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Richtiger
Moment - Operationszeitpunkt beeinflusst die Überlebensrate bei Brustkrebs Wie
aus einer britischen Studie an 112 prämenopausalen Frauen hervorgeht,
beeinflusst der Zeitpunkt eines chirurgischen Eingriffs bei Brustkrebs die
Überlebensrate. Fentiman et al. vom Londoner Guy's Hospital haben festgestellt,
dass von jenen Frauen, die zwischen dem 3. und dem 12. Tag des
Menstruationszyklus operiert worden waren, nach 10 Jahren noch 45% am
Leben waren. Von den Frauen, die an einem beliebigen anderen Tag des Zyklus
operiert worden waren, waren hingegen noch 75% am Leben. Die
Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit der Tatsache, dass die
Progesteron-Konzentration um den 15. Tag des Zyklus herum zu steigen beginnt.
Progesteron spielt möglicherweise eine Rolle im Tumorzusammenhalt, indem es die
Zellaussaat während des chirurgischen Eingriffes verhindern könnte.
Unabhängig davon empfielt die Studie, chirurgische Eingriffe dem
Menstruationszyklus entsprechend zu planen. Cancer
86:2058, 1999 Kommentar
Retzek: diese
Studie, die in einer der "Bibel-Journalen" der Schulmedizin erschienen
ist, muss ich einfach kommentieren: die Ergebnisse sind einfach sensationell -
und - dass diese einfache Tatsache, nämlich die Brustkrebs-OP bei
prämenopausalen Frauen nicht dem Zyklus gemäß anzupassen - nicht
allgemein bekannt sowie entsprechend durchgeführt wird, entspricht einer groben
Fahrlässigkeit innerhalb der etablierten Medizin-Industrie
!!!! Selbst
wenn wir die Aussagen dieser Studie wegen geringer Patientendaten abschwächen
und statt 30% nur eine 1 oder 2 % Verbesserung der Rückfallsfreiheit zugestehen, würde
dies den minimal erhöhten administrativen Aufwand der OP-Planung nach dem
Zyklus der Patientin zwingend vorschreiben. Das dies NICHT durchgeführt wird
ist unerklärlich!! Die
(10 Jahres) Überlebensrate steigt nach der oben zitierten Untersuchung durch diese einfache Maßnahme um 30%,
nämlich von 45% auf 75%. Dies ist nicht nur vergleichbar sondern mehr, als durch meisterhaft
durchgeführte Chemotherapie erreicht werden kann !!!! Leider
gibt es für diese 30% Steigerung der Überlebensrate
praktisch keine Kosten bzw. Gewinne - daher werden Vorträge und Fortbildung zu
dieser Thematik von keiner Firma unterstützt. Wer
immer dies liest, bitte ausdrucken, weitersagen, weitergeben, vorallem an die
Ärzte weiterleiten. Jedes Leben das an den Krebs verloren geht ist ein Leben
zuviel !!!! Weitere Links zu diesem
Thema siehe
http://www.tribunes.com/tribune/edito/8-1a.htm http://www.cpr4womenandfamilies.org/health3.html meta-study:
http://www.sma.org/smj/97aug3.htm http://webmd.lycos.com/content/article/1728.50654
!!
Krebsmortalität:
Ernährungsumstellung kann helfen
- Eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten könnte die Zahl der Krebstoten
pro Jahr um 6000 verringern. Dies stellen unter anderem groß angelegte
Vegetarierstudien unter Beweis - unter Vegetariern ist die Krebsmortalität
um etwa 30 Prozent geringer. In Österreich sterben jährlich mehr als
18.000 Menschen infolge von Krebserkrankungen, etwa ein Drittel der
Krebsleiden wird durch ungesunde Ernährung hervorgerufen. Die EU ist nun
bemüht, Projekte zu fördern, die sich mit Krebserkrankungen und Ernährung
beschäftigen.
- Die Arbeitsgruppe des Instituts für Krebsforschung der Universität Wien
setzt sich unter der Leitung von Siegfried Knasmüller seit langem mit der
Thematik auseinander und beteiligte sich bereits mehrfach an gesamteuropäischen
Projekten. Übergewicht stellt einen der Hauptrisikofaktoren dar, welcher in
direktem Zusammenhang mit postmenopausalem Brustkrebs bei Frauen steht. Aber
auch übermäßiger Fleischverzehr stelle eine Gefahr dar - im Ernstfall führe
dies zu Darmkrebs, so Experten. Wissenschafter hoffen nun auf die
Entwicklung von besonders schutzstoffreichem Gemüse durch intensive
Laborforschung.
Wiener Zeitung, Medizin, S. 11
- Mehr zu Ernährung :
Klicken Sie
hier
pte000703012
Apfelextrakt
hemmt Ausbreitung von Leberkrebszellen
Antioxydanzien fungieren als Wachstumshemmer
Ithaca/New
York (pte, 3. Juli 00/11:45) - Die gesunde Wirkung von Obst auf den
menschlichen Organismus bewiesen einmal mehr Wissenschaftler von der
Cornell University. Es liegt an sekundären Pflanzenstoffen, den
Flavonoiden und den Polyphenolen, die im Fruchtfleisch und vor allem in
der Schale von frischen Äpfeln zu finden sind. Sie wirken als
Antioxydanzien, hemmen also die chemische Reaktion von Sauerstoff mit
Körpersubstanzen und wirken so gegen Krebs, sagen die
Ernährungswissenschaftler.
Die Ergebnisse
ihrer Experimente, die vom New York Apple Research Developement Program
und der New York Apple Association finanziert wurden, haben Rui Hai Liu
und seine Kollegen im Fachjournal Nature veröffentlicht. Liu und seine
Kollegen konnten zeigen, dass der Extrakt aus der Schale von Äpfeln der
Sorte Roter Delicius das Wachstum von Darmkrebszellen um 43 Prozent
verringerte. Der Extrakt aus dem Fruchtfleisch bewirkte eine Verringerung
des Wachstums um 29 Prozent. Bei Leberkrebszellen sahen die Ergebnisse
noch besser aus: Hier konnte der Schalenextrakt eine Wachstumsverringerung
von 57 Prozent verursachen.
