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Informationen zum Altsprachlichen Unterricht

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IANUS – Informationen zum Altsprachlichen Unterricht

Tabellarisch-chronologische Übersicht
zur Geschichte der Zeitschrift

1978/79 Gründung der Zeitschrift Informationen zum Altsprachlichen Unterricht durch drei Grazer Lateinlehrer: Helmuth Vretska, Roman A. Prochaska, Wolfgang J. Pietsch. Schriftleiter ist Helmuth Vretska. Als Herausgeber firmiert die „Arbeitsgemeinschaft Klassischer Philologen in der Steier-mark“.

1987/88 Umbenennung der Zeitschrift in IANUS. Informationen zum Altsprachlichen Unterricht bleibt als Untertitel erhalten. Die Schriftleitung übernimmt Wolfgang J. Pietsch. Das Heft erscheint nunmehr einmal jährlich in der Grazer „Akademischen Druck- und Verlagsanstalt“.

1989 Das 1. Register wird erstellt. Die Zeitschrift wird allmählich zu einem Kommunikationsorgan Klassischer Philologen in ganz Österreich.

1991 Gründung der Sodalitas, der „Bundesarbeitsgemeinschaft Klassischer Philologen und Alter-tumswissenschaftler in Österreich.“ IANUS erscheint nun „im Auftrag der Sodalitas“. Nach dem Tod von Helmuth Vretska (1993) sind die neuen Herausgeber Renate Oswald, Wolfgang J. Pietsch und Roman A. Prochaska. Die Zeitschrift wird vor allem durch die Beiträge der Sodalitas-Mit-glieder finanziert.

1998 Wechsel des Verlags. Ab nun wird die Zeitschrift von „Schnider‘s Verlag“ (ebenfalls in Graz) betreut.

2009 IANUS-iubilans: 30-Jahrfeier der Zeitschrift. Aus diesem Anlass erscheint das „Gesamtre-gister 1979 - 2009“ im Umfang von 140 Seiten, zusammengestellt von Renate Oswald.

2012 Wechsel des Schriftleiters: Wolfgang J. Pietsch legt nach 25 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit die Schriftleitung des IANUS zurück. Martin M. Bauer wird neuer Schriftleiter.

2013 Roman A. Prochaska verlässt das Herausgebergremium. Herausgeber sind nunmehr Martin M. Bauer, Renate Oswald und Wolfgang J. Pietsch.

Zu beziehen ist die Zeitschrift entweder beim Verlag: office@schnider.at zum derzeitigen Jahres-preis von € 19,50 + Porto oder als Mitglied der Sodalitas: Ansuchen um Mitgliedschaft bei Frau Direktor Dr. Renate Oswald: renateoswald@aon.at. Im jährlichen Mitgliedsbeitrag von € 32 ist der Bezug der einmal jährlich erscheinenden Zeitschrift IANUS und des vierteljährlich erscheinenden Mitteilungsblattes Circulare der Sodalitas enthalten.

