AKTUELLES/WAHLWEISER
Rohrendorf
Februar 2001

 
 
 
   "Maulkorb" für Opposition im Gemeinderat
 
   Liebe Rohrendorferinnen und Rohrendorfer!
 
   Moser Haus - die Zweite?
 
   Gemeinderat hat an neuer Volksschule kein Interesse
 
   Was bleibt von der Landentwicklung
 
   Beach-Volleyballplatz
 
 

 
 
 
 
 


 
 
   "Maulkorb" für Opposition im Gemeinderat

"MAULKORB" FÜR OPPOSITION IM GEMEINDERAT!
 

Was im GEMEINDEBRIEF 01/2001 von Bgm. Dr. Danner angekündigt wurde – „Die PLANUNG eines neuen GEMEINDEHAUSES wird eingestellt, da das ANWESEN von Ing. Franz Mayerhofer zum KAUF ANGEBOTEN wurde. VERHANDLUNGEN sind derzeit im Gange.“ – stellt bei genauerer Betrachtung und nach ABHALTUNG einer NICHT ÖFFENTLICHEN GR-SITZUNG am 24. 01. 2001 die gesamte zukünftige politische Arbeit und Entscheidungsfindung in Rohrendorf unter geänderten Vorzeichen dar. Um das zu präzisieren, sollte man noch einmal die Situation vor einem Jahr betrachten und erläutern!
Damals lag dem alten GEMEINDERAT ein fast einreichfertiges Projekt eines GEMEINDEZENTRUMS vor, das um Kosten von in etwa 24 Millionen Schilling errichtet werden sollte. Für die Renovierung des alten SCHULGEBÄUDES wären weiters bis zu 10 Millionen an öffentlichen Geldern erforderlich gewesen!

Die GRÜNEN haben damals eine ALTERNATIVE im Sinne von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit unter dem Titel "DIE BESSERE LÖSUNG" (siehe WAHLWEISER März/2 2000) erarbeitet und vorgeschlagen: RENOVIERUNG und ADAPTIERUNG des alten SCHULGEBÄUDES zu einem Gemeindezentrum, um ca. 10 Mio. Schilling und den NEUBAU einer modernen SCHULE für die KINDER um ca. 14 Millionen Schilling, was bei Gesamtkosten von ca. 24 Millionen eine Einsparung von 10 Millionen und eine Neugewichtung der Prioritäten bedeutet hätte.
Die zu hohen Kosten von ATS 24 Mio. für ein NEUES GEMEINDEHAUS waren Grundlage für einen INITIATIVANTRAG auf Volksbefragung, der in kürzester Zeit breite Unterstützung gefunden hat.
 

WIE STEHT BGM. DR. DANNER HEUTE ZU SEINEN WAHLVERSPRECHEN?
 

Der damalige, wieder in den Gemeinderat aufgenommene Altbürgermeister Dr. DANNER hat darauf in einem SCHREIBEN an die BEVÖLKERUNG in Aussicht gestellt, bei einer UNTERSTÜTZUNG zu seiner WAHL als BÜRGERMEISTER, diese PROJEKTE sorgfältig zu PRÜFEN und eine INFORMATIVE und BÜRGERNAHE Politik zu betreiben. Die WAHLEN im April 2000 haben ihm dann auch den entsprechenden Erfolg gebracht. Aufgrund der Wahlversprechen wurde der Initiativantrag auf Volksbefragung vorerst nicht beim Gemeinderat eingebracht.

Der ARBEITSKREIS "Gemeindehaus" hat daraufhin seine Arbeit aufgenommen, und man hat dem Vorschlag der GRÜNEN ein KOSTENGLEICHES Projekt gegenübergestellt: NEUBAU eines GEMEINDEHAUSES in abgespeckter Form um ca. 14 Mio. sowie die RENOVIERUNG der alten SCHULE um bis zu 10 Mio., somit zu Gesamtkosten von ebenfalls ATS 24 Mio.

