AKTUELLES/WAHLWEISER
Rohrendorf
Wahlweiser Oktober 2001

 
 
 
 
   GEMEINDE- UND KULTURHAUS ROHRENDORF
 
   ÖKOSTROM statt ATOMSTROM
 
   NACHMITTAGS- UND FERIENBETREUUNG
 
   ERGEBNIS DER STUDIENPRÄSENTATION IN GNEIXENDORF
 
   Mit KLAFTER und Daumensprung in das nächste Jahrtausend:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
 
   GEMEINDE- UND KULTURHAUS ROHRENDORF

PLUS                endlich eine Entscheidung

MINUS     eine klare Fehlentscheidung
 

Denn, eine vergebene Chance vor allem für die jüngeren Generationen von Rohrendorf, die letztendlich die Schulden begleichen und mit einem eingeschränkten Bugdet auskommen müssen.

Die Finanzierung dieses fragwürdigen Projektes wird die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde in der Zukunft stark einschränken! Müssen zum heutigen Stand auch „nur“ 11 Millionen aufgenommen  und zurückbezahlt werden, werden in den nächsten 3 Jahren dem Ordentl. Haushalt der Gemeinde ATS 4 Millionen entnommen, beinahe die Hälfte der frei verfügbaren Reserven aufgebraucht und gemeindeeigene Grundstücke im Wert von ca. 5 Millionen Schilling verkauft.

Ein einziges RÄTSEL:

Rätsel Nr. 1:
Die Fachleute der Grünen sind davon überzeugt, dass die Kostenschätzung für das Projekt Mayerhoferhaus nicht haltbar sein wird. Wer wird für eine Kostenüberschreitung die Verantwortung übernehmen, wie sieht diese aus und wie werden die zusätzlichen Kosten finanziert?

Rätsel Nr. 2:
Wie wird sich in den nächsten Jahren der Gesamtschuldenstand und die Pro-Kopf Verschuldung entwicklen? Inwiefern sind andere notwendige Projekte dadurch betroffen? Jeder private Haushalt muss sich bei der Aufnahme eines Kredites überlegen, ob er sich die Rückzahlung in welchem Zeitraum mit welchen Raten leisten kann. Dem Gemeinderat wurde bis heute noch nicht vorgelegt, zu welchem Gesamtschuldenstand das Projekt Mayerhoferhaus führt und wie hoch die Rückzahlungsraten sein werden, geschweige denn ist ein Gesamtfinanzierungsplan für die nächsten 5 Jahre bekannt, der nicht nur scheuklappenmäßig ein Projekt, sondern das gesamte Gemeindegeschehen einbezieht. Denn erst wenn die Gemeindebudgets der nächsten Jahre im Gesamten betrachten werden, kann die Gemeinde entscheiden, ob sie sich diesen „mutigen Schritt“ auch tatsächlich leisten kann.

Rätsel Nr. 3:
Wann wird die Gemeinde wieder über genügend Mittel verfügen, um die bereits längst fällige Sanierung der Volksschule zu finanzieren?

Rätsel Nr. 4:
In welcher Höhe werden Kredite aufgenommen werden müssen, für Projekte, die sonst aus dem laufenden – nun durch dieses Projekt gekürzte – Budget finanziert werden können?

Rätsel Nr. 5:
Wozu benötigt eine 1.600 Einwohner Gemeinde einen zweiten Veranstaltungssaal, wo doch die jährliche Auslastung des ersten – ebenfalls unter Bgm. Dr. Danner errichteten – an zwei Händen abgezählt werden kann? (Füllung der Kubatur des so „günstig“ erstandenen Projektes mit vermeintlich sinnvollen Dingen?)

Rätsel Nr. 6:
Wie stellt sich der Gemeinderat das Funktionieren eines Jugendraumes zwischen Gemeindehaus und Bauhof vor? (Der vorige Gemeinderat ist nach jahrelanger Diskussion zu dem Schluss gekommen, dass ein Jugendraum in Verbindung mit einem Gemeindehaus nicht sinnvoll ist!) Tatsache wird sein, dass die Gemeinde nach jahrzehntelanger Ignoranz bezüglich Bedürfnissen unserer Jugend mit der Tat eines Jugendraumes am falschen Ort sich ihre Hände für die weiteren Jahrzehnte in Unschuld waschen wird.
 