Den Großteil
der antioxidativen Wirkung eines Apfels führen die Wissenschaftler auf
die sekundären Pflanzenstoffe zurück, während Vitamin C nach ihrer
Aussage nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Wirkstoffe aus nur 100
Gramm Apfel mit Schale wirken genau so oxydationshemmend wie 1.500
Milligram reines Vitamin C. "Es ist besser, frisches Obst und Gemüse
zu essen, als eine Vitaminpille zu schlucken", sagt Liu.
"Dadurch bekommt der Körper genügend Wirkstoffe, ohne dass man sich
Gedanken über zu hohe Dosierungen machen müsste. Erst die Kombination
verschiedener Pflanzenstoffe könnte die volle Wirkung gegen Krebs
entfalten." (Cornell University) (Ende)
Medikamenten-Cocktail gegen das
Altern
Kalifornischen Wissenschaftern ist es gelungen, das Leben
von Würmern um knapp 50 Prozent zu verlängern. Die Würmer bekamen einen
Cocktail aus zwei Medikamenten, der die Wirkung der Oxidationssysteme im
Körper steigerte. "Dies ist der erste konkrete Hinweis darauf, dass
das Altern mit Medikamenten behandelt werden könnte", so
Projektleiter Simon Melov vom "Buck Institute for Research into Aging".
Gegenüber den unbehandelten Tieren hätten diese Würmer jung und aktiv
gewirkt und um durchschnittlich 44 Prozent länger gelebt. Bei Würmern,
die verfrüht zu altern angefangen haben, hätten die Drogen eine
Normalisierung des Prozesses erzielen können. Die Wissenschafter wollen
nun untersuchen, ob bei anderen Tieren das gleiche Ergebnis erreicht
werden kann. (DerStandard.at, Wissenschaft)
Kommentar
Retzek: es zeigt sich wieder und wieder: der große Stressor im Körper sind
"auskommende" - irrtümlich freiwerdende - "freie
Radikale". Diese bewirken sowohl Alterung als auch Krebs-Entstehung.
Eine Verbesserung der "Abwehrlage" gegen freie Radikale wirkt
daher Krebs-Entstehungs-hemmend wie auch vorbeugend gegen Alterungsprozesse.
Freie Radikale werden in erhöhtem Masse freigesetzt durch chronische
Entzündungen, die Abwehr wird geschwächt durch Industrielle Ernährung
(Selen/Vitamin C/E - Arm), Schwermetalle (Selen-Räuber) oder Einbringung
von aussen (Rauchen, Lösungsmittel)
Hierzu eine Englische Review, die die Fakten genauer verdeutlicht
Oxygen-Fighting Gene Lengthens Life
By endowing fruit flies with a single new gene that
protects against oxidation in the nervous system, researchers have
stretched the flies' life span by 40%. The finding, reported in the June Nature
Genetics, supports the idea that reactive oxygen molecules play a
central role in aging and points to the as a critical target for their
attack.
When cells burn food to make energy, they spew out
reactive oxygen molecules that can damage cell proteins and genetic
material. This seems to be a key process in aging, at least in flies. To
protect themselves from these so-called , cells make , which scavenge and
sequester the oxidants. The ability to produce antioxidants diminishes
with age, and studies of neurological diseases suggest that neurons that
control motion may be particularly vulnerable to oxidation. That's what
some researchers have concluded from , which is marked by the early death
of these motor neurons and is sometimes linked to a defective gene for the
antioxidant superoxide dismutase 1 (SOD).
A team led by Gabrielle Boulianne, a developmental
neurobiologist at the Hospital for Sick Children in Toronto, Canada,
decided to examine the effects of SOD in the nervous system by giving
flies an extra dose of it. When the researchers attached a copy of the
human SOD gene to a promoter expressed only in fly motor neurons,
life span of wild-type fruit flies jumped from 80 to 120 days. Boulianne
says she was surprised to find that "a single gene expressed in a
single cell type can have a tremendous impact on the longevity of the
organism."
The finding is "very strong support" for the
free radical theory of aging, says Irwin Fridovich, a biochemist at Duke
University School of Medicine who discovered the family of SOD enzymes 3
decades ago. But Douglas Wallace and Simon Melov of Emory University in
Atlanta caution against generalizing the results to mice or humans because
of subtle yet profound differences in the antioxidant defense systems of
different organisms.
pte011102026
Gesundheit/Umwelt, Forschung/Technologie
Antioxidantien lassen Mäuse alt
aussehen
Studie beweist erneut lebensverlängernde Wirkung von
Vitamin C und E
Novato/Kalifornien (pte, 2. November 01/14:02) - Forscher des Buck
Institutes for Age Research http://www.buckcenter.org
haben nachgewiesen, dass antioxidative Medikamente ein Mäuseleben um das
Vierfache verlängern können. Der Molekulargerontologe Simon Melov vom Buck
Institute stellt allerdings klar, dass es zwischen der Lebensverlängerung
von Genmäusen und Menschen beträchtliche Unterschiede gebe. Die Studie,
die im Journal of Neuroscience http://www.jneurosci.org
veröffentlicht wurde, baut auf vergangenen Arbeiten über die Lebensverlängerung
von Nematoden mittels Antioxidantien wie Vitamin C und E auf.
