nicht zu belangen ist , da er in einem Stadium von hormoneller Aufgebrachtheit sich befindet. 7 Er ist auch aufgrund von seinen Eigenschaften nicht zur Aufzucht der Gschroppen heranzuziehen. 8 Auch sollt ihr davon Abstand nehmen geil auszusehen, wenn ihr gar nicht die Absicht hegt euch begatten zu lassen. Vielmehr sollt ihr euch zu Hause aufhalten, oder verhüllt ins Freie treten falls ihr zu schön oder zu schirch für diese Welt seid. 9 Falls ihr einen Manne euer Eigen nennt, so sorgt auch gefälligst gut für ihn, denn ihr habt ihn euch schließlich erwählt! 10 Besinnt euch an eure Tugenden und Fähigkeiten, also organisiert den Haushalt, putzt und kocht und flickt, erzieht und führt und motiviert, 11 wascht und bügelt und näht, pflegt und sorgt und macht euch kundig über Omis Hausmittelchen. 12 Und falls ein Mann Schlechtes , Spott oder Geringschätzung über euch oder euer Tun ergießt, so scheut nicht zurück die Wahrheit gegen ihn zu sprechen und die Wichtigkeit eurer Handlungen hervorzustreichen. 13 Vor Allem aber nehmt euch in Acht vor den Giftspritzerinnen in den eigenen Reihen. In deren Augen ihr noch geringer seid als in jenen von dummen Männern. 14 Ihnen sollt ihr über ihr dreckiges Hussermaul fahren dass ihnen hören und sehen vergeht, und sie die nächste Woche damit verbringen müssen, ihren eigenen Stöcklschuh aus ihrem schon dreimal gestrafften Hintern zu entfernen. 15 Denn es sind gerade jene, die eben nicht die Fähigkeit an sich entdeckt haben wie man einen Manne und später dann eine Familie führt, obwohl dies in jedem Weibe schlummert. 16 Diese Verirrten versuchen krampfhaft in einen Job zu gelangen und dann flottest möglich die Karriereleiter emporzusteigen. Und dies auch in Jobs wo sie einfach durch ihre natürlich gegebenen Eigenschaften diesen nicht erfüllen können. 17 Um nach Außen hin prahlen zu können, und in dieser aufgesetzten Welt der Werte auch etwas offiziell Wichtiges darzustellen. 18 Da die Zahl der Verirrten unter euch sich stätig im Wachstum befindet, möchte ich euch eine Warnung zu teil werden lassen, denn es hat und wird für eure Lebensbedingungen verheerende Folgen haben. 19 Denn wenn es Gang und Gebe wird, das eigen Fleisch und Blut irgendjemand zur Aufsicht auszuhändigen, für den das nur eine Arbeit ist, so brauche ich nichteinmal meine prophetische Gabe zu bemühen um den Ausgang zu prophezeien. 20 Eure eigenen Tschopperln werden zu den Bastatteln von morgen mutieren. Denn sie werden ohne Mutterliebe aufgezogen. 21 Denn diese sieht ihr Kind nur kurze Zeit , und wenn sie es sieht, so wird sie gestresst sein von der Hackn, und vom kläglichen Versuch ihre Pflicht im Haushalt zu erfüllen. 22 Und der Mann wird gereizt sein, wenn die Frau ihm anstatt seinen Auslauf zu lassen, ihn mit für ihn lästigen Dingen beschwert. 23 Und es wird zu Zank und Streit im elterlichen Hause kommen, und aus dem Kind wird der Einheitsmensch entstehen. 24 Nämlich mit jenen Werten versehen die es von den Betreuern vermittelt bekommt, und diese Werte haben wiederum ihre Quelle in Vorgaben die irgendein Sacklpicker beschließt! 25 So haltet ein mit eurem zweifelhaften Versuch mit einem Arsch auf zwei Kirtagen zu tanzen, auch wenn zugegeben, einige eurer ärsche breit sein mögen. 26 Und besinnt euch den wahren Werten, hört die Stimmen meiner Priester , und ihr werdet die Werte erkennen , hört sie nicht und ihr werdet euren Fehler erkennen.
27 So werdet mir gewogen und treu ergeben,
28 möge bald eine Mindesttittengrösse Einzug halten
29 und möget ihr andere mit eurem Geschwafel verschonen, solange die Weisheit noch nicht bei euch eingekehrt ist.
