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22.2.01 Fachbereich: Pädiatrie,HNO,Infektionen
Einer aktuellen britischen Studie zufolge ist bei Kindern mit akuter Otitis
media Abwarten möglicherweise sinnvoller als der direkte Einsatz von
Antibiotika.
Wie Dr. Paul Little von der University of Southampton und Kollegen im British
Medical Journal berichten, ist eine solche Strategie realisierbar, für Eltern
akzeptabel und sollte den Einsatz von Antibiotika deutlich reduzieren.
Den Eltern von 315 Kindern zwischen sechs Monaten und zehn Jahren, die wegen
akuter Otitis Media eine Allgemeinarzt-Praxis aufsuchten, wurden randomisiert
zwei Behandlungsstrategien angeboten: Einmal der direkte Einsatz von
Antibiotika und zum anderen, erst einmal 72 Stunden abzuwarten und dann den
Einsatz von Antibiotika in Erwägung zu ziehen.
Der sofortige Einsatz von Antibiotika hatte gegenüber dem verzögerten
Einsatz einige Vorteile wie eine verkürzte Krankheitsdauer und weniger
gestörte Nächte. Diese Vorteile griffen aber hauptsächlich nach den ersten
24 Stunden, wenn sich das Leiden und die Symptome sowieso bereits
verbesserten. In punkto Schmerzen und Fehlen in der Schule gab es denn auch
kaum Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Der sofortige Einsatz von
Antibiotika steigerte den Glauben der Eltern an ihre Effizienz. Auf der anderen
Seite traten allerdings auch Fälle von Diarrhoe um zehn Prozent häufiger auf.
Insgesamt waren 77 Prozent der Eltern, die die "wait and
see"-Strategie einsetzten, damit sehr zufrieden. Zudem glaubten weniger
von ihnen an die Effektivität von Antibiotika und die Notwendigkeit, mit dem
gleichen Problem künftig den Arzt aufzusuchen. Dieser Ansatz resultierte in
einer Verringerung des Gebrauchs der verschriebenen Antibiotika um 76 Prozent.
Die Wissenschafter konkluideren, dass für Kinder, denen es insgesamt nicht
allzu schlecht geht, diese Vorgehensweise deshalb realisierbar scheint und
künftig helfen könnte, die Gefahr durch Antibiotika-resistente Bakterien zu
reduzieren.
© 2001 www.medaustria.at Quelle: BMJ; 2001, 322: 336-342 (chi)
Übereilte
Antibiotika-Abgabe an Kinder
- Viel zu häufig werden Kindern mit Mittelohrentzündung ohne
ausreichenden medizinischen Grund Antibiotika verschrieben. Zu diesem
Schluss kommt eine Studie britischer Wissenschafter des Aldermoor
Health Centre in Southampton. Die Mediziner hatten bei 315 Kindern im
Alter zwischen sechs Monaten und zehn Jahren eine abwartende
Vorgangsweise mit der Antibiotika-Sofortverschreibung verglichen. Der
Antibiotika-Einsatz verkürzte zwar die Dauer der Krankheit um etwa
einen Tag, allerdings müssten laut Studienautoren auch Nebenwirkungen
wie Durchfall oder eine Resistenz gegen die Präparate in Betracht
gezogen werden.
- Bei den meisten Kindern der beiden Gruppen waren Beschwerden wie
Ohrenschmerzen, Fieber, Unwohlsein und Schlaflosigkeit nach drei Tagen
verschwunden. Im Gruppenvergleich gab es zudem kaum einen Unterschied
im Schmerzmittelverbrauch, was nahe legt, dass Antibiotika den Schmerz
praktisch nicht beeinflussen. Insgesamt waren mit der abwartenden
Methode 75 Prozent weniger Antibiotika erforderlich. Die Experten
weisen auch auf die Bedeutsamkeit unerwünschter psychologischer
Effekte hin: Führen Eltern die Genesung ihres Kindes auf die
Antibiotika-Einnahme zurück, so würden sie auch in Zukunft häufiger
auf eine derartige Behandlung bestehen.