Laut Melov hat die Studie erstmals bewiesen, dass Antioxidantien Säugetieren
zu einem längeren Leben verhelfen. "Die Ergebnisse sind ein weiterer
Schritt im Verständnis über die Arten der Schädigungen, die während des
Alterns eintreten", erklärte Melov. Antioxidantien sind natürliche
oder synthetische Substanzen, die die Zellen des Organismus und auch
Lebensmittel vor Schädigung durch Einwirkung von Sauerstoff schützen. Ihre
Wirkung beruht auf der Fähigkeit, die durch Sauerstoff eingeleiteten
chemischen Reaktionen (Oxidation) abzubrechen. So verhindern sie z.B. das
Ranzigwerden bei Ölen und Fetten. In menschlichen Zellen führt die
Oxidation zur Schädigung des Erbmaterials, der DNA. In der Folge kann dies
zu Krebs aber auch, wie Forscher behaupten, zu mit dem Alterungsprozess in
Verbindung stehenden Veränderungen führen.
Im Versuch wurden die Mäuse genetisch so verändert, dass sich eine
oxidative Schädigung vollzog und sie ohne Medikamente nur rund eine Woche
überlebten. Dadurch erhielten die Forscher rasch die Ergebnisse. Laut Melov
reduzierten die Medikamente die Bildung so genannter freier Radikale, die während
der Oxidation entstehen, auf Null. Diese toxischen Moleküle werden in den Körperzellen
produziert und können Schäden an den Zellen hervorrufen.
"Teile der Antioxidantien dringen in die Zellen bis zu den
Mitochondrien, den so genannten Kraftwerken der Zellen, vor und wirken den
von den freien Radikalen ausgelösten Alterungsprozessen entgegen",
erklärte der Molekulargerontologe. Die Antioxidantien bewirkten bei den
Genmäusen eine Lebensdauer von vier Wochen. Normalerweise lebten die Mäuse
nur eine Woche. Die Ergebnisse zeigten, dass derartige Medikamente präventiv
gegen oxidative Schädigungen im Gehirn wirkten. "Dies ist besonders für
Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer interessant", ergänzte Melov.
Im nächsten Schritt will er die Studie an gewöhnlichen Mäusen durchführen.
(Ende)
3. Nov 2001 pressetext.at
Beten hilft heilen
Dale
Matthews von der Georgetown University kam nach einer Auswertung
zahlreicher Studien zu dem Ergebnis, dass Beten Heilungsprozesse
beschleunigt. In über 75 Prozent der 325 Studien, die WissenschafterInnen
weltweit durchführten, gäbe es Belege dafür, dass ein religiöses Leben
hilft, Krankheiten vorzubeugen, schneller gesund zu werden und länger zu
leben. Eine Untersuchung an 90.000 Menschen in Washington hat ergeben,
dass Kirchgänger nur halb so oft an den Herzkranzgefäßen erkranken wie
Nicht-Gläubige. (Salzburger Nachrichten, Wissen/Medizin/Umwelt, S. 12)
Anmerkung
Retzek: Studien haben sogar gezeigt, daß die Prognose für jene Patienten
für die gebetet wird - auch wenn sie selber nicht religiös sind - deutlich
besser (bis zu 20% !!) ist. Dies wurde sowohl bei Herzinfarkt als auch bei
Krebspatienten nachgewiesen.
Studie bestätigt: Knoblauch
verringert Krebsrisiko
Knoblauch-Präparate wirkungslos
Chapel Hill (pte, 4. Oktober 00/11:00) - Wissenschaftler
der University of North Carolina at Chapel Hill haben neue Beweise dafür
gefunden, dass Knoblauch gegen einige Krebsformen schützen kann. Menschen
die regelmäßig rohen oder gekochten Knoblauch essen, sollen ihr
Magenkrebs-Risiko um die Hälfte verringern. Das Risiko an kolorektoralen
Karzinomen zu erkranken, soll sich sogar um zwei Drittel verringern.
Für die aktuelle Studie wurden die Daten von 22
internationalen Studien zum Themenbereich Knoblauch und Krebs ausgewertet.
Die Wissenschaftlerin Lenore Arab bestätigt, dass Knoblauch bei
regelmäßigem Konsum über einen starken, beständigen Schutzeffekt
verfüge. Bei Knoblauch-Präparaten konnten keine gesundheitlichen
Vorteile nachgewiesen werden.
Mögliche Gründe dafür seien laut Arab die Zerstörung
der aktiven Bestandteile durch die Verarbeitung oder die lange Lagerung.
Denkbar sei auch, dass erst bereits Erkrankte mit der Einnahme von
Präparaten begännen. Dadurch könnten die Ergebnisse verfälscht werden.
"Nach der Kontrolle verschiedener Risikofaktoren,
fanden wir bei der Zusammenfassung der Ergebnisse die angenommene
präventive Wirkung bestätigt. Für Aussagen über die Wirksamkeit von
Knoblauch bei anderen Krebsformen waren nicht ausreichend Daten
vorhanden", so Arab.
Ein Sprecher der Cancer Research Campaign erklärte
gegenüber der BBC, dass die Ergebnisse der aktuellen Studie interessant
seien. Für wirklich aussagekräftige Ergebnisse sei eine großangelegte
Studie mit Menschen notwendig.
(Ende)
Karotte und Tomate gegen
Lungenkrebs
Laut einer groß angelegten Langzeitstudie der University
of California, Los Angeles, habe, wer regelmäßig Karotten
(Alpha-Karotin) und Tomaten (Lycopen) isst, ein deutlich niedrigeres
Lungenkrebs-Risiko. Bei Nichtrauchern lag die rate bis zu 63 Prozent unter
dem Durchschnitt, wohingegen bei Rauchern der Schutzeffekt der Karotinoide
nicht nachgewiesen werden konnte. Bei letzteren könnten aber die Lycopene
der Tomate eine positive Wirkung haben. Die Autoren der im "American
Journal of Clinical Nutrition" erschienenen Studie räumen allerdings
ein, dass auch andere, gegenwärtig noch nicht erforschte Wirkstoffe der
beiden Gemüsearten zu der krebsvorbeugenden Wirkung beitragen können. (Der
Standard, Wellness&Medizin, S. 13)
Äpfel wirken bei Darm- und Leberkrebs
Im Laborversuch konnten Forscher der US-amerikanischen
Cornell University nachweisen, dass ein Konzentrat aus Apfelextrakt das
Zellwachstum von Krebszellen bremsen kann. Dem im Wissenschaftsmagazin
"Nature" veröffentlichten Bericht ist zu entnehmen, dass bei
zunehmender Konzentration das Wachstum der - und zellen umso nachhaltiger
gehemmt wurde. Die höchsten Werte erzielten jene Extrakte, die von
ungeschälten Äpfeln stammten, da diese größere Mengen antioxidativer
Wirksubstanzen enthielten. Ungeklärt bleibt aber, welcher der zahllosen
Wirkstoffe des Apfels für die positiven Wirkungen konkret verantwortlich
ist. (Der Standard, Wellness&Medizin, S. 13)
Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch
Anti-Baby-Pille
Anti-Baby-Pillen, die vor 1975 entwickelt wurden, stehen
im Verdacht, das ohnehin schon hohe Brustkrebsrisiko von genetisch
vorbelasteten Frauen noch weiter zu erhöhen. Einer amerikanischen Studie
zufolge steigt die Erkrankungsrate bei Schwestern und Töchtern von
patientinnen um das Dreifache, wenn sie auf diese Weise verhütet haben.
