Matthias Sindelar,

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(geb. am 10. 2. 1903 in Iglau (Mähren), gest. am 23. 1. 1939 in Wien)

der technisch beste Fußballer Österreichs aller Zeiten, spielte bei Hertha (Wien, nicht Berlin !) und ab September 1924 beim FK Austria (der Verein hieß damals noch Amateure, die Umbenennung auf Fußballklub Austria erfolgte im Rahmen einer Generalversammlung am 28. November 1926).

Bei der Austria sorgte der
"Papierene" für die größten Erfolge der Vereinsgeschichte.
Die Veilchen holten unter seiner Regie zweimal den 
Mitropacup (entspricht in etwa dem heutigen Europapokal der Landesmeister), 1933 im Finale gegen  Ambrosiana Mailand (heute Inter Mailand), Ergebnis 2:1 auswärts verloren und 3:1 zu Hause gewonnen.

1936 hieß der Endspielgegner Sparta Prag. Keiner glaubte nach dem Hinspiel an einen Sieg der Austria, da zu Hause nur ein 0:0 erreicht wurde.
Aber die Violetten siegten  im Hexenkessel von Prag mit 1:0, der junge Jerusalem schoß das alles entscheidende Tor.

Österreichischer Meister wurde Sindelar nur einmal, das war in der Saison 1925/26.
Dafür erspielte "Motsl" mit den Veilchen 
fünf Cupsiege.

Für die österreichische Nationalmannschaft

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trug er 43 mal das Trikot und erzielte 27 Tore.

Mit dem Namen Matthias Sindelar ist der Begriff "Wunderteam" untrennbar verbunden.
Die österreichische Nationalmannschaft unter Verbandspräsident
Hugo Meisl feierte Anfang der 30iger Jahre einen Erfolg nach dem anderen. Die großen Nationalteams der damaligen Zeit wurden in Österreich aber auch auswärts klar besiegt.
Begonnen hat diese Ära mit einem 5:0 Sieg gegen Schottland am 16. Mai 1931.

Österreich spielte mit: Rudi Hiden im Tor, in der Abwehr mit Schramseis und Blum, im Mittelfeld mit Smistik, Braun und Gall und im Angriff mit Zischek, Gschweidl, Sindelar, Schall und Vogl.

Die Epoche Wunderteam endete mit der 1:2 Heimniederlage gegen die Tschechoslowakei am 9. April 1933.

Als Österreich im März 1938 Deutschland angeschlossen wurde, spielte Sindelar noch einmal im "Teamtrikot" - und zwar im "Versöhnungsspiel" zwischen der "Ostmark" und dem "Altreich". Die Partie fand im April 1938 statt. Angeblich gab es von den Nazis die Weisung, daß die "Ostmark" kein Tor schiessen darf. Sindelar vergab provokant die klarsten Torchancen, eine schlimmere Demütigung für das "Altreich" hätte es nicht geben können !
Nach dem der Papierene genug geschauspielert hatte, erzielte er das 1:0 für die "Ostmark", sein bester Freund
Karl "Schasti" Sesta erhöhte mit einem Freistoß aus 45 (!) Metern zum 2:0 Enstand...
Motsl's Freudentänze waren nur von kurzer Dauer - Sindi litt sehr unter der Nazidiktatur, er galt bei den neuen Machthabern als "zu judenfreundlich"...

Am 26. 12. 1938 spielte der Papierene ein letztes Mal für die Austria, der Gegner hieß in Berlin Hertha BSC.
Sindelar erzielte eines seiner vielumjubelten Tore, niemand ahnte, daß es sein letztes war...

Sonntag, 23. 1. 1939: Sindelar wird gemeinsam mit seiner Freundin Camilla Castagnola tot in seiner Wiener Wohnung aufgefunden.
Die Polizei nennt als Todesursache
"Tod durch Kohlenoxydgasvergiftung"...




Ausführlichere Informationen über Österreichs besten Fußballer aller Zeiten:

Matthias Sindelar - der papierene Tänzer

The life and mysterious death of the Austrian superstar

Sindelar Österreichs Spieler des Jahrhunderts !



Mehr über die Geschichte der Austria erfährt man:

.) auf der offiziellen Austria-Homepage:



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letzte Änderung: 29. 1. 2005

© Werner Koisser