Schildbürger
Narren sind allezeit überall
Frei nach Erich Kästner bearbeitet von Ulrich Kofler
In Schilda, einem kleinen Ort irgendwo und nirgendwo auf der Welt, sind die Bewohner von außergewöhnlicher Intelligenz. Deswegen werden die Männer des Ortes eines Tages von zahlreichen Königen und Kaisern aus aller Welt um Rat und Hilfe gebeten. Aus diesem Grund müssen alle Männer aus Schilda ihren Ort und ihre Frauen verlassen und den Bitten der Herrscher folgen!
Doch Jahre später, als die Einsamkeit die Frauen bedrückt, schreiben diese Briefe an ihre Männer, mit der flehendlichen Bitte, sie mögen zurückkehren. Erst widerwillig, dann voller Eifer, kehren die reichbeschenkten, viel geehrten Männer zurück und hecken einen Plan aus, um nie wieder fort zu müssen. Ihr Plan ist einfach: sie werden alle Narren!
Gesagt, getan! Die Schildbürger schaffen es, Alltägliches lustig und närrisch umzugestalten und ein schräges Bild auf ihre Stadt zu werfen.
Und sollte man diese Narren bisher vergessen haben, so trägt die Geschichte der lustigen Schildbürger dazu bei, seinen Nächsten, den Nachbarn oder den besten Freund besser zu verstehen!
Fotos siehe unten!
„Miteinander für das Theater“
„Miteinander für das Theater“. So banal unser Motto auch klingen mag, für die HBAA ist und bleibt das „Miteinander“ die Grundlage jeglichen Theaterschaffens. Das wohltuende Gemeinschaftsgefühl, das sich von unseren 79er-Aufführungen herüber in die heutige Zeit gerettet hat, ist Basis für eine neue Herausforderung, der wir uns jetzt mit der Aufführung der wundersamen und abenteuerlichen Geschichte der „Schildbürger“ stellen.
und gemeinsam für unser Publikum
Zum Autor:
Ulrich Kofler
Künstlerischer Koordinator im Südtiroler Theaterverband.Kofler überarbeitete die auf Erich Kästner beruhende Adaptierung der Geschichten der Bürger von Schilda, welche zu den bekanntesten Motiven der seit 1500 aufkommenden deutschsprachigen Narrenliteratur gehören.
Erich Kästner
Erich Kästner, geboren 1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten war Kästner Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Von 1945 bis zu seinem Tode im Jahr 1974 lebte Kästner in München und war dort u.a. Feuilletonchef der „Neuen Zeitung“.Kästner tritt bis zu seinem Tod leidenschaftlich für den Frieden ein und er kämpft gegen die Wiedergeburt des Rassismus.
Werke:
Emil und die Detektive, Pünnktchen und Anton, Das fliegende Klassenzimmer, Das doppelte Lottchen – Kinderbücher; Herz auf Taille, Lyrische Hausapotheke;
Kästners Sicht der Dinge ist einfach und praktisch, wie es sich in seinem oft zitierten Epigramm, einer Quintessenz seiner Moral, ausdrückt:
Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es!
Aus dem Gedichtband „Herz auf Taille“:
Der Mensch ist gut! Wenn er noch besser wäre,
wär er zu gut für die bescheidne Welt.
Auch die Moral hat ihr Gesetz der Schwere:
Der schlechte Kerl kommt hoch – der Gute fällt.
Personen und ihre Darsteller:
Der Bürgermeister Gerhard Pichler, vlg. Schaffer Der Schmied Hans Loitzl, Stoffn Litt Der Wirt Karl Wilfinger Der Maurer Hans Khälß, Sea Der Schuster Detlef Peer, vlg. Salome Der Schneider Michael Gaiswinkler, vlg. Postmeister Oberst von Schwanz Hans Brandauer Iman Stefan Pucher Achmed Jürgen Freller Der Kaiser Hermann Schröttenhamer, vlg. Dichtl Ministerin Johanna Schröttenhammer Der Schweinehirt Franz Grieshofer, vlg. Bichler Der Wandersmann Franz Hütter, vlg. Fuchsn 1. Weggefährte Michael Pinisch 2. Weggefährte Wolfgang Raudaschl Die Bürgermeisterin Johanna Gaisberger, vlg. Resonierer Susanne Gisela Albrecht Die Wirtin Barbara Freller Die Maurerin Monika Gaisberger, vlg. Steyrer Die Schusterin Elisabeth Pucher Die Schneiderin Michaela Frosch, vlg. Koppenbauer Bote Otto Tanzmeister Souffleuse Erika Raudaschl, vlg. Moos Technik Kurt Freller Bühnenbau Hans Khälß, vlg. Sea Maske Erika Raudaschl, vlg. Moos
Michaela Malik
Petra GaisbergerRegie Franz Hütter, vlg. Fuchsn
>>> Plakat 2005 <<<
(.pdf-Datei - 437 KB)
>>> Einstimmungsmusik <<<
(.wav-Datei - 109 KB)
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