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Vernissage: Samstag, 18. November 2006, 17:00  Uhr
zur Eröffnung spricht Herr Dr. Peter Peer, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz
Ausstellung 19. November bis 28. Dezember 2006 
 
Biografie:

1934 in Groß-Inzersdorf (NÖ) geboren
ab 1959: Kunstkritiker, als Maler Autodidakt
1961: Parisaufenthalt. Er entschließt sich als freischaffender Künstler zu arbeiten
1962: dreitägige Einmauerung mit H. Nitsch und Otto Mühl. Die drei begründen den Wiener Aktionismus
1969: Biennale in Sao Paulo
1970: Werke Frohners bei der Biennale in Venedig
1971: Österreichischer Staatspreis für Grafik
1972: Berufung als außerordentlicher Prof. an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien
Austritt aus der Künstlervereinigung Secession
ab 1975: ordentlicher Prof. an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien
Landeskulturpreis von Niederösterreich
1980: Preis der Stadt Wien
1985 – 2005 : Leiter einer Meisterklasse für Malerei
1986: Preis der internationalen Graphik-Biennale, Varna
1999: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I.Klasse

 

Werk:

Angefangen hat Adolf Frohner bei Cézanne, dann wurde er vom Sog des Tachismus und Aktionismus erfasst, schuf Gerümpelplastiken und experimentierte mit sperrigen Stoffen, wie Matratzenhaar. Langsam löste sich aus dem Material wieder so etwas wie "Figur" heraus, Dubuffet trat in Frohners Blickfeld, das "art brut"-Phänomen, und entdeckte die Ästhetik des Hässlichen. Nach seiner anfangs aktionistischen Phase hat er sich immer mehr auf reine Malerei und Zeichnerei konzentriert. Bedingt durch sein Eintreten für das Schwache, hat er Hässlichkeit nicht nur marktfähig gemacht, sondern schärfte den Blick für das Schöne des Alltags, das fernab der Illustriertenromantik gedeiht. Drei zentrale Themen zeichnen Frohners Werk aus. Die Liebe, den Tod und alle damit verbundenen Mythen. In seinen Werken fließt neben profanen und religiösen Anspielungen die Bildergeschichte des Mittelalters bis zum modernen Expressionismus ein, in deren Zentrum der Mensch steht.

Die Ausstellung fokussiert die Malerei. Wobei Arbeiten aus der Zeit des Aktionismus von 1962 /1963 und Bilder von 1989 bis 2005 gezeigt werden.

 

 

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