Wenn mindestens fünf Familienmitglieder unter Brust- oder auch leiden
oder gelitten haben, ist das Risiko, an einem so genannten Mammakarzinom
zu erkranken, sogar elf Mal höher als bei Frauen, die nie die Pille
nahmen.
In einer Studie, die im "Journal of the American Medical
Association" veröffentlicht wurde, gehen die Forscher davon aus,
dass diese Gefahr nur bei jenen - älteren - Anti-Baby-Pillen besteht,
deren Hormon-Dosen besonders hoch waren. Rund fünf bis zehn Prozent aller
Fälle werden durch Veränderungen an den Genen BRCA-1 und BRCA-2
hervorgerufen, die Tumore unterdrücken und Genschäden reparieren
können. Ungefähr die Hälfte aller Frauen mit einer solchen Vorbelastung
erkrankt irgendwann an Brustkrebs. (Kurier, Leben, S. 24;
www.dieStandard.at, Wissenschaft)
pte010110005
Gesundheit/Umwelt
Nachtschicht steigert
Brustkrebsrisiko um 50 Prozent
Studie stellt erstmals statistischen Zusammenhang her
Kopenhagen (pte, 10. Januar 01/09:15) - Nachtarbeit
steigert das Brustkrebsrisiko bei Frauen statistisch um 50 Prozent. Zu
diesem Ergebnis ist eine großangelegte Studie des Institute of Cancer
Epidemiology der Danish Cancer Society gekommen. Ausreichend für eine
Risikosteigerung sei eine Periode von sechs Monaten hauptsächlichen
Nachtarbeitens während des Arbeitslebens. Epidemiology
Für die Studie wurden die Daten von 7.035 dänischen
Frauen zwischen 30 und 54 Jahren ausgewertet. Zurückgehend bis in das
Jahr 1964 rekonstruierten die Wissenschaftler unter der Leitung von Johnni
Hansen die Arbeitschronik der einzelnen Teilnehmerinnen. Zusätzlich
wurden Risikofaktoren wie Alkoholkonsum und Alter bei der Geburt des
ersten und letzten Kindes berücksichtigt. Frauen, die wenigstens sechs
Monate vor allem in der Nacht gearbeitet hatten, litten deutlich häufiger
unter Brustkrebs. Längere Perioden der Nachtarbeit steigerten das Risiko
weiter.
Bis heute hat die Medizin keine Erklärung für die
Verbindung zwischen Nachtarbeit und Brustkrebsrisiko gefunden. Man nimmt
an, dass die veränderten Lichtverhältnisse während der Arbeit zu
risikosteigernden Hormonveränderungen führen können. Der Epidemiologe
Tim Key vom Imperial Cancer Research Fund bestätigte gegenüber der BBC,
dass die Ergebnisse der dänischen Studie darauf hinwiesen, dass manche
Lebensstile das Brustkrebsrisiko steigerten. Veränderte
Lichtverhältnisse und Schlafmuster könnten das Risiko unter anderem
durch eine Senkung der Melatoninwerte erhöhen.
(Ende)
Östrogen
Krebs erregend?
·
US-Wissenschafter fordern nun, alle Formen des Hormons Östrogen, das vor
allem in der „Pille" und in Hormonpflastern für die Behandlung im
Klimakterium enthalten ist, auf die Liste der Krebs erregenden Substanzen
zu setzen. Die Forscher berufen sich dabei auf eine 20-jährige Erfahrung:
Dieser zufolge hätten Frauen, die Östrogen ohne das Hormon Progesteron
eingenommen hatten, ein erhöhtes Risiko aufgewiesen, an Gebärmutterkrebs
- möglicherweise auch Brustkrebs – zu erkranken.
Der Standard, Wissenschaft, S. 36
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010222078&chan=lb
pte010222078
Gesundheit/Umwelt
Antibiotika gegen Osteoporose
US-Forscher entdeckten Kollagenasen-Hemmung nach
Tetrazyklin-Einnahme
San Francisco (pte, 22. Februar 01/18:17) - Antibiotika, insbesondere
Tetrazykline, töten nicht nur Bakterien, sondern sie können auch für
die Bekämpfung von Erkrankungen wie Osteoporose, verschiedene Krebsarten
und Paradontose verwendet werden. Das erklärten amerikanische Forscher
bei der Jahrestagung der amerikanische Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaften AAAS http://www.aaas.org
in San Francisco.
Der Grund für die Breitenwirksamkeit der Tetrazykline liegt in der
Tatsache, dass sie nicht nur den Stoffwechsel der Bakterien stören,
sondern auch die Kollagenasen, einer bestimmten Art von menschlichen
Enzymen des Menschen, hemmen. Die Enzyme zerstören normalerweise das
Kollagen, ein Bindegewebsprotein. Dieses kann aber unter gewissen Umständen
zu Krankheiten führen. Gerade in diesen Fällen können Tetrazykline
hyperaktive Kollagenasen eindämmen. Zu diesem Ergebnis kam der Biologe
und Pathologe Lorne Golub von der State University in New York.