 

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   ÖKOSTROM statt ATOMSTROM

In Österreich wird zwar in etwa die Menge an Strom produziert, die wir verbrauchen, aus den verschiedensten Gründen wird jedoch Strom ex- und importiert. Obwohl wir selbst kein Atomkraftwerk in Österreich betreiben, kamen im Jahr 2000 bereits knapp 10% unseres Stromverbrauchs aus Atomkraftwerken!

Strom hat zwar tatsächlich kein „Mascherl“, anhand von Geldflüssen und Lieferverträgen der Stromanbieter lässt sich jedoch feststellen, woher unser Strom kommt.
Vermutlich nahezu 100% der Rohrendorfer Haushalte beziehen den Strom von der EVN. EVN-Strom besteht aus bis zu 24 % importierten ATOM-Strom.

Seit 1. Oktober können auch die Haushalte ihren Stromlieferanten frei wählen. Einerseits können wir nun Preise vergleichen und ev. zu einem billigern Lieferanten wechseln, andererseits können wir aber auch entscheiden, woher unser Strom kommen soll – ob aus Atomkraftwerken, aus kalorischen Kraftwerken, die Erdöl oder –gas mit durchschnittlich 40 % Wirkungsgrad verheizen und mit dem Rest die Donau erwärmen, aus Biomasseanlagen, aus Wasserkraftwerken, Windkraftanlagen etc.

Hier die größten Stromanbieter, bei denen man sich sicher sein kann, keinen Atomstrom und keine Energie aus klimaschädigenden Kraftwerken zu beziehen:
Alpen-Adria-Energy AG, Tel: 04715/22243, www.aae-energy.com
oekostrom AG, Tel: 01/9610561, www.oekostrom.at

Stromanbieter mit bis zu 10% Atomstromanteil:
Salzburg AG, Raiffeisen Wasser, BEWAG, Energie AG

Stromanbieter mit weit mehr als 10% Atomstromanteil:
Wienstrom, EVN, switch, TIWAG, VKW

Stromanbieter, die an Atomstromkonzernen beteiligt sind:
select, KELAG

Atomstromkonzerne:
E.ON, yello, Electricité de France (EdF), Vattenfall

Global 2000 hat einen Stromleitfaden (dem die obigen Informationen entnommen sind) zu diesen Fragen zusammengestellt – zu bestellen unter 01/8125730.
Preisvergleiche gibt´s bei e-control im Internet unter www.e-control.at oder 01/24724-0
 
 

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   NACHMITTAGS- UND FERIENBETREUUNG

 
Leider kam diesen Sommer die Ferienbetreuung für Volksschulkinder nicht zustande, da der Bedarf mit 8 Kindern zu gering war. Aus finanziellen Gründen hätten es mindestens zehn sein müssen.

Doch der Bedarf ist grundsätzlich da und wird von Jahr zu Jahr größer, nicht nur für Ferien- sondern auch für Nachmittagsbetreuung im Volksschulalter.
Über die Notwendigkeit eines Horts wird schon seit Jahren diskutiert, aber voraussichtlich aufgrund der noch geringen Anzahl von Eltern, die einen solchen für ihre Kinder benötigen, in den nächsten Jahren nicht zu realisieren sein.

Es wäre eine Überlegung wert – auch wenn hier sicher einige bürokratische Hindernisse zu überwinden wären – ob in Rohrendorf nicht Ferien- und Nachmittagsbetreuung gemeinsam für Kindergarten- und Schulkinder angeboten werden könnte.
 
 

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   ERGEBNIS DER STUDIENPRÄSENTATION IN GNEIXENDORF

 
Die vor allem ins Auge stechenden Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie zum Ausbau des Flughafens Gneixendorf sind:

1. Ausbau nur möglich, wenn die öffentliche Hand 46 % der geschätzten Kosten von ATS 460 Millionen trägt, also rund ATS 21 Millionen oder € 1,5 Millionen.

