Meine Gedanken:

In meiner Arbeit und in meinem Leben zeigt es sich mir immer wieder. Wir haben eine völlig falsche Einstellung zur Kraft der Aggression, landläufig als Wut bezeichnet.
Meine Überzeugung wird immer klarer und größer, dass es sich dabei nur um ein Missverständnis handeln kann, welches schon Sigmund Freud mit seiner „Libido“ anzusprechen wusste:
Das Wort Aggression, welches vom lateinischen `aggredere` kommt, heisst übersetzt: herangehen, sich an jemanden wenden, unternehmen, beginnen, versuchen – auch: angreifen und findet seine deutsche Entsprechung am besten noch mit dem Wort `Auseinandersetzung`.

Meine Gedanken

Zum Sich-Auseinandersetzen muss man sich sprichwörtlich zusammensetzen, also sich annähern, und der Fakt, dass ich mich mit etwas auseinandersetze impliziert auch immer entgegengebrachten Respekt und Anerkennung für die Sache.
Jedes Kind entdeckt in der Trotzphase die Energie seines eigenen Willens!
Diese Energie drückt das Begehren nach Ich-Erfahrung aus. Der Forscherdrang, der Ehrgeiz, die Neugierde erfahren an diesem Punkt eine neue Bewertung.
Darf ich wütend sein und erfahre ich gleichzeitig liebevolle Regulierung hin zum Respekt vor Anderen oder werde ich für meine Wut zum Schuldigen gemacht ?
Im letzten Satz liegt das Entscheidende, das uns für unser Leben prägt !
Wenn ich wütend sein darf und liebevolle Regulierung erfahre, dann lerne ich, meine Lebensenergie in Ehrgeiz auch für das Wohl Anderer einzusetzen,
muss ich hingegen lernen, meine Wut in Scham zu verstecken, dann bin ich gehemmt, mir selber fremd …. und diese Lebensenergie wird sich in Frustration über meine mangelnde, energielose Handlungsfähigkeit aufstauen und sich versteckte, daher oft unpassende bzw. selbst- oder fremdschädigende Wege suchen, sich zu entladen!

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