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Karl Josef Gunsam: 1900 - 1972
Blumen 3

50x60cm

Öl auf Hartfaserplatte

Blumen 1

47x60cm

Öl auf Hartfaserplatte

Blumen 2

46x60cm

Öl auf Hartfaserplatte

Karl Josef Gunsam erhielt seine Ausbildung von 1924 bis 1930 an der Wiener Akademie unter Josef Dobrowsky und Anton Kolig. Als Mitglied des Hagenbundes von 1932 - 38 waren seine Bilder auf zahlreichen Ausstellungen zu sehen. Der Künstler Gunsam erfuhr schon zu Lebzeiten Anerkennung: 1937 wurde ihm der Österreichische Staatspreis verliehen, 1956 der Preis der Stadt Wien. Von 1956 bis 1965 war er Lehrbeauftragter bei Josef Dobrowsky an der Wiener Akademie.

Gunsams Wesensart drückt sich zum einen in der Klarheit des Bildaufbaues und zum anderen im virtuos eingesetzten Kolorit aus, das den Einfluß der expressiven Farbgebung seiner Lehrer Anton Kolig u. Josef Dobrowsky nicht verleugnen kann. Diese "Farbdynamik" wird durch die Verwendung konträrer Farben, die oft hart aufeinanderprallen, sowie durch zuweilen starke Konturlinien vermittelt.
Franz Walchegger
Musikanten

110x170cm

Öl auf Hartfaserplatte

Franz Walchegger  wurde 1913 in Lienz geboren und schloß sein Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei den Professoren F. Andri, W. Dachauer und H. Boeckl 1941 mit dem Diplom ab.

In seinem Werk der 20er Jahre beschäftigte er sich mit Themen aus dem bäuerlichen Leben, mit figuralen und pflanzlichen Motiven, wobei eine strenge, einfache Bildkomposition und ein vereinfachtes Menschenbild voller Schlichtheit vorherrscht. Er befaßte sich als einer der ersten Tiroler Maler nach 1945 mit den Einflüssen der modernen Kunstströmungen und vollzog den Schritt zur Gegenstandslosigkeit in den frühen 60er Jahren.

Univ. Prof. Heinz Mackowitz schreibt: "Walcheggers Platz innerhalb der Entwicklung der Tiroler Malerei in unserem Jahrhundert ist unbestritten, und es wird immer offensichtlicher, daß er, was die Kunst unseres Landes in der Mitte dieses Jahrhunderts betrifft, etwa jene Stellung einnimmt, die Egger-Lienz im ersten Viertel eingenommen hat.

Es steht außer Zweifel, daß der Name Walchegger stets neben jenem von Egger-Lienz genannt werden muß, wenn die Sprache auf die Tiroler Kunst des 20. Jahrhunderts kommt."

Franz von Defregger
der Pfeifenraucher

17,5x22,5cm

Öl auf Holz

sign.unten links "F. Defregger"

Franz von Defregger (1835-1921)

"Defregger, Franz von, Genre- u. Historienmaler in München, geboren am 30. 4. 1835 auf dem Ederhof zu Stronach, Gemeinde Dölsach in Tirol, als Sohn eines wohlhabenden Bauern. 1858, nach dem Tode seines Vaters, erbte er den Hof, verkaufte ihn aber schon nach zwei Jahren, um sich einem Trupp von Auswanderern nach Amerika anzuschließen. Aus der Amerikafahrt wurde nichts, und nun entschloß sich der 24jährige, das schon als Knabe eifrig geübte Zeichnen und Bildschnitzen gründlich zu erlernen.Er ging nach Innsbruck und trat in das Atelier des Bildhauers Stolz ein, der bald Defreggers größere Begabung für die Malerei erkannte und ihn Ende 1860 auf einer Reise nach München Piloty vorstellte. Auf dessen Rat arbeitete er ein Jahr lang im Atelier Prof. Dyks von der Münchener Kunstgewerbeschule und besuchte dann die Klasse Anschütz in der Akademie.
Von 1863 bis zum Juni 1864 hielt er sich in Paris auf, reiste von da nach Tirol, wo er eifrig Studien machte, und kehrte im Herbst 1864 nach München zurück. Jetzt erst fand er seinen Platz im Atelier Pilotys, dem er neben Makart und Gabriel Max 5 Jahre lang (bis 1870) angehörte. Seitdem lebt Defregger dauernd in München, wo man ihn 1878 als Professor an die Akademie berief.

1867 malte er sein erstes größeres Bild, den "Verwundeten Jäger", ... 1869 entstand die "Szene aus Speckbachers Leben" Mit diesen beiden Werken, die auf den Internationalen Kunstausstellungen in Wien (1869) und München (1870) Aufsehen erregten, hatte Defregger sein Stoffgebiet umgrenzt. In der Folge pflegte er einerseits das Historienbild, technisch beeinflußt von Piloty, doch in einer mehr volkstümlichen, dem Genrebild sich annähernden Auffassung; andererseits bildete er die Schilderung des Volkslebens seiner tirolischen Heimat als "Bauernmalerei" zu einem besonderen Genre aus. Defreggers harmlose und liebenswürdige Natur war von Anfang an nicht frei von Sentimentalität. Immerhin mußten seine stofflich und in der Empfindung so einfachen Bilder innerhalb der von Pilotys Pathos beherrschten Münchener Kunst ungewöhnlich frisch und lebenswahr wirken. So fanden die Arbeiten der nächsten Jahre, ... auf der WienerWeltausstellung von 1873 den großen Publikumserfolg, der Defregger zum populärsten Münchener Maler der 80er u. 90er Jahre des 19. Jahrhunderts machte. ..."(Soweit: Thieme-Becker; Lexikon d. Bildenden Künste. Leipzig 1907-1950, Bd. VIII, S.539f.)

"1880 läßt Defregger sich seiner gesellschaftlichen Position entsprechend in der Königinstraße in München eine repräsentative Villa (vollendet 1882) bauen, die schon bald zum Treffpunkt der Münchner Gesellschaft wird.Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen Defreggers gipfeln in der Verleihung des bayerischen Kronordens 1883, verbunden mit dem Adelstitel.
1885 Erzherzog-Carl-Ludwig- Medaille. 1905 Ehrenbürger von München und Allg. Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.1910 legt Defregger die Leitung der Komponierklasse an der Münchner AK nieder.

Trotz des großen Publikumserfolges, den er mit dem nach 1890 entstandenen Werk feiert, kann er vielfach weder inhaltlich noch stilistisch an die Leistungen der Früh- und Hauptschaffenszeit anschließen, abgesehen davon, daß gegen 1900 die moderne Kunst völlig neue Maßstäbe setzte. Im Schatten seiner gefeierten Malerei hat er jedoch eine Anzahl intimer Studien und Skizzen geschaffen, die seine koloristischen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Landschaftsmalerei und seine scharfe Beobachtungsgabe in der Porträtkunst eindrucksvoll belegen. Mit diesen Bildern steht Defregger sogar in Beziehung zur Kunst des Kreises um Wilhelm Leibl und hat damit auch ein wenig Anteil an jener Bewegung, die ansonsten an ihm vorbei zur Moderne führt. Mit den von ihm begründeten lieblichen Schilderungen des Bauernlebens hingegen beeinflußt er als einer der Hauptvertreter der Münchner Malerei der 2.Hälfte des 19.Jh. eine Reihe von Künstlern und findet in Eduard Kurzbauer und Hugo Kaufmann seine begabtesten und bekanntesten Nachfolger." (Zus.gestellt aus: Saur; Allgemeines Künstlerlexikon, Band 25. München/Leipzig 2000, S.197)
Hl. Georg
Plastik in Holz

Höhe ca. 130 cm