Der Standard, Wellness
& Medizin, S. 12
Zink
gegen Schnupfen
· Das
Spurenelement Zink reduziert einer im Fachmagazin "Annals of Internal
Medicine" veröffentlichten, neuen amerikanischen Studie zufolge die
unangenehmen Symptome von Schnupfen. Zink verhindere die Bindung so genannter
Rhinoviren an die Schleimhautzellen in Nase und Rachen, berichtet das Deutsche
Grüne Kreuz in Marburg. Die Erreger könnten deshalb nicht in die Zellen
eindringen und sich weiter ausbreiten. Die Vielzahl der unterschiedlichen
Erreger macht bislang eine wirksame Impfung unmöglich. Nun glauben
amerikanische Forscher mit Zink ein wirksames Mittel gefunden zu haben.
· Es
verhindere zwar nicht eine Infektion, verringere jedoch die Dauer und die
Schwere der Symptome, so das Grüne Kreuz. Während Testpersonen ohne Zink mehr
als acht Tage lang krank waren, seien "Zink-Patienten" schon nach etwa
vier Tagen wieder auf den Beinen gewesen. Laut Rudolf Schopf, Allergologe an der
Universitätsklinik Mainz, ist es wichtig, mit der Zinkbehandlung innerhalb von
24 Stunden nach den ersten Erkältungsanzeichen zu beginnen. Besonders in
Kombination mit der körpereigenen Aminosäure Histidin könne das Spurenelement
gut vom Körper aufgenommen werden und effektiv Entzündungen hemmen.
focus.de/gesundheit
· Mehr zu
Asthma & Allergie:
11 December 2000
Bakterien
als Antibiotika-Ersatz?
- Bakterielle Mittelohrentzündungen lassen sich nicht nur mittels
Antibiotika effektiv bekämpfen - auch Bakterien zeigen Wirkung.
Alpha-Streptokokken hemmen offenbar das Wachstum anderer Krankheitserreger
im Ohr. Wissenschafter vom Lundby Hospital in Göteborg (Schweden)
behandelten 108 Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und sechs Jahren, die
häufig an Mittelohrentzündungen erkrankten. Nach einer zehntägigen
Behandlung mit Antibiotika wurde an einen Teil der Kinder eine Bakterienlösung
mit Alpha-Streptokokken verabreicht.
- Drei Monate danach waren 42 Prozent jener Kinder, die die Bakterienlösung
erhalten hatten, vollständig gesund. Lediglich 22 Prozent der Probanden
einer Gruppe, in der Scheinmedikamente verabreicht worden waren, hatten sich
vollkommen erholt. Die Forscher hoffen nun, mit dieser Therapie die
Antibiotika-Abgabemenge an Kinder senken zu können, da eine zu häufige
Einnahme dieser Präparate die normale Bakterienflora zerstört und anfälliger
für erneute Infektionen macht.
www.focus.de
Antibiotika
helfen bei Erkältungen kaum
- Obwohl zahlreiche Patienten in Deutschland versuchen, eine schwere Erkältung
mit Antibiotika zu kurieren, sei dieses Medikament in vielen Fällen
wirkungslos, betonte die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung von
Viruserkrankungen. Erkältungen werden zu 70 Prozent von Viren verursacht,
Antibiotika bekämpfen aber nur Bakterien. Gemäß einer aktuellen Studie
verlangen 30 Prozent der Eltern erkälteter Kinder und die Hälfte aller an
Erkältung erkrankten Erwachsenen vom Arzt ein Antibiotikum, obwohl
derartige Präparate kaum helfen.
www.focus.de/Gesundheit
2.2.01
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Depressiv
durch Haustier-Virus?
- Mikrobiologen der Universitäten Bristol und Northumbria
vermuten, dass ein bestimmtes Virus von Haustieren auf den
Menschen überwechseln und bei diesem Verhaltensstörungen
auslösen kann. Jennifer Higham aus Northumbria untersucht
derzeit die Verbreitung des BDV (Borna Disease Virus) in ländlichen
Regionen, die eine besonders hohe Selbstmordrate aufweisen.