Seit dem VERKAUFSANGEBOT der Liegenschaft des verstorbenen Ing. Franz Mayerhofer durch die ERBENGEMEINSCHAFT an die Gemeinde ist allerdings zu befürchten, dass mit einem möglichen ERWERB dieses OBJEKTES die wirklichen KOMMUNALEN AUFGABEN (SCHAFFUNG adäquater Räume für ihre MitarbeiterInnen und das ANBIETEN und ERMÖGLICHEN eines funktionierenden BÜRGERSERVICES und vor allem die RENOVIERUNG bzw. der NEUBAU der SCHULE ob des erhöhten Raumbedarfes der KINDER) nicht entsprechend wahrgenommen werden können, ohne die BUDGETS der nächsten LEGISLATURPERIODEN zu sprengen! Darüber hinaus führt man VERHANDLUNGEN ohne schlüssige KONZEPTE einer allfälligen NEUNUTZUNG des zum Kauf angebotenen Objektes, obwohl es an der ZEIT wäre, eine fundierte und professionelle GRUNDSATZDISKUSSION mit Einbindung der OPPOSITION und der BEVÖLKERUNG zu führen, um zu ENTSCHEIDUNGSGRUNDLAGEN zu kommen!
 

DIE GRÜNEN BEHALTEN SICH VOR, IHRE MITARBEIT IM ARBEITSKREIS GEMEINDEHAUS ZURÜCKZULEGEN!
 

Auf dieser BASIS ist für mich als GRÜNEN Gemeinderat und vielleicht auch für andere Gemeinderatskollegen eine derart SCHWERWIEGENDE  ENTSCHEIDUNG  nicht zu treffen!

Falls es in dieser CAUSA durch den Bgm. Dr. DANNER  sowie den GEMEINDEVORSTAND, dem auch die Fraktion der SPÖ,  vertreten durch gfGR Ing. Helmut Sacher, angehört, zu keiner geänderten Vorgehensweise kommen sollte, keine GRUNDSATZ- und KONZEPTARBEIT erfolgt und was zu befürchten ist, mit öffentlichem Geld nicht sorgfältiger umgegangen wird, behalten sich DIE GRÜNEN vor, die MITARBEIT im ARBEITSKREIS GEMEINDEHAUS zurückzulegen!
 

Mit freundlichen GRÜSSEN
Ihr Alfred FINK
 

Seitenanfang
 
 
 


 
 
   Liebe Rohrendorferinnen und Rohrendorfer!

 

Man ist weit davon entfernt, das neue Gemeindehaus zu einem politischen Prestigeobjekt hochzujubeln. Unsere Rohrendorferinnen und Rohrendorfer sollen sich freuen können, da sie doch die Chance haben, die Gemeindeabgaben in ein solides und modernes Gemeindezentrum einzahlen zu dürfen. Subjektiv kommt da natürlich Freude auf, wenn Steuern nicht mehr in ein baufälliges Volksschulabteil abgeführt werden müssen.

Erstaunlich sind auch die Darbietungen in den letzten Gemeindezeitungen. Mit welcher Vielfalt an Renovierungen begonnen wird. Ich freue mich sehr über so viel Einfühlungsvermögen. Da auch der Vorgänger Herr Bürgermeister Franz Backknecht schon in Aussicht stellte, dass sich die Gemeindeschulden trotz aller Vorhaben nicht erhöhen werden.

So können wir uns in Rohrendorf überaus glücklich schätzen, wenn Wort gehalten wird. Die Gemeindeschulden von ca. 40 Millionen Schilling wurden sogar schon um Millionen reduziert.

Was unsere Rohrendorferinnen und Rohrendorfer wirklich interessiert ist: Um wieviel steigen unsere Gemeindeschulden unter unserem sehr geschätzten Bürgermeister Dr. Danner an?

Es kann doch in der heutigen Zeit überhaupt kein Problem sein, glaubwürdige Hochrechnungen vorzustellen.

Auch in unserer Gemeinde gibt es Bürger und Bürgerinnen, die nicht sehr wohlhabend sind und berechtigte A N G S T haben, dass in Zukunft aufgrund der Gemeindeschulden laufend Gebühren und Gemeindeabgaben erhöht werden.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Rudolf Danner, ich ersuche Sie auf diesem Wege dieser eklatanten Verunsicherung Ihrer geförderten Grundsatzdiskussion ein Ende zu setzen.
 

