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Wolfgang Wiedner

 

Biografie:

 

1953 geb. in Feldbach
1973 - 79 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Walter Eckert

 

Werk:

 

(Text von Frau Mag. Katharina E. Rungaldier)
Wolfgang Wiedner geht es in seinen Bildern nicht um eine wirklichkeitsgetreue Darstellung. Vielmehr gilt es, mit den Mitteln der Farbe und des Farbauftrags das Gesehene zu abstrahieren und eine bestimmte Atmosphäre, Stimmung oder ein Gefühl auf die Leinwand zu bannen. Er zielt auf die Sichtbarmachung des seelischen Ausdrucks. Es zeichnet ihn ein intuitiver und kontrastreicher Umgang mit Farbe aus. Der dynamische Ausdruck seiner Bilder wurde früher in einem schnellen pastosen Farbauftrag ausgedrückt, der in der Farbe etwas verhalten war. Dies veränderte sich in den letzten Jahren insofern, dass die Dynamik nun in seiner kontrastreichen Farbwahl liegt, der Auftrag jedoch dünner und lasierender wurde. Neu gegenüber den älteren Arbeiten sind menschlich figurale Formen, die bis dato in seiner Malerei weitgehend ausgespart blieben.

Wolfgang Wiedner unterstreicht mit dieser Ausstellung einmal mehr seine wichtige Position in der heimischen Malerei. Wiedners realisierte Stillleben sind Realismus jenseits vordergründiger Wirklichkeit. Durch die intensive künstlerische Auseinandersetzung mit ihm vertrauter Motive und die dadurch stets verändernde Betrachtungsweise versucht Wiedner immer wieder neue Dimensionen der Wirklichkeit auszudrücken.

Realität ist demnach nicht Objektives, sondern ein individuelles Produkt.

Wolfgang Wiedner lädt den Betrachter ein, in seine Bilder einzutreten und dort die Erfahrung zu machen, dass die Grenzen von Erkenntnis nicht mit jenen des klassischen Ausschnitts, den die Bilder zeigen, ident sind.

Boden, Öl/Lw., 25 x 105 cm, 2002 

 

Sonnenblumen, Öl/Lw., 80 x 100cm,  2003