Auf Grund neuer Anhaltspunkte gehen die Forscher davon aus,
dass auch der Kontakt zu Tieren und die damit verbundene
Gefahr von Infektionen eine Rolle spielen kann.
- Kollegen vom Veterinärmedizinischen Institut in Bristol
untersuchten erst kürzlich einen Borna-Ausbruch unter
Katzen – bei zehn von 111 Tieren wurde das Virus
festgestellt. Nun soll geklärt werden, ob eine Verbindung
zwischen dem Ausmaß der menschlichen Depressionen in dieser
Gegend und dem Auftreten des Borna-Virus unter Katzen und
Pferden besteht. Ist dies der Fall, würde das erklären,
warum manche Depressive gut auf virushemmende Medikamente
ansprechen.
Oberösterreichische
Nachrichten, Leben Heute, S. 34
mehr über den
interessanten Borna Virus auf dieser Englischsprachigen Site
http://www.psycom.net/depression.central.borna.html
Deutschsprachige Site zum Borna-Virus
http://www.garmisch-partenkirchen.com/gesundheitsamt/alle/seuche/infekt/viru/borna/
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Bakterien
gegen Allergien bei Babys
"Gute"
Bakterien, an werdende Mütter und Neugeborene verabreicht, könnten
helfen, Allergien im Kindesalter zu verhindern. Die Ergebnisse sind
zwar vorläufig, stellen aber den ersten guten Nachweis dafür dar,
meinen die finnischen Forscher.
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Es konnte nämlich erstmals gezeigt
werden, dass harmlose Bakterien das Immunsystem eines Säuglings so zu
trainieren imstande sind, dass es allergischen Reaktionen widerstehen kann. Im
Zuge der Studie wurde das natürlicherweise im Darm vorkommende Bakterium
Lactobacillus rhamnosus kultiviert und Schwangeren in Form von Kapseln
verabreicht.
Sie erhielten das Probiotikum einige
Wochen vor dem Geburtstermin und sechs Monate danach, während sie stillten.
Alle Babys wurden, da ein Elternteil oder Geschwister bereits betroffen waren,
mit einem hohen Risiko, Allergien zu entwickeln, eingestuft, so Dr. Marko
Kalliomaki vom Turku University Hospital.
Das Risiko für ein allergisches
Ekzem konnte halbiert werden
Im Alter von zwei Jahren entwickelten
35 Prozent der Kinder ein allergisches Ekzem mit geröteter, irritierter,
juckender Haut. Jene Kinder, die Probiotika erhalten hatten, entwickelten die
beschriebene Allergie nur halb so oft, besagen die in "The
Lancet" (2001;357:1076-1079) veröffentlichten Ergebnisse der
Studie.
Auch wenn sich vorerst zeigte, dass
dieses Probiotikum nur bei allergischem Ekzem und nicht etwa auch bei Asthma
oder anderen Allergien wirksam war, so wird doch nahe gelegt, dass
Darmbakterien eine wesentliche Rolle dabei spielen, das Immunsystem von
allergischen Reaktionen abzuhalten, erklären die Wissenschafter.
KH
(09. 04. 2001) http://www.netdoktor.at/Nachrichten/texte/20010409_bakterien.htm
Antibiotika
zu häufig verschrieben
- Wie die Fachzeitschrift „Pediatrics“ berichtet, erhalten Kinder mit
Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) zumeist völlig unnötig
Antibiotika. US-amerikanische Forscher konnten in einer vergleichenden
Studie nachweisen, dass Placebos den Antibiotika durchaus ebenbürtig
waren. In beiden Vergleichsgruppen waren nach durchschnittlich zehn Tagen
87 Prozent der Kinder wieder gesund. Sinnvoll wären Antibiotika nur in
den wenigen Fällen, in denen Bakterien als Krankheitsverursacher
fungieren, so die Experten.
