Biografie:
1934 in Groß-Inzersdorf (NÖ) geboren
ab 1959: Kunstkritiker, als Maler Autodidakt
1961: Parisaufenthalt. Er entschließt sich als
freischaffender Künstler zu arbeiten
1962: dreitägige Einmauerung mit H. Nitsch und Otto
Mühl. Die drei begründen den Wiener Aktionismus
1969: Biennale in Sao Paulo
1970: Werke Frohners bei der Biennale in Venedig
1971: Österreichischer Staatspreis für Grafik
1972: Berufung als außerordentlicher Prof. an die
Hochschule für angewandte Kunst in Wien
Austritt aus der Künstlervereinigung Secession
ab 1975: ordentlicher Prof. an die Hochschule für
angewandte Kunst in Wien
Landeskulturpreis von Niederösterreich
1980: Preis der Stadt Wien
1985 – 2005 : Leiter einer Meisterklasse für Malerei
1986: Preis der internationalen Graphik-Biennale,
Varna
1999: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I.Klasse
Werk:
Angefangen hat Adolf Frohner bei Cézanne, dann wurde
er vom Sog des Tachismus und Aktionismus erfasst,
schuf Gerümpelplastiken und experimentierte mit
sperrigen Stoffen, wie Matratzenhaar. Langsam löste
sich aus dem Material wieder so etwas wie "Figur"
heraus, Dubuffet trat in Frohners Blickfeld, das
"art brut"-Phänomen, und entdeckte die Ästhetik des
Hässlichen. Nach seiner anfangs aktionistischen
Phase hat er sich immer mehr auf reine Malerei und
Zeichnerei konzentriert. Bedingt durch sein
Eintreten für das Schwache, hat er Hässlichkeit
nicht nur marktfähig gemacht, sondern schärfte den
Blick für das Schöne des Alltags, das fernab der
Illustriertenromantik gedeiht. Drei zentrale Themen
zeichnen Frohners Werk aus. Die Liebe, den Tod und
alle damit verbundenen Mythen. In seinen Werken
fließt neben profanen und religiösen Anspielungen
die Bildergeschichte des Mittelalters bis zum
modernen Expressionismus ein, in deren Zentrum der
Mensch steht.
Die Ausstellung fokussiert die Malerei. Wobei
Arbeiten aus der Zeit des Aktionismus von 1962 /1963
und Bilder von 1989 bis 2005 gezeigt werden.