Aktuelles
Die Protestlawine
Die Protestlawine, die die Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi am 17. Dezember 2010 in Tunesien auslöste, schreitet weiterhin voran. Sie überrollte die korrupten Diktatoren in Tunesien und Ägypten und wendet sich bereits gegen die nächsten Potentaten der Region. Nach dem Etappensieg der ersten vier Monate stellt sich die Frage, welchen Weg diese Bewegung einschlagen wird: Richtung Demokratie oder Richtung Gottesstaat? Die bisherigen Ereignisse lassen hoffen, dass die Menschen dieser Region doch einen Ausweg gefunden haben, wie sie sich von eigenen despotischen Machthabern befreien können, ohne gleich einer »islamischen Republik« wie im Iran zu verfallen. Die endgültige Entzauberung des Khomeini-Staates begann im Jahr 2009, als im Iran drei Millionen Menschen auf die Straße gingen, um gegen den massiven Wahlbetrug durch die Machthaber der islamischen Republik zu protestieren. Wann und wie es auch der zivilen Gesellschaft im Iran gelingen wird, den islamischen Staat zu beseitigen, steht freilich noch offen. Die Jugend im Iran bildet zahlenmäßig die Mehrheit – es wird an ihr liegen, mit friedlichen Mitteln Freiräume für sich und Demokratie zu schaffen.

Rezension


Rettungsanker Zivilgesellschaft
2011 ist das Jahr der arabischen Revolte. Von Tunis bis nach Kairo, von Tripolis bis Muskat, von Rabat bis Algier versammelten sich ab Anfang des Jahres Zehntausende auf den Straßen, um gegen Korruption, Unterdrückung und Ausbeutung zu protestieren. Ausgelöst hatte die Revolte ein junger tunesischer Gemüsehändler namens Mohamed Bouazizi, der sich aus Frust über ...ein System ohne Zukunftschancen selbst in Brand setzte und damit zum Märtyrer seiner Generation wurde. Die Diktatoren in Tunesien , Ägypten und in Libyen wurden bereits gestürzt – wie sich der Region nun weiterentwickelt und welche Auswirkungen die arabische Revolte auf den Iran hat, analysierte der österreichisch-iranische Schriftsteller Hamid Sadr in einer Vorlesung in Wiener Rathaus, die nun als Taschenbuch erschienen ist. Der Autor rekapituliert die Ereignisse, stellt Verbindungen zum Iran her auf die starke zivile Gesellschaft als „Rettungsanker“: Millionen von Jugendlichen, die nun erkämpfen, „was im Westen 1848 bis 1968 und 1989 errungen wurde“. Ein kluger inspirierender Vortrag.

wiener vorlesung
„Die täglichen Nachrichten aus den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens über die Massenproteste gegen die korrupten Despotien und jene Teilerfolge, die sie in Tunesien und Ägypten errungen haben, zeigen, dass die Menschen dieser Region endlich einen Ausweg gefunden haben, wie sie sich von eigenen Machthabern befreien können, ohne gleich einer ‚islamischen Republik’ wie im Iran zu verfallen. Diese Entzauberung begann, als im Iran drei Millionen Menschen auf die Straße gingen, um gegen den massiven Wahlbetrug durch die Machthaber der islamischen Republik zu protestieren. Die darauf folgende blutige Niederschlagung der Proteste, massive Verhaftungen und Internierungen führte vor Augen, was den anderen islamischen Ländern der Region bei der Errichtung einer solchen ‚islamischen Republik’ bevorsteht.“ --- Hamid Sadr

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Monika Ranftl Veranstaltungen und Presseaussendungen informiert über Veranstaltungen und Interviews:

 Lesung von Hamid Sadr
bei
LITERATUR aktuell
im Kulturzentrum bei den Minoriten im Rahmen des Lesefestes Lust in Translation

am 7. November 10, 16:00
Im Cubus, Mariahilferplatz 3/I Graz

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 Brennpunkt Iran.
Theokratie, Jugend & Zivilgesellschaft

Vortrag von Hamid Sadr
und Publikumsgespräch
Dienstag, 23.11.2010 19:30
Ort: Aktionsradius, Gaußplatz 11, 1200 Wien