Der Standard, Wellness &
Medizin, S. 12 ,
Netdoktor 4. April 2001
Mit
Probiotika gegen Neurodermitis
- Wie die Fachzeitschrift „The Lancet“ berichtet, soll eine
probiotische Therapie mit Lactobacillus-haltigen Nahrungsmitteln das
Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, senken. Bei einer finnischen Studie
erhielten Schwangere und Neugeborene, die zumindest einen nahen Verwandten
mit Allergien hatten, Kapseln mit den Bakterienkulturen. Es zeigte sich,
dass bei den Kindern die Neurodermitis-Häufigkeit im Vergleich zur
Kontrollgruppe um die Hälfte verringert wurde. Die Kinderärzte begründen
das Ergebnis damit, dass die Bakterien die Bildung von Immunglobulin A im
Darm fördern und so zu einer Normalisierung der Darmflora beitragen.
Zudem würde, so die finnischen Wissenschafter, die Hypothese bestätigt,
dass ein hoher Hygienestandard die Entstehung von Neurodermitis begünstigt.
Der Standard, Wellness &
Medizin, S. 40
25. April 01 - Netdoktor
Asthma:
Eukalyptusöl reduziert Cortisonverbrauch
- Bonner Ärzte haben herausgefunden, dass der in Eukalyptusöl enthaltene
Wirkstoff Cineol die Beschwerden von Asthmatikern lindern kann. Cineol
reduziere nämlich die Produktion von entzündungsfördernden Leukotrienen
und Interleukin 1, berichten die Mediziner in der „Münchner
Medizinischen Wochenschrift“. Den Studienteilnehmern wurden dreimal täglich
zwei Kapseln Eukalyptusöl verordnet. Schon bald zeigte sich, dass sich
die erforderliche Cortisonmenge auf ein Minimum verringern ließ.
Der Standard, Wellness &
Medizin, S. 40 -
25. April 01 - Netdoktor
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010430002&chan=lb
pte010430002 Gesundheit/Umwelt
Selenmangel macht Grippe schwerer
Betroffene sind ernster und länger krank
Chapel Hill (pte, 30. April 01/09:00) - Eine selenarme Ernährung kann dazu
führen, dass Krankheiten wie Grippe schwerer sind und länger dauern. Zu
diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern des Department of
Nutrition der University of North Carolina at Chapel Hill http://www.unc.edu
gekommen. Im Versuch richtete das Grippevirus bei Mäusen mit niedrigen
Selenwerten deutlich mehr Schaden an als bei Tieren mit hohen Werten. Diese
Gruppe war zusätzlich anfälliger für Lungenentzündungen, die in der Folge
deutlich länger andauerten. The FASEB Journal http://www.fasebj.org/cgi/content/abstract/00-0721fjev1
Die Wissenschaftlerin Melinda Beck erklärte gegenüber der BBC, dass seit
langem bekannt sei, dass Unterernährung anfälliger für
Infektionskrankheiten mache. Entscheidend sei, dass der Mangel an Selen die
Immunantwort der Mäuse veränderte und sie kränker als normal wurden.
"Das bedeutet, dass die Balance aller wichtigen Nährstoffe entscheidend
ist und bereits der Mangel einer Substanz tiefgreifende Auswirkungen haben
kann."
Selen kommt vor allem in Weizen, Reis und Fleisch vor. Daher sollte eine
durchschnittlich ausgewogene Ernährung ebenso wie eine veganische oder
vegetarische ausreichende Mengen des Spurenelements liefern. Selen soll die
Menge der freien Radikale im Körper verringern und gegen verschiedene Formen
von Krebs schützen. Zusätzlich soll es bei der männlichen Fruchtbarkeit
eine Schlüsselrolle spielen.