IANUS – Informationen zum Altsprachlichen Unterricht

Zur Geschichte und Gegenwart einer Zeitschrift

Graz, Landeshauptstadt der Steiermark, Mitte der 1970er Jahre: Für Latein- und Griechisch-Lehrer gab es ein relativ dichtes Netz von Fortbildungsveranstaltungen, doch keine Möglichkeit, die Inhal-te solcher Vorträge und die Ergebnisse von Diskussionen der Arbeitsgemeinschaft Klassischer Phil-ologen der Steiermark (unter der Leitung von Dr. Roman A. Prochaska) auch jenen Kolleginnen und Kollegen mitzuteilen, die daran nicht teilnehmen konnten. Dazu kam damals ein starker Druck der Öffentlichkeit (Politik und Medien) auf den Altsprachlichen Unterricht an den Höheren Schulen überhaupt. So beschlossen drei Grazer Latein-Lehrer, nämlich Dr. Helmuth Vretska (1935 – 1993, Sohn des ehemaligen ord. Professors für Klassische Philologie an der Universität Graz, Dr. Karl Vretska [1900-1983]), tätig am BRG für Berufstätige und am Privatgymnasium der Ursulinen, Dr. Roman A. Prochaska (Jgg. 1941), BG Lichtenfelsgasse und Mag. Wolfgang J. Pietsch (Jgg. 19-46), Lehrer am Akademischen Gymnasium, eine Zeitschrift zu gründen, welche als Kommunikations-organ den steirischen und vielleicht auch den österreichischen Altphilologen nützlich sein könnte. Es sollten schlicht und einfach „Informationen zum Altsprachlichen Unterricht“ sein, etwas mehr als ein Mitteilungsblatt, ein Periodikum, das „Aufsätze aus dem methodischen und didaktischen Bereich des altsprachlichen Unterrichts, Interpretationen u. ä. mehr enthalten sollte, ferner Berichte von Tagungen, Seminaren und Kongressen, kurze Buchbesprechungen, Nachdrucke einschlägiger Verordnungen und Gesetze des österreichischen Schulwesens u. a.“ (aus dem Vorwort der ersten Nummer). An der Jahreswende 1978/79 war es dann soweit: Das erste Heft der „Informationen zum Altsprachlichen Unterricht (abgek. mit der Sigle IAU) konnte erscheinen, zwar in einer kleinen Auflage und in hektografierter Form, doch mit einem aufmunternden Geleitwort der damaligen steirischen Landesschulinspektoren für AHS: Mag. Gertrud Hartwig, Mag. DDr. Johann Steiner und Mag. Dr. Leopold Wiesmayr. Die Schriftleitung hatte Helmuth Vretska übernommen als der Älteste und philologisch Versierteste des Trios. Zusammen mit ihm bildeten Wolfgang J. Pietsch und Roman A. Prochaska den Redaktionssausschuss. Das Titelblatt schmückte eine Grafik von Fridrun Schuster, einer Künstlerin und Kunsterzieherin: Der kleine Asterix (=Lateinlehrer) trotzt dem mächtigen Cäsar (=Politik, öffentliche Meinung, Presse als Gegner des Lateinunterrichts). Als Her-ausgeber fungierte die „Arbeitsgemeinschaft klassischer Philologen in der Steiermark.“ Das erste Heft brachte einen Artikel von Karl Vretska Die Äneis als ein Ganzes, einen Aufsatz von Werner Müller Der Overhead-Projektor im Lateinunterricht, einen Situationsbericht über den Griechisch-Unterricht in der Steiermark, den es damals noch an 8 Gymnasien gab, ferner Buchbesprechungen, Hinweise auf Schulfunksendungen, welche die Arbeitsgemeinschaft wenige Jahre zuvor mit dem Studio Steiermark des ORF initiiert hatte, und anderes. Rund 30 A-4-Seiten umfassten die ersten Hefte, das Erscheinen war zweimal im Jahr vorgesehen.

Das gelang bis 1982. Ab 1983 erschien das Heft nur mehr einmal im Jahr, aus arbeitsökonomischen Gründen. So wurde bis zum Jahr 1986 vom Redaktionsausschuss jeweils 1 Heft hergestellt und an die angeworbenen Abonnenten versandt, auf privater Basis und ehrenamtlich, versteht sich. Da der Abo-Preis niedrig gehalten werden musste, wurde die Herstellung von privater Seite der Redaktion finanziell unterstützt.

1987 zwang eine Herzerkrankung Helmuth Vretska, die Schriftleitung zurückzulegen. Das Jahr blieb ohne Heft. Da sprang im Jahr darauf der jüngste im Triumvirat des Redaktionsausschusses, Mag. Dr. Wolfgang J. Pietsch ein und brachte als neuer Schriftleiter das Doppelheft 1987/88 her-aus. Dafür wählte er den zugkräftigeren Titel „IANUS“ in Anlehnung an den altrömischen Gott des Anfangs, den Ianus bifrons, der ab nun das Titelblatt zieren sollte. Die Sigle IAU und der Untertitel „Informationen zum Altsprachlichen Unterricht“ blieben bestehen. Zudem wurde die Zeitschrift ab nun professionell hergestellt, d. h. vom neuen Schriftleiter einem Verlag, der Grazer Akademischen Druck- und Verlagsanstalt überantwortet und die Druckauflage auf 1000 Stück erhöht. Jedes Heft umfasste ab nun ca. 100 Seiten. An Stelle des Redaktionsausschusses trat ein „Redaktioneller Bei-rat“, bestehend aus Philologen aller österreichischen Bundesländer. Das sollte auch den Anspruch unterstreichen, nun ein Kommunikationsorgan für Klassische Philologen aus ganz Österreich zu sein.

1989, 10 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Heftes, war die Zahl der Beiträge bereits so groß geworden, dass ein Register erstellt werden musste. Mag. Wolfram Liebenwein hatte sich dazu dankenswerter Weise bereit erklärt. Dabei zeigte sich, dass IANUS mittlerweile Autoren und Re-zensenten aus ganz Österreich, aus Deutschland, Südtirol und der Schweiz gefunden hatte, somit aus dem ganzen deutschen Sprachraum, eine Tendenz, die sich in den folgenden Jahren noch ver-stärken sollte. Auch die Abonnentenzahl konnte gesteigert und so mancher Bezieher außerhalb Öst-erreichs gewonnen werden. Im Sommer 1991 wurde die Sodalitas, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Klassischen Philologen und Altertumswissenschaftler Österreichs gegründet, Roman A. Pro-chaska zu ihrem ersten Praeses gewählt. Die Zeitschrift brachte er quasi als Morgengabe und Grün-dungsgeschenk mit. Sie erscheint nun „im Auftrag der Sodalitas“ und ist das offizielle Organ der Klassischen Philologen Österreichs. Schriftleiter und Herausgeber blieben die gleichen. Damals wurde auch die Idee geboren, die Zeitschrift durch die Mitgliedsbeiträge zu finanzieren. Zugleich zeigte sich jedoch, dass das nur jährliche Erscheinen des IANUS die schnelle Kommunikation unter den Mitgliedern nicht erlaubt. Daher gründete Roman A. Prochaska das Circulare (eine Bezeich-nung, die der IANUS-Schriftleiter nicht nur dem lateinischen Adjektiv circularis, „im Kreis“, son-dern auch der altösterreichischen Bezeichnung „Zirkular“ entlehnte). Dieses sollte nun ab 1992 vierteljährlich erscheinen und eine raschere Information und Wissensvermittlung unter den Koll-egInnen ermöglichen.

1993 verstarb Helmuth Vretska im Alter von 58 Jahren. An seine Stelle holte Wolfgang J. Pietsch, der Schriftleiter des IANUS, Frau Dr. Renate Oswald ins Gremium der drei Herausgeber, das nun kein Triumvirat mehr sein sollte. Renate Oswald war kurz zuvor an der Grazer Universität sub au-spiciis prasesidentis in Klassischer Philologie promoviert worden. Herausgeber waren somit ab 1994 Renate Oswald, Wolfgang J. Pietsch und Roman A. Prochaska. Im Heft des Jahres 1995 er-schien ein weiteres Register der Beiträge, diesmal zusammengestellt von Dr. Helmut Haidacher (1925-2016). Im November 2009 wurde in Wien das 30-Jahr-Jubiläum der Zeitschrift unter dem Motto IANUS iubilans gefeiert. Univ.-Prof. Dr. Oswald Panagl hielt den Festvortrag, Renate Os-wald stellte das „Gesamtregister 1979 – 2009“ vor, das sie in mühevoller Arbeit mit Hilfe des Com-puters erstellt hatte und das nun als Sonderheft im Umfang von 140 Seiten die ganze Fülle der bis-her erschienenen Beiträge nachweist. Sie reichen von der Klassischen Philologie, ihrer Methodik und Didaktik bis zu Nachbarfächern wie Klassische Archäologie, Sprach- und Literaturwissen-schaft, sie bringen eine große Zahl von Buchbesprechungen, berichten über zahlreiche einschlägige Veranstaltungen wie Kongresse, Fortbildungstagungen u. ä., bringen Personalnachrichten, be-sprechen Medien von Diareihen bis zu Audio-CDs und lassen auf diese Weise das gesamte Spec-trum der Schulfächer Latein und Griechisch sichtbar werden. Als Dank dafür wurde Renate Oswald mit der leaena aurea Graecensis, der „Goldenen Löwin“ der Sodalitas aus Graz ausgezeichnet (s. Circulare 1/2010). Finanziert wurde dieser Registerband ausschließlich durch Spenden der Mit-glieder, wie überhaupt betont werden muss, dass IANUS ohne Subvention der öffentlichen Hand auskommt.

Im Sommer 2012 legte Wolfgang J. Pietsch die Schriftleitung zurück (dazu s. Circulare 4/2012, S. 19), Mag. Martin M. Bauer (Graz/Innsbruck) folgte ihm nach. Letzterer rückte auch ins Gremium der Herausgeber auf, das Roman A. Prochaska aus Altersgründen 2013 verließ. Bauer, Oswald und Pietsch bilden nun das Herausgebergremium. Zwischenzeitlich hat sich auch der Verlag geändert: Aus Kostengründen wird seit 1998 die Zeitschrift von Schnider‘s Verlag, Graz hergestellt und ver-trieben. Dort kann die Zeitschrift zum derzeitigen Jahrespreis von € 19,50 + Porto bestellt werden (office@schnider.at). Für Mitglieder der Sodalitas ist der Bezug des IANUS und des Circulare im Mitgliedsbeitrag inkludiert. Ein Antrag auf Mitgliedschaft bei der Sodalitas, der Bundesarbeitsge-meinschaft Klassischer Philologen und Altertumswissenschaftler Österreichs möge bei der derzeit-igen Praeses, Frau Direktor Dr. Renate Oswald gestellt werden: renateoswald@aon.at.