2. Die Lärmbelästigung wird sich um 10 Dezibel erhöhen; da sich Lärm exponential entwickelt, bedeutet diese eine Verdoppelung!

Noch bei der Gemeinderatssitzung im September konnten sich die vertretenen Fraktionen nicht auf eine Resolution bezüglich der geplanten Erweiterung des Flughafens einigen.

Wurde von der ÖVP eine Resolution eingebracht, die u.a. eine Parteienstellung im Umweltverträglichkeitsverfahren forderte, mussten die Grünen darauf hinweisen, dass uns diese lt. Umweltverträglichkeitsgesetz als Nachbargemeinde sowie zustünde, unter gewissen Umständen allerdings eine schriftliche Einwendung gegen das Projekt seitens der Gemeinde dafür erforderlich sei.

Mit der schon mehrmals eingebrachten Resolution der Grünen, die sich gegen das geplante Projekt in Gneixendorf ausspricht, konnte sich der Bürgermeister allerdings auch nicht anfreunden. Die letzte uns bekannte öffentliche Aussage des Bürgermeisters war, Lärmmessungen auf Rohrendorfer Gemeindekosten in Auftrag zu geben, um zu sehen, ob man dafür oder dagegen sein muss.

Wir freuen uns über den dann letztendlich doch „raschen“ Entschluss von Bgm. Dr. Danner am Abend der Studienpräsentation, den Ausbau des Flughafens Gneixendorf nicht zu unterstützen, da kein wirtschaftlicher Nutzen für Rohrendorf in Sicht sei.
 
 

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   Mit KLAFTER und Daumensprung in das nächste Jahrtausend:

Liebe Rohrendorferinnen und Rohrendorfer!

In Gemeinden mit starker Opposition kommen auch wertvollere Ergebnisse zustande. So ist auch das neu vorgestellte Gemeindehaus von Rohrendorf, in der Gemeindezeitung 10/2001, grundsätzlich eine vernünftige Lösung.

Allerdings sind die Schätzungen, was die Restaurierungsarbeiten betrifft, sehr anzuzweifeln. Ohne konkrete Pläne wurden sie eher über den Daumen angepeilt, und sind rund um 15 Millionen Schilling zu gering geschätzt.

Schon die Tatsache, dass das Bundesdenkmalamt mitbestimmt, wird die Kosten wesentlich erhöhen, da ja bestimmt auch sehr viele Spezialisten eingesetzt werden müssen. Es werden daher zur vollständigen Fertigstellung noch einige saftige Nachtragsbudgets erforderlich sein.

Historisch gesehen dienten den Oberösterreichern bis ins 18. Jahrhundert herein als Berechnungsgrundlage die Klafter. Damals waren 6.200 m2 rund 923 Klafter. Dieser Umrechnungsmodus erlebt nun offensichtlich in Rohrendorf eine Renaissance.
(Als ob wir mit der Euro-Umrechnung nicht schon genug zu tun hätten, müssen wir uns AUCH NOCH mit KLAFTERN herumschlagen.)

Über die neue Pro-Kopf Verschuldung unserer lieben Rohrendorferinnen und Rohrendorfer wird nun ein Mäntelchen des Schweigens gehüllt und ein Maulkorbverein gegründet. Der bundespolitische Trend des grundsätzlichen Sparens wird nicht nachvollzogen.

Angeblich will auch unser Bürgermeister Dr. Rudolf Danner den Pilotenschein machen, daher war er auch bisher nicht sehr gegen den Ausbau des Flughafens Gneixendorf. Wir warnten ihn vor einem politischen Absturz und auch vor der Idee: „Für 2008 einen KEROSIN RIESLING zu kreieren.“ So dass dann dies doch unserem lieben Bürgermeister nicht mehr mundete.

Mehr Vertrauen sollte auch in die Gemeindepolitik einfließen und diese Arbeit nicht zur bürokratischen Farce verkommen.

Meint Ihr
Karl Kalchhauser
 
 

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