|
Konrad Unger's Homepage |
Photokopie
der ältesten bekannten Urkunde aus dem Jahre 1269, in der Wallern genannt wird
- aus: Hans Wagner „Urkundenbuch
des Burgenlandes“, Band 1, (1955), Nr. 538, S 360
(Nationalbibliothek Wien)
zitiert aus "Pfarre St. Matthäus Wallern gestern - heute
-morgen" von Msgr. Mag. Mathias Sattler 2000
1269
Das
Kapitel von Raab bestätigt dem Kloster Marienberg die Schenkung des Ödenburger
Jobagionen Lambertus von Götsch, nämlich
150 Joch daselbst, mit genauen Grenzangaben. Erhalten in Transsumpt Andreas lll.
von 1297, im Ungarischen Staatsarchiv zu Budapest,
DL n. 688 (B) - Abschrift des
18.Jh. in der Sammlung Hevenesi, 53 n. 106 (C).
Druck: Fejér. CD IV /
3, 541
(nach C).
Regest:
Szentpétery, Borsmonostor 124
n. 45.
Capitulum ecclesie Geuriensis universis Christi
fidelibus presens scriptum intuentibus salutem in domino. Noverit universitas
vestra,quod Lampertus filius Chepani de Keych iobagio castri Supruniensis in
nostra presencia personaliter
constitutus confessus est de
beneplacito et consensu cognatorum suorum se donasse et dedisse pro remedio
anime sue monasterio Sancte Marie
Cisterciensis ordinis terram centum et quinquaginta iugerum in fine terre sue
hereditarie de Keych versus aquilonem adiacente perpetuo possidendam. Eadem
autem particula terre de terra dicti Lamperti,
sicut idem Lampertus nobis
retulit, metis infrascriptis
separatur: Prima meta incipit ab oriente apud aquam Fuenzorm vocatam existentem
prope v i l l a m B a l a tendens
ad partem meridionalem ad villam Keych, ubi sunt due mete; inde venit
ad partem occidentalem ad viam magnam Ilmesci
vocatam, ubi sunt similiter
due mete et iuxta eandem magnam viam latitudo eiusdem terre protenditur secundum
latitudinem triginta iugerum terre ad plagam septemtrionalem, ubi est una meta, et
revertitur ad predictam aquam Fuenzorm, ubi ipsa terra terminatur. In cuius rei memoriam et perpetuam firmitatem presentes in
testimonium dedimus sigilli nostri
munimine roboratas anno domini M° C C° L X mo
nono Chepano preposito,
Iurkane cantore, Hectore custode ecclesie nostre existentibus.
Übersetzung
der Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1269
1269
Das Kapitel von Raab entbietet allen Christgläubigen, die Einsicht nehmen in
dieses Schriftstück, Heil im Herrn. Mögen Sie alle zur Kenntnis nehmen, dass
Lampertus, Sohn des Chepanus von Keych und Jobagio der Burg von Ödenburg, persönlich
bei uns gegenwärtig bekannt
gegeben hat, dass er mit Gutheißung und Zustimmung seiner Verwandten, zum Heil
seiner Seele dem Marienkloster der Zisterzienser von seinem Erbteil, das gegen
Norden liegt, 150 Joch Land zum dauerndem Besitz als Geschenk überlassen habe. Dieses Stück Land aus dem Besitz des
besagten Lampertus wird, wie uns dieser Lampertus versicherte, durch folgende
Grenzmarkierungen umschrieben: Die erste Markierung beginnt im Osten, bei einem
Wasser, genannt Fuenzorm, in der Nähe des
D o r f e s B a l a;
wendet sich nach Süden dem Dorf Keych zu, wo zwei Markierungen sind; von
da geht es nach Westen auf einen großen Weg zu, genannt Ilmesci, wo sich
gleichfalls zwei Markierungen befinden; diesen großen Weg entlang erstreckt
sich das Land in einer Breite von 30 Joch gegen Norden, wo wieder eine
Markierung ist, und von da geht es zurück zu dem oben genannten Wasser Fuenzorm,
durch das das Land abgegrenzt wird. Zur Erinnerung und dauernden Festigkeit
dieser Sache legen wir Anwesenden Zeugnis ab und bekräftigen es durch unser
Siegel im Jahre des Herrn 1269 in Anwesenheit von Prepositus Chepanus,
Kantor Jurkanis und dem Kustos unserer Kirche, Hektor.
|
Konrad Unger's Homepage |