Homepage Dr.Schöck
Angebot der Praxis Dr.Schöck
Kosten einer Behandlung
Profil von Dr.Schöck
Plan zur Praxis Dr.Schöck
Kontakt zu Dr.Schöck
 


Was braucht die Seele, um gesund zu bleiben ?

Depression ist nur eine der vielen seelischen Erkrankungen - und nicht jeder, der einen schlechten Tag hat, muss gleich wegen Depressionen behandelt werden. Ärger, Stress, Irritationen, schlechte Laune - dass alles sind ganz normale Empfindungen, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens erfährt.

Über das seelische Wohlbefinden entscheidet die Art und Weise, wie ein Mensch mit seinen Empfindungen für sich und mit seiner Umwelt umgeht.
Stress als Ausdruck körperlicher und mentaler Überforderung durch die Anspannung in Beruf und Freizeit gehört zum Beispiel zu den Faktoren, die heute bei den meisten Menschen zu Depressionen und anderen Erkrankungen führen.

Wichtig ist dabei, wie der Betreffende mit seinem Stress umgeht – ob er die Stressfaktoren zum Beispiel minimieren kann oder dafür sorgt, dass sie ihn weniger belasten.

Neue Erkenntnisse unterstützen die Behandlung

Die moderne Medizin hat dafür gesorgt, dass man heute bei vielen seelischen Erkrankungen chemische Prozesse, wie zum Beispiel bestimmte Stoffwechselvorgänge beim Informationsaustausch zwischen Zellen im Gehirn, als Störungsursache für seelische Erkrankungen erkennen konnte.
Das gilt unter anderem für Menschen, die manisch-depressiv oder schizophren sind. In vielen Fällen kann diesen Patienten mit Medikamenten (Psychopharmaka) geholfen werden, die von einer Psychotherapie begleitet werden.

In vielen Fällen ist die Veranlagung dazu vererbt, die Krankheit kommt nur in der Kombination mit anderen Faktoren oder unter Umständen gar nicht zum Ausbruch.

Aus anderen Untersuchungen ist bekannt, das nicht jeder, der in seiner Kindheit und Jugend gequält und missbraucht wurde, selbst zum Missbrauchs-Täter wird - der Mensch kann seine eigenen Schutzmechanismen entwickeln, um sich vor seelischen Schäden zu schützen.


Das innere Gleichgewicht als Ruhepol

Seelische Gesundheit entspringt der Harmonie vieler Faktoren.
Störungen in der Balance können zu ernsthaften psychischen und körperlichen Erkrankungen führen.

Deshalb betont die Weltgesundheitsorganisation (WHO) "Keine Gesundheit ohne Psychische Gesundheit!" Sie ist Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung von Kindern und ein erfülltes Leben im Erwachsenenalter.
In unserer schnelllebigen und anforderungsreichen Zeit ist ein ausgewogenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung, von Anforderungen und Freiräumen, von Arbeit und Freizeit eine wichtige Voraussetzung für psychisches Wohlbefinden und Gesundheit:

  unsere körperliche Gesundheit und physische Existenz ("Essen und
    Trinken hält Leib und Seele zusammen")
  Partnerschaft und Familie für Liebe und Geborgenheit
  Beruf und Arbeit
  unser persönliches Netzwerk aus Freunde, Freizeit und
    sozialen Kontakten

Aus diesen Bereichen schöpfen wir Kraft und Energie.
Sie bedingen sich gegenseitig und stehen im Gleichgewicht.
Der Verlust dieses Gleichgewichtes ist eine fast alltägliche Erfahrung - die Balance zwischen Familie und Beruf, das Miteinander von Freizeit und Arbeit unterliegt einem ständigen Abgleich.
Auseinandersetzungen, Streit, Krankheit oder schwere Verluste gehören die unterschiedlichen Lebensphasen jedes Menschen.

Doch wenn sich die Balance gar nicht mehr einstellen will, gerät unser Seelenleben in Schieflage. Das hat auch Konsequenzen für unsere körperliche Gesundheit. Dafür gibt es viele Beispiele: Seelisches Ungleichgewicht beeinflusst das Immunsystem, Essstörungen wie Bulimie oder Fresssucht können lebensgefährliche Konsequenzen haben.

Für fast alle seelischen Erkrankungen gibt es inzwischen Therapiemöglichkeiten - aber die Krankheiten müssen erkannt und behandelt werden.


Dazu gehören unter anderem:
  manisch-depressive Erkrankungen,
  Schizophrenie,
  Angststörungen,
  Panikattacken,
  Zwangsstörungen,
  Depressionen,
  Psychosomatische Störungen und
  Persönlichkeitsstörungen wie Borderline-Fälle oder ausgeprägte
    Selbstunsicherheit.

Für alle Befindens- und Beziehungsstörungen gilt, dass zusammengehörige Symptome gebündelt und benannt werden.

So entstand die "International Classification of Diseases" ICD, die jetzt in der 10. Fassung vorliegt (ICD-10) und in vielen Ländern die Grundlage für die Indikationsstellung und damit auch die Basis der Kostenübernahme durch die Krankenkassen stellt.

Die ICD-10 orientiert sich hauptsächlich an Symptomen wie sie die Theorien der Tiefenpsychologie und der Verhaltenstherapie erklären.


Kranke Seele - Großer Wirtschaftlicher Schaden

Die individuellen und persönlichen Leiden und Beeinträchtigungen, die jeder Betroffene erleidet, haben noch eine andere, gesamtgesellschaftliche Seite.
Depression, so schreibt die WHO in ihrem Jahresbericht 2001, beeinträchtigt das Leben eben so wie Blindheit oder Querschnittslähmung.
Depressive Menschen haben darüber hinaus unter anderem ein wesentlich höheres Risiko an Osteoporose oder Krebs zu erkranken.

Die volkswirtschaftliche Belastung durch seelische Erkrankungen und deren nachteilige Folgen für die weltweite Produktivität sind lange unterschätzt worden. Daten aus der umfassenden Studie der Weltgesundheitsorganisation, der Weltbank und der Universität Harvard über die globale Krankheitsbelastung zeigen, dass psychische Erkrankungen, einschließlich Selbstmord, an zweiter Stelle der Krankheitsbelastungen stehen.

Paradoxerweise führt aber erst die Fokussierung auf die Kosten in den letzten Jahren dazu, dass seelische Erkrankungen als Erkrankungen ernst genommen werden und die Patienten als behandlungsbedürftig wahr genommen werden.

 
   
Top / Seitenbeginn  
Homepage Dr.Schöck