(c) Andreas Langer
18.04.2010

Fachgruppe für Karst- und Höhlenkunde

Seit 1947 gibt es nach dem 2.Weltkrieg wieder nachweislich Höhlenforschung in Kärnten, seit 1966 im Rahmen des Naturwissenschaftlichen Vereines für Kärnten als "Fachgruppe für Karst- und Höhlenkunde".
Höhlenkundliche Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil des naturwissen- schaftlichen Dokumentationskreislaufes. Nur der geschulte Höhlenforscher ist in der Lage, durch Beobachtung, Vermessung, Planausfertigung oder aber auch durch eine entsprechende Einführung von Fachleuten an wissenschaftlichen Projekten mitzuwirken und bei dieser Tätigkeit Unterlagen herzustellen, die schließlich in den verschiedensten Archiven verarbeitet, für spätere Forschungen wieder bereitstehen.

Gleichzeitig geben wir dem Höhlenforscher auch Gelegenheit, die notwendigen Befahrungstechniken sicher zu erlernen. Denn erst das Beherrschen der heute stark verbreiteten "Einseiltechnik" als Fortbewegungsmittel am Seil ermöglicht es, in die Tiefen unserer Kärntner  Höhlenwelt vorzustoßen und dort jene Dokumentation zu betreiben, durch die wir erst einen Eindruck von dieser Welt vermitteln können.

Die Aufgabengebiete der Höhlenkunde sind vielfältig und umfassen die naturwissenschaftlichen Bereiche wie Biologie, Geologie, Hydrologie und viele mehr. Es ist somit notwendig von allen benachbarten Bereichen zumindest das Wesentliche erfasst zu haben. Meistens spezialisiert man sich im Laufe der Forschungstätigkeit auf spezielle Wissensgebiete.