Nirgendwo sonst wird ein westlicher Intellektueller wie Habermas so sehr gefeiert wie in Teheran. Seine Auftritte ähneln dem Rummel um Popstars. Und über die Thesen Hannah Arendts wird in den Blogs der Teheraner Urbanen mit Sicherheit lebendiger debattiert als in Wien innerhalb und außerhalb des Internets zusammengenommen. Besonders die jungen Frauen der Hauptstadt praktizieren Zivilcourage, wie youtube-Ausschnitte eindrucksvoll dokumentieren. Der Iran darf also nicht nur mit Theokratie assoziiert werden. Factum est: ein Krieg gegen den Iran würde die lebendigste Zivilgesellschaft dieser Region zerstören. Der österreichisch-iranische Schriftsteller Hamid Sadr (www.hamidsadr.com), 1946 in Teheran geboren, wird über beide Wirklichkeiten in seiner früheren Heimat Iran berichten. Angefragt: Sudabeh Mortezai, die in Wien lebende Regisseurin des Kinofilms "Im Bazar der Geschlechter" (www.imbazar-derfilm.at). Eintritt: frei

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Lesung von Hamid Sadr
im Rahmen eines Konzertes

Fatima Spar and the Freedom Fries
Lust in Translation
am 6. November 2010 um 20:00
Ort: Stockwerk, Jakobminiplatz 18, 8010 Graz

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Schreiben im Niemandsland

Interview mit dem iranischen Schriftsteller Hamid Sadr
in
Megaphon , Straßenmagazin

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“Berkeley Lecture Series in partnership with “ Iranian Student Alliance in America – ISAApresent: 
Ahmadinejad Denial of Holocaust VS. The Bird wachters of Auschwitz

 A Presentation by Hamid Sadr
Author of The Bird Collector of Auschwitz

.

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monday december 7th at 7.00 PM
Hamid
SADR

„Leaving my self-caused immaturity“
Colorado center comunity room

2500 Broadway
Santa Monica CA 91404
(26th and Brodway)

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ORF
Ö1 Programm Sa, 07.11.2009
Diagonal - Radio für Zeitgenossen

Hamid Sadr - der aus dem Iran stammende und in Wien lebende Schriftsteller legt
mit "Der Vogelsammler von Auschwitz" sein drittes auf Deutsch geschriebenes Buch vor.
Für ein Radioprogramm, das sich aus dem Exil an die iranische Bevölkerung wendet,
gestaltet er jede Woche eine Sendung.

Gestaltung: Peter Lachnit


Ö1 Programm Sa, 07.11.2009






Neuer Roman 


Der Vogelsammler von Auschwitz



Radio Ansprachen  von Januar bis Juli 2009

گفتارهای رادیوئی
از بهمن ماه  1387
تا مرداد 1387

Radioansprachen_Februar, März
Radioansprachen_April, Mai
Radioansprachen_Juni, Juli




Supporting Iranian's hunger strike in New York and Berlin  

In solidarity with the Iranian people´s movement for freedom, to defend the most basic human rights, and in protest against killing, arresting and especially torturing the prisoners, we support the 3 day hunger strike in front of the UN headquarters in New York (July 22-24), done by Iranian artists and intellectuals. This hunger strike is taking place to express sympathy with those who have been arrested during the recent peaceful protest demonstrations in Iran. We also support the former Iranian political prisoners who are trying to express their solidarity with the political prisoners in Iran, and demand their release through a hunger strike in Berlin, July 23-24. We strongly ask the politicians in the Western World to prioritize defending the freedom of prisoners, human rights and women’s struggle for freedom in Iran, as these are today a part of the conscience of people all over the world.

Die Unterschriften und der Text
in persischer und englischer Sprache




"La Stampa"
Intervista a Hamid Sadr

24/06/2009



Eine neue Anthologie  



Nedaye Iran: Wanesha Rudbaraki

Aufstand für die Freiheit
3. Juni 09
(persisch)



Aufstand für die Freiheit
17.Juni 09
(persisch)



Aufstand für die Freiheit
30.Juni 09
(persisch)



Eine neue Anthologie  





In Deutsch
In Italienisch
In Farsi

Eine Rede zum Thema: Menschenrechte im Iran
TU- Wien, Getreidemark 9, Chemie-Hörsaal
Mittwoch, 10. Dezember 2008, 19:00- 21.45

Sysiphus.pdf



Der Vogelsammler von Auschwitz 
Roman




Die zwei Kapitel von diesem Buch wurden
für die Veröffentlichung
im Rahmen der
Festival Literature live
ZAGREB
freigegeben

