Photovoltaik Anlagen

Allgemeines
Als Photovoltaik bezeichnet man die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Die Stromgewinnung aus Sonnenlicht erfolgt mit Hilfe von Solarzellen vollkommen emissions- und geräuschfrei. Sobald Sonne auf die Solarzellen scheint, baut sich eine elektrische Spannung auf und es fließt Gleichstrom. Je größer die Einstrahlung ist, umso größer ist auch der Stromfluss. Dieser "Strom" wird in Batterien gespeichert und je nach Bedarf über Wechselrichter auf die "normale" Wechselspannung gebracht und dann in das Stromnetz des jeweiligen Energieversorgungsunternehmens eingespeist. Dafür erhält man vom Energieversorger eine Einspeisevergütung für den nicht selbst verbrauchten Strom.
Die Netzkoppelung hat einleuchtende Vorteile: Untertags, wenn die Sonneneinstrahlung am stärksten ist, erreicht auch der Stromverbrauch seine Spitzen: Die Photovoltaikproduzenten speisen ihre Überschüsse ins Netz. Während der Nacht, wenn genügend Strom im Netz fließt, holen sich die Eigenerzeuger einen Teil ihrer Tageseinspeisung zurück.
Planung
Um die Planung einer PV-Anlage beginnen und ein Angebot erstellen zu können, ist eine Ortsbesichtigung nötig. Zunächst muss festgestellt werden, ob das vorgesehene Bauwerk zur Installation einer PV-Anlage geeignet ist.
Folgende Punkte sollten bei der Planung berücksichtigt werden:
- Möglichst verschattungsfreier Standort
- Dachausrichtung von Ost bis West, geneigtes Süddach ist optimal
- Die Neigung eines Süddaches von 20° - 40° bietet einen optimalen Energieertrag, aber auch andere Dachneigungen bis zu Fassaden sind möglich.
- Bei freistehenden Anlagen z. B. auf Flachdächern auf ausreichende Statik des Dachstuhles achten
- Eine gute Hinterlüftung der Solarmodule optimiert den Energieertrag der Anlage

Welchen Ertrag kann man erwarten?
Die Größe einer PV-Anlage wird nach der Leistung des Solargenerators in kWp angegeben. Dieser Wert beschreibt die Modulleistung unter genormten Testbedingungen.
Der von den Photovoltaikmodulen erzeugte Gleichstrom wird über Wechselrichter gewandelt und über einen separaten Einspeisezähler in das lokale Energieversorgungsnetz gespeist. Der Strombedarf des Gebäudes wird unverändert
über den bereits vorhandenen Bezugszähler vom Energieversorger bezogen.
Die im Mittel erzeugte elektrische Energie je 1 kWp (entspricht ca. einer Fläche von 10m2) beträgt ca 850 kWh/Jahr. Der angegebene Wert bezieht sich auf einen Wert von 100% Energieertrag bei 30° Neigung und Südausrichtung. Sie ist standortabhängig und für Österreich gültig.
In der jahreszeitlichen Verteilung der Energieerträge, wie nicht anders zu erwarten, sind die Sommererträge erheblich größer als im Winter. Konkret bringt eine Solarstromanlage im Sommerhalbjahr etwa zwei Drittel des Jahresertrages.
Mit der nach dem EVU geltenden Einspeisevergütung ist bei guten Standorten ein wirtschaftlicher Betrieb von PV-Anlagen möglich. Gegebenenfalls erhöhen weitere Fördermöglichkeiten die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

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