30 Richi zum Gruße, Richi!

4 Der Brief an die Männer!
1 Ich erbiete euch Grüsse, oh ihr Söhne der astralen Ebene, Vertreter des positiven Pols, des Erfindungsreichtum , der Logik und der ungeraden Ziffern! 2 Gesegnet mit Stärke, Forschungsdrang, Witz , der Kunst des Einparkens , der Fähigkeit im Dreck zu existieren und der Kreation von Skulpturen aus Nasenrammeln! 3 Belegt mit Faulheit , chronischer Geilheit , der Besessenheit auf ein Ziel zu brunzen oder einen Namen in den Schnee zu schreiben, und mit dem unwiderstehlichen Drang sich bis zur Bewusstlosigkeit zu besaufen! 4 Und nun höret mich an, damit ihr eure Daseinsform näher heranrückt an die des wahren Simmeringers! 5 Ihr sollt sofort aufhören zum Weib zu mutieren, ich verlange ja ich gebiete es sogar, die Hausarbeit wieder absolut dem Weibe zu überlassen! 6 Ihr wurdet nicht mit verschiedenen Fähigkeiten auf diese Kugel gesandt, damit ihr dann gerade Jenes ausführt, wo ihr die absoluten Botscherl [ungeschickte Leute] seid! 7 Auch sollt ihr nicht dem platzerden Gschroppen die angeschissene Windel tauschen , sondern das Weibe damit beauftragen. Falls ihr ein gutes Exemplar zu Hause habt, so wird sie dies auch ohne Aufforderung und schnippischen Widerwort tun! 8 Aber wenn sie gar ein aufmuckendes Wort gegen euch erhebt, so sei es euch gestattet sie im Hof an eine Laterne zu ketten , damit sie von den Tauben mit Exkrementen beschmutzt werden kann, und somit soll für alle ein sichtbares Zeichen gesetzt sein , 9 und sie werden an ihr vorbei latschen, und sie werden sagen:“ Seht , das ist die Alte vom Soundso, sie muss ein gar schlechtes Weib sein, wenn sie hier draußen stehen muss!“ 10 Des Weiteren sollt ihr mehr dem Suff frönen, so wie ihr es früher in eurer Jugend oft gemacht! Denn es kann nicht sein, dass der Spaß und die Freiheit gegen Grieskram und Befehlsempfang getauscht wird! 11 Doch natürlich sollt ihr eurer Alten auch lobende Worte zukommen lassen, wenn sie diese verdient hat. Auch schimmernde Steine oder ein glänzender Reif sollt ihr von eurem Lohn für sie erwerben. 12 Auch sollt ihr immer beherzigen, dass sie die Wohnhöhle in Gang hält, und normalerweise auch in eurer Abwesenheit fest barrawert [hackelt] , solange ihr kein anderes Exemplar derselben Gattung über den Weg läuft. 13 Doch ihr sollt nicht die Stunden messen, sondern das Ergebnis was das Weib vollbracht. Und wenn es zu eurer Zufriedenheit ist, so belohnt sie, denn selbst die Kuh am Bauernhof bekommt zu Weihnachten besseres Futter! 14 Und wenn es zu eurer Unzufriedenheit ist, so bestraft sie, denn sonst fährt sie fort euch gemüselastiges Futter zu servieren, oder eine Sauwirtschaft zu führen, die dem Zimmer eurer Junggesellenzeit gleicht. 15 Der echte simmeringer Mann will Fleisch auf seinem Teller , ob roh oder durch , ob madig oder 1A, Fleisch soll es sein und kein grünes Gewächs das Schnecken und anderem Getier ein Heim bietet! 16 Fisch zählt nicht als Fleisch, denn Fleisch verabscheut Wasser von Außen. Und der Geschmack von Fisch gleicht dem von durchgelatschten Jesusbatschen. 17 Und auch Schwammerln verursachen beim wahren Simmeringer das blanke Grausen, und der Magen wird die Schwerkraft negieren falls so ein Gebilde ihm zu nahe kommt. 18 Weiters sollt ihr dem Tanz abschwören, denn es ist unmännlich und tuntig und verursacht keinerlei Spaß. Es soll dem Weibe vorbehalten bleiben, ihren Körper rund um eine Stange zu biegen um des Mannes Säfte in Fluss zu bringen. 19 Der Tanz des Mannes ist das Schnackseln, wo man sich in einer mehr oder minder waagrechten Stellung ebenfalls aneinander presst, und sich dazu im Takt bewegt, und wenn es ihr unbedingter Wille ist, so dreht ihr halt Musik dazu auf! 20 Nehmt diese Weisheiten zur Kenntnis und brennt sie euch ins Hirn, so wie das Brandzeichen am Arsch des Rindes prangt, so sollen meine Leitsätze in euren Schädeln prangen!
