Geschichte des Weingutes

Unser Weingut ist alt, unsere Weingärten vermutlich noch viel Älter.
Die erste urkundliche Erwähnung über Weinbau im Spitzer Graben gab es vor 1000 Jahren. In unserem Keller steht eine Presse, die auf das Jahr 1752 datiert ist. Was genau damals kultiviert wurde, ist heute nicht mehr auszumachen, sicher ist jedoch, dass es vor 300 Jahren viel mehr Wein gab als heutzutage. Steinmauern finden sich teilweise auf über 700 Metern Höhe und auf den Hängen des Jauerlings. Erst als Maria Theresia die sogenannte Seehöhenverordnung einführte, wurden diese Bergweingärten aufgelassen.
Sicher ist auch, dass der Weinbau nur ein Teil einer viel breiteren Mischkultur war. Im Graben wurde im Laufe der Jahrhunderte vieles angebaut: Äpfel und Birnen, Weingartenpfirsiche und Marillen, Silberweisser und Sylvaner. Manches hat sich gehalten, vieles wich letztlich dem Weinbau. Anfangs war der Neuburger unsere Leitrebsorte, später kamen der Riesling und natürlich der Veltliner. In unserem Betrieb setzen wir seit 1985 dezidiert auf Weinbau, wobei auch schon zuvor einiges geschehen ist. Mein Vater füllte schon in den fünfziger Jahren in Flaschen, und als wir 1972 erstmals den Heurigen aufsperrten, gab es neben Fasswein auch Bouteillen. Seither hat sich freilich einiges getan. Wir sind zwar weiterhin ein überschaubarer Familienbetrieb, doch kaufen wir beizeiten da und dort auch eine kleine Fläche dazu. Die Rieden Bruck und Schön sind unsere Basis, 1991 kamen ein paar Terrassen auf dem Setzberg dazu. Auch auf der Jauerlingseite haben wir Rebstöcke, die sich gerade in den warmen Jahren - und davon gibt es immer mehr - immer besser machen.

Geschichte des Heurigen

Seit über 40 Jahren trifft unser Wein regelmäßig auf lokale Küche und regionale Speisen. Den klassischen Heurigen gibt es nur noch zweimal im Jahr, mehr lässt die Zeit nicht zu. Alljährlich kommen aber noch andere Veranstaltungen dazu, die sich längst zu Klassikern entwickelt haben. So wird auch zum Weinfrühling, zum Weinherbst und beim Spitzer-Graben-Fest gekocht, was das Zeug hält. Räumlichkeiten haben wir dafär gleich in doppelter Ausführung: Unten im Keller gibt es eine große urige Heurigenstube, die Platz für etwa einhundert Personen bietet. Oben erwartet Sie die vielleicht schönste Terrasse des Grabens, von der man weit ins Waldviertel und direkt auf die steilen Steinterrassen der Bruck blicken kann. Auf Anmeldung veranstalten wir für Sie auch Geburtstagsfeiern, Firmenfeste und was Sie sonst eben so feiern wollen.

Gerne nehmen wir auch Reservierungen entgegen.
Kontaktieren Sie uns einfach unter +43 (0)2713 8478 oder weingut@josef-gritsch.net
Eine Reservierung für Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten ist gegen Absprache möglich.