Werner Kopacka, Thomas Schrems:
Zuadraht
Ein wahnsinniger Killer geht in Graz um. Seine Opfer sind Honoratioren
der Politik und Gesellschaft. Sein Motiv – Rache? Alles
deutet
zunächst auf den untergetauchten Starkolumnisten der
auflagenstärksten Lokalzeitung hin. Doch der Leser
weiß es
besser, denn dieser Journalist ist selbst ein Opfer des wahnsinnigen
Killers, von diesem gefangengehalten und zum Spielball gemacht. Doch
auf wen zielt diese Mordserie ab? Wer soll tatsächlich zur
Strecke
gebracht werden und vor allem, wie? Spannung bis zur letzten Zeile ist
garantiert.
„Zuadraht“ ist ein Krimi aus zwei Perspektiven.
Werner
Kopacka schlüpft mit knisternder Intensität in die
Rolle des
Serienkillers, der seine Taten teuflisch subtil plant und
ausführt, während Thomas Schrems den Ermittler
verkörpert, der akribisch recherchiert, den kaum vorhandenen
Spuren geduldig und doch mit einer ihm eigenen Raffinesse nachgeht.
Beide Autoren schreiben in der Ichform und könnten darin
unterschiedlicher nicht sein. Ein stilistisches Wechselspiel wie Tag
und Nacht, das den besonderen Anreiz dieses ganz und gar
ungewöhnlichen Graz-Krimis mit ausmacht. Ein Wechselspiel,
genährt aus den Wechselfällen des Lebens, wie sie
kaum jemand
besser kennen gelernt hat als die Autoren selbst: Als Journalisten der
„Kronen Zeitung“ nehmen sie seit vielen Jahren
Einblicke in
die Abgründe und Höhenflüge menschlicher
Befindlichkeiten und ihrer Katastrophen im Alltag.
Werner Kopacka, Thomas Schrems: "Zuadraht",
erschienen im Leykam Buchverlag, Steirische Verlagsgesellschaft, 2006.
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