21 So werdet mir gewogen und treu ergeben,
22 mögen euch die Eier niemals trocken werden,
23 und mögen eure Körperhöhlen weiter so ergiebig Material liefern wie bisher.
24 Richi zum Gruße, Richi!

5 Der Brief an die Proleten!
1 Liebe Eierbären und Eierbärinnen, i denk aun olle und deswegen sads es Hundstutteln a in meiner neichn Wödplanung drinnen. Und drum kriagts a an Briaf, den soll eich da Oberintelligenzler olle zehn Minuten vurlesen damits ned vergessts wos i eich sog. 2 Bei mir hättats as ur leiwaund, weu wenn’s mir folgts dann dirfts saufen, kiffen , schnackseln , feu umadumliegn, und wos da Teifel wos no ois, nur ans miasts, barrawern. 3 Owa do brauchts eich a ned auscheissn , weu es muas jo daun jeder hackeln und drum wird die Orbeitszeit vü weniger ois jetzt is. 4 Und Marie gibt’s daun überhaupt kane mehr, es muas hoid nur jeder a bissl schöpfen. Und grundlegende Sochen gibt’s daun umasunst. 5 Owa bsondere Sochen, wos was i, zum Beispü a Privatflieger oder an Orsch voll Autos, do miassats Punkte dafür hergeben. Und die Punkt kriegts olle Johr auf a Konto z’Weihnochtn überwiesen. 6 Dulli , ha? Und drum miass ma meglichst vü von da Welt erobern , weu wenn ma nur österreich habn , daun samma z’wunzig ois dass ma olle Rohstoffe zsammkriagerten wos ma braucht. 7 Außerdem hamma ka Meer, und die Katzlmocher woin dann no ollaweu a Göd wennst die am Adriastrand bei erna in die Sunn prackn mechst. 8 Und jetzt stöts auf eichare Lauscher, weu i sog eich jetztda wos tuan sollts. Wenns an Simmeringer sechts daun sads kusch und tuats jo tuan wos a sogt. 9 I bin nämlich da Chefe von die Simmeringer und de hupfn wenn i sog spring. Und jeder der ned glei happt wia a Känguruh , den hob i bei die Uhrwascheln und bau erm auf an Hydranten um. 10 Wir werdn auf a poar Leit deitn, und de tats daun a bissl traktieren. Owa es diafts nie sogn dass wir auf den deit haben. 11 Und wenn ma sogn ihr sollts an hamdrahen, dann versaumelts eich afoch und watschelts zu den seiner Hittn, und durt kragelts erm dann oh. 12 A poar werdn am Anfang no ins Hefn kumma, owa durt gibt’s dafier täglich wos zum Habern und gschuastert werds a a bissl. 13 Und es bleibts jo nur solaung drinn wie mir drausst no nix grissen haben. Daweu kennts eich jo gaghoiber a Oiserbochforölln [Ratte] orichtn. 14 Owa wenn ma daun an der Mocht sand, daun kennts tuan wos wollts, solangs nur kan damit auf die Socken gehts. Vor ollem net mir. 15 Bei mir kennts oiso a deppert bleiben, i hoid eich des sicha ned vur. Da Ane is hoid blad und da Aundere dirr , die Ane is hoid a steuler Zahn und die Aundere a schirche Euln. 16 Des is in Wirklichkeit ois Blunzn. Wichtig is nur, obst a Simmeringer werdn wüllst, daun muast hoid meine Papierln lesen und a danoch leben, oder obst so bleibst wiest bist.
17 Oiso mochts kan Föler wenn’s eich jetzt entscheits,
18 i winsch eich a erfolgreiche Lebertransplantation,
19 und außerdem no a neix Klavier in da Pappn , folls eich aner die Beisser ausghaut hod.
