AKTUELLES/WAHLWEISER
Rohrendorf
Wahlweiser November 2002

 
 
 
 
    Danke!
 
    Baulandwidmungen in Hochwaserproblemzonen. Auch in Rohrendorf!
 
    Katastrophenhilfe der Gemeinde Rohrendorf
 
    Im Kurbad
 
    Liebe Rohrendorferinnen und Rohrendorfer!

 
 
 
     Wahlweiser Nov 2002 in pdf    (demnächst auf neuer Website)

 
 
 
 
 
 
 
 


 
 
    Danke!

 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die ihre Stimme und Unterstützung für die Weidäcker gaben.

Danke!

Auch in Erinnerung an den Verstorbenen Herrn Franz Forstreiter, der für unsere Oase kämpfte.

Danke!

Denn dieses Stück Grünland bewahrte uns vor noch größerem Hochwasserschaden.

Bei diesem Hochwasser zeigte die Natur unsere Grenzen deutlich auf. Schon die alten Siedler wussten, dass wir der Natur nicht alles Land abringen können. Wir können nicht alles zu betonieren und uns dann wundern, wenn die Natur auch ihren Raum braucht!

Darum, liebe Planer, zuerst denken, dann planen. Ich glaube trotz all dem an das Gute in unseren Politikern und hoffe, sie machen es in Zukunft besser.

Zum Abschluss möchte ich auch denn Feuerwehren aus nah und fern sowie dem Bundesherr und den vielen freiwilligen Helfern danke sagen!

Mein Motto!

Lieber eine Gemeinde klein und fein als groß und marode!

In diesem Sinne herzlichst

Ihr Johann Pichler

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    Baulandwidmungen in Hochwaserproblemzonen. Auch in Rohrendorf!
  

Sollten die dramatischen Erfahrungen des Hochwassers vom August 2002, die viele BürgerInnen in dieser Gemeinde machen mußten, nicht doch dazu genutzt werden, ganz offensichtliche Fehler wie sie die ca. 1,4 ha umfaßende Baulandwidmung südlich von Neuweidling entlang der Dammstraße darstellt, erkannt,- und korrigiert werden?

Die Überflutung dieser Flächen bis fast an die obere Dammkante hin, und anschließend die der Häuser in der KG Neustift, die dort über die letzten Jahre errichtet wurden, sollten Anlaß genug sein.

Diese Baulandwidmung wurde mit dem örtlichen ROP(Flächenwidmungsplan) v. 16-04-1999 wirksam, und somit noch vom vorhergehenden Gemeinderat beschlossen.

Im Vorfeld gab es allerdings eine Volksbefragung mit dem Ergebnis und dem Versprechen des damaligen BGM F.Backnecht die Gründe südlich von Neuweidling nicht in Bauland umzuwidmen! Bei den Diskussionen rund um dieses Thema, wurde von alteingesessenen Bewohnern dieses Ortsteiles aber auch immer wieder auf die Hochwasserproblematik, mit dem Wissen früherer Jahre(1954) hingewiesen!

Die Grünen haben im Zuge dieser Flächenwidmungsplanung , und auch jetzt  aktiv in der Bebauungsplanung  immer wieder auf die fachliche Nichteignung, im Sinne einer flächenschonenden Ortsentwicklung, Lärmemissionen der B 304 usw. dieser Gründe als Wohnbauland, hingewiesen!

MASSNAHMEN
Zur Zeit liegen einige Änderungen zum örtlichen ROP(Flächenwidmungsplan) zur Stellungnahme in der Gemeinde auf und sollen bei der nächsten GRS am 09.12.2002 dem GR zur Beschlussfassung vorgelegt werden .
Dieser Anlaß sollte genutzt werden, und hierbei liegt die Entscheidung beim jetzigen GR, eine Rückwidmung dieser Flächen in Landwirtschaftliche Nutzflächen zu erreichen.
Das eines der wesentlichen Grundstücke dieser Flächen im gemeindeeigenen Besitz ist, sollte dem Vorhaben nur dienlich sein.

NATÜRLICHES RETENTIONSBECKEN
Als unliebsame Begleiterscheinung des Hochwassers, hat sich auch gezeigt wie groß die Menge an Wasser ist, die diese Flächen, noch unversiegelt und unverbaut aufnehmen können, und somit Schutz vor zuviel Wasser in
anderen Ortsteilen als natürliches Retentionsbecken bietet! Die Reduzierung der versiegelten Flächen ist ein
Grundprinzip der ökologischen u. flächenschonenden Raumplanung.
 
PLANERISCHE HILFSMITTEL
Weiters sollte gemeinsam  mit  der Raumordnungsabteilung d. Landes NÖ ein Plan erstellt werden, der anhand
der Ausdehnung des HW 2002, gefährdete Zonen  im Flächenwidmungsplan der Gemeinde entsprechend ausweist, (auch Grundwasserpegelhöchststände berücksichtigt) um dann auch in der Bebauungsplanung und bei
techn. Anforderungen an Gebäude entsprechend reagieren zu können.

Wir werden bei der nächsten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen und werden weiterhin im Arbeitskreis für Raumordnung,  im Sinne einer flächenschonenden u. ökologischen Ortsentwicklung unseren Beitrag leisten.

