23. November 2008 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 44
„Jeden Cent in die Bahn investieren“

Verkehrsplaner schlägt dem Ennstal „Schiene statt Straße“ vor, eine vierspurige Hochleistungs-Strecke sei nicht im Interesse der Bevölkerung.

UTE GROSS

Wer sich von der Ergebnispräsentation der Intermodalen Verkehrsplanung konkrete Daten, Zahlen, Fakten erwartete, dürfte Freitag Abend vom Liezener Kulturhaus eher enttäuscht den Heimweg angetreten haben. Mit besonderen Neuigkeiten konnte Verkehrsplaner Hermann Knoflacher nicht aufwarten.

Das Fazit seiner Tätigkeit, die vor allem auf den Auswertungen einer Verkehrszählung und Haushaltsbefragung basiert: Keine Hochleistungsstraße durchs Ennstal, da sonst ein starker Anstieg des Transitverkehrs drohe. Seine Alternativvorschläge: „Einführung einer 7,5 Tonnagebeschränkung, Verbot des Lkw-Transits, Bestandsausbau zur Verkehrsberuhigung in Ortschaften.“ Statt in die Straße soll laut Knoflacher „jeder verfügbare Cent in die Schiene investiert werden“. Er schlägt den zweigleisigen Ausbau durchs Ennstal vor, eine deutliche Verdichtung des Taktverkehrs und eine Verbesserung der Infrastruktur wie die Neugestaltung von Bahnhöfen und Zubringerdienste zu Bus und Bahn. Um den lokalen Pkw-Verkehr einzudämmen sei regionale Wirtschafts- und Standortspolitik notwendig: „Keine Shoppingcenter, sondern Förderung lokaler Betriebe“, so Knoflacher.

Hakel im Boot

Aufhorchen ließ Liezens Bürgermeister Rudolf Hakel mit dem Bekenntnis, dass er sich eine 7,5 Tonnagebeschränkung durch das Ennstal sehr wohl vorstellen könne. „Das könnte für die Bevölkerung schon eine Entlastung bringen und der Ziel- und Quellverkehr ist ohnehin ausgenommen. Vielleicht bringen wir etwas zusammen, wenn wir gemeinsam daran arbeiten“, sagte Hakel an den Grün-LAbg. Lambert Schönleitner gewandt. Voraussetzung dafür sei, so Hakel, „dass vernünftige Unterlagen vorhanden sind, mit denen man auch argumentieren kann, sonst brauchen wir nicht nach Graz zu fahren.“

Schönleitner kritisierte, dass das diesbezüglich erstellte emissionstechnische Gutachten von der Bezirkshauptmannschaft „offenbar zurückgehalten wird“ und forderte erneut Einblick.

 

 

on zu widmen.

UTE GROSS

 

 

 

17. Mai 2008 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 24
Planspiel mit reger Beteiligung

Geht es nach den Liezenern, soll nicht alles nach Plan laufen: Die vorliegende Variante stößt aus mehreren Gründen auf Widerstand.

Rudi, du muasst di’ auf’d Fiaß stell’n“ – unmissverständliche Botschaft an Liezens Bürgermeister Rudolf Hakel bei der gestrigen Planungsausstellung zur neuen Ennstalstraße im Wirtschaftspark. Es war nicht die einzige Botschaft dieser Art, die gestern an das bürgermeisterliche Ohr gedrungen ist.