20 I sog servas, Richi!

Die Offenbarung des Richi

1 Und wenn die gesamte Kugel in Flammen steht und die schwarze Seite sich gegen die weiße Seite zum ersten endgültigem Kampf stellt, und das Pendel schon extrem in eine Richtung ausschlägt, so werden wir es sein die es wieder zurückschwingen lassen. 2 Und alle Simmeringer ob tot oder lebendig werden sich erheben um des Gleichgewichts willen. Aus allen Löchern werden sie strömen , und sich zu Armeen zusammenrotten. 3 Da wird es die Friedhofsarmee geben, denn am Zentreu [Zentralfriedhof] wird kein Erdbröckerl auf dem Anderen bleiben, und kein Grufttor verschlossen sein. 4 Und sie wird die Armee der Toten genannt werden, und allein ihr Ruf wird Tausende dahinraffen, und ihnen werden Mitteln im Kampfe gegeben sein , denen die Gegner nichts entgegenzusetzen haben. 5 Da wird es die Lebendigenarmee geben, wobei ein Teil in nicht Simmeringeranischen Kernland hausen wird, doch deren Zahl die der Chinarestaurants übertrifft und auch die der verstreuten Juden, und es wird den anderen Teil geben, der im Kernland haust. 6 Und die Armee der Toten wird erobern und töten, und Angst und Schrecken werden ihre Vorhut sein, und verbrannte Erde , Grauen, Ohmacht, und ein wenig Einsicht werden ihre Nachhut bilden. 7 Und die Armee der Lebendigen wird Einzug halten in den gebrandmarkten Ländereien, und in ihrem Gepäck werden neue Werte , Glück und Wohlbefinden zu finden sein. 8 Es wird eine Herrschaft der Einheit entstehen und die Pole werden der Vergangenheit angehören, denn es wird eine Herrschaft der Neutralität , des Einklangs , des Begreifens sein. 9 Und jener Glaubenspol der Unten ist, er wird als erster beginnen sich zu zerbröseln. Und er wird wie wild um sich schlagen und versuchen seine noch spärlich verbliebenen Scharen Schlagkraft zu verleihen, 10 auch wird er versuchen neue Jünger aus den herumfleuchenden Lebewesen zu rekrutieren , doch trotz all seines Bemühens wird ihm ein nur kläglicher Erfolg beschieden sein, 11 denn seine Trümpfe sind schon längst ausgespielt worden und lagen klar ersichtlich auf dem Tisch, und so wird er versuchen sich übernatürlichen Wesen zu bedienen, 12 doch auch jene kennen ihn schon seit langer Zeit und so wird ihm nur eine spärliche Anzahl folge leisten. 13 So ist das Ende seiner Rekruten so sicher wie ein Pfurz brennt. Und sie werden auf der physischen und der astralen Ebene ihre Hiebe beziehen, dass ihnen Hören und Sehen vergeht. 14 Völlig gleich was sie daraus lernten , sie werden nicht mehr störend einwirken, sondern nur in jener Weise wie es uns allen bestimmt ist. 15 Die mentale Ebene jedoch wird brennen, denn hier findet der Hauptangriff statt, und es wird eine monströse Sturmtruppe existieren, welche aus all den noch existierenden Simmeringern gebildet ist. 16 Und durch den großen Geistesritt wird der Untere fallen und sich in Nichts auflösen, so als hätte er nie in unserer Gegend gewerkt. 17 Fluchend, drohend, klagend, gebietend, aber zu guter letzt erbärmlich, wird sein Untergang sein, doch dieser Anblick wird keinerlei Freude in uns auslösen, denn dies wäre ein Rückschritt und wir wären angreifbar wie jeher. 18 Und jener Glaubenspol der Oben ist, er wird all dies sehen und sich freuen, doch die Einsicht wird ihm zu spät ereilen um seinen Schicksal noch entrinnen zu können. 19 Ein Pol allein, dass kann nicht sein, und so wird er durch den Zahn der Zeit aufgezehrt werden, und er wird nichts dagegen haben, weil er nichts dagegen haben darf. 20 So wird unsere Epoche eingeleitet, und sie soll von einer Dauer sein , welche das große astronomische Rad für seine verbleibende Umdrehung braucht. 