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| Wissenswertes zum Haus erbaut 1920 bis 1924 vom Wiener Rechtsanwalt Silberberg, nach Plänen von Architekt Hubert Gessner. Einer der wichtigsten späteren Eigentümer war Oberst Richard Jary, der nach dem Krieg, nach der Besetzung durch die russische Kommandatur, das Gut wieder aufgebaut hat. Nach seinem Tod 1969 führte seine Witwe Jutta Jary die Landwirtschaft in reduziertem Ausmaß weiter und übergab sie 1988 an das Künstlerehepaar Charlotte und Johannes Seidl. |
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Die Seidls, beide freiberuflich tätige Bildhauer, haben seit 1989 Gut Gasteil zu einem Ort der Kunst ausgebaut. Jährlich finden in der Galerie vier Ausstellungen zeitgemäßer Kunst statt, die große Ausstellungsreihe Kunst in der Landschaft wird im Zweijahresrhythmus organisiert: internationale bildende Künstler werden eingeladen, auf den 16 ha Wiesen rund um Gut Gasteil ihre speziellen Ideen für diesen Ort zu verwirklichen. Das Resultat ist jedesmal eine sehenswerte Symbiose von Kunst und Natur, eine Ausstellung, die erwandert werden kann, ein vielschichtiges ErlebnisNebenbei ist Gut Gasteil eine Bio-Landwirtschaft mit Schwerpunkt der Juraschafzucht, Lammfleisch, Schafprodukten, Obstprodukten und eine kulinarischer Ort, an dem sich Biobauern aus der Umgebung, Ernteverbandmitglieder, zu einem Verein zusammengetan haben und hier ihre Produkte verkaufen. |
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| Alte Mauern auf Neue belebt Der massive Steinbau mit seiner hohen Dachkonstruktion wurde koplett ausgehöhlt und durhc die Einziehung von verschiedenen, in Holzbauweise konstruierten Plateaus neu strukturiert. Das gesamte Erdgeschoß dient nun als Atelier, in dem Dank der enormen Raumhöhe von nahezuzwölf Metern im Mitteltrakt, auch große Objekte realisiert werden können und beherbergt eine offene Küche mit angrenzendem Eßplatz. Auf den oberen Ebenen, die mit Ausnahme eines Gästezimmers und der Naßräume zum Hauptraum völlig offen sind liegen die privaten Wohnbereiche, Schlafplätze und direkt unter dem Dach ein winziges Studiolo, in dem sich ungestört von der Betriebsamkeit des Hauses Denken und Planen läßt. Völlig neu geschaffen wurde westseitig ein über die gesamte Länge des Baukörpers reichendes Glashaus, in dem ein kleiner Gemüsegarten, ein zentraler Eßplatz und ein zu allen Jahreszeiten benutzbares Schwimmbecken untergebracht sind. Um die beeindrucken Gesamtfläche von 500 m2 effektiv und kostensparend zu beheizen, wurde eine mit Gas und der Abwärme der beiden Brennöfen in der angrenzenden Werkstatt betriebene Fußbodenheizung installiert, die, in den oberen Plateaus durch Konvektoren unterstützt, selbst an kalten Wintertagen für ein wohlig warmes Raumklima sorgt. Schöner Wohnen 10/95, Zitat Dr. Almhofer |
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