Ihr Karl Kalchhauser
 

Seitenanfang
 
 
 


 
 
   Moser Haus - die Zweite?

 

Vielen RohrendorferInnen kommt die Diskussion um den Ankauf des Mayerhofer Hauses bekannt vor. „Ja, damals hätten wir das Moser Haus kaufen sollen!“ ist bei Heurigen Diskussionen zu hören.

Im Jahr 1995 stand das Moser Haus - gegenüber der Volksschule (Anmerkung für inzwischen „Zuagroaste“) - zum Verkauf. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, diese Liegenschaft nicht anzukaufen. Für die Entscheidungsfindung des Gemeinderates wurden 4 Gutachten über die Bausubstanz und die erforderlichen Umbaukosten eingeholt. Ankauf plus Umbau wurden auf etwa 17 Millionen Schilling geschätzt. Zwei der Gutachter stellten auch Schätzungen zu einem Gemeindehaus-Neubau an, die sich auf ATS 8,5 Millionen beliefen. Aufgrund dieser Gutachten stand für den Gemeinderat fest, dass ein Neubau kostengünstiger wäre, als der Ankauf und Umbau des Moser Hauses. Noch im selben Jahr wurden 660 m2 Baugrund im Bereich Weinlandhalle um ATS 839.520,- angekauft, um hier das neue Gemeindehaus errichten zu können!

Dass sich dann im Laufe der nächsten Jahren die Vorstellungen vieler Gemeinderäte zu einem „Gemeindezentrum“ scheinbar verselbständigten und man  Ende 1999 bei Neubaukosten von ATS 24 Mio. gelandet war, ist eine eigene Geschichte. In diesen Jahren zählte jedenfalls der im Raumordnungskonzept erarbeitete Slogan: „Rohrendorf muss wachsen! Wir müssen für die Zukunft bauen!“ Wäre der Gemeinderat bei den Größenordnungen, die Rohrendorf und seinem Budget entsprechen, geblieben, würden wir heute kaum über den Ankauf des Mayerhofer Hauses diskutieren. Wobei auf Seite 1 bereits verdeutlicht wurde, dass noch jegliche Grundlagen für ernsthafte Diskussionen ausständig sind.
 

Andrea Höltl
 

Seitenanfang
 
 
 


 
 
   Gemeinderat hat an neuer Volksschule kein Interesse

 

Im Wahlweiser März 2000 haben wir unseren Lösungsvorschlag für die jahrelange Gemeindehausdebatte vorgestellt:

Bau einer neuen Volksschule
Umbau des alten Volksschulgebäudes zum Gemeindehaus
In diesem Vorschlag war auch eine Kostenschätzung enthalten, die zeigte, dass unsere Variante die kostengünstigere ist.
Dies ist ein wichtiger Punkt, ausschlaggebend für unseren Vorschlag war jedoch auch die Überlegung, für rund 60 Schüler und Schülerinnen eine helle, moderne Schule zur Verfügung zu stellen. Das fast 100 Jahre alte Volksschulgebäude würde sich unserer Meinung nach für ein repräsentatives Gemeindehaus hervorragend eignen.

Im Arbeitskreis Gemeindehaus wurde unsere Kostenschätzung überprüft und bestätigt. Allerdings mit dem Endergebnis, diesen Vorschlag einer neuen Volksschule weiterhin zu ignorieren.

Die GRÜNEN Rohrendorf sind noch immer der Meinung, dass der Bau einer neuen Volksschule und der Umbau des Volksschulgebäudes zum Gemeindehaus das sinnvollste Projekt für Rohrendorf wäre.

Details zu Volksschule und Gemeindehaus
 

Seitenanfang
 
 


 
 
   Was bleibt von der Landentwicklung?

 

Entgegen der Auskunft, die wir bei der Gemeinderatssitzung im November erhalten haben, gibt es nun doch neue Projekte für die Landentwicklung.
Wo entstehen die Ideen zu diesen neuen Projekten, denen es großteils an ökologischen Inhalten mangelt?
Das vom Rohrendorfer Gemeinderat in dieser Sache beauftragte Landschaftsplanungsbüro wurde nicht zu Rate gezogen. Der Arbeitskreis Landentwicklung hat noch kein einziges Mal getagt *.