21 Dann jedoch ist jener Zeitpunkt gekommen, an dem auch wir die Batschen strecken müssen, und mit unserem für uns maximal möglichem vollendeten Sein in die Materie eingehen. 22 Das große Mischen und neu formieren beginnt , denn sämtliches Leben auf der Kugel wurde durch die kosmische Regelmäßigkeit zu Tode gebracht. 23 Und in der chaotischen Ordnung der unendlichen Weiten wird ein neuer Baugrund erwählt werden, wo all das bis jetzt Erprobte und sich Bestättigende zum Einsatz gelangen wird. 24 Und eine neue Kreation wird eine neue oberste Hierarchiestufe einnehmen , und der Mensch wird den Platz des gut entwickelten Tieres einnehmen! 25 Auch das gut entwickelte Tier wird sein, und es wird den Platz des einfachen Tieres einnehmen. 26 Auch das einfache Tier wird sein, und es wird den Platz der Pflanzen in Beschlag nehmen. 27 Auch die Pflanzen werden sein, und sie werden die Stelle der Pilze und Bakterien in Beschlag nehmen. 28 Auch die Pilze und Bakterien werden sein, und sie werden auf jenen Dingen aufsetzen auf denen sie immer schon seid ihren Bestehen aufsetzten. 29 Und der obersten Hierarchiestufe soll dieselbe Zeit gegeben werden wie allen obersten Hierarchiestufen zuvor. Und sie werden ihre Rasse bis zur maximalen Exzellenz treiben, so wie jede Stufe sich selbst zuvor! 30 Niemand ist es vergönnt den Endzweck dieses kosmischen Spiels zu wissen, doch sei euch auch gesagt, dass das Kausale mit seinem schrecklichem Wort „Warum“ auch nur in unserer Epoche eine Rolle spielt! 31 Doch es scheint , dass sich die Ordnung dem Chaos bedient um Ordnung zu schaffen, und dass Mikrokosmos und Makrokosmos für unsereins sich praktisch ident darstellen! 32 So sind wir dem Kosmos soviel wie eine Bakterie oder ein Blutkörperchen oder ein Teil eines Organ im Körper des Simmeringers! Das zwischen Entstehen und Vergehen in ihrer ganz eigenständigen Art seine Vorsehung verrichtet. 33 Wobei die neue Hierarchie die Mutation oder auch Weiterentwicklung bedeutet. Solange alte notwendige Aufgaben übernommen werden und mindestens eine neue dazu, wird es eine Weiterentwicklung sein. 34 Sobald eine neue Aufgabe anstatt einer alten Notwendigen gelöst wird, so sei es eine Mutation. 35 Wie dem auch sei, es liegt nicht in unserer Möglichkeit das Gesamte zu erkennen oder grundlegende Dinge zu verändern, oder gar zu verhindern! 36 Und so werden wir am Schluss neben all den anderen Wesen der diversesten Hierarchien und Dimensionen stehen, dem möglichen Ende harrend! 37 Und wenn das Rad zum letzten Male seine volle Umdrehung beendet, dann ist das Ende der Zeit erreicht und das Ergebnis wird kosmisch beurteilt. 38 So wird zum letzten Male die Zerstörung über uns hereinbrechen, und während wir in der Materie schwimmen wird es zu einem Urteilsspruch kommen. 39 Ja ihr habt es richtig vernommen, auch ich bin dann nichts weiter mehr als ein Frühschwimmer und ich werde mit euch plantschen und dem Urteil harren! 40 Und wenn es dann gesprochen ist, so werden sich nur zwei Optionen für uns ergeben, denen beiden gemein ist, dass wir sie nicht ändern können. 41 Das Projekt ist beendet und wurde als Erfolg gesehen, Unser Sein entspricht haargenau dem Willen des Kosmos. So soll das bisher Erprobte irgendwo in der enormen chaotischen Ordnung Verwendung finden! 42 Oder, das Projekt ist beendet und wurde als Fauxpas gesehen. So wird die chaotische Ordnung einen Weg gehen, das Wissen und all das Sein welch in der Materie steckt und vielleicht auch die Materie selbst zu eliminieren und vollständig in ein unverwendbares Nichts aufzulösen!

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