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Ultraschalldiagnostik

Bei der Ultraschalluntersuchung der Carotis (Carotis-Triplex) wird mittels Farbdoppler der Blutfluß in den arteriellen zuführenden Hirngefäßen gemessen. Bei Engstellen der Gefäße, welche das Schlaganfallrisiko erhöhen können, werden Farbturbulenzen bzw. beschleunigte Stromgeschwindigkeiten gemessen. Die Ausprägung der Stenose korreliert mit der Geschwindigkeit des Blutflusses. Symptomatische Stenosen > 70% können gegebenenfalls chirurgisch behandelt werden.

Beim Schilddrüsenultraschall werden Größe, Form, Echogenität, etwaige Knoten oder Zysten sowie Nachbarorgane der Schilddrüse beurteilt. Der häufigste pathologische Befund sind Schilddrüsenknoten und Autoimmunerkrankungen. Wichtig ist die Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Befunden. Unterstützend benötigt man zur Beurteilung des gesamten Schilddrüsenstatus die Schilddrüsenhormone, Szintigraphiebefund und der Schilddrüsenpunktionsbefund.

Mittels der transthorakalen Echokardiographie (=konventioneller Herzultraschall) gelingt der Einblick in das Herz in Real Time. Somit können nicht nur die anatomischen Strukturen, sondern auch die Dynamik des Herzmuskels und der Klappen untersucht werden. Auch hier ist durch die Doppler-Technik die farbige Darstellung des Blutflusses möglich, auch Geschwindigkeiten können gemessen werden. Somit gelingt die Quantifizierung von Klappenfehlern - wie z.B. die Graduierung der Aortenklappenstenose. Häufig diagnostizierte Herzerkrankungen mit dem Ultraschall sind: regionale Herzwandbewegungsstörungen bei Infarkten, Klappeninsuffizienzen oder -Stenosen (wenn also Blut durch nicht ideal schlußfähige Klappen zurückfließt oder durch nicht vollkommen öffnungsfähige Klappen der Vorwärtsfluß beeinträchtigt ist). Die reduzierte Pumpkraft am linken oder rechten Herzen kann somit gut eingeschätzt werden (wichtig bei der Herzinsuffizienz).

Die Transösophageale Echokardiographie (=TEE) dient der artefaktarmen Darstellung des Herzens und wird bei speziellen Indikationen durchgeführt: Z.n. Schlaganfall zum Ausschluß von kleinen Shuntverbindungen zwischen linkem und rechtem Herzen (ASD, VSD), bei unklaren Klappenbefunden bei der klassischen transthorakalen Echokardiographie, zum Nachweis von Gerinseln in den Herzhöhlen. Die Untersuchung wird in einer kurzen Narkose durchgeführt, dabei wird eine sterile Ultraschallsonde in die Speiseröhre eingeführt. Für den Patienten unterscheidet sich der Ablauf der Untersuchung kaum zu der einer Magenspiegelung.

Der Bauchultraschall ist eine vollkommen ungefährliche Untersuchung ohne Strahlenbelastung (wie zum Beispiel bei der Computertomographie), wo die Bauchorgane sowie umliegenden Strukturen beurteilt werden können. So können z.B. Tumoren verschiedenster Organe, Leberzirrhose, Gallensteine, freie Flüßigkeit, Gefäßveränderungen (Aneurysmen etc.), Zysten diagnostiziert werden. Durch die Doppler-Technik kann der Blutfluß in Farbe dargestellt werden. Engstellen in diversen Gefäßen oder Thrombosen können auch im Bauchraum festgestellt werden. Bei guten Untersuchungsbedingungen ist auch der Beckenbereich untersuchbar.

Klinische Zeichen einer Venenthrombose (insbesondere der Beine) sind Schwellung, Überwärmung, Rötung, Schmerzen an typischen Stellen. Bei solchen klinischen Verdachtsmomenten sollte umgehend ein Venenultraschall durchgeführt werden. In den meisten Fällen kann bereits mit der Sonografie die Thrombose gesichert werden. Eine weiterführende Phlebographie beim Röntgenarzt (Applikation von jodhaltigen Kontrastmittel und anschließende Darstellung der Venen mittels Röntgen) bleibt Sonderfällen vorbehalten.

Um den technischen Anforderungen gerecht zu werden, verwenden wir ein Ultraschalldiagnosegerät der neusten Generation (Phillips HD 15), welches neben den herkömmlichen Untersuchungsmöglichkeiten unter anderem auch über Tissue Doppler verfügt. Bilder können digital auf DVD übertragen und dem Patienten bzw. Kollegen übergeben werden.