Johannes Seidl


Leena Naumanen


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Julian Taupe


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1947 geboren in Traunkirchen, OÖ,
1968 Gemeinsames Atelier mit Charlotte in Maria Schutz am Semmering, NÖ,
seit 1970 gemeinsames Signum mit Charlotte bei den Plastiken; Arbeiten für den öffentlichen Raum
1972 erste Großobjekte, Klangobjekte, Gründung und Organisation “impuls maria schutz"
1981 Arbeitsreihe Schiffe (Steinzeug mit Edelstahl)
1988 Übernahme von Gut Gasteil, Prigglitz, Gründung der Galerie
1989 10 Meilensteine, (Marmorbrekzie)
seit 1992  Organisation von Kunst in der Landschaft
1996 Milleniumsbeitrag Kultplatz Kapelle (mit Charlotte)
1998 malt nach 28 Jahren wieder (Öl auf Sperrholz)
2000 Buch “Zwei Menschen - ein Werk"
2001 Arbeitsreihe Flügel (getriebenes Edelstahlblech verschweißt)
2002 Portal - große Edelstahlarbeit für die Landschaft
Pokale für den Damen-Weltcuptorlauf und Riesentorlauf
2004-05  Wassergarten, ein Garten mit Funktion (Kläranlage)
seit 2005 drehbare Flügel

Einzelausstellungen seit 1969 in Österreich, Deutschland, USA, Damaskus.
seit 1993 nur mehr in Gut Gasteil
Beteiligungen international seit 1970.

Dialog mit dem Wind: Stahl und Luft, hartes, starr lastendes Metall und bewegliche, unstete und unsichtbar wirkende Kraft - ein Gegensatz: Johannes Seidl hat beides zusammengeführt. Seine stählernen „Flügel” verleugnen nicht das Material, aus dem sie gemacht sind – sie glänzen in der Sonne, sie nehmen die Farben von Himmel und Wiese auf. Ihre Form ist nicht primär der Schönheit verpflichtet, sondern - auch - einer Funktion: sie fangen den Wind ein und - das ist das Überraschende - der Wind bewegt sie, sie drehen sich, folgen den Luftströmungen. Sie ruhen auf Lagern, die diese Bewegung ermöglichen; dass dies so spielerisch und selbstverständlich geht, das ist wieder die Kunst des Johannes Seidl, der Maße und Fläche, Dicke und Winkel so abstimmen und buchstäblich ins Lot bringen musste, dass diese Bewegungen im Wind tatsächlich stattfinden.

 Die Wirkung ist poetisch, luftig, irgendwie unwirklich und doch mit dem Ort verbunden; wie alle Arbeiten der Seidls aus der Natur  und für die Natur geschaffen: Flügel, die dem Wind folgen und doch auf der Erde verhaftet sind. Wer sie ansieht oder anfasst, wird, ohne es eigentlich zu bemerken, mitgeführt, einbezogen, sein Denken und Handeln bereit gemacht für einen Dialog mit dem Wind.            Charlotte Blauensteiner

 

1951 geboren in Jyväskylä, Finnland
1971-76  Akademie für angewandte Kunst in Wien
Lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Wien

Seit 1988 Einzelausstellungen in Österreich, Deutschland und Finnland (Gasteil 2003).
Internationale Beteiligungen (Auswahl):
1989 “International Textile Competition ¬¥89 Kyoto‚Äú, Kyoto  Municipal Museum of Art, Japan
1994 “10 Jahre internationale Textilkunst in Graz"
1996 “Fibre Art On The Outside‚Äú,  Norton Priory Museum, Cheshire, England, “Web-Art” Schömerhaus, Sammlung Essl  “11th Miniatur Textile Bienale” Muzeum Savaria,  Szombathely, Ungarn
1997 “Flexible 2, Pan European Art” Nederlands Textielmuseum, Tilburg Holland, The Whitworth Art Gallery, Manchester, England, Northern Fibre 2" internationales Syposium, Workshop, Bohuslän; Exepition, The Swedish Museum of Textile History, Boras, Schweden
1998 “Sofa-Art Fair” Chicago, USA
1999 “The 6th International Textil Competition '99 Kyoto" Kyoto Municipal Museum of Art, Japan
2001 “Centralasian - European Art Dialoque” Symposium, Issyk-Kul See, “Sings of Iternity“, Museum of Fine Arts, Bihkek, Kirgistan
2004  Reisende Frauen. Kunstpavillon, Innsbruck

