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Bräuche bei Taufen

Dem neugeborenen Kinde bindet man auf die rechte Hand ein rotes Band, damit es nicht "beschrien" wird.

Wenn man die Wöchnerin besucht, besprengt man sie mit Weihwasser und macht das Kreuzzeichen, dass das Kind und die Mutter gesund bleiben und ihnen kein Unglück zustößt. Wenn das Kind zur Taufe getragen wird, sagt die Patin: "Jetzt tragen wir den Heiden fort und den Christen bringen wir wieder heim". Das Kind wird von der Patin - Goldl - zur Taufe getragen. Der Göd geht nicht mit. Nach der Taufe wird ein Gastmahl - "Kindlmahl" - gehalten, an dem auch der Göd teilnimmt.

Die Patin kocht acht Tage hindurch für die Wöchnerin. Am letzten Tag wird eine Torte und 1 Liter Wein gebracht. verwandte und Bekannte schicken nach den 8 Tagen 2 oder 3 mal ein Mittagessen oder eine Jause, bestehend aus Kaffee mit Kuchen.

Sechs Wochen nach der Geburt des Kindes holt sich die junge Mutter den "Fürsegen" in der Kirche. Sie trägt das Kind selbst mit in die Kirche. Nach dem Fürsegen wird wieder ein kleiner Imbiß, bei dem wieder Fleischspeisen sowie Wein aufgetragen werden, genommen. bevor sich die Mutter den Fürsegen nicht geholt hat, darf sie nicht auf die Gasse gehen.

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