(Ende)
2. Mai 2001 Pressetext Austria
Das
"Wundermittel" Lachen
4.Mai
2001
http://www.netdoktor.at/Nachrichten/news.asp?y=2001&m=5&d=4#id49703
Wiener Zeitung, Magazin, S. 23
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010430002&chan=lb
pte010430002
Gesundheit/Umwelt
Selenmangel macht Grippe schwerer
Betroffene sind ernster und länger krank
Chapel Hill (pte, 30. April
01/09:00) - Eine selenarme Ernährung kann dazu führen, dass Krankheiten wie
Grippe schwerer sind und länger dauern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von
Wissenschaftlern des Department of Nutrition der University of North Carolina at
Chapel Hill http://www.unc.edu
gekommen. Im Versuch richtete das Grippevirus bei Mäusen mit niedrigen
Selenwerten deutlich mehr Schaden an als bei Tieren mit hohen Werten. Diese
Gruppe war zusätzlich anfälliger für Lungenentzündungen, die in der Folge
deutlich länger andauerten. The FASEB Journal http://www.fasebj.org/cgi/content/abstract/00-0721fjev1
Die Wissenschaftlerin Melinda
Beck erklärte gegenüber der BBC, dass seit langem bekannt sei, dass Unterernährung
anfälliger für Infektionskrankheiten mache. Entscheidend sei, dass der Mangel
an Selen die Immunantwort der Mäuse veränderte und sie kränker als normal
wurden. "Das bedeutet, dass die Balance aller wichtigen Nährstoffe
entscheidend ist und bereits der Mangel einer Substanz tiefgreifende
Auswirkungen haben kann."
Selen kommt vor allem in Weizen,
Reis und Fleisch vor. Daher sollte eine durchschnittlich ausgewogene Ernährung
ebenso wie eine veganische oder vegetarische ausreichende Mengen des
Spurenelements liefern. Selen soll die Menge der freien Radikale im Körper
verringern und gegen verschiedene Formen von Krebs schützen. Zusätzlich soll
es bei der männlichen Fruchtbarkeit eine Schlüsselrolle spielen.
(Ende) 7. Mai 2001
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010725068&chan=lb
pte010725068
Gesundheit/Umwelt
Kritik an Hormonersatztherapie
nimmt zu
Keine Prophylaxe bei Herz- und Kreislauferkrankungen
Dallas (pte, 25. Juli 01/18:26) - Die American Heart Association (AHA) http://www.americanheart.org
warnt vor Östrogen-Ersatztherapien für Frauen nach der Menopause. In der jüngsten
Ausgabe ihres Journals "Circulation" http://circ.ahajournals.org/current.shtml
empfiehlt die AHA, von einer Prophylaxe für Herz-Kreislauferkrankungen
abzusehen. Damit reagiert die renommierte Vereinigung auf zahlreiche Studien, in
denen keine Schutzwirkung von Östrogengaben auf herzkranke Patientinnen
nachgewiesen werden konnte. http://www.americanheart.org/Whats_News/AHA_News_Releases/23Jul1701155236_01.html
Zu den entsprechenden Studien zählte die klinische HERS-Studie (Heart and
Estrogen Replacement Study) von 1998, deren Ergebnisse im vergangenen Jahr durch
die so genannte ERA-Studie (Estrogen Replacement and Atherosclerosis Study) http://www.mercola.com/2000/apr/9/estrogen_heart_disease.htm
bestätigt wurden. Beide Studien waren im Gegenteil zu dem Ergebnis gekommen,
dass eine Östrogeneinnahme bei Frauen mit Arteriosklerose anfangs das Risiko
eines Herzinfarkts möglicherweise sogar erhöht.
Die AHA rät Medizinern nun, die prophylaktische Verschreibung von Östrogenen
zu beenden. Frauen nach der Menopause rät die AHA, die erleichternden Wirkungen
der Hormontherapie gegen mögliche Risiken wie Thrombosen und Brustkrebs abzuwägen.
(Ende) 25.7.01 Pressetext austria
Pornos
statt Schlaftabletten?
- In dänischen Altenheimen hat man die therapeutische Zweckdienlichkeit von
Pornos entdeckt – statt Schlaftabletten werden in mehreren Heimen Videos
mit pornographischem Inhalt verteilt. "Früher gehörten Gewaltübergriffe
unter den Heimbewohnern zum Alltag", erzählt Maj-Britt Auning vom
Kopenhagener Altenpflegezentrum Thorupgården, "seitdem wir die Videos
zeigen, hat es keinen dieser Zwischenfälle mehr gegeben." Weiters
berichtet die Seniorenorganisation "Äldresagen", dass der
Arzneikonsum zur Ruhigstellung von Demenz-Patienten deutlich zurückgegangen
sei. Für männliche Heiminsassen werden bereits Termine mit so genannten
Besuchs-Freundinnen organisiert. Laut Altenpflegerin Auning sollen auch die
weiblichen Bewohner bald in den Genuss solcher Hausbesuche kommen.
