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Forschung:

Namhafte Institute untersuchten den Kürbis auf seine Wirkung und den Organismus.

Themen:

bulletInhaltsstoffe und Wirkung
bulletGutes und schlechtes Cholesterin
bulletÖl ist nicht gleich Öl
bulletGesundheitsregel

Inhaltsstoffe im Kürbis und Kürbiskernöl

Vitamine:

Vitamine sind für Menschen und Tiere lebensnotwendig. Sie werden vom Körper in geringen Mengen benötigt. Vitamine werden unterteilt in Wasser- und fettlösliche Vitamine. Während fettlösliche Vitamine vom Körper gespeichert werden können, müssen wasserlösliche Vitamine regelmäßig aufgenommen werden. Die Aufnahme geschieht über die Nahrung. Um eine ausreichende Vitaminaufnahme zu gewährleisten, ist eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung wichtig.

Provitamin A

Kürbis gehört zu den Lebensmitteln, die als besonders reich an Provitamin A eingestuft werden. Provitamin A wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Vitamin A ist an der Bildung des Sehpurpur beteiligt und daher für das Nachtsehen besonders wichtig.

Vitamin B

Der Kürbis enthält auch Vitamine der Vitamin-B-Gruppe. Er enthält:B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B6 (Pyridoxin), Niacin und Folsäure. Die B- Vitamine gehören zu den Wasserlöslichen Verbindungen, die zur Bludbildung beitragen. Das Kürbisfruchtfleisch enthält einen besonders hohen Anteil an Folsäure. Eine gute Versorgung mit B-Vitaminen läßt unsere Haut und unsere Haare gepflegter aussehen.

Vitamin C

Das Kürbisfleisch ist reich an Vitamin C. Es gilt als Vitamin der Abwehrsteigerung und wird besonders in den feuchten und kalten Monaten eingenommen, um Infektionskrankheiten vorzubeugen. Aber auch gegen Entzündungen des Zahnfleisches wirkt Vitamin C. Es macht fit und hilft gegen Müdigkeit. Bei starker körperlichen und geistigen Belastung steigt der Bedarf an Vitamin C.

Vitamin E

Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin. Es ist daher in erster Linie im

Vitamin F

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die essentiell sind (also vom Körper nicht selbst hergestellt werden können), werden auch Vitamin F genannt. Die wohl wichtigste Fettsäure ist die Linolsäure, die in Kürbiskernen enthalten ist. Ein Mangel an Vitamin F kann Hautprobleme bis hin zu Hautentzündungen, Wachstumsstörungen und eine Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes mit sich bringen.

Mineralstoffe

Auch die Mineralstoffe sind für unseren Körper und die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen wichtig. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und sind in unterschiedlichen Konzentrationen in vielen Lebensmitteln enthalten. Der Kürbis enthält die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor. Natrium ist nur in Spuren enthalten, daher ist der Kürbis für streng natriumarme Diäten geeignet. Kürbis gilt als reiche Kaliumquelle.

Spurenelemente

Spurenelemente werden, wie schon der Name sagt, vom Körper nur in Spuren benötigt, sind aber genauso wichtig wie Vitamine und Mineralstoffe. Sie sind essentiell, d.h., sie müssen dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden. Wenn sie dem Körper nicht oder in zu geringen Menge zugeführt werden, können ernsthafte Funktionsstörungen und Mangelerscheinungen die Folge sein.

Seelen und Zink sind in geringen Mengen im Kürbis enthalten.

Weitere Inaltsstoffe

Delta 7-sterole

Delta 7-sterole weisen einen positiven Einfluß auf den prostataspezifischen Hormonwechsel auf. Sie führen in vielen Fällen zu einer Rückbildung der gutartig vergrößerten Prostata und damit zu einem Abklingen der Beschwerden. Der Kürbis enthält darüber hinaus weitere Inhaltsstoffe wie Kupfer, Mangan, Molybdän, Jod, Fluor und Fruchtsäure, wie beispielsweise Apfelsäure.

Hier finden Sie alles Wissenswerte über die Analysen der Kernölforschung vom 4/97 der Uni Zeit Außen Institut

Mit einer Flasche Kernöl als Mitbringsel für zu Hause verabschiedet der Grazer Neurologe UD Dr. Manfred Walzl für gewöhnlich seine Besucher aus aller Welt. Der Anruf eines deutschen Kollegen brachte die Dinge ins Rollen. 

Der neugierige oder vielleicht auch etwas skeptische Kollege, eine international anerkannte Kapazität, unterzog das wohl sehr fremdartig anmutende Genußmittel in seinem Labor einer eingehenden Analyse. Er entdeckte dabei Erstaunliches: Das Kürbiskernöl aus der "Grünen Mark" weist mit etwa 80% ungesättigten Fettsäuren, davon bis zu 60% der besonders wertvollen Linolsäure, ein für die menschliche Gesundheit äußerst günstiges Fettsäurespektrum auf. Aufmerksam geworden, ging Walzl, der auf die Behandlung von


Zu viel, zu fett, zu hastig

Herr und Frau Österreicher essen im Durchschnitt zu fett, zu kalorienreich, zu viel, zu hastig. Die regulierenden Rezeptoren der Leber bewältigen das Überangebot an Fetten nicht mehr, und der Blutfetthaushalt (Cholesterinhaushalt) des Körpers gerät durcheinander. Überschüssiges Fett lagert sich in der Folge in die Gefäßwände ein, und zusätzliche Einlagerungen von Kalk führen zur Verengung oder zum Verschluß der betroffenen Gefäße. Während Österreich in Sachen Herzinfarkt und Schlaganfall im internationalen Spitzenfeld liegt, sind etwa Franzosen oder Italiener aufgrund ihrer mediteranen Ernährung viel weniger von diesen gesundheitlichen Katastrophen betroffen. 