Es waren vor allem potenziell betroffene Anrainer, die sich die Informationsveranstaltung nicht entgehen ließen. Hakels erneuertes Versprechen: „Für diese Variante wird es die Zustimmung der Gemeinde nicht geben.“ Bekanntlich hätte er die Straße gerne ein gutes Stück weiter südlich, an der Hochwasserlinie. Diesem Wunsch erteilte ein paar Meter weiter – an einer anderen Schautafel ins Gespräch mit Interessierten vertieft – Planer Thomas Waidgasser von der zuständigen Fachabteilung des Landes eine Absage: „Weiter südlich wird es nicht gehen, da haben wir Probleme mit dem Natura 2000-Gebiet.“ Es mache wenig Sinn etwas zu planen, wenn die Umsetzungschancen gering seien. Die vorliegende „Mittelvariante“ hält Waidgasser hingegen „für realisierbar“. Anders Grün-LAbg. Lambert Schönleitner, der die Fachdiskussion mit dem Planer suchte. Schönleitner geht davon aus, dass die Trasse nicht umsetzbar sei und argumentierte vor allem mit EU-Verträgen wie der Alpenkonvention. Eine Auffassung, die Waidgasser nicht teilt.

Bei der Ausstellung zeigte sich auch Wörschachs Bürgermeister Franz Lemmerer – und er zeigte sich wenig amüsiert. Er macht kein Hehl daraus, was er von der vorliegenden Variante hält: nämlich nichts. Die neue Straße würde in Wörschach Wohngebiet berühren, durch Vernichtung von Flächen die Entwicklung der Gemeinde hemmen und wertvolles Naherholungsgebiet zerstören. „In Wörschach hätte es nicht einmal eine Planungsausstellung geben sollen, aber das habe ich durchgesetzt. Einen Tag später, am 5. Juni, mach’ ich dann gleich eine Bürgerversammlung“, lauten die ungewohnt kämpferischen Töne des Ortschefs.

Nichts geändert

Bürgermeister Hakel monierte im Small-Talk, dass sich an den Plänen trotz Kritik nichts geändert habe. „Am 9. März wurden wir damit konfrontiert und haben ein Veto eingelegt, aber die Pläne sind heute gleich wie damals.“ Vertreter der Bürgerinitiativen waren auch vor Ort, einige hitzige Zwiegespräche zwischen Befürwortern und Gegnern waren zwar zu belauschen, Emotionen wurden aber nicht hoch gekocht. Das Anbringen eines Transparentes mit der knappen Aufschrift „Überrollt“ im Foyer des Gebäudes wurde mit dem Hinweis „das ist eine agitationsfreie Zone“ abgewehrt. Antwort LIEB-Obmann Gust Singer: „Wenn das agitationsfreie Zone ist, was macht’s ihr dann da?“ Sprach’s und entschwand samt Transparent um selbiges beim Parkplatz in den Boden zu rammen und sich dann wieder lustvoll der Diskussion zu widmen.

UTE GROSS

 

 

22. April 2008 | Region Ennstal | Steiermark |

Ennstaltrasse: Landesregierung sagte einstimmig "Ja" zur Mittelvariante

Im dritten Anlauf erhielt die Verkehrslandesrätin die Zustimmung zu ihren Plänen. Die Euphorie in der Region hält sich in Grenzen..
Purzelbäume aus lauter Freude über den Beschluss der Landesregierung zur Verkehrslösung zwischen Liezen und Trautenfels wurden gestern in der Region keine geschlagen.

Finanzierung nicht geklärt. Bürgermeister Rudolf Hakel: "Was mich stört, ist, dass in dem seitenlangen Beschluss der Finanzierung gerade einmal fünf Zeilen gewidmet sind." Und bekanntlich: Ohne Geld nicht nur keine Musik, sondern auch keine Straße. "So lange nicht definitiv klar ist, wer zahlt, ist jede weitere Planung hinausgeworfenes Geld", ist Hakel überzeugt.

Entgültige Entscheidung. Für ihn ist in Hinblick auf die weitere Stadtentwicklung besonders wichtig, dass bald eine endgültige Entscheidung fällt. Die Grundsatzposition des Liezener Stadtchefs ist bekannt: Ob zwei- oder vierspurig ist für ihn kein Kampfthema, aber die neue Straße soll weiter südlich (an der Hochwasserlinie) als derzeit vorgesehen verlaufen - einerseits, um die Anrainer zu schützen, andererseits um wertvolles Bauland zu erhalten. Als positiv wertet Hakel, "dass über Zusatzantrag der SP-Regierer verpflichtende Gespräche mit den Gemeinden in den Beschluss aufgenommen wurden".