Die GRÜNEN Rohrendorf würden sich wünschen, dass
1. die Projektgruppe Landentwicklung wieder arbeitet,
2. das beauftragte Büro seine Fachkompetenz einbringen kann und
3. die aus der Landentwicklung zur Verfügung stehenden Gelder für ökologische Projekte genutzt werden.

* Hier haben sich unser Bürgermeister Dr. Rudolf Danner und der ÖVP-Obmann Ing. Karl Zeilinger in ihrer Aussendung zum Jahreswechsel wohl geirrt, als sie schrieben: „Viele Themen wurden in den Arbeitskreisen Raumordnung, Landentwicklung, Verkehrskonzept, Tourismus, Klimabündnis und Gemeindezentrum aufgegriffen.“ Denn nicht nur der Arbeitskreis Landentwicklung hat bis jetzt nicht getagt, sondern ebensowenig der AK Klimabündnis.
 

Seitenanfang
 
 
 


 
 
   Beach-Volleyballplatz

 

Nah&Frisch und insbesondere die Familien Donaubaum sichert in Rohrendorf nicht nur die Nahversorgung, sondern schafft, worum sich viele RohrendorferInnen in den letzten Jahrzehnten vergeblich bemüht haben: Die Gemeinde Rohrendorf dazu zu bewegen, ein Projekt für die Jugend umzusetzen. Bedanken können wir uns alle in erster Linie auch bei Karin Lethmayer, die dieses Gewinnspiel für die Jugend genutzt hat.

Seit Pfarrhofzeiten gibt es in Rohrendorf für Jugendliche keine Möglichkeit mehr, sich ungezwungen zu treffen (ausgenommen ca. ½ Jahr im alten Gemeindehaus).

Die Idee des Beach-Volleyballplatzes ist mittlerweile ca. 5 Jahre alt und ging vom damaligen Obmann der Elternvereins der Volksschule Walter Müllner aus. Der Elternverein hätte sich damals sogar an den Kosten beteiligt. Diese Idee wurde von den zuständigen Gemeinderäten in einen Funcourt umgewandelt. Solch ein Platz hätte eine vielfältige Möglichkeit der sportlichen Betätigung geboten – Fußball, Volleyball, Basketball, Streethockey, Eislaufen,... Die Kosten für einen Funcourt sind jedoch auch ca. 7 bis 10 mal so hoch wie die für einen Beach-Volleyballplatz.
Der Funcourt hätte im Rahmen der Umgestaltung der Sportanlage errichtet werden sollen. Jedoch erst nach der Drehung des Trainingsplatzes des Fußballvereins steht der vorgesehene Platz zur Verfügung. Da die im letzten Jahr von ÖVP und SPÖ beschlossenen Prioritäten 1. Gemeindehaus, 2. Volksschule, 3. Sportanlage lauteten, war klar, dass es bis zur Realisierung eines Jugendtreffpunktes noch viele Jahre dauern würde. Aus diesem Grund haben sich im Dezember Dutzende von Eltern schriftlich an den Bürgermeister gewandt, mit der Bitte, für diese Zeit eine Übergangslösung zu schaffen. Auch Jugendliche selbst haben bereits beim Bürgermeister vorgesprochen, um die Notwendigkeit eines Treffpunkts zu verdeutlichen.
Der Gewinn von Karin Lethmayer muss manchen wie ein Geschenk des Himmels erschienen sein.
Wie in der Gemeindezeitung 1/2001 erwähnt, wird die Gemeinde Rohrendorf die Umsetzung des Projektes unterstützen! Möglicherweise wird man dann jetzt schon den Trainingsplatz umdrehen, um an der für den Funcourt gedachten Stelle den Beach-Volleyballplatz zu errichten. Dies bringt natürlich Kosten in Millionenhöhe mit sich, die im Budget 2000 nicht vorgesehen sind. Doch wie so oft sind nicht die fehlenden Geldmittel sondern der fehlende politische Wille das Problem.

Details zur Jugend (Archiv/Jugend)
 

Seitenanfang