Aufgaben der Herrschaften


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Herrschaft Hollenburg

Die wohl wichtigste Grundherrschaft, mit Sicherheit aber die mit dem größten Einfluss auf das Gebiet der heutigen Gemeinde Maria Rain, war die Herrschaft Hollenburg. Die Tatsache, dass von den ca. 150 im Gemeindegebiet von Maria Rain gelegenen Bauernhuben 56 im Besitz der Hollenburg waren und, dass die Herren der Hollenburg auch viele Verwaltungsaufgaben sowie die Gerichtsbarkeit für fast das gesamte heutige Gemeindegebiet inne hatten, lässt ihre Wichtigkeit erkennen.
Hollenburg, 2012 Seit wann an der Stelle der heutigen Burg ein Bauwerk gestanden haben könnte, lässt sich leider nicht mehr mit Sicherheit sagen. Es wäre möglich, dass schon lange vor der ersten namentlichen Erwähnung eines Herrn von Hollenburg, im Jahr 1142, ein Wachturm dort gestanden hat. Er diente wahrscheinlich den Römern zum Überwachen eines Verkehrsweges. In der Gründungsurkunde des Kloster Viktring aus 1142 tauschte Graf Bernhard mit Swiker von Hollenburg vier in der Nähe des Klosters gelegenen Huben gegen einen benachbarten Stadelhof. Daran lässt sich erkennen, dass der Einflussbereich der Hollenburg schon um die damalige Zeit sehr ausgedehnt war. Seit damals bestand auch das Jahrhunderte dauernde "Gerangel" um den Einfluss im Gebiet der Sattnitz zwischen den Hollenburger Herrschaften und den Zisterziensern von Viktring.
Die Burg hat ihren Namen wohl von den Höhlen, auf denen sie erbaut ist. Sie wurde oftmals zerstört und wieder aufgebaut. Als erster urkundlich gesicherter Besitzer ist Marktgraf Leopold I. anzusehen. Er übergab 1142 die Burg seinem Ministerialen "Swikerus de Holenburch". Nach dem Aussterben dieses Geschlechts, 1246, ging die Burg an die Pettauer. In ihre Herrschaftszeit fiel die Übertragung des Landgericht an die Hollenburg und das starke Erdbeben von 1348, das die Burg schwer in Mitleidenschaft zog.
Nach ihrem Aussterben wechselte die Burg mehrmals ihre Besitzer, bis sie im Jahr 1514 an Sigmund von Dietrichstein fiel. Rosental, Hollenburg, im Hintergrund Maria Rain. 1942 Mit Sigmund, der ein treuer Gefolgsmann Maximilian I. war, gelang der Herrschaft ein steiler Aufschwung. Durch Verleihung des "Hohen Gerichts", der "Berggerichtsbarkeit", der "Hohen Jagd" und dem "Münzrecht" flossen reichlich Geldmittel in die Kasse der Hollenburg (siehe: Landgericht Hollenburg) . Mit den Mitteln konnte Sigmund viele Güter kaufen, die 1530 als eine Auswirkung der "Quart" zum Verkauf gelangten und so seinen Einflussbereich erweitern. Die Quart wurde eingehoben, um die Kriegsführung gegen die Türken finanzieren zu können. Nach ihr mussten die kirchlichen Einrichtungen des Landes den vierten Teil (Quart) ihrer Besitzungen an den Landesfürsten abgeben.
Weitere Einnahmequellen der Herrschaft waren die Abgaben der untertänigen Güter, die Fischerei und der Weinanbau, der bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts betrieben wurde. Als die Verwaltungsaufgaben ein Ausmaß annahmen, die eine Wirtschaftlichkeit Hollenburg, 2001 nicht mehr zuließen, begann der Abstieg der Herrschaft. Mit der Auflösung der grundherrschaftlichen Verwaltungsstruktur um die Mitte des 19. Jahrhunderts schwand auch der Einfluss der Hollenburg auf das Gebiet des heutigen Maria Rain.
Nach dem Tod des letzten männlichen Dietrichsteiners im Jahr 1861 musste eine Lösung für die Aufteilung des bis dahin bestehenden Fideikommisses gefunden werden (Anmerkung: Fideikommiss: (hist.) unveräußerliches u. unteilbares Vermögen einer Familie (Rechtsw.)). Man beschloss die Burg zugunsten der Kommiss-Mitglieder zu verkaufen. Sie fiel 1913 an Ludwig von Wittgenstein. Nach seinem Tod ging das Gut an seine Nichte Hermine Maresch-Wittgenstein. Heute ist die stolz über dem Rosental aufragende Burg im Besitz der Familie Kyrle.



