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Beim Kartoffelreiben

Wie beim Federschleißen kommen Verwandte und Bekannte am Abend zusammen. Die gewaschenen Kartoffeln werden in einen Trog gegeben. Alle stellen sich rings um diesen und beginnen zu reiben. Es wird Stärke gemacht. Da geht es wieder lustig zu. Die geriebenen Kartoffeln kommen in reines, kaltes Wasser, dort wird die Stärke ausgelaugt. Die Treber werden ausgedrückt und verfüttert. Nach einigen Tagen setzt sich die Stärke zu Boden. Das Wasser schöpft man ab. Es bleibt ein weißer Brei zurück, der nach Verdunstung der Feuchtigkeit fest wird. Die Stärke wird zuletzt auf dem Dachboden zur Gänze getrocknet. Die Überreste der Kartoffeln (Treber) werden in Gugelhupfformen gepreßt und von den Mädchen in der Nacht in den Fenster anderer Mädchen gestellt. Sie sollen sich darüber ärgern.

Dieses Kartoffelreiben wird nicht mehr in den Ausmaße betrieben wie vor ca. 10 Jahren, da das Stärken der Röcke nicht mehr Mode ist.

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