Spiegel.de, Wissenschaft ,
Mo 10. Sept. 01, über Pressetext.at
Schmutz
stärkt Immunsystem der Kleinkinder
Auch wenn es so manche reinlichkeitsbewusste
Mutter nicht glauben möchte, ein bisschen Schmutz schadet kleinen Kindern
nicht. Im Gegenteil - der Kontakt mit Mikroben in der frühen Kindheitsphase stärkt
das Immunsystem und senkt daher das Risiko, später an einer Allergie zu
erkranken.
Das hat eine Untersuchung ergeben, an der mehr
als 1.000 Kinder aus Österreich, der Schweiz und Süddeutschland teilnahmen. Für
den Münchner Epidemiologe Dr. Joachim Heinrich vom GSF-Forschungszentrum für
Umwelt und Gesundheit könnten diese Ergebnisse auch eine Erklärung dafür
sein, dass Kleinkinder, die mit Hunden oder Katzen aufwachsen, seltener eine
Allergie bekommen. Heinrich hatte in einer Untersuchung festgestellt, dass
gewisse Konzentrationen an Endotoxin in Haushalten mit Hunden oder Katzen möglicherweise
einen Schutzeffekt haben, so die deutsche Ärzte Zeitung berichtet.
Bei späterem Kontakt mit Tieren kommt es eher
zu allergischen Reaktionen
Im Rahmen der Studie wurden in 454 Wohnungen mit
Kindern zwischen fünf und zehn Jahren die Endotoxin-Konzentrationen im
Hausstaub gemessen. In Haushalten mit Tieren wurden wesentlich höhere
Endotoxin-Konzentrationen gefunden, berichtete Heinrich bei einer
Pressekonferenz in München vor der Eröffnung der 13. Konferenz der
Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie in Garmisch-Partenkirchen.
Es wäre jedoch zu früh und zu problematisch, so der Epidemiologe Prof. Dr.
Erich Wichmann, aus diesen Erkenntnissen, praktische Empfehlungen abzuleiten.
Nach wie vor gelte die Empfehlung, dass Familien mit einem erhöhten
Asthma-Risiko keine Haustiere halten sollten. Es sei jedoch aus gesundheitlichen
Gründen nicht notwendig, in der Umgebung von Kindern auf extreme Sauberkeit zu
achten. Entscheidend scheint offenbar zu sein, wann der Kontakt mit Tieren
erfolgt. Durch eine frühe Exposition kommt es eventuell zu einem
Trainingseffekt des Immunsystems. Im Gegensatz dazu, dürfte jedoch der Kontakt
zu einem späteren Zeitpunkt eher eine allergische Reaktion auslösen, so
Wichmann.
GS
(12.09. 2001)
Netdoktor.at
Blutegel helfen bei degenerativen
Gelenks-Erkrankungen
Pilotstudie weist Wirksamkeit nach
Essen (pte, 17. September 01/09:00) - Eine Pilotstudie von Wissenschaftlern
der Kliniken Essen-Mitte http://www.kliniken-essen-mitte.de
hat nachgewiesen, dass der Einsatz von Blutegeln bei Gelenksarthrose Symptome
wie Schmerzen und Entzündung deutlich verringern kann. An der Studie nahmen 16
Patienten mit einem Durchschnittsalter von 68 Jahren teil, die seit mehr als
sechs Monaten unter ständigen Schmerzen im Knie litten. Die Wirkung der
Behandlung hielt vier Wochen lang an. Sie dürfte auf Bestandteile des Speichels
zurückzuführen sein, die über anästhetisierende und schmerzstillende
Eigenschaften verfügen, berichten die Annals of the Rheumatic Diseases http://ard.bmjjournals.com
in ihrer Oktober-Ausgabe.
Die Blutegel-Therapie wurde an acht Patientinnen und zwei Patienten durchgeführt.