Lippitzhube
Plaschhube
















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Kloster Viktring

Das ehemalige Zisterzienserkloster Viktring, wurde im Jahr 1142 auf Initiative der Abtei Weiler Bettnach bei Metz in Lothringen gegründet. Es hatte nach der Herrschaft Hollenburg den stärksten Einfluss auf das Gebiet der heutigen Gemeinde Maria Rain.
Die ersten Mönche von Viktring konnten durch erhaltene Schenkungen ihren Besitz bald vergrößern. So fiel der Ort Viktring und die Kirche Maria Rain mit vierzehn Bauernhuben an das Kloster. Auch die Gegenleistungen für das Verrichten seelsorgerischer Aufgaben, vergrößerten den Besitz. Dazu kamen die Eigenrodungen der fleißigen Mönche und die Vergabe von Land an untertänige Bauern. Im Jahr 1220 kam noch die Draubrücke unterhalb der Hollenburg in den Besitz der Viktringer, die sie aber 1551 wegen der aufwendigen Erhaltung wieder an die Hollenburg abgaben.
Einen starken Einbruch seiner wirtschaftlichen Potenz, erfuhr das Kloster in den Jahren 1529 bis 1530,durch das Bezahlen der "Quart". Die Viktringer waren nicht im Stande die Summe abzulösen und mussten viele ihrer Besitzungen an weltliche Herrschaften verkaufen. Insbesonders Sigmund von Dietrichstein konnte viele Viktringer Güter in seinen Besitz bringen. Im 17. Jahrhundert erfuhr das Kloster wieder einen Aufschwung, so dass mit seiner Aufhebung im Jahr 1786 ein wirtschaftlich gut dastehendes Zisterzienserkloster sein klerikales Dasein verlor.
Von dem im Jahr 1142 in den sumpfigen Ausläufern des Wörthersees errichteten ersten Klostergebäude, Ehemaliges Kloster Viktring sind nur mehr kleine Reste erhalten. Das heutige dreistöckige Stiftsgebäude mit zwei Innenhöfen stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach seiner Aufhebung diente das Klostergebäude den Gebrüdern Moro als Tuchfabrik. Im Jahr 1942, nach dem Selbstmord des damaligen Eigentümers Josef Aichelburg, gingen die Fabrikshallen an die Aero-Maschinen- und Werkzeugfabrik. Von 1956 bis 1967 war das Gebäude im Besitz der Textilfirma Reichmann. 1970 erwarb die Republik Österreich das ehemalige Stift und nutzt es seither als Gymnasium.
Von den im Gemeindegebiet von Maria Rain gelegenen Bauerngüter waren einst 51 im Besitz der Grundherrschaft Kloster Viktring.

Herrschaft und Kirche Ebenthal

Die Pfarrkirche Maria Hilf und St. Peter u. Paul in Ebenthal dürfte an Stelle einer alten St. Peters-Kirche zu "Schrelz" oder "Szreliz" erbaut worden sein. Dieses Szreliz, wahrscheinlich die alte Bezeichnung für Ebenthal, scheint schon 984 erstmals in einer Urkunde auf. Die Pfarre war eine Filiale von Gurnitz, bis sie 1905 selbständig wurde.
"EBENTHALL" (VALVASOR 1688)
Unweit der Kirche steht in einem großen Park das Schloss Ebenthal. Den stattlichen dreigeschossigen Bau errichtete um 1566 Christof von Neuhaus. Das Gebäude, das im 18. Jahrhundert umgebaut worden war, steht seit 1704 im Besitz der Grafen von Goeß.
Zu den Untertanen der Kirche Ebenthal zählte bis zur Aufhebung der Grundherrschaft die "Krassnighube" in Strantschitschach und zu denen der Herrschaft Ebenthal die "Uambrietitzhube" im selben Ort.