Spuren der Zeit und des Orts: Pflanzliche Materialen, wie Leinen und Holz, sind Leena Naumanes Ausgangsmaterial. Vor allem Holz. Altes Holz, das sie aus Schindeln ihrer Heimat Finnland gewinnt. In Braun-, Rot- und Gelbtönen, Grau in vielen Schattierungen durch die Verwitterung, Dunkelgrün durch Moosbewuchs und dem Weiß der Flechten. Spuren der Zeit, des Klimas und des Ortes. So erzählt das Bild aus Holz seine Geschichte. Struktur und Textur der Schindeln, ihre Brüchigkeit, Farbigkeit, Vielschichtigkeit und natürliche Maserung sind die Gestaltungselemente, die die in Wien lebende Künstlerin dabei ausnutzt, um die Aussagkraft ihrer Objekte zu erreichen. Die Geschichte, die das Holz in sich trägt, wird in jenem Augenblick, wo es durch Naumanens spezielle Zusammenstellung zum Kunstwerk wird, festgehalten und offenbart und erzählt Naumanens Geschichte gleichermaßen: Landschaften, Erinnerungen, Berge und Bäche.

Der Entstehungsprozess der Holzobjekte ist bedächtig, erfordert Geduld und Ruhe. Das Holz wird zerlegt, gespalten, geschnitten, gebürstet und dann in einem mit Leinenfaden oder Draht bespannten Webstuhl in Flächen verwebt und zu zwei- oder dreidimensionalen Objekten gestaltet. Aquarell- oder Erdfarben unterstreichen bei Bedarf die natürliche Farbigkeit. Die Arbeit am Webstuhl ist eine Suche nach dem Weg und ein Prozess der Kontemplation. Das in sich hinein und auf das Material hören. Den Augenblick erfassen, der dem Betrachter gegenübertritt.

1954 in Gritschach bei Villach geboren
1976-1981Akademie d. Bildenden Künste (Prof Max Weiler)
1991-1983 Lehrbeauftragter bei Prof. Rainer, Akademie d. Bildenden Künste, Wien
1983-1984 Österreichisches. Staatsstipendium für Bildende Kunst
1984 Humanic-Artist in Residence, Genf
2002 Fundacion Valparaiso, Mojäcar, Almeria
Einzelausstellungen / Auswahl:
1981  Große Galerie, Künstlerhaus, Klagenfurt
1982 Modern Art Galerie (Grita Insam), Wien, Gorenjski   Muzej, Kranj, Slowenien, Kunstmesse Düsseldorf
1986 Galerie Maximilian Droschl, Graz
1987 Landesmuseum Joanneum, Ecksaal, Graz
1989 Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt
1990 Trakl-Haus, Salzburg
1996 Arbeiten 95-96, Historisches Museum der Stadt Bamberg, Alte Reichshalle, Bamberg
1997 Mestna Galerija, Ljubijana, Arbeiten 96-97
1998 Österreichisches Kulturinstitut, Mailand
2000 Galleria Antonio Battaglia, Mailand
2002 Rittergallery, Klagenfurt
2003 Galerie der Stadt Waiblingen, D., Galerie Litera, Prag
seit 1979 Beteiligung an Gruppenausstellungen im In- und Ausland  (Frankreich, Slowenien, Italien, Ungarn, New Dehli, Moskau und bei Kunstmessen.

Abstrakte Poesie:  Abstrakte, farbenprächtige Fragmente, Ausschnitte der absoluten Gesamtheit setzt der Kärntner Maler Julian Taupe immer wieder neu zusammen und schafft damit unterschiedliche Betrachtensweisen. Malen ist für ihn ein Entwicklungsprozess, ein ständiges In Beziehung Setzen seiner Arbeiten, seiner Erfahrungen und Eindrücke. Sein Nachdenken über die Welt. Kleinbildserien werden so zum äußeren Mosaik und sind doch ebenso wie die großen Formate ein Mosaik in sich selbst. Diesen Prozess des Fortschreitens und Fortschreibens versteht Taupe auch als Einladung an den Betrachter, seine eigene Fortsetzung zu finden und weiterzudenken.

Klare Formen mit bisweilen figurativen Elementen, die sich auch erst nach längerer Betrachtung erschließen können, auf leuchtendem Blau, warmem Rot oder Gelborange und in der jüngeren Zeit auch auf helleren Farben erwecken den Eindruck einer tiefer liegenden Ebene. Die Struktur der Farboberfläche verstärkt diese Tiefe. Farbe und Form, in ihrer Einfachheit Erinnerungen an Joan Mir√≥ wachrufend, berühren durch ihre Beziehung zueinander in einer heiteren Östhetik und erzählen Geschichten in poetischer Schönheit. Das innere Bild, das Taupe nach außen kehrt - es strahlt ruhig und freudig.


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