In Deutsch
In Kroatisch





Die Rede von Hamid Sadr
In Deutsch
In Persisch





Der Gedächtnissekretär 
in persischer Sprache





Vorabdruck lesen


Bilinguale Marathon-Lesung
(Deutsch/Persisch)
mit
Reza Danshvar, Abbas Marufi, Shahrnush Parsipur,
Hamid Sadr, Lobat Vala





Die Rede von Hamid Sadr
In Persisch
In Deutsch



Interview mit Voice of America



Voice of America

(Farsi)

19. Juli 2008


 

03. - 06. Juli 2008


Auf Deutsch
Auf Italienisch
Auf Persisch

 

ORF, Ö1, Freitag, 27. Juni 2008, 22:15 Uhr

Tonspuren *

Franz Kafka, seit seinem 39. Lebensjahr Pensionist, litt, in Folge einer Lungenkrankheit, an Kehlkopftuberkulose. Weil er nicht mehr sprechen konnte, schrieb er, was ihm noch zu sagen blieb, auf Karten, Gesprächszettel und in Briefen.

In seinem Buch "Gesprächszettel an Dora" schildert der Exil-Iraner Hamid Sadr die letzten Tage und Wochen des Dichters Franz Kafka, der am 3. Juni 1924, 41-jährig, im Sanatorium Kierling bei Wien starb.

http://oe1.orf.at/programm/200806276801.html

Buch-Tipp
Hamid Sadr, "Gesprächszettel an Dora", Deuticke Verlag (erste Ausgabe 1994)
Hamid Sadr, "Gesprächszettel an Dora", Shaker Media (zweite Ausgabe- 2008), Taschenbuch


Lesungen - Neue Termine 2008


Montag, 19. Mai 2008, um 17:30 Uhr
Otto-Mauer-Zentrum
Adresse; Währingerstraße 2-4
1090 Wien

Donnerstag, 5. Juni 2008, um 19 Uhr
Literaturhaus am Inn
(Zusammen mit den Autorinnen:
Linda Lê ,Vietnam/Frankreich,
Joan-Anim Addo, Grenada/Großbritannien)
Adresse: Josef-Hirn-Straße 5

Mittwoch, 11. Juni 2008, um 18 Uhr
Abteilung für vergleichende Literaturwissenschaft
Adresse: Berggasse 11, 1090 Wien

Von 3. bis 6. Juli 2008
FESTIVAL DELLA MODERNITA
Adresse: Villa San Carlo Borromeo
Milano Senago, Piazza Borromeo 20
www.villaborromeo.com/html/network/network.php3

Donnerstag, 23. Oktober 2008, um 20 Uhr
KULTUR:TREFF im Haus der Musik
(KULTUR:PLATTFORM St. Johann im Pongau)
Adresse: Ing. Ludwig Pechstrasse 7

25. Oktober, 2008
, um 19 Uhr
Bilinguale Marathon- Lesung (Deutsch/Persisch)
Dem Wort die Freiheit
Adresse: Audi- Max (Universität Wien)

Von 7. bis 11. November 2008
LITERATURE LIVE FESTIVAL
Croatian PEN Centre
und Croatian Association of Writers
Adresse: Zagreb, Basaric¹ekova 24



The New York Review Of Books

Ahmadinejad und Khamenei

Zwei Repräsentanten der Islamischen Republik
Schweigen weiterhin zu diesem
SCHANDFLECK
der gesamten iranischen Geschichte!

Mehr darüber

Eine neue Erscheinung




Gesprächszettel an Dora
Verlag Shaker Media

Mehr darüber



Straße des Exils - Weit? ... Von wo?




Gesprächszettel an Dora

Volkstheater
Empfangsraum, Neustiftg. 1, 1070 Wien

Mehr darüber



Eine neue Anthologie




La scrittura

Sprache : italienisch

Auszug lesen



Neues Buch: Zabane Delafsordegan




Zabane Delafsordegan

Verlag Khavaran
14 Cours de Vincennes – 75012 Paris- France
Sprache : persisch

Vorwort lesen



HAMID SADR Reading Tour - Lesereise


As the closing event of the conference IN/DIFFERENCE Current and Historical Perspectives on Cultures in Contact, award winning Austrian writer Hamid Sadr will read from his novel “Der Gedächtnissekretär”.
The reading will be in German and English.
The conference takes place at the University of Limerick, 9-10 November 2007.