Widerstand. Die Grünen haben sich in ihrer ersten Reaktion auf die Sozialdemokraten eingeschossen: "Das ist ein SPÖ-Umfaller der Marke Gusenbauer", urteilt der Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner. Die SPÖ habe den gemeinsamen Weg mit der Bevölkerung endgültig verlassen, außerdem sei der einstimmige Gemeinderatsbeschluss von Liezen von der Landesregierung ignoriert worden. "Eine vierspurige Straße kommt für die Grünen nicht in Frage. Wer dafür eintritt, provoziert im Ennstal einen Aufstand, der die Ennstrassen-Proteste aus den 1990er-Jahren bei weitem übertreffen wird", prophezeit Schönleitner.

Ökologische Auswirkungen. Auch die KPÖ hat sich gestern unmittelbar nach der Entscheidung der Landesregierung per Aussendung zu Wort gemeldet: "Wir treten für einen behutsamen Ausbau der bestehenden Ennstalbundesstraße ein", erklärte Klubobmann Ernest Kaltenegger. Eine Schnellstraße hätte aus Sicht der KPÖ nicht nur ökologische Auswirkungen, sondern auch negative Folgen für die regionalen Wirtschaftszentren, an denen der Verkehr vorbeigeschleust werde. "Wir werden die Bürgerinitiativen unterstützen", so Kaltenegger.

Zeitplan. Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder feierte den gestrigen einstimmigen Regierungsbeschluss als Erfolg und skizzierte ihren Zeitplan: "Als nächster Schritt wird bis Ende des Jahres die strategische Prüfung Verkehr eingeleitet, danach wird mit der Asfinag über die Finanzierung verhandelt." Danach müsste der Nationalrat die Rückführung der B 320 in das Bundesstraßennetz beschließen, die UVP könnte 2012/2013 erfolgen. Mit einem möglichen Baubeginn sei nicht vor 2016 zu rechnen.

UTE GROSS

 

11. März 2008 | Region Ennstal | Steiermark | Seite 18/19
 
Weg zur Enns-Trasse wird lang und steinig

Eine 14 Kilometer lange, vierspurige Straße hat das Land für das Ennstal geplant. Die Finanzierung ist offen – und der Widerstand formiert sich.

Die schier endlos scheinende Geschichte von der Enns-Trasse wird die Steiermark und im Besonderen das Ennstal weitere zehn Jahre beschäftigen: Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (VP) präsentierte nach mehrjähriger Planung jene zwei Trassenvarianten, die das Land für machbar hält. Dabei präferiert die Landesrätin eine vierspurige, bemautete Schnellstraße nahe der bestehenden B 320 (Variante Mitte, siehe Grafik).

Aus heutiger Sicht könnte die 14,5 Kilometer lange Straße zwischen dem Knoten Selzthal und Trautenfels (ein Bau darüber hinaus ist kein Thema) frühestens ab 2016 gebaut und 2018 in Betrieb gehen. Die Liste der Hürden ist jedoch lang.

Da das Land die Kosten von rund 400 Millionen Euro alleine nicht aufbringen kann, müsste die B 320 wieder dem Bund übertragen werden. Bau und Betrieb wären dann Sache der Autobahnengesellschaft Asfinag. „Mit beiden werden Gespräche geführt“, sagt Edlinger-Ploder.

Für die Asfinag ist die Enns-Trasse indes noch weit weg: „Wir sind dafür derzeit nicht zuständig“, erklärt Sprecherin Anita Oberholzer auf Anfrage, „eine Schnellstraße im Ennstal ist auch nicht im Rahmenplan des Verkehrsministeriums enthalten.“

Große Brocken sind die Umweltverträglichkeitserklärung und -prüfung sowie eine Naturverträglichkeitsprüfung. Schon jetzt formiert sich der Widerstand betroffener Anrainer in Liezen, Weißenbach und Wörschach als auch der Bürgerinitiative NETT (Nein zur ennsnahen Transittrasse). Edlinger-Ploder ist sich des Risikos bewusst: „Es wird Einwände geben. Ich kann nicht sagen, ob 2016 gebaut wird.“

Nahe an der Bahn

Zunächst peilt die Landesrätin für Anfang April einen Beschluss der Landesregierung an, wonach die „Variante Mitte“ weiterverfolgt werde. Die Straße würde nicht nur nahe der B 320, sondern auch an der Bahntrasse verlaufen, womit „wir die bestehende Wirtschaftsachse weiterführen“ könnten, meint Edlinger-Ploder. Die südliche Variante dagegen würde das Ennstal weiter durchschneiden.

Mehr als 80 Prozent des Verkehrs im Ennstal ist so genannter Ziel- und Quellverkehr (aus der Region selbst), 17 Prozent ist Durchzugs- und nur 1,1 Prozent Transitverkehr. Bis 2025 sehen die Prognosen einen weiteren Anstieg voraus. Um zu verhindern, dass Pkw und Lkw von der mautpflichtigen Schnellstraße auf die B 320 ausweichen, schlägt die Landesrätin eine Beschränkung von zumindest 7,5 Tonnen für die alte Straße vor, wie es sie in der Steiermark – etwa auf der B 317 im Murtal – bereits gibt.

HANNES GAISCH, UTE GROSS

 

LIEZEN. Eine Aktion im Bezirk Murau hat auch die Ennstaler Bürgerinitiative NETT wieder Mut schöpfen lassen. Dort wurde auf der Strecke zwischen Dürnstein und Scheifling (B 317) eine 7,5-Tonnen-Beschränku

5. April 2006 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 30
POLITIK INTERN

Geschenke und ein offener Brief

Einen Schlagabtausch liefert sich der Irdninger Öko-Aktivist Reinhard Thalhammer-Moreau mit dem Landtagsabgeordneten Odo Wöhry. In einem offenen Brief, der in den nächsten Tagen als Postwurf im Ennstal verschickt wird, kritisiert er die Verkehrspolitik des ÖVP-Politikers. Hintergrund: Moreau präsentierte kürzlich den Al Gore-Film „Eine unbequeme Wahrheit – die drohende Klimakatastrophe und was wir dagegen tun können“ und verschickte im Vorfeld das gleichnamige Buch an regionale Politiker, darunter auch an Wöhry. Der Abgeordnete hat das Buch samt Begleitschreiben und der Eintrittskarte für den Film zurückgeschickt. Er fühlte sich von der Formulierung in dem Begleitbrief, Wöhry habe „die ungeheure Dimension des Klimawandels, seine Ursachen und Folgen noch nicht wahrgenommen“, offenbar provoziert. Außerdem habe er das Buch schon. Wöhrys Replik an Moreau: „Arroganz und Präpotenz können Fachwissen nicht ersetzen.“ Die Fortsetzung der Auseinandersetzung: der offene Brief. Die Quintessenz daraus: Der Bau einer vierspurigen Straße durch das Ennstal und die Verhinderung der 7,5-Tonnenbeschränkung seien die falsche Antwort auf den Klimawandel.

Ebenfalls zurückgeschickt hat das Buch Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder, die durch ihr Büro aber „herzlich dafür danken“ ließ, sie sei aber bereits im Besitz des Buches, selbiges sie privat angekauft habe. Der SPÖ-Landtagsabgeordnete Ewald Pesch zeigte sich erfreut über das Buch, dankte schriftlich ebenfalls „sehr herzlich “ und merkte an, im Gegenzug für das Geschenk an eine Umweltorganisation spenden zu wollen.

Besonders großes Interesse zeigte der Liezener Bürgermeister Rudolf Hakel: Er bedankte sich für das Buch persönlich und berichtete, bereits darin gelesen zu haben. Außerdem nahm er auch die Einladung zu dem Filmabend an und reiste dafür extra nach Irdning. Keine Reaktionen gab es von Bundesrat Franz Perhab, LAbg. Karl Lackner und Bezirkshauptmann Kurt Rabl.

UTE GROSS

LIEZEN. Eine Aktion im Bezirk Murau hat auch die Ennstaler Bürgerinitiative NETT wieder Mut schöpfen lassen. Dort wurde auf der Strecke zwischen Dürnstein und Scheifling (B 317) eine 7,5-Tonnen-Beschränku

22. Februar 2007
Ist die „Stadtautobahn“ schon beschlossen?
 
Die Ankündigung des Baues eines vierspurigen Straßenteilstückes im Süden von Liezen lässt bei den Anreinern viele Fragen offen.

Die Bürgerversammlung letzten November hatte keinen Informations-charakter sondern hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt“, klagt Michael Langegger, Sprecher der frischformierten Bürgerinitiative „Betroffene gegen die MO2b“.

Fragen über Fragen

Nach der Präsentation der vierspurigen Unterflur-Trasse mitten durch das vielfrequentierte Naherholungsgebiet im Süden der Bezirkshauptstadt taten sich jede Menge Fragen auf. Vor allem die Bewohner der Gebiete Friedau, Sonnau und Döllacherstraße, deren Wohnungen, Häuser und Grundstücke direkt an den 50 Meter breiten Planungskorridor grenzen, fühlen sich von den Verantwortlichen im wahrsten Sinne des Wortes „untergraben“.

Inwieweit wird die etwa 900 Meter lange Wanne den Grundwasserspiegel beeinflussen? Welche Auswirkungen hätte die Trassen-Konstruktion auf die Stabilität der Fundamente der vielen, zum großen Teil neuerrichteten, Wohnhäuser in der Umgebung? Wie steht es um die Entlüftung der Röhre? Das sind nur einige der Fragen, die die Mitglieder der Initiative geklärt haben möchten, bevor die Bagger kommen.

Außerdem macht man sich „in den Auen“ Gedanken über die mit einer nahegelegenen Hauptverkehrsstraße einhergehenden Wertminderung von Grund und Boden.

Bonsai-Stadt?

Die Mitglieder der überparteilichen Bürgerinitiative wollen auch auf weitreichende Konsequenzen einer „Autobahn im Süden“ aufmerksam machen: Da eine Stadt mit einem Organismus vergleichbar ist, müsse ihr, wie etwa auch einem Bäumchen, die Möglichkeit gegeben werden, zu wachsen, damit sie nicht „eingeht“. „Eingepfercht“ im Osten vom Gewerbegebiet, im Westen von der angrenzenden Gemeinde Weißenbach und im Norden durch die Berge, wäre eine Trasse, die Liezen nach Süden hin begrenzt, das Ende eines gesunden Zukunftswachstumes, meinen die Gegner.

Zwar werde zur Zeit ein Stückchen Land, angrenzend an die Sonnau, zum Bauland umgewidmet, diese knappen 12.000 Quadratmeter erscheinen der Bürgerinitiative aber kaum genug für ein weiteres gesundes Wachstum.

Enttäuschtes Vertrauen

Die Gemüter besonders erhitzt hat laut Michael Langegger eine Aussage von Bürgermeister Rudolf Hakel. Konfrontiert mit dem zukünftigen „Platzproblem“, welches Liezen durch die „Trasse Süd“ erwachsen könnte, habe das Stadtoberhaupt nur knapp gespöttelt: „Naja, auch die Gemeinden Ardning und Weißenbach haben schöne Baugründe“. Da hätten sich die Südliezener von ihrem Stadchef mehr Einfühlungsvermögen für die Ängste seiner Bürger erwartet.

Zugzwang

Zum Handeln gezwungen fühlen sich also die Mitglieder der überparteilichen Initiative gegen die Liezener Trasse. Anfang der Woche sprach man bei der Landesregierung in Graz vor und überreichte im Büro von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder eine Petition sowie eine Unterschriftensammlung gegen das geplante Straßenbauvorhaben.

Autor Markus Weilbuchner
 

 

22. Februar 2007
Die Ennstaler Bürgerinitiativen „LIEB und NETT“ präsentierten ihre Fortschritte zur „Intermodalen Verkehrsplanung“ im Ennstal.

Im November vergangenen Jahres hoben die Ennstaler Bürgerinitiativen „LIEB und NETT“ die „ARGE Intermodale Verkehrsplanung“ aus der Taufe. Erklärtes Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung punkto Mobilität zu eruieren und mit Unterstützung durch Dr. Hermann Knoflacher vom Institut für Verkehrstechnik der TU-Wien in ein Verkehrskonzept für das Ennstal umzusezten.

In einem ersten Schritt wurden kürzlich „Zielfragebögen“ ausgesandt, deren Rücklauf die Initiativen glücklich stimmt: 128 Einzelpersonen und Arbeitsgruppen, darunter 21 Ennstaler Gemeinden, haben Fragen beantwortet. Starkes Echo gab es auch aus der Wirtschaft, der Landwirtschaft, der Tourismus-Branche, Schulen und dem öffentlichen Verkehr. Als besonders erfreulich wird die Beteiligung von Salzburger Gemeinden an der „Zielumfrage“ gewertet.

Verantwortung

Dass die größte Leistung – nämlich einen integrativen Prozess ins Rollen zu bringen, an dem sämtliche Interessensgruppen beteiligt sind – bereits erbracht ist, darüber sind sich die Vertreter der Initiativen einig. Es läge nunmehr an der Landesregierung die eingeleiteten Prozesse voranzutreiben und zu einem Abschluss zu bringen. „Landeshauptmann Franz Voves muss den gordischen Knoten um die Verkehrsplanung im Ennstal jetzt lösen“, sagt Barbara Stangl von der NETT. Eine zukünftige Mitfinanzierung der ARGE wäre von größter Wichtigkeit. 50 – 60.000 Euro ist die angedachte Summe, die für die Umsetzung konkreter Verkehrsplanungen von Nöten wäre.

Wie soll sich das Ennstal entwickeln? Was sind die Haupttendenzen aller Interessensvertretungen? Was könnten die nächsten Maßnahmen zur Verwirklichung von intermodalen Zukunftsvisionen sein? Antworten auf all diese Fragen wird es am Montag, dem 26. März, um 19 Uhr, im Landgasthof Schrempf in Tipschern geben. Dr. Hermann Knoflacher wird bei dieser Gelegenheit Details zu den nächsten Fragebögen präsentieren, die an Enns-taler Haushalte adressiert sein werden.

Vorschlag und Reaktion

Auf den Vorschlag des LIEB-Chefs August Singer, die laufenden Landes-Verkehrs-Planungen gänzlich abzubrechen und ausschließlich Dr. Knoflachers Konzept zu verwenden, folgte prompt eine Antwort aus der Politik: Landtagsabgeordneter Odo Wöhry (ÖVP) bekrittelt den Ausstieg der NGOs aus den Planungsbeiräten und wittert Blockierversuche durch die Bürgerinitiativen. Als „Effizienz-Experiment“ schlägt er vor, die Knoflacher-Studie noch diese Woche niederzuschreiben und später mit den amtlichen Plänen zu vergleichen.

Autor Markus Weilbuchner

 

19. Oktober 2006 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 34

Bürgerinitiativen drohen nun mit Straßenblockade

Wenn bis Ende Oktober das Verkehrsgutachen für das 7,5-Tonnen-Limit nicht auf dem Tisch liegt, wollen die Bürgerinitiativen auf die Straße.

Die Bürgerinitiativen rund um die Gruppe NETT (Nein zur ennsnahen Transittrasse) legen einen Gang zu. „Dass die Deponie im salzburgerischen Anif saniert und der ganze Müll wieder über das Ennstal abtransportiert werden soll, ist ein zