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Kulturatka
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Krakau
Übersetzung:
Attila Pasztor
...
die Krakauer Philharmonie [bescherte]
ihren Musikliebhabern ein ungewöhnliches Geschenk. Der Auftritt des
Goldbergtrios Wien war sicherlich ein mit besonderem Interesse erwartetes
Kammermusik Konzert in
dieser Saison.
Die
Künstler des Trios können eine aktive Konzerttätigkeit in Europa und auf
der ganzen Welt vorweisen. Sie treten als Solisten und als Kammermusiker auf,
haben Platteneinspielungen, sind Mitglieder angesehener Ensembles und
üben auch eine pädagogische Tätigkeit aus.
An
diesem Abend konnte man zweifelsfrei erkennen, dass Barbara Moser( Klavier),
Attila Pasztor (Violoncello) und Michael Maciaszczyk (Violine) ihre größte
Freude aus dem gemeinsamen Musizieren schöpfen. Auf das Konzertprogramm
setzten sie höchst interessante Kompositionen, die allesamt keine geringe
Herausforderung waren.
Zu
Beginn das Klaviertrio c-moll op.8 Nr.1 von Dimitri Schostakowitsch, ein Werk,
das aus der Studienzeit des Komponisten in Petersburg stammt. Obwohl das Werk
jugendlichen Charakter hat, trägt es bereits die für den Komponisten
typischen expressiven Züge. Es
war einfach ausgezeichnet, wie die Interpreten diese Expressivität in ihrer
gesamten Palette erfassten, die von subtiler Zartheit bis hin zur ungewöhnlichen
Aggression und prägnanten rhythmischen Abschnitten reichte.
Das
nach so einem „Erdbeben“ bereits aufgeheizte Publikum bekam danach das
Trio in B-Dur op. posth. 99 von Franz Schubert zu hören. Es ist ein sehr
ausgereiftes Werk des Komponisten, das ein Hineindringen in die Struktur der
Musik und ein tieferes Verständnis dafür erfordert. Die Künstler konnten
mit der Musik spielerisch umgehen, mit ihren Farben und ihrer Form. Im dritten
Satz zeigte sich klar, dass sie alle, so wie Schubert, aus Wien kommen und
wissen, wie man wienerisch musiziert.
Nach
der Pause kam die absolut herausragende Komposition von Felix
Mendelsohn-Bartholdy, das Klaviertrio d-moll op.49. Irren würde wer geglaubt
hat, das Goldbergtrio Wien könnte den Zuhörer nicht mehr überraschen. Im
Mendelsohn ereignete sich wahrhaft ein Aufblühen der Musikalität dieses
Ensembles. Ausgezeichnete Gestaltung der Phrasen, abwechselndes Führen von
Dialogen, und das alles gepaart mit Präzision in der Ausführung. Mit echtem
Genuss hörte man dieser poetisch-dramatischen Komposition zu.
...
Wir warten auf weitere Auftritte des Ensembles. Das
höchste Niveau in der Ausführung, großartige Emotionen und ein immer wieder
einzigartiger Klang der Instrumente, ein zartes Klavier, ein singendes Cello
und eine überaus subtile Violine!
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