Egyd Gstättner
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Der Mensch kann nicht fliegen
Der letzte Tag des Carlo Michelstaedter

Picus Verlag, Wien 2008
 
ca. 224 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85452-635-3
Erscheint im August 2008


Ein geistreicher, fesselnder Roman über ein vielversprechendes Künstlerleben

Am 17. Oktober 1910, dem Geburtstag seiner Mutter, schießt sich Carlo Michelstaedter mit dreiundzwanzig Jahren in Görz ein Loch in den Kopf und ist sofort tot. Egyd Gstättner schickt, fast ein Jahrhundert danach, einen ambitionierten Schriftsteller auf die Spur der rätselhaften Tat und ihrer Vorgeschichte und verwebt so die historische Gestalt mit der Gegenwart. Er stößt auf Briefe des schwärmerischen, talentierten jungen Mannes, in denen dieser seinem besten Freund sein Leid klagt, vollzieht dessen Reisen von Wien über Görz bis Florenz nach und findet so immer tiefer in die Psyche des verkappten Zeichners und Philosophen. Es ist das Psychogramm eines Gefangenen seiner selbst, den seine Sehnsüchte und seine Sinnsuche ebenso überfordern wie die übermächtige Mutter. Je mehr sich der Schriftsteller aus dem Jetzt in den Philosophen von damals hineinlebt, umso mehr vermischen sich die Erzählungen – und am Ende scheint es, als habe Carlo Michelstaedter keine andere Wahl gehabt, als sich umzubringen.

Egyd Gstättner lässt in seinem raffinierten und zugleich vergnüglichen Künstlerroman spielerisch die Grenzen zwischen Heute und Gestern verschwimmen. Mit ironischen Seitenhieben auf ein sehr heutiges Leben und klug gewählten Episoden aus dem Leben des realen Carlo Michelstaedter zwischen Groteske und Tragik entfaltet sich so ein fesselnder Gegenwartsroman, der die Vergangenheit als sinnreiche Folie verwendet.


Pressestimmen:

»Gstättners unverfrorener Umgang mit historischen Wahrheiten, philosophischen Plattitüden und humoriger Gegenwartskritik sorgt für eine kurzweilige Lektüre.«
APA

»Gstättner, ein bekanntermaßen satirisch begabter Autor, nimmt der Geschichte ihre existenzialistische Schwere, indem er sie mit einem leichten, verspielten Parlando-Ton versieht und vielfach ins Groteske zieht.«
Wiener Zeitung
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