Gras - Welternährung für das 3. Jahrtausend?




Bestimmte Süßgräser kann der Mensch in großen Mengen essen.
Mein Beispiel hier ist italienisches Raygras Tetra.

Es hat bei einer Größe von 10-20 cm einen
Eiweissgehalt von 16 - 17% (!),
also genausoviel wie Hummer oder Rindfleisch, welches aber viel schwerer verdaubar ist und zur Fäulnis neigt.
Zum Vergleich - Tofu enthält nur 8,1% Protein und selbst dieses kann wegen der Enzymblocker nicht vollständig verwertet werden!
Außerdem ist auch der Zuckergehalt außergewöhnlich hoch.
In diesem jungen Zustand in der Rohfaseranteil extrem gering und es ist somit für den Menschen sehr leicht und gut verdaubar.

Der Kieselsäuregehalt ist ebenfalls etwas niedriger als bei anderen Süßgräsern.



 

Auch Roggengras, wenn es so klein und noch rot aus der Erde kommt ist in großen Mengen sehr gut essbar. Verfärbt es sich mit zunehmender Größe grün, so sperrt es fast so schnell wie Weizengras und schmeckt auch sehr ähnlich wie dieses.

Ich betreibe seit Sommer 2012 nun Forschungen in meinem Garten und habe einige Versuchsbeete angelegt.
Der Grund dafür ist, dass ich seit dem Frühjahr 2012 große Mengen an Gras gegessen habe und es mir wirklich enorm viel Kraft und Energie gegeben hat. Nun wollte ich aber wissen, welche Gräser denn besonders gut für die menschliche Ernährung geeignet sind.
Bei der Wildsammlung habe ich immer wieder Gräser gefunden, welche wunderbar schmeckten und auch welche, die ich nur in sehr geringen Mengen essen konnte. Es wird Zeit, dass jemand dieser Sache auf den Grund geht, denn mit diesem Wissen müsste niemand mehr auf dieser Erde Hunger leiden!
Jeder hat dann Zugang zu einer kostenlosen Nahrungsquelle, die auch noch viel gesünder ist als das Ausschuss-Getreide welches heutzutage von Amerika nach Afrika mit teuren Spendengelder exportiert wird.

Hungerödeme entstehen NICHT durch Fasten, sondern durch eine krasse, einseitige Fehlernährung!
Ich hatte nach 23 Tagen ohne Nahrung nicht die geringsten Anzeichen eines Hungerödems!

Wildkräutersalat mit einem Pesto aus Gräsern, etwas Paprika, Gurken und Blattsalat.

Nur Wildkräuter und Graspesto

Hier ein Rezept für das Graspesto
Einige Büschel ital. Raygras oder eine Mischung aus gut essbaren anderen Süßgräsern.
Im Mixer mit Wasser, etwas Sole, etwas Haselnussöl und 1-2 Esslöffel Leinsamen zu einem Pesto verarbeiten.
Dieses Pesto schmeckt wunderbar zu anderen Blattsalaten oder man reibt in das Pesto Karfiol oder Topinambur hinein.
Auch gekeimte Samen (Sonnenblumen, Alfalfa, etc.) passen wunderbar in das Graspesto.
(C) 2012 Bruno Weihsbrodt / Intelligente Ernährung / Freya Verlag


Graspesto ist extrem sättigend und sollte innerhalb von 60 Minuten aufgegessen werden, denn die Haltbarkeit ist begrenzt. Mischt man es mit Brennessel so verringert sich die Haltbarkeit auf 20 Minuten - je nach Menge der Brennesseln!