Um die Tetrazykline jedoch zur Bekämpfung anderer Erkrankungen
einsetzen zu können, müssen sie erst umgebaut werden, um die
Antibiotika-Wirkung auszuscheiden. "Gute Erfolge erzielten die neuen
Medikamente, die bereits seit zwei Jahren bei Patienten mit Parodontose
angewendet werden", so Maria Ryan, Zahnmedizinerin an der State
University in New York. "Es hat sich gezeigt, dass eine Entzündung
Paradontose auslöst. Aber die anschließende Zerstörung des Knochens
geschieht durch Kollagenasen, die der Körper im Laufe des Entzündungsprozesses
aktiviert."
Ähnliche Erfolge konnte auch der Wissenschaftler Bruce Dezube von der
Harvard Medical School verzeichnen. Er hat HIV-Patienten, die an einer
besonderen Art von Hautkrebs erkrankt sind, behandelt. Der Wissenschaftler
vermutet, dass sein umgebautes Tetrazyklin deshalb wirkt, weil es das
Wachstum von der Blutgefäße hemmt. Auf diesen Prozess bauen auch andere
Forscher, die ähnliche Arzneien für andere Krebsarten testen wollen.
Weitere Informationen http://www.aaas.org/meetings/2001/6023.00.htm
(Ende)
28.2.01 Pressetext
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010321005&chan=lb
Östrogen
verdoppelt Eierstockkrebs-Risiko
Dauer der Einnahme nach Menopause entscheidend
pte010321005 Gesundheit/Umwelt
Atlanta (pte, 21. März 01/09:00) - Die Einnahme von Östrogen für
mehr als zehn Jahre nach der Menopause verdoppelt das Risiko einer
Erkrankung an Eierstockkrebs. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der
American Cancer Society http://www.cancer.org
gekommen. Die Epidemiologin Carmen Rodriguez erklärte, dass dieses Wissen
für Frauen erschreckend sein könne. Sie betonte jedoch, dass die
Einnahme von Östrogen auch vielen Frauen geholfen habe. Journal of the
American Medical Association http://jama.ama-assn.org/issues/current/abs/joc01947.html
Rodriguez untersuchte mit ihrem Team die Daten von 211.581 Frauen aus
dem Zeitraum 1982 bis 1996. 944 Frauen starben an Eierstockkrebs. Der
Vergleich mit der Kontrollgruppe zeigte, dass die Dauer der Einnahme
entscheidend ist. Wurde Östrogen nur einige Jahre genommen, stieg das
Risiko einer Erkrankung nicht an.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass 43 von 100.000 Frauen über
65 Jahren an Eierstockkrebs sterben. Im Vergleich dazu sterben 414 Frauen
an einer Herzerkrankung. Wie die Washington Post http://www.washingtonpost.com
berichtet, nahmen die meisten untersuchten Frauen Östrogen alleine. Heute
wird Frauen ohne Totaloperation meist eine Kombination von Östrogen und
Progestin verschrieben. Es ist derzeit nicht bekannt, ob diese
Behandlungsforn das Risiko ebenfalls steigert oder ob Progestin die Eierstöcke
schützt.
(Ende)
21.März 2001
pte010328006
Gesundheit/Umwelt
Amputationen
bei Krebs überflüssig
Bis zu zehnfache Medikamentendosis möglich
London (pte, 28. März 01/09:00) - Experten des Royal Marsden Hospital http://www.royalmarsden.org.uk/home.asp
haben erfolgreich eine neue Behandlungsmethode angewendet, die bei
Krebs-Patienten die Amputation von Gliedmaßen verhindern kann. Das
Medikament TNF alpha löst jene Gefäße auf, die krebsartige Tumore mit
Blut versorgen. Während der Behandlung wird die Blutversorgung des
betroffenen Gliedes unterbrochen, um den restlichen Körper vor TNF alpha
zu schützen. So kann eine bis zu zehnfache Dosis des Medikaments
verabreicht werden. http://www.royalmarsden.org.uk/news/pressrelease/72.asp
Unter der Leitung des Onkologen Joseph Meirion Thomas wurden bereits zwölf
Patienten mit inoperablen Tumoren behandelt. In allen Fällen wurden die
teilweise grapefruitgroßen Tumore gänzlich oder teilweise zerstört.
Verbleibendes Krebsgewebe kann in der Folge operativ entfernt werden. Während
der Behandlung kommt die so genannte Isolated Limb Perfusion (ILP) zum
Einsatz. Sie unterbricht die Blutversorgung zum betroffenen Körperteil.
Die Blutversorgung übernimmt eine Bypass-Maschine.
Arme oder Beine werden in der Folge auf die optimale Temperatur von 39
Grad Celsius erwärmt. Jetzt kann eine bis zu zehnfache Dosis von TNF
alpha injiziert werden. "Diese Dosis würde den Patienten
normalerweise töten. Daher muss sehr genau auf Symptome einer Leckage
geachtet werden", erklärte der Wissenschaftler Peter Barry. Um
sicher zu gehen, wird eine radioaktive Substanz injiziert. Ein in der
Chemotherapie häufig eingesetztes Medikament zerstört den Tumor schließlich.
(Ende) 2. April 2001
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010403022&chan=lb
pte010403022 Forschung/Technologie, Gesundheit/Umwelt
Screensaver
unterstützen Krebsforschung
Software testet im inaktiven PC-Zustand Moleküle auf
Antitumorwirkung
Austin/Oxford (pte, 3. April 01/12:30) - Wissenschaftler der Oxford
Universität http://www.ox.ac.uk
und Entwickler des Seti@home-Projekts
starten heute, Dienstag, ein Projekt, das Heim-Computer für die
Krebsforschung einsetzt. Eine spezielle Software nutzt den Ruhezustand des
PCs, um Moleküle auf ihr Anti-Tumorpotenzial zu screenen. Die Software
steht zum Download via Screensaver auf der Homepage der Seti@home-Initiatoren
United Devices http://www.ud.com/home.htm
zur Verfügung.
