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Aberglaube

Mit dem Rauchfangkehrer zusammengekommen, bedeutet Glück.
Wenn sich das Käuzchen (Totenvogel) auf ein Haus setzt und schreit stirbt im Haus jemand.
Wäscht sich die Katze oder geht die Tür von selbst auf, kommt ein Gast ins Haus.
Wenn jemand Kinder oder Tiere bewundert, kann er sich dadurch "beschreien", das heißt ein Unheil über
    sie heraufbeschwören. Um die Gefahr abzuwenden, sagt man: "Pfui, pfui, dass i di nit bschrei!"
Scherben bringen Glück.
Wenn die Möbel krachen, stirbt in der Verwandtschaft jemand.
In der Nacht soll man im Hofe keine Wäsche hängen lassen, sonst fährt die Hexe durch.
In der Weihnachtsnacht darf am Boden keine Wäsche zum trocknen hängen, sonst stirbt jemand im Haus.
Während der Mette können die Haustiere reden. Sie werden an diesen Tagen besonders gut gefüttert,
    damit sie die Hausleute loben.
Wenn man einen Spiegel bricht, hat man sieben Jahre kein Glück.
Wenn man am Abend den Kehricht aus dem Hause trägt, so trägt man das Glück hinaus.
Dreht sich der Bräutigam oder die Braut nach der Trauung im Hochzeitszug um, so suchen sie sich einen
    anderen Mann oder eine andere Frau.
Wenn sich ein starker Wind erhebt und der Schleier der Braut auffliegt, werden sich die jungen Leute nicht
    gut vertragen.
Kommen ein Hochzeitszug und ein Leichenzug zusammen, so stirbt bald der eine Ehepartner.
Kräht eine Henne, stirbt im Hause jemand. Wenn die Henne ein Schalksei (Ei ohne Dotter) legt, muss man
    das Ei über das Nachbardach werfen, sonst bekommt ein altes Weib ein Kind.
Über ein Kind darf man nicht steigen, sonst wächst es nicht.
Eine Frau in gesegneten Umstand darf bei einem Schadenfeuer in der Aufregung nicht mit der Hand über
    das Gesicht fahren, sonst bekommt das Kind im Gesicht ein Feuermal.

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