Kirche Göltschach

Die Kirche steht im nördlichen Ortsteil von Göltschach, inmitten des von einer Mauer umgebenen Ortsfriedhofes. Zur Kirche gehören der Pfarrhof und die Aufbahrungshalle, die an der Stelle der abgetragenen "Keuschnigkeusche" steht. Die Keusche wurde der Kirche, vom einstigen Pfarrer Alois von Schludermann, vermacht.
Bis zur Aufhebung der Grundherrschaft waren fünf Bauernhuben im Besitz der Kirche und zwar: vulgo "Tauer", "Raschu" und "Pober" in Radsberg, "Habernigg" in Mieger und vulgo "Jörg" in Gotschuchen. Die Bauern "Juan", "Keuschnig" und "Moser" in Göltschach waren Zehentholde der Kirche.

nach oben Stadtpfarrkirche St. Egyd

An Stelle der heutigen Stadtpfarrkirche St. Egyd am Pfarrplatz stand einst die älteste Kirche Klagenfurts. Turm der Stadtpfarrkirche St. Egyd, Klagenfurt 1926 Sie wurde 1255 erstmals urkundlich erwähnt. Nach dieser Urkunde hat sich vor der Kirche ein großer Platz befunden, auf dem Gerichtsverhandlungen abgehalten wurden. Die Kirche könnte bald das Pfarrecht bekommen haben, da sie einen eigenen Friedhof besaß. Er wurde 1776 wieder aufgelassen. Nach einem Erdbeben im Jahr 1690 erfolgte von 1692 bis 1705 eine von Grund auf durchgeführte Erneuerung der Kirche. Aber schon 1723 vernichtete ein Brand das Dach und die Glocken. Heute befindet sich die Kärntner Heimatglocke, die zum Gedächtnis an die Volksabstimmung im Jahr 1920 gegossen worden war, in ihrem Turm. Bis zur Aufhebung der Grundherrschaft war die "Writzlhube" in St.Ulrich, Eigentum der Stadtpfarrkirche St.Egyd.

Herrschaft St. Georgen am Längsee

Das ehemalige Benediktinerkloster liegt am Südufer des Längsees. Stift St. Georgen am Längsee Es ist nach einer undatierten Urkunde, die in die Jahre 1002 bis1008 einzuordnen ist, durch die Gräfin Wichpurch gegründet worden. Damit ist es die älteste belegte Klostergründung in Kärnten.
Schon im 13. Jahrhundert wird das Gebäude als baufällig bezeichnet. Es folgten im Laufe der Jahrhunderte oftmals Renovierungen und Umbauten am Kloster und der dazugehörigen Kirche. Im Jahr 1782 fiel auch dieses Benediktinerkloster der Josefinschen Kirchenreform zum Opfer und wurde aufgelassen. Es ist seit 1960 im Besitz des Bistums Gurk.
Einst waren die Bebauer der "Manjek"- und der "Mutzhube" in Göltschach, Untertanen der Benediktiner von St.Georgen.





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Kirche Guntschach

Die Kirche Guntschach steht auf einem kleinen Hügel direkt an der Drau. Sie überragt den darunter liegenden Ortsteil Unterguntschach. Das kleine Gotteshaus hatte zu seiner Erhaltung drei Bauernhuben im Besitz und zwar: "Juan" in Saberda, "Tschaschnig" in Ratschuchen (Gotschuchen) und "Krainz" in Guntschach. ...

Herrschaft Grafenstein

Das Schloss Grafenstein, "GRAFFENSTAIN" (VALVASOR 1688) ein dreigeschossiger, kubischer Bau, steht westlich des Ortes Grafenstein. Erbaut wurde es um 1630 durch Johann Andreas Rosenberg und dessen Sohn Georg Nikolaus, Schloss Grafenstein der dem Bau 1660 ein Stockwerk aufsetzte. Es ist seit jener Zeit im Besitz der Familie Rosenberg. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und daraufhin wieder restauriert.
Von den heutigen Maria Rainer Huben, war einst die "Juanhube" in Unter-Guntschach im Besitz der Herrschaft Grafenstein.
















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Probstei und Kirche Gurnitz

Vom alten Schloss Gurnitz ist heute nur noch bei genaueren Hinsehen etwas erkennbar. Probstei und Kirche Gurnitz, 2004 Seine Geschichte lässt sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Verlässt man den Friedhof der Kirche Gurnitz beim hinteren Ausgang und wendet seinen Blick nach oben, kann man die Trasse der Zufahrt zum einst imposanten Bauwerk erkennen. Am höchsten Punkt der Kuppe sind noch die Mauerreste der verfallenen Wehranlage zu sehen. Dort hinauf holte der Burgherr seine Untertanen, um sie vor Gefahren in Schutz zu nehmen. Mit Verbesserung der Waffentechnik verlor dieser Wehrbau, wie so viele andere auch, seine schützende Funktion.
"GVRNIZ" (VALVASOR 1688) Am Fuße der Erhebung steht ein großes, zweistöckiges Haus. Es diente der Herrschaft als Wirtschaftsgebäude bei der Bearbeitung der Dominikalgüter. Das Haus ist wahrscheinlich im Jahr 1545 errichtet worden, wie man einer Jahreszahl über der Eingangstür entnehmen kann. Später diente es wohl den Herren zu Gurnitz als Wohnsitz. Heute ist darin der Schloßwirt untergebracht. Im Gebäude neben der Kirche hatte der Probst seinen Wohnsitz.
Von den Maria Rainer Bauernhuben waren die "Karouhube" in Angern der Herrschaft Gurnitz, die "Polian"-, "Ruppitsch"- und "Pockhube" in Stemeritsch der Kirche Gurnitz untertänig.

Herrschaft und Kirche Keutschach

Der Ort Keutschach wird im Jahr 1150 als "Chodesach" urkundlich erstmals genannt. Nach einer Urkunde aus dem Jahr 1242 schenkte Herzog Friedrich von Österreich und Steiermark dem Kloster Viktring das Patronatsrecht über die Kirche Keutschach. Von daher lässt sich auch der Einfluss von Keutschach auf Huben, die im heutigen Gemeindegebiet von Maria Rain liegen, erklären.
Namentlich waren es die "Nartschnjakkeusche" und die "Tropperhube" in Angern. Sie könnten eine Gründung des Klosters Viktring gewesen sein und wurden von Viktring der Kirche Keutschach beigegeben.
"KEVTSHAH" Altes Schloss Keutschach, (VALVASOR 1688) Auch die Herrschaft Keutschach hatte Besitzungen im heutigen Maria Rain. Es waren dies die "Apothekerhube" in Obertöllern, die "Kometterhube" in St.Ulrich und die "Fillehube" in Göltschach. Sie sind vermutlich um 1530 als eine Auswirkung der Quart von Viktring an die Herren zu Keutschach gekommen.
Das alte Schloss, von ihm sind nur mehr Mauerreste vorhanden, stand etwas westlich vom jetzigen. Der heutige Bau, ein quadratisches, zweistöckiges Gebäude, ist um 1680 erbaut worden. Es war das Stammhaus der Herren von Keutschach, bis es in den Besitz von Georg Niclasen Ursin Grafen von Rosenberg kam. Es blieb bis 1926 im Besitz der Familie Orsini Rosenberg.





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Herrschaft Leonstein zu Pörtschach

Das Schloss Leonstein befindet sich am westlichen Ortsende von Pörtschach, direkt an der Hauptstraße. Der Kern des zweigeschossigen, langgestreckten Baues stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Der im Renaissancestil gehaltene Bau, steht heute in Privatbesitz. Er wird nach mehreren Umbauten als Hotel genutzt. Zuvor bewohnten die "Herren zu Leonstein" eine Burg, die um 1616 schon verfallen war.
Von den im heutigen Gemeindegebiet von Maria Rain bestehenden Bauernhöfen war die "Tschebulhube" in Strantschitschach ein Untertan der Herrschaft Leonstein zu Pörtschach.

Kirche Radsberg

Die Kirche Radsberg, ein spätgotischer Bau, steht am östlichen Ende der Ortschaft Radsberg. Die Kirche soll eine "Eppensteinische Eigenkirche" gewesen sein, da die Herrschaft Rottenstein, in der die Pfarre lag, eppensteinisch war. Noch vor der Wende in das 12. Jahrhundert kam die Pfarre zu Maria Saal.
Der Bau selbst könnte aus dem 16. Jahrhundert stammen. Er ist von einem Friedhof umgeben. Der mit Schießscharten ausgestattete Westturm wird in das Jahr 1557 datiert. Er bekam 1955, nachdem er abgebrannt war, einen neuen Zwiebelhelm aufgesetzt. Zwei Jahre darauf wurde auch das Innere der Kirche restauriert.
Die Kirche Göltschach war bis zu ihrer Eigenständigkeit im Jahr 1788 eine Filialkirche von Radsberg und wurde von dort aus mitbetreut. Da die Seelsorger von Radsberg diese Zusatzaufgabe nicht immer sehr ernst nahmen, kam es oft zu Beschwerden der Göltschacher.
Zu den Untertanen der Pfarre Radsberg zählten die "Hanns"- und die "Petritschkeusche" sowie die "Goritschnighube", alle in Göltschach.













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Herrschaft St.Georgen am Sandhof

"Commenda S. GEORGEN am Sandthoff" (VALVASOR 1688) Das St. Georgen am Sandhof Schloss St. Georgen am Sandhof steht etwas nördlich des Flughafen Klagenfurt, am südlichen Ausläufer des Maria Saaler Berges. Es lässt sich urkundlich bis in das13. Jahrhundert zurück belegen. Der Bau selbst wurde öfters umgestaltet und restauriert. Auch eine eigene Kapelle ist dem Schloss angebaut. Sie ist der hl. Elisabeth geweiht und trägt eine Inschrift des Erbauers, Hans von Hauß, aus dem Jahr 1584.
Von den im heutigen Gemeindegebiet von Maria Rain liegenden Huben war einst die "Joanhube" in Strantschitschach, ein Gut der Herrschaft St.Georgen am Sandhof.

Herrschaft Saager

Schloss Saager, 2001 Der Ort Saager liegt in einer Draubiegung südlich des Steilabfalles der östlichen Sattnitz. Etwa 500 m nordöstlich des Ortes, etwas erhöht auf einer Lichtung, liegt das Schloss Saager. Einst diente es der Überwachung des Drauüberganges im Bereich der heutigen Annabrücke.
Die "Holisterhube" in Obertöllern, war bis zur Aufhebung des grundherrschaftlichen Eigentums ein Gut der Herrschaft Saager. (siehe auch: Grafensteiner Richtkreuz)





Wauterhube
Herrschaft Kloster Tanzenberg

Der Schlossbau Tanzenberg, an Stelle der alten Burg des "Tanzo" erbaut, steht auf einer Anhöhe unweit von Maria Saal. In der alten Burg wohnte Pfingsten 1470 der spätere Kaiser Maximilian I., in dessen Besitz sie 1513 ging. "TANZENBERG" (VALVASOR 1688) Vom Vorgängerbau zeugt noch ein alter, bestehender Turm.
1515 kauften die Brüder Sigmund und Wolfgang von Keutschach das Gebäude. Die Errichtung des heutigen Renaissanceschlosses wurde um 1530 von beiden begonnen und gegen 1560 von Leonhard II. von Keutschach fertiggestellt. Von dem Schloss heißt es, es hätte so viele Tore, wie das Jahr Monate, soviel Türen wie das Jahr Wochen und soviel Fenster als das Jahr Tage, gehabt (Sage). Im 19. Jahrhundert wurde es zum Kloster umgebaut. Seit 1953 ist das Schloss im Besitz des bischöflichen Ordinariates in Gurk und wird als Gymnasium und Knabenseminar genutzt.
Von den Bauernhuben im heutigen Maria Rain waren einst die "Wauter-" und die "Komarhube" in Stemeritsch Untertanen der Herrschaft Kloster Tanzenberg.


Aus Hannes KASTRUN "Maria Rain" - im Wandel der Zeit; Eigenverlag 2000, S. 50-56

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