Jeder Projekt-Teilnehmer erhält per Internet ein Startpaket von 100
virtuellen Molekülen, eine spezielle Anwendungssoftware namens "Think"
und ein Proteinmodel, das im Krebsgeschehen eine wichtige Rolle spielt.
"Think" evaluiert die Moleküle auf ihre Wirksamkeit gegen
Krebs, entwickelt anschließend ein 3D-Computermodel und testet die
Interaktionen des Moleküls mit dem Zielprotein. Ist die Wechselwirkung
erfolgreich, wird der Treffer an einen Zentralserver zurückgeleitet.
Durch die Verteilung der Rechenleistung auf Heim-Computer soll ein
leistungsstarker Großrechner entstehen, der bis zu 250 chemische
Substanzen analysieren kann. Auch ein hochentwickelter Computer könne
selbst über Jahrzehnte hinweg diese Datenflut nicht bewältigen, so die
Forscher.
Im ersten Schritt suchen Forscher nach Molekülen, die Enzyme, die den
Blutfluss zum Tumor stimulieren, blockieren. Die Erwartungen gehen von
rund 100.00 Molekülen mit Antikrebspotenzial aus.
(Ende) 3. April 2001
Retzek:
seit Monaten rennt bei mir im Hintergrund Seti@home
- der Screensaver der Astronomische Daten auf Anwesenheit Extraterrestisch
Intelligente Daten untersucht - völlig problemlos. Empfehlenswert, hier
kann man seine freie Rechnerkapazität einem guten Zweck zur Verfügung
stellen
Begünstigen
ACE-Vitamine Krebswachstum?
- Nach einem Bericht von „Reutershealth“
können Brustkrebspatientinnen, die auf die Zufuhr der Vitamine A, C
und E nahezu verzichten, dadurch das Wachstum eines bestimmten Tumors
verlangsamen. US-Forscher präsentierten kürzlich die Ergebnisse von
Tierversuchen, wonach eine Ernährung mit einem hohen Anteil von
Antioxidantien das Wachstum des sehr häufigen Alveolar-Karzinoms fördert.
Mäuse, die diese Substanzen nicht zu sich nahmen, wiesen nur in einem
Viertel der Fälle Metastasen auf, die Geschwulste waren zudem
kleiner. Die Wissenschafter vermuten, dass die zellschützende Wirkung
der Antioxidantien auch Krebszellen vor deren Zelltod schützen.
21.4.01
Der Standard, Wellness & Medizin,
S. 12
- Kommentar Retzek:
Quelle ist sicher nicht erstklassig (eine Tageszeitung zitiert eine
Zeitung), trotzdem ist die Thematik wichtig, da sie theoretisch
bedeutsame Fragen aufwirft: schützt Zellschutz etwa auch Krebszellen?
Hier wären weitergehende Studien bei Menschen (nicht an
Mäusen) - Outcome-Unterschied zwischen Personen mit / ohne
Antioxidantien, ganz bedeutsam!
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010425041&chan=lb
pte010425041
Gesundheit/Umwelt
Mammographie senkt
Todesrate bei Brustkrebs
Schwedische Langzeitstudie belegt Wirksamkeit der Röntgenmethode
Dana Point/Kalifornien (pte, 25. April
01/13:40) - Eine regelmäßige Mammographie kann die Todesrate durch
Brustkrebs um 63 Prozent senken. Das ist das Ergebnis einer schwedischen
Langzeitstudie, die jetzt auf einem Treffen der Amerikanischen
Krebsgesellschaft (ACS) http://www.cancer.org
im kalifornischen Dana Point vorgestellt wurde. Die Untersuchung
widerspricht damit bisherigen, oftmals weniger umfangreichen Studien, die
der Mammographie nur eine geringe Wirksamkeit attestiert hatten, erklärt
Robert Smith von der ACS.
Für die Studie wurden zwischen 1988 und
1996 in zwei schwedischen Bezirken Frauen im Alter zwischen 40 und 69 per
Post alle zwei Jahre zu einer kostenfreien Mammographie eingeladen. Mit
der Röntgenuntersuchung lassen sich Wucherungen in einem frühen Stadium
erkennen. Dadurch sank in den Bezirken die Todesrate durch Brustkrebs um
nahezu zwei Drittel.
"Die Mammographie rettet Leben, weil
mit ihr die Häufigkeit von fortgeschrittenem Brustkrebs reduziert
wird", erklärt Smith. "Der Krebs kann behandelt werden, bevor
er sich ausbreitet." Der Forscher glaubt, dass die Todesrate mit
einer jährlichen Mammographie noch weiter gesenkt werden könnte. Die
Ergebnisse der schwedischen Studie erscheinen in der Mai-Ausgabe des
Fachmagazins "Cancer". (ddp).
Weitere Innformationen: http://www3.cancer.org/cancerinfo/crcNews.asp?ct=1&story=001_042520011_0
(Ende) 25. April 01
erstmals eine eindeutige
Aussage zu einer Methode, die wissenschaftliche ungeprüft über
Jahrzehnte verwendet wurde
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010507053&chan=lb
pte010507053
Forschung/Technologie, Gesundheit/Umwelt
Infektionen drosseln
Tumorwachstum
Moleküle unterdrücken Blutversorgung von Krebsgewebe
Pennsylvania (pte, 7. Mai 01/15:22) - Wissenschaftler der Universität
von Pennsylvania http://www.upenn.edu
haben nachgewiesen, dass bakterielle Infektionen das Tumorwachstum nicht
nur drosseln, sondern auch stoppen können. Möglich sei dies durch die
Blockierung der Blutversorgung in kanzerogenem Gewebe, da einwandernde
Bakterien die Bildung von "ernährenden" Blutgefäßen zu
unterbinden scheinen.
Die Forscher gehen davon aus, dass Infektionen bestimmte Moleküle
aktivieren, die das Wachstum von Blutgefäß-Gewebe in Tumoren verhindern.
Können diese Moleküle identifiziert werden, so die Forscher, sei dies
ein neuer Ansatz in der Krebsbehandlung. "Infizierte Tiere könnten
zu einer neuen Quelle werden, um die so genannte Angiogenese in Tumoren zu
unterbinden", so der Studienleiter und Pathophysiologe Andrei
Thomas-Tikhonenko. Als Angiogenese verstehen Wissenschaftler den Weg, wie
Tumore ihre eigene Blutversorgung sicherstellen.
Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass es auch bei stark geschwächtem
Immunsystem während einer Infektion zu keinem Tumorwachstum kam.
"Dies zeigt eindeutig, dass die Angiogenese unterdrückt werden
konnte, und nicht Killerzellen des Immunsystems dafür verantwortlich
sind", so der Pathophysiologe. Das Phänomen, dass Tumore während
Infektionen unterdrückt werden, war bereits bekannt. Bisher dachten
Krebsforscher, dass der Grund in der Mobilisierung des Immunsystems liege.
Kommentar: viele
"Spontanheilungen" selbst sehr fortgeschrittener
Krebserkrankungen erfolgten nach einem Rotlauf, einem Abszess und
ähnlichen bakteriellen Infektionserkrankungen. Darauf beruhte auch die
mittlerweile in Vergessenheit geratene Fiebertherapie mit Bakterientoxinen
(die demnach über den Hyperthermen Effekt etwas bringen müsste).
Daher: wenn sie durch einen
wohlmeinenden Turnusarzt einen Spritzenabszess oder eine Venenentzündung
gesetzt bekommen haben, bedanken Sie sich dafür, lassen diese Erkrankung
verhältnismässig "fortschreiten" (länger Zeit Fiebern
lassen), um dann erst - und ausschliesslich antibiotisch OHNE
ANTIPHLOGISTIKA (die über die PgE-Hemmung die Immunkaskade
inaktivieren) zu behandeln. (Retzek)
7. Mai. 2001
http://www.pressetext.com/open.php?pte=010723032&chan=lb
pte010723032
Forschung/Technologie, Gesundheit/Umwelt
Viren-Test verbessert Früherkennung
von Gebärmutterkrebs
Untersuchung erfasst die Erkrankung in 90 Prozent der Fälle
Jena (pte, 23. Juli 01/13:02) - Die Vorsorgeuntersuchungen bei Gebärmutterhalskrebs
sollen zuverlässiger und effizienter werden. Diese Perspektive eröffnet
eine Studie an der Frauenklinik der Universität Jena http://www.uni-jena.de
. Wissenschaftler verglichen darin die herkömmliche zytologische
Abstrich-Untersuchung mit dem so genannten HR-HPV-Test. Der Test erlaubt
den Nachweis von Hoch-Risiko-Humanpapillomviren (HR-HPV) in der Gebärmutterschleimhaut.
Hoch-Risiko-Humanpapillomviren sind in fast 100 Prozent aller Fälle an
der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Während eine
zytologische Untersuchung nur bereits bestehende Veränderungen der
Schleimhäute erkennen lässt, setzt der HR-HPV-Test schon bei den
Mitverursachern der Krankheit, den Viren, an. In der Jenaer
Vergleichsstudie hatten frei praktizierende Frauenärzte zwischen 1996 und
1998 insgesamt 4.761 Frauen zwischen 18 und 70 Jahren im Rahmen der
Routine-Vorsorge-Untersuchungen zusätzlich auf HR-HPV getestet. Bei über
90 Prozent der Patientinnen fielen beide Tests ohne Befund aus, bei 7,8
Prozent (371 Frauen) konnten die gefährlichen HR-HP-Viren nachgewiesen
werden. Knapp zwei Prozent (88 Frauen) hatten einen zytologisch auffälligen
Abstrich. Bei ihnen bestand demnach der Verdacht auf das Vorliegen einer
Krebsvorstufe.
Frauen mit einem positiven HR-HPV-Test oder einem abnormen
zytologischen Befund wurden dann feingeweblich (histologisch) untersucht.
Bei 105 Patientinnen stellten die Ärzte dabei Krebsvorstufen fest, bei
neun Frauen lag bereits ein Gebärmutterhalskrebs vor. "Der
HR-HPV-Test spürt damit auch augenscheinlich unauffällige Befunde
auf", so Professor Achim Schneider vom Jenaer Universitäts-Klinikum.
"Bei einer einmaligen Untersuchung erfasst er die Krebserkrankung bei
fast 90 Prozent der Frauen. Durch den herkömmlichen Abstrich werden nur
etwa 20 Prozent entdeckt."
Die "Initiative HR-HPV-Test" und die Industrie fordern
bereits, den HR-HPV-Test als kassenfinanzierten Routinetest gegen Gebärmutterhalskrebs
einzusetzen. Das lehnt der HPV-Experte Schneider allerdings ab und erläutert:
"Jede zweite Frau hat irgendwann einmal eine HR-HPV-Infektion, die
bei 80 Prozent jedoch von allein wieder ausheilt." Entsprechend sei
der Anteil der Frauen, die Zwar HR-HPV-positiv sind, aber keine Anzeichen
von Krebs zeigen, um ein Vielfaches höher als bei der zytologischen
Untersuchung. "Da eine HR-HPV-Infektion zurzeit noch nicht therapiert
werden kann, sollten den betroffenen Frauen die psychischen und physischen
Belastungen erspart bleiben, bis ein entsprechender Impfstoff zur Verfügung
steht." Darüber hinaus ist noch offen, ob die momentan kommerziell
einsetzbaren HR-HPV-Tests die gleiche Qualität erreichen wie jene, die im
Rahmen der Studie im Forschungslabor erfolgten.
In einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Studie
wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob ein negativer HR-HPV-Test
auch langfristig ein eher geringes Krebsrisiko bedeutet. "Sollte sich
diese Annahme bestätigen, könnte der Abstand der Vorsorgeuntersuchungen
für negativ getestete Frauen bei gleicher oder sogar höherer Sicherheit
auf drei bis fünf Jahre verlängert werden", so Schneider. "Das
könnte die Neuerkrankungs- und Sterberate bei Gebärmutterhalskrebs
weiter senken und gleichzeitig Aufwand und Kosten sparen." Bis es
soweit ist, müssen Frauen, die auf HR-HPV getestet werden wollen, die
Kosten dafür selbst tragen. Diese belaufen sich auf 56 Mark pro
Untersuchung.
(Ende)
Bewegung
verbessert Allgemeinzustand Krebskranker
- Eine Studie weist nun nach, dass leichter Sport den Allgemeinzustand
Krebskranker signifikant verbessert. Roanne Segal und sein Team eines
regionalen Krankenhauses im kanadischen Ottawa nahmen in ihre
Untersuchung 123 Frauen auf, die in einem frühen Stadium an
Brustkrebs erkrankt waren. Eine Gruppe wanderte wöchentlich drei- bis
fünfmal je eine Stunde, eine weitere nahm unter Kontrolle an
sportlichen Übungsstunden in Gruppen teil, die letzte Gruppe betrieb
keine regelmäßige Bewegung.
- Wie sich herausstellte, hatten sich nach sechs Monaten
Allgemeinzustand, Herzleistungen und andere Funktionen der Wanderer
signifikant verbessert. Den Frauen, die in der Gruppe Sport betrieben
hatten, ging es ebenfalls besser. Der physische Zustand der
Patientinnen, die keine oder nur wenig Bewegung gemacht hatten, hatte
sich hingegen verschlechtert. Weiters fanden die Wissenschafter
heraus, dass sportliche Frauen, die mit dem Krebsmedikament Tamoxifen
behandelt wurden, im Schnitt ein bis vier Kilo abnahmen, obwohl
Gewichtszunahme als Nebenwirkung des Präparates gilt.
Die Presse, Gesundheit, S.
8 - Mi,
5.9.01, über Netdoktor.at erhalten
Brustkrebsrate in Österreich
steigend
"European Congress Perspectives in Breastcancer"
tagt in Wien
Wien (pte, 28. September 01/14:58) - Perspektiven in der Behandlung von
Brustkrebs lautet das Thema einer derzeit in Wien stattfindenden Tagung.
An der internationalen Konferenz "European Congress Perspectives in
Breastcancer" http://www.imedex.com/Imedex%20website/images/Flash/Ebreast.htm
werden rund 300 Experten teilnehmen. Veranstalter ist der Pharmakonzern
Eli Lilly GmbH. Tagungspräsident ist Heinz Ludwig, Leiter der Abteilung
Onkologie am Wilhelminenspital Wien. Mit mehr als 4.600 Neuerkrankungen
gilt Brustkrebs auch in Österreich als die am häufigsten diagnostizierte
bösartige Erkrankung der Frau.
"Brustkrebs wird in Europa bei jeder zwölften Frau im Laufe ihres
Lebens diagnostiziert. Die Tendenz ist steigend", erklärte Ludwig im
Rahmen einer Pressekonferenz. "In Österreich stieg die Zahl an
Neuerkrankungen in den letzten 15 Jahren um rund 30 Prozent." Die
Zunahme betreffe vor allem jüngere Patientinnen, was dem internationalen
Trend entspreche. Die Mortalität hingegen blieb im Beobachtungszeitraum
mit 1.636 Fällen konstant. Die Heilungsrate konnte somit deutlich
gesteigert werden. "Bis vor wenigen Jahren bestand die
Standardbehandlung in der Amputation der Brust. Auch heute muss bei rund
30 Prozent der Betroffenen eine derartige radikale Behandlung durchgeführt
werden. In den letzten zehn Jahren konnten jedoch bedeutende Fortschritte
in der Diagnostik und Behandlung des Mammakarzinoms erzielt werden",
so der Onkologe weiter. Dies betreffe alle Bereich, von Chirurgie über
eine hormonelle Behandlung bis hin zur Entwicklung neuer Therapieformen.
"Nach wie vor ist die Chemotherapie die Therapie der Wahl bei
Patientinnen mit ungünstiger Prognosefaktor-Konstellation bzw. einem
biologisch aggressiven Tumorwachstum wie Metastasierung in der Leber,
Lunge und Hirn", so Christian Dittrich, Vorstand der Abteilung
Onkologie im Wiener Kaiser Franz-Josef-Spital und Leiter des
Ludwig-Boltzmann-Institutes für Angewandte Krebsforschung. Das
Problematische sei allerdings, dass Chemotherapien eine starke Belastung für
die Patientinnen darstellen, betonte Dittrich. Trotz der hohen
Ansprechrate liegt die durchschnittliche Überlebensdauer einer Patientin
mit metastasiertem Brustkrebs nur zwischen 15 und 33 Monaten. "Daher
ist die forschende Pharmaindustrie auf der Suche nach Substanzen, die
neben der Lebensverlängerung auch auf die Lebensqualität der
Patientinnen abzielen", so Dittrich.
"Ein wesentliches Behandlungselement ist die psychologische
Betreuung, die mit der Diagnose Brustkrebs auf eine Frau zukommt",
betonte Hellmut Samonigg, Leiter der Abteilung für Onkologie an der
Uniklinik Graz. Bei mindestens einem Drittel der Patientinnen sei eine
spezielle psychoonkologische Unterstützung angezeigt, so der Grazer
Mediziner. Die Österreichische Krebshilfe http://www.krebshilfe.net
hat diesbezüglich ein umfangreiches Betreuungsangebot eingerichtet. Der
Kongress endet am 29. September.
(Ende) Aussender: pressetext.austria
1. Oktober 01
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