Bernhard Oase - Eine Oase des Glaubens und der Begegnung

Am Sonntag, dem 16. August 2009, wurde die Bernhard-Oase in Walterschlag von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng feierlich eingeweiht. Die anlässlich des 775jährigen Bestehens von Walterschlag errichtete Granitskulptur, sowie der aufwendig gestaltete Platz rund um diese, wurden zum Gedenken des Hl. Bernhard von Clairvaux, dem Gründungsheiligen des Ordens der Zisterzienser, welchem auch die Ordensbrüder des Stiftes Zwettl angehören, errichtet.

 

Die Zisterzienser waren bestrebt das Waldviertel rund um Zwettl zu kolonisieren. Bereits im 12 Jhdt. nahmen die Kuenringer im Nordwald (silva nortica) in unserem Gebiet Rodungen vor, um dieses Land urbar zu machen und zu besiedeln. Laut Übermittlungen wurde der Name für unser Dorf vom damaligen Rodungsführer "Walthari" abgeleitet und vor 775 Jahren erstmals im Jahr 1234 als Uvaltherslag urkundlich erwähnt. Ein solches Ereignis ist natürlich für die Walterschläger eine willkommene Gelegenheit, der Entstehung ihres Dorfes feierlich zu gedenken. Das sollte in Form eines bleibenden Denkmals geschehen.

Dieser Anlass hat vor allem Alexander Scheidl als treibende Kraft bewegt, eine Arbeitsgruppe zu gründen und das Projekt zu verwirklichen. Nach sorgfältiger Planung durch Verena Gretz, wurden die Entwürfe von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe (Christian Chana, Harald Gretz und Georg Höllrigl) und anderen fleißigen Helfern ungesetzt. So wurde in den Jahren 2008 und 2009 dieser Platz mit den darauf befindlichen Skulpturen angelegt, bzw. errichtet. Die Finanzierung übernahmen die Marktgemeinde Schweiggers, die NÖ Dorf- und Stadterneuerung sowie der Verschönerungsverein Sallingstadt /Walterschlag, und der noch offene Betrag sollte sich durch die Einnahmen aus dem Dorffest restlos ausfinanzieren lassen.

Die Bernhard-Oase findet man auf dem Weg von Walterschlag nach Ritzmannshof, etwa 200 Meter nach den Wohnhäusern der Familien Scheidl, rechts am Waldrand. Sie wurde an einem sogenannten "Kraftplatz" errichtet und besteht aus dem Marterl selbst, das aus Granitsteinen mit einem Nirosta-Rahmen gemauert wurde, dieses steht für die Einfachheit und das demütige Leben des Hl. Bernhard. Der nächste Teil, ein Rosenkranz ebenfalls aus Granitsteinen, soll darstellen, dass der Heilige Bernhard ein großer Marienverehrer war. Eine Glocke auf dem höchsten Stein des Rosenkranzes kann das Gebet einläuten. Als dritte Station wurde eine kleine Aussichtswarte errichtet, die ähnlich einer Kanzel darauf hinweist, dass Bernhard ein großer Prediger war und durch seine Worte viele an sich gezogen hat.

Am Samstag, den 19. September 2015 besuchte im Zuge einer Pfarrvisitation auch der Weihbischof Dr. Anton Leichtfried die Bernhard-Oase in Walterschlag. Unser Pfarrer, Mag. Daniel Gärtner, der Kaplan Mag. Franz Dangl und Priesteranwärter Alexander Fischer begleiteten ihn dabei.

 

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