Gutes und schlechtes Cholesterin

Selbst in den USA, deren Küche im allgemeinen nicht als Musterbeispiel für eine gesunde und ausgewogene Ernährung gilt, sind diese Erkrankungen nicht zuletzt aufgrund der stärkeren Beachtung des Cholesteringehaltes von Nahrungsmitteln deutlich weniger häufig. So nimmt der Österreicher im statistischen Durchschnitt 400 mg Cholesterin pro Tag zu sich, der Amerikaner nur 180 mg. 
Der körpereigene Blutfetthaushalt wird vom Verhältnis des "guten" Cholesterins HDL (High Density Lipoprotein) zum "schlechten" Cholesterin LDL (Low Density Lipoprotein) bestimmt. Nach den derzeitigen Erkenntnissen gilt als Faustregel, daß der Cholesteringehalt im Blut nicht mehr als 200 mg/dl betragen und der Wert des "guten" Cholesterins nicht unter 45 mg/dl liegen soll. Ein sehr guter Wert für einen gesunden Menschen ergibt sich, wenn das Gesamtcholesterin dividiert durch die Höhe des "guten" Cholesterins den Faktor 5 nicht überschreitet (z.B. 200 : 50 = 4). Durch eine ausgewogene Ernährung und durch sportliche Betätigung kann das "gute" HDL gesteigert und das "schlechte" LDL gesenkt werden. 


Öl ist nicht gleich Öl

Besonders die Speiseöle wurden in diesem Zusammenhang von den beiden Forschern genauer unter die Lupe genommen. Sie fanden heraus, daß pflanzliche Fettstoffe, im besonderen die im Kürbiskernöl in hoher Konzentration enthaltenen Phytosterole, den menschlichen Cholesterinhaushalt äußerst positiv beeinflussen. Diese Phytosterole kommen jedoch nur in sogenannten "nativen" (naturbelassenen) Pflanzenölen vor und nicht in den raffinierten Ölen, die bis zu 250 Grad erhitzt, gebleicht, desodoriert, stabilisiert und fraktioniert werden. Das native kaltgepreßte Kürbiskernöl weist zudem eine ernährungsphysiologisch außerordentlich vorteilhafte Fettsäurenzusammensetzung auf, welche das LDL-Cholesterin im menschlichen Körper senkt. Die im Kernöl enthaltene Linolsäure produziert der Mensch nicht selber, sondern sie muß zugeführt werden. Durch Trocknung und Röstung der Kerne gehen die Phytosterole übrigens nicht verloren. Auch die Kochvorgänge zur Zubereitung der schmackhaften Eierspeise mit Kernöl können den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen nichts anhaben. 
Als Gesundheitsregel zur Aufnahme von Fetten empfehlen die beiden Forscher eine 1:1:1 Kombination: So soll die Nahrung einen Teil gesättigte Fettsäuren (vor allem in tierischen Fetten), einen Teil einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäuren in pflanzlichen und tierischen Fetten) und einen Teil mehrfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem in pflanzlichen Ölen und Lebensmittel) enthalten. 


Gesundheitsregel 

Die Wissenschaftler betonen, daß es bei der cholesterinbewußten Ernährung letztendlich auf die ausgewogene Kombination der verspeisten Lebensmittel ankommt. Nur das sonntägliche Schnitzel vom Speisezettel zu streichen muß noch nicht bedeuten, daß damit der Cholesterinhaushalt des Körpers positiv beeinflußt wird. Die beiden Forscher wollen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem "Grünen Gold" der Steiermark in Hinkunft kräftig vorantreiben: Am 22. November 1997 wird im weststeirischen Rassach die 1. Steirische Kernöltagung stattfinden, die sich an Produzenten,Ärzte, Wissenschaftler und Konsumenten richtet und die in der Folge jährlich durchgeführt werden soll. Anfang nächsten Jahres startet an der Elektrobiologischen Abteilung am LKH-Universitätsklinikum in Zusammenarbeit mit der lokalen EU-Projekt-Einrichtung "Integrierte ländliche Entwicklung Steiermark" eine großangelegte Studie zum Thema "Kernöl bei Hypercholesterinämie". Auch Brüssel wurde mit dem steirischen Kürbis bereits intensiv befaßt: Mit dem EU Beitritt Österreichs wurde für steirisches Kürbiskernöl ein Herkunftsschutz beantragt - und genehmigt. Kürbiskernöl, das unter der Bezeichnung "Steirisches Kürbiskernöl ? geschützte geographische Angabe (g.g.A.)" auf den Markt gebracht wird, darf in Hinkunft nur aus bestimmten ausgewiesenen Regionen stammen, und die Pressung darf ausschließlich von Kürbiskernen der Gattung "Cucurbita pepo var. styriaca" erfolgen. 
 
 

Joachim Gruber Joachim Gruber 

 

 

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Stand: 24. Dezember 2010