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Hamid Sadr Biography - hier klicken
(externer Link)


Zweisprachiger Leseabend

(Deutsch-Farsi)
DEM WORT,DIE FREIHEIT II.
23. November 2007 um 19 Uhr

Hauptbücherei am Gürtel
Urban-Loritz-Platz 2A
1070 Wien


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You are cordially invited
by the Austrian Embassy Dublin in cooperation with the Department of Germanic Studies /TCD and the Goethe-Institut Dublin to the reading of award-winning writer Hamid Sadr from Austria which is taking place in the

Goethe-Institut Dublin
37 Merrion Square, Dublin 2

Thursday, 15th November 2007, 7pm


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Staatsstipendium für Literatur 2007/08 für Hamid Sadr

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur


Wien, am 25. Juni 2007


Ich freue mich, Ihnen im Namen von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied mitteilen zu können, dass Ihnen das Staatsstipendium für Literatur 2007/08 in der Höhe von insgesamt EUR 13.200,00 (dreizehntausendzweihundert) zuerkannt wird.
In der Jury waren Dr. Karin Fleischanderl, Dr. Evelyne Polt-Heinzl und Univ.Prof. Dr. Klaus Zeyringer tätig. Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich zu diesem Stipendium und wünsche Ihnen für Ihre literarische Arbeit viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Mag. Andrea Ecker Leiterin der Kunstsektion
1014 Wien
Minoritenplatz 5


La Scrittura

24.-27. März 2007

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Interview mit der italienischen Zeitung
Il Giornale

26. Mai 2007

Interview in PDF-Form - hier klicken
(ca. 2,6 MB)


Der Brief

"Uni Wien, den 25. Jänner 2007.
Man hat mich am frühen Wintermorgen mit der Broschüre überrascht. Das Bild auf dem Umschlag war beruhigend angenehm.
Der Brief, eine Novelle,  wurde von der Herausgeberin Ursula Klingenböck gemeinsam mit ihren Studentinnen Alexandra Fitz, Eliza Hofbauer, Atsa Maghuli und Ursula Winterauer fertiggestellt. Wir gingen anschließend zum  Seminarraum. Die Wände  waren von Fotos und Karten aus der persischen Stadt Rascht bedeckt. Auch Mirzaghasemi mit Brot, eine Speise aus der selben Stadt, die in der Novelle eine Rolle spielt,  sollte Nähe signalisieren. War für so viele TelnehmerInnen des Seminars (30, 35 StudentInnen) genug da?
Ich hörte ihnen zu. Als wäre ich schon längst nicht mehr am Leben.
Eine erwärmende  Erfahrung nach einem langen Exilwinter."

Lesen Sie hier einen Auszug aus der aktuellen Novelle von Hamid Sadr.




Die Presse 09.02.2007


Gastkommentar von Hamid Sadr

Hier lesen (1,1 MB als PDF)


Renner-Institut 21.12. 2006

"Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Jury Herrn Raimund Löw für sein Buch „Die Fantasie und die Macht“ einen Anerkennungspreis im Rahmen des Bruno-Kreisky-Preises verliehen hat. Wir laden Sie als Mitautor/in sehr herzlich zur Preisverleihung ein…
Mit besten Grüßen Martin Janata"

Die Anthologie „Die Fantasie und die Macht“ ist mit Beiträgen von: Bruno Aigner, Ruth Beckermann, John Bunzl, Lorenz Gallmetzer, Irmtraut Karlsson, Peter Kreisky, Willi Hemetsberger, Kurt Langbein, Raimund Löw, Helmut Opletal, Georg Hoffmann-Ostenhof, Beatrix Neundlinger, Peter Pilz, Hamid Sadr, Robert Schindel, Elisabeth T.Spira zustande gekommen.

Text lesen







Canetti Stipendium

Magistrat der Stadt Wien
Magistratsabteilung 7 – Kultur
Friedrich-Schmidt-Platz 5 A-1082 Wien
Wien, 6. Februar 2006
Die Kulturabteilung der Stadt Wien freut sich, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihnen über Vorschlag der dazu einberufenen magistratsunabhängigen Jury für das Jahr 2006 ein Elias-Canetti-Stipendium zugesprochen wurde. Die Laufzeit dieses Stipendiums beträgt ein Jahr. Es ist mit 17.496,- Euro dotiert und wird in zwölf Monatsraten ausbezahlt.
Wir möchten Ihnen zu dieser Anerkennung Ihres literarischen Schaffens sehr herzlich gratulieren und wünschen Ihnen für Ihre Arbeitsvorhaben alles Gute und viel Erfolg.

Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung und freundlichen Grüßen


Der Abteilungsleiter
Dr. Bernhard Denscher


 

Gastbeitrag im Handelsblatt

"Kein Kampf der Kulturen" – Gastbeitrag von Hamid Sadr im Handelsblatt zum Thema Karikaturenstreit und Emotionen.

Für den ganzen Beitrag bitte hier klicken.





Ungefragt

Lesen Sie hier einen Auszug aus der aktuellen Anthologie von Hamid Sadr.

Entwurf eines Briefes
an einen erratischen Erzähler


Die Notwendigkeit:
Ich muß ihm schreiben, weil er mir als Erzähler nicht unangenehm ist. Zwar oft auf manieristische Art unnötig witzig und manches Mal auch ein wenig liebeskitschromanartig, aber nicht unangenehm. Dann kommt die Frage: Was soll ich ihm schreiben? Und wie? Sicher nicht im Großer-Bruder-Stil; eher bedacht und ruhig, kollegial und leise. Denn mein erster Eindruck von ihm war nicht schlecht':
Ein begnadeter Schauermärchen-Erzähler, habe ich gedacht. Einer also, der schon als Kind im Mittelpunkt der großen Familienfeste steht und, trotz des entsetzten Ausdrucks auf dem Gesicht der Mutter, frech Kuriosa über die nahen und fernen Verwandten ausplaudert, Lachtränen, Lachhusten und Kränkungen aller Art herbeiführend..." weiterlesen



Bruno Kreisky-Preis

Seit 1993 wird jedes Jahr der Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch im Auftrage des Renner-Instituts durch eine Jury vergeben. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Jury dem Buch „Der Gedächtnissekretär" einen Anerkennungspreis für das Jahr 2005 zuerkannt hat. Dieser Preis ist mit 2.000,- Euro dotiert.

Preisträger seit 1993 waren u.a.:
Hans-Henning Scharsach, Paul Lendvai, Dzevad Karahasan, Leon Zelman, Erika Weinzierl, Hans Peter Martin, Eric Hobsbawm, Erich Hackl, Brigitte Hamann, Marie Jahoda, Thomas Rothschild, Marion Gräfin Dönhoff, Karl Markus Gauß, Armin Thurnher, Jean Ziegler. Lojze Wieser, lan Kershaw. Jeremy Rifkin, Felix Kreissler, Amartya Sen. Milo Dor. Ruth Klüger, Gerhard Roth, George Tabori; Joseph Stiglitz, Alison Des Forges, Ryszard Kapuscinski, Amos Oz, Kathrin Röggla, Jorge Semprun.

 
Dr. Hannes Swoboda, MEP Vorsitzender der Jury
Mag. Karl A. Duffek,  Direktor des Renner-Instituts

 

 



"Der Gedächtnissekretär"

Peter Henisch zum Inhalt:
„...Mit diesem Roman begibt sich Hamid Sadr nämlich auf eine topographisch und historisch akribische Spurensuche in seiner Wahlheimatstadt Wien. Herr Sohalt hat eine merkwürdige Manie für von ihm selbst geschossene Photos aus den letzten Kriegsmonaten. Worum es ihm geht und was er nicht schafft: die Bilder (auch die Erinnerungsbilder) aus der damaligen und aus der heutigen Zeit zur Deckung zu bringen. Aus seiner ambivalenten Haltung der Vergangenheit gegenüber engagiert er sich einen „Gedächtnissekretär“, dessen Verwandtschaft zum Autor (ein Ausländer, der hier Fuß und Kopf fassen will) weder verleugnet wird noch übertrieben.
Mich hat, ich gebe es zu, die Geschichte frappiert. Wenn er das Projekt wirklich realisieren kann, habe ich zu Hamid Sadr gesagt, könnte es ein faszinierendes Stück österreichischer Literatur werden. Gerade unter dem Aspekt, dass hier der Blick eines fremden auf etwas fällt, mit dem die Einheimischen bekanntlich schwer fertig werden. Der Fremde will übrigens bleiben, obwohl auch und gerade ihm Heimat ein problematischer Begriff ist – vielleicht keine schlechte Voraussetzung für einen neuen, österreichischen Autor.“

Querlandein, S.73. Residenzverlag


Zu beziehen unter: www.zsolnay.at , www.buch.de oder autorenverzeichnis.net



Hörproben des Buches auf dem Oesterreichischem Rundfunk (OE1)
Teil1 Teil2 Teil3 Überblick
Hamid Sadr Specials auf OE1
Porträt Interview