Weiteres zur Raumordnung in Rohrendorf unter:
 http://members.aon.at/gruene-rohrendorf/ARTIKEL-RAUMPLANUNG

Mag.arch. Alfred Fink, GR d. Grünen Rohrendorf

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    Katastrophenhilfe der Gemeinde Rohrendorf

 

Die seit 1954 größte Naturkatastrophe Österreichs hat auch Rohrendorf nicht verschont. Dass unser Ort vom Kamp überschwemmt werden würde, war von unserer Gemeindevertretern nicht vorhersehbar, auch bei Flächenwidmungen wurde mit keinem Hochwasser gerechnet.

Allein die älteste Generation von Neuweidling hat darauf aufmerksam gemacht, dass die Weidäcker 100-jähriges Hochwassergebiet sind.

Dies hat sich leider bewahrheitet. Beinahe die Hälfte aller Familien in Rohrendorf hat durch das Hochwasser großen Schaden erlitten.

Der Gemeinderat hat im September eine Gemeinde-Katastrophenhilfe in der Höhe von EUR 30.000,- beschlossen. Unserer Meinung nach ist das völlig unzureichend und zwar auf 2 Gründen:

Einerseits ist Solidarität mit den Hochwasseropfern von Rohrendorf angesagt, von denen kein Einzelner an seinem Schicksal selbst schuld ist.

Andererseits muss umverteilt werden, da die Rettung von einzelnen Ortsteilen Rohrendorfs durch die Aufschüttung von Dämmen die Auswirkungen und Schäden für andere Familien verschlimmert hat.

Da dies auf individueller Ebene (mit Spenden von Privaten) nur zu einem geringen Teil möglich ist, muss mit öffentlichen Geldern umverteilt werden. Für die Gemeinde Rohrendorf bedeutet dies, dass den Hochwasseropfern aus dem Gemeindebudget eine nennenswerte Katastrophenhilfe zukommen muss!

Deshalb haben wir folgenden Antrag gestellt, der von den anderen GemeinderätInnen abgelehnt wurde: "Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, dass jeder vom Hochwasser August 2002 betroffene Haushalt in Rohrendorf mindestens 50 % des festgestellten Schadens durch öffentliche Katastrophenhilfe u./o. Versicherungsleistungen an Entschädigung erhalten soll. Alle jene Haushalte, die durch die Bundes-Katastrophenhilfe und Versicherungsleistungen weniger als die Hälfte ihres Schadens abgedeckt bekommen, erhalten die Differenz zu diesen 50 % als Gemeinde-Katastrophenhilfe. Darüber hinaus kann die Gemeinde auf Antrag in Härtefällen weitere finanzielle Hilfe aus dem Gemeindebudget aufbringen. Da vor allem rasche Hilfe wichtig ist, vergibt die Gemeinde Rohrendorf auf Antrag zinsen- und tilgungsfreie Zwischenkredite bis zur Endabrechung der Bundes-Katastrophenhilfe."

Die Aufbringung der Mittel für die Gemeinde-Katastrophenhilfe kann großteils durch die Auflösung der allgemeinen Rücklagen sicher gestellt werden.

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    Im Kurbad

  

Nach dem Jahrhunderthochwasser treffen sich zwei Bürgermeister: Der Sepp und der Karl!

Da meint der Sepp: "Unser Hochwasser war schlimm, mir ist laufend das Wasser bei den Stiefel oben hineingeronnen!"

Darauf meint der Karl: "Das ist ja gar nichts, mir ist das Wasser bis zu Hals gestanden!"

Darauf tut der Sepp erstaunt: "Ich hab´ geglaubt, du warst im Urlaub?"

Darauf der Karl gelassen: "Nein, im Kurbad!"

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    Liebe Rohrendorferinnen und Rohrendorfer!

 

Es hat alles zwei Seiten.

Es ist völlig natürlich, dass die Bürgermeister mit aktiven Oppositionsparteien keine große Freude haben. Besonders wir Grünen in Rohrendorf schreiben in unseren Wahlweisern etwas anderes als im Jubelblatt "Gemeindezeitung" berichtet wird. Wir sind mit fast zwei Mandaten nicht gewählt worden, um die Mehrheitsparteien nur zu loben, sondern um Kontrolle auszuüben und die Rohrendorferinnen und Rohrendorfer zu informieren. Natürlich ist meine Art nicht in ein stures Amtsdeutsch verpackt, sondern etwas lustiger. Meine Ausführungen sollten neben oft traurigen Inhalten auch etwas Unterhaltung mitbringen.

Die zweite Seite ist: Dass wir natürlich unseren Bürgermeister Dr. Rudolf Danner bewundern, wie er den Großteil seiner Freizeit auch in der Gemeinde verbringt, wie fürsorglich er sich um jeden einzelnen Gemeindebürger kümmert und wie er es macht, um öffentliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Auch Herr Baumeister Mayer und Herr Professor Lachawitz fallen bei ihrer Arbeit positiv auf. Und wo viel gearbeitet wird, werden immer auch Fehler passieren.

Liebe Rohrendorferinnen und Rohrendorfer, auch uns fällt kein Stein aus der Krone, wenn wir einmal etwas Positives über unsere Gemeindepolitik schreiben.

Meint Ihr Karl Kalchhauser

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