Die restlichen sechs Teilnehmer erhielten eine für dieses Krankheitsbild übliche
medizinische Behandlung. In der Folge wurden vier Blutegel am schmerzenden Knie
angebracht, die 80 Minuten lang an Ort und Stelle blieben. Nach drei Tagen
zeigte sich eine deutliche Verringerung der Schmerzen. 24 Stunden nach der
Behandlung wurde die größte Wirkung beobachtet. Schmerzmessungen wurden vier
Tage vor Beginn der Tests und 28 Tage nach Beendigung durchgeführt. Es kam
weder zu unerwünschten Nebenwirkungen noch traten Infektionen auf. Lediglich
der Biss der Blutegel wurde als leicht schmerzhaft empfunden. Bei den
Teilnehmern der Kontrollgruppe konnte kein vergleichbarer Behandlungserfolg
erzielt werden.
Blutegel wurden in der Vergangenheit häufig zur Behandlung von Schmerzen und
Entzündungen eingesetzt. Erst im letzten Jahrhundert kamen sie in der Medizin
immer weniger zum Einsatz. Details: Eurekalert http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-09/bsj-lrt091301.php
(Ende)
Mo, 17. Sept. 01, Pressetext.at
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Der
Verzicht auf Zitrusfrüchte und Tomaten wirkt sich bei Patienten
mit Kontaktallergie offensichtlich positiv auf ihr Hautproblem
aus. Zu diesem Ergebnis kamen US-amerikanische Wissenschafter in
einer Studie. |
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aktuellen australischen Studie zufolge können
probiotische Jogurts aber
Normalerweise äußert sich eine Kontaktallergie
dadurch, dass nach dem direkten Kontakt der Haut mit einem Allergen - das ist
jener Stoff, der die Allergie auslöst - gerötete, entzündete, juckende und
schuppige Hautstellen entstehen. Viele Patienten wissen jedoch nicht, dass auch
der Genuss zahlreicher Nahrungsmittel diese Hauterscheinung auslösen kann.
Dr. Joseph F. Fowler und Dr. Tamara N. Salam von
der University of Louisville forderten die Studienteilnehmer, die allesamt
allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel und Duftstoffe reagierten, auf, keine
Hautpflegeprodukte und Parfums zu verwenden und außerdem auf zahlreiche
Nahrungsmittel, Gewürze und Getränke zu verzichten. Die 45 Patienten waren in
erster Linie auf eine bestimmte chemische Substanz allergisch, die in vielen
Nahrungsmitteln vorkommt und als "Balsam of Peru" (BOP) bezeichnet
wird. Darüber hinaus wiesen die Probanden Allergien gegen eine Vielzahl ähnlicher
Chemikalien auf, die in Parfums enthalten sind.
Erst der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel
brachte Beschwerdefreiheit
Trotzdem alle potenziellen Allergenquellen wie
Parfums, Eau de Cologne, Hautpflege- und Hautreinigungsprodukte eliminiert
wurden, stellte sich bei den Patienten keine Beschwerdefreiheit ein. Daraufhin
erstellten die Wissenschafter für die Teilnehmer eine spezielle Diät, die
keine Nahrungsmittel mit BOP-verwandten Stoffen enthielt. Schokolade, Zitrusfrüchte,
Eiscreme, Cola, Tomaten, Ketchup, Grillsoßen etc. wurden ebenso vom
Speisezettel gestrichen wie die Gewürze Vanille und Zimt. Die Patienten mussten
die Diät über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen einhalten. Anschließend
fingen sie wieder an, die verbotenen Nahrungsmittel nach und nach zu
konsumieren.
Es zeigte sich, dass unmittelbar nach der so
genannten "Karenzzeit" fast die Hälfte der 45 Patienten keine oder
nur sehr wenige Hautbeschwerden hatten. Besonders positiv wirkte sich der
Verzicht auf Tomaten, Zitrusfrüchte und Gewürze aus. Fowler rät daher
Patienten mit Kontaktallergien, einen Dermatologen aufzusuchen, um
herauszufinden, ob eventuell auch eine Allergie auf BOP vorliegt. Die
Wissenschafter veröffentlichten ihre Ergebnisse im "Journal of the
American Academy of Dermatology" (2001; 45:377-381).
GS
(3. 10. 2001)
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