Eine Information des Kärntner Billard Verbandes
Quelle: az.billiard.com

US OPEN 2002

Ralph Souquet
macht sich

"unsterblich"

In einem tollen Match mit allem, was Pool an spektakulären Bällen zu bieten hat, gewann der Deutsche gegen Alex Pagalayan und holte sich damit die US-Open Krone, in Poolkreisen gleichzusetzen mit dem Erlangen der Unsterblichkeit.

Nach einer 5:1 Führung von Souqet kämpfte sich sein Gegner auf 8:8 heran und es blieb bis zum 11:11 völlig ausgelichen. Dann nützte Ralph ein schlechtes Save seines Gegners, spielte einen Bandenstoß und holte sich die zum Sieg nötigen 2 Games.
Souquet blieb ungeschlagen und schaffte damit dieses Kunststück zum Dritten Mal nacheinander in einem absoluten Top-Turnier. Das Siegergeld von 30.000 US-Dollar waren dabei eine angenehme Begleitmusik für den Champion, den die Amis bezeichnenderweise "The Kaiser" nennen.

1. Ralph Souquet
2. Alex Pagulayan (11:7 gegen Strickland)
3. Earl Strickland (11:6 gegen Morris)
4. Rodney Morris

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Folgendes Interview mit Earl Strickland wurde direkt nach seinem äußerst knappen Sieg auf der Gewinner-Seite über Corey Deuel am Freitag- Abend gemacht:
FRAGE: Du hast schnell geführt, aber als Corey zum Tisch kam, hat er dich lange sitzen lassen und stark aufgeholt. Was ging dir da durch den Kopf?
Earl: Ich habe 5:0 geführt, dann aber einige schlechte Sicherheits-Bälle gespielt. Corey hat sehr gut gebreakt und einige Games gut machen können. Das hat den Spielverlauf ziemlich geändert, denn hätte ich meine Save-Stösse besser gespielt, hätte ich sicher auch das Match eindeutig gewonnen.
FRAGE: Beim Stand 10: 8 hast du die Vier verschossen und Corey hat das Game gewonnen. Dann hat er gebreakt und ein weiteres Game ausgespielt. Was hast du zu dieser Zeit gedacht?
Earl: Lass mich nochmal ran - ich brauche noch ein Stoss! Das ist alles was du da noch denken kannst.
FRAGE: Bei 10:10 hat Corey eine schwierige Lage, musste einen Ball über Bande gespielt und verfehlte. Später hattest auch du noch eine schwierige Position und deswegen ein Save gespielt, was dir Ball ins Hand und den Sieg gebracht hat. Dass du mit solch engen Situationen meist gut klar kommst, kann man das deiner großen Erfahrung zuschreiben?
Earl: Ich hatte auch die Möglichkeit eine Kombination zu spielen, aber da es zu schwierig war auch eine Position auf den nächsten Ball zu bekommen, habe ich mich für das Save entschlossen.
FRAGE: Jetzt nach dem Match, wie sehen deine Chancen aus die Open 2002 zu gewinnen?
Earl: Ich spiele jetzt besser als um dieselbe Zeit im letzten Jahr, daher glaube ich gute Chancen zu haben. Allerdings versuche ich immer zu vermeiden weit voraus zu denken und nehme immer das nächste Match als mein Ziel.
FRAGE: Was denkst du über das Teilnehmerfeld und dass einige gute Spieler gegenüber dem letztes Jahr fehlen?
Earl: Es spielt keine Rolle wer alles fehlt bei einem US Open - es wird immer ein sehr gutes Teilnehmerfeld gegeben sein. Und wer hier gewinnen will, der muss erst Mal mich schlagen!