 

Millionär lebte nur mehr von Gras:

Buch: Die Nahrungsmittel sollen unsere Heilmittel sein! M.v.HAGEN, Verlag von J.F.Steinkopf in Stuttgart / Druck 1935
Kapitel: Kann Gras Menschennahrung sein?
Seite 80:
Dagegen ist frisches Gras als Heilnahrung schon vielfach erprobt und mit Erfolg angewandt worden. In neuester Zeit hörte man sogar von Kuren amerikanischer Millionäre mit rohem Gras. Eine Wiener Zeitung berichtete ihren Lesern von einem Interview des Multimillionärs Browning aus Newyork durch Pressevertreter, in dessen Verlauf der vielbeneidete Geschäftsmann geäußert habe: er fühle sein Alter herannahen und wisse, dass nur eine strenge Diät ihm noch helfen könne, sein Leben zu erhalten. Darum esse er AUSSCHLIESSLICH(!) rohes Gras! Es sei hygienisch und erhalte gesund: Nur Gras!

 

Etwas Grundwissen für Menschen, die auf Fleisch verzichten wollen:
Süßgräser (Poaceae)
Erkennung: Stengel RUND mit KNOTEN.
Am Grunde der meist linealen Blattspreite ein dem Stengel anliegendes ANHÄNGSEL (vom Blatt) = BLATTHÄUTCHEN.
Blüten in ein- bis mehrblütigen Ährchen - wenn die Blüte einmal da ist, dann sind die Blätter meist kaum noch genießbar.
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Alle unsere heimischen Getreide sind eigentlich überzüchtete Süßgrasarten.
Ich kenne Rohköstler, die züchten mit viel Aufwand Weizengras oder kaufen das Zeug teuer in der Gärtnerei.
Die Natur kann das aber viel besser und außerdem noch kostenlos. Denn was ohne Hilfe natürlich aufwächst, enthält um einiges mehr an Inhaltsstoffen und vor allem LEBENSKRAFT.
Außerdem enthalten Gräser Kieselsäure, die man im Supermarkt bei keinem anderen Gemüse oder Blattsalat finden kann.
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Ein Kräuterkurs über Gräser ist natürlich sehr hilfreich.
Ich habe einen 2 Tages Kurs bei Prof. Mag. Dr.Dr.Dr. Helmut Zwander besucht und eine "Feldbegehung" mit Ing. Jakob Bergmann mitgemacht. Weitere Informationen habe ich mir selbst erarbeitet, mich auf Gran Canaria "durchgekostet" und zusätzliche Infos von Dr. Bernhard Krautzer aus dem LFZ Raumberg-Gumpenstein erhalten.
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Ich selbst kann aber auch nicht alle Süßgräser 100%ig bestimmen. Aber ich kann sie kosten.
Ich schneide also zuerst mit meiner Schere ein Büschel davon ab und wenn ich das Gras nicht 100% bestimmen kann, so
BEISSE ich erstmal ins GRAS. Ich kaue dann darauf herum und mein Geschmackssinn ist so fein geworden, dass ich sofort erkennen kann, ob ich diese Art von Gras in größeren Mengen essen kann. Das würde ich jeden anderen auch empfehlen wenn man eine größere Menge davon sammeln und Essen will. Nur zur Sicherheit, damit man nicht INS GRAS BEISSEN MUSS - Nur Spass!
Ich habe im Sommer 2012 oft als Abendessen 90% nur Süßgras (Knäuelgras, Raygras, etc.) gegessen. Der Rest war ein bis zwei Esslöffel Oliventapenade von Vita Verde und 2 Esslöffel Leinsamen alles zusammen im Revoblend Mixer püriert. Ein paar Blätter (Wild-)Salat aus meinem Garten habe ich mit dem Pesto dann noch vermischt.
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Warnen möchte ich vor MARIEN-GRAS jeder ART. Dieses enthält sehr viel Cumarine. In kleiner Dosis wirkt es Blütverdünnend, aber in großen Mengen wirkt es giftig auf den Organismus. Man erkennt es leicht am "Waldmeister"-Geschmack.
Neuigkeit seit Frühjahr 2013:
Im Frühjahr enthielt das junge Mariengras praktisch kaum Cumarine und dadurch habe ich es ebenfalls in großen Mengen gegessen. Das abgeschnittene Gras, welches ich zuvor geerntet habe, wuchs auf meinem zukünftigem Maisfeld. So stach ich kurzerhand alle Gräser mit der Grabgabel aus und setzte sie auf einem nicht benötigen Teil meines Gartens um. Das Erstaunen meinerseits war dann riesengroß, als ich dann dort das vermeintlich "gefährliche" Mariengras 1-2 Monate später eindeutig bestimmen konnte!
Essbar war es dann natürlich nicht mehr!
Eigentlich schon extrem: Mehr als 6 Milliarden Menschen haben überhaupt keine Ahnung mehr, was man in der Natur WANN und WIE essen kann. Es gibt wohl noch viel zu entdecken für uns alle hier!

Marien-Gras ist für den berühmten Heu-Duft verantwortlich. Super zum Räuchern aber Räucherstäbchen würde ja auch niemand knabbern nur weil sie gut riechen. So halte ich es übrigens auch mit Kaffee...
Falls wer unsicher ist, der sollte sich Hafer aussähen. Das ist das Süßgras, welches früher als Stärkungsmittel für schwache Menschen verwendet wurde. Ich denke, es ist eines der wertvollsten Süßgräser der Welt. Hafer kann auch noch in der Blüte geerntet werden - aber dann als Teekraut!
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Ich schneide mein Süßgras dann noch etwas kürzer ab (nicht länger als 7-10 cm). Tue ich das nicht, so wird das Gras extrem HEISS in meinem Revo-Blend-Mixer und es ist dann keine Rohkost mehr.
Ich gebe eine Tasse Wasser in den Mixer, meine Süssgrasernte, etwas Sole und einen Schuss Öl von Vita Verde.
Oft mische ich meine Süßgräser 1:1 mit Brennessel, Borretschblätter, Malvenblätter oder andere Wildkräuter.
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Detail am Rande: Würden alle Menschen dieses Wissen verwenden, dann würde NIEMAND mehr auf der Welt verhungern.
Die Menschen in Bihaj an der Grenze von Bosnien und Kroatien haben nur dadurch überlebt, dass sie sich bei der Belagerung durch die Armee von Süßgräsern ernährt haben. Pikantes Detail am Rande: Viele waren danach viel gesünder also vorher...
Vielleicht ist das auch der Grund warum ich Jahrelang vegane Rohkost OHNE Nahrungsergänzungen und OHNE Krankenstand (14 Jahre) gut leben kann.
Man sollte doch mal genau untersuchen, welche Aminosäuren in welcher Konzentration in Süßgräsern enthalten sind. Das gleiche gilt auch für Omega 3 Fettsäuren, Eisen, Magnesium, ZINK(!), usw.
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Aber wir sind doch keine Kühe - warum Gras?
Der Unterschied besteht darin, dass Kühe auch Grashalme und für uns ungenießbare Wildpflanzen verdauen können.
Als Menschen müssen wir das Gras dann essen, wenn es ganz jung ist (10 - 20 cm). Dann ist es leicht verdaubar für uns. Außerdem esse ich z.B. ja mindestens 40 % Früchte, ca. 20 % Gemüse und Wurzeln, ca. 20% Keimlinge, Kokosnüsse und Rohkostbrot und nur 20 % Wildkräuter. Eine Kuh ernährt sich ja zu 100% von Gras wenn sie nicht gerade mit Kraftfutter gemästet wird. Es besteht also ein großer Unterschied zwischen einem reinen Grasesser und einem Menschen. Außerdem: Auch Hunde und Katzen essen immer wieder einmal JUNGES Gras(!) - sind aber richtige Fleischesser!
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Also viel Spass beim "INS GRAS BEISSEN" - damit ihr nicht so schnell "INS GRAS BEISSEN" müsst!

Wer sich für Details meiner Forschungsarbeit interessiert, der nimmt am besten per E-Mail mit mir Kontakt auf und ruft an unter der Nummer: +43 (0) 5352 62859

 

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Das Buch (ISBN: 978-3-99025-006-8) ist bei mir erhältlich,
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