Übersicht   Familiengeschichte  Kaschnitz v. Weinberg


1.Fassung vom  20.10.2002


(Fortschreibung der „Ergänzungen zur Hauptstammtafel “, Paul K., 1956)


Laut dem Adelsdiplom sind vom Jahre 1564 an adelige Herren Kaschnitz von (Zum) Weinberg, auch Khaschnitz und Käschnitz genannt, die in landesfürstlichen Diensten beim Maut- und Salz-wesen bestellt waren und als Ratsgeschlecht der Stadt Gmunden bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderte verfolgt werden können.


Nach dem Ritterstanddiplom von 1701 hatten die dort nicht genannten Vorfahren des Empfängers sich im oberösterreichi-schen Bauernkriege 1625/26 und den Kriegsnöten von 1632 dadurch besonders verdient gemacht, dass sie sich bei der Besetzung der Stadt Gmunden durch die Aufständischen und dann wieder durch die verschiedenen Kriegsvölker der allgemeinen Flucht der kaiserlichen Bediensteten nicht angeschlossen, sondern auf ihren Posten bei der Salzkammer und dem Mautamte, nachdem sie schon seit mehr als 40 Jahren, also seit 1584, in diesen Ämtern gedient hatten, treu aushielten.


Es bezieht sich dies auf T o b i a s   Kaschnitz  [002], des Rats- und Spitalmeisters zu Gmunden und dessen Brüder S e b a l d  [003] und C h r i s t o f  [001], die de dato 28.9.1628 zu Gmunden einen Palatinatswappenbrief mit Lehenartikel erlangt hatten.


T o b i a s,  gest. 21.12.1641 zu Gmunden, hinterließ die Witwe Maria Regina, geb. Rhankl und einen 1629 zu Gmunden ge-borenen Sohn H a n s  A d a m [004]. Die Witwe ehelichte in 2.Ehe den Johann Baptist Fasoldt von und zu Mühlwang, gest. 11.3.1676. Dieser hatte ebenfalls im Bauernaufstande „sein Hab und Gut getreulich daran gesetzt und sogar sein Wappen und Adelsbrieff verloren", wofür ihn Kaiser Ferdinand III. durch Verleihung des Forstmeisteramtes „über das Gebürg in Österreich ob der Enns" entschädigte, das er durch 38 Jahre verwaltete. Zu sei-nem ererbten Gut Mühlwang kaufte er am 2.4.1642 von Hans Wankhammer von und zu Moos, Pflegeverwalter der Veste Eggenberg, den Freisitz  W e i n b e r g bei Gmunden-Traundorf Nr.66, Georgstr.Nr.28, den er am 21.4.1671 an seinen Stiefsohn H a n s  A d a m  um 1150 fl.Rh. und 12 Thaler Leihkauf überließ. Hans-Adam erscheint von da an, sowie alle seine Nachkommen, als  K a s c h n i t z  zum (von) W e i n b e r g.


Es geschah dies offenbar auf Grund des Gnadenbriefes ddo Wien 7.2.1662, durch den Kaiser Leopold I. dem Johann Baptist Fasoldt das Gut Mühlwang zu einem „Land- und befreiten adeligen Gute“ erhoben und ihm und seinen Erben gestattet hatte, sich zum „Mühlwang und Weinberg“ zu nennen. Alleiniger Erbe war aber sein Stiefsohn Hans-Adam, der Weinberg noch bei seinen Lebzeiten übernommen hatte, Mühlwang aber nach Fasoldts Tod gegen andere Liegenschaften an Georg Ehrenreich Schifer Frei-herrn zu Freyling und Taxberg vertauschte.


H a n s - A d a m wurde 1678 als Nachfolger seines verstor-benen Stiefvaters Fasoldt kaiserlicher Forstmeister zu Gmunden und Neupau und starb am 26.5.1709 zu Gmunden. Er wurde mit seinen beiden Frauen in der Frauenkapelle in Altmünster beigesetzt laut dem daselbst befindlichen Epithaphium. Er war verheiratet  1. mit Anna Elisabeth Gastgeb von Gastheim, gest. 22.4.1704 in Gmunden und 2. mit Maria Jakobäa, geb.1673, gest. 30.12.1746 in Gmunden, einer Tochter des Maximilian Ernst Schmidt von Schmidtberg, Herrn auf Mühlleiten und kais. Oberwasseraufseher auf der äußeren Traun

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