Warum Segelfliegen

Der unvergessene Jochen von Kalckreuth hat in seinem Buch „Segeln über den Alpen“ den alpinen Segelflug in einer sehr bildhaften Sprache beschrieben:

„Himmelhohe Bergprofile und tief eingekerbte Talfurchen bilden das Reliefgesicht der Alpen, in das der Segelflieger blickt. Niemand sonst ertastet wie er mit den Augen die gewaltigen Diagonale aus Fels und Eis. Ständig den Blickpunkt wechselnd, erfasst er im lautlosen Fluge zwischen den Gebirgen ihre aufwogenden Formen, ihr Wesen. Im urweltlichen Flugrevier der Gletscher und steilen Felsstürze kommt der Flieger im leichtesten Flugzeug dem wirklichen, dem Vogelflug nahe. Sein Element ist der Atem der Landschaft, das stete Auf und Ab der Luftströme über Bergen und Tälern. Als ein Alpinist mit Flügeln am Rücken tastet er sich nah um Almhänge und Wandfüße. Sorgsam prüft er Gestein und Bewuchs, Schräge und Sonnenstand – und klettert im engen Aufwind an den Felsen empor. Hat er jedoch die Höhe der Gipfel, der Wolken gewonnen, dann genügt eine leichte Bewegung der Ruder, sich vom tragenden Luftstrom in den freien Himmel zu schwingen. Nun empfängt ihn das weite Panorama der Alpen. Zu immer neuen Raumformen bilden sich ihm die Gebirge im stillen Flug. Fernste Gipfel winken über den Horizont, lupenscharfe Einblicke findet sein Auge in schattige Schründe, ins Fugenwerk hoher Pfeiler, in die blauen Spalten des Eises. Gamsrudel schreckt sein Pfeilschatten auf, und Adler kreisen mit ihm...“

Ikarus´ Traum.

Diese Worte sind vielleicht die Antwort auf  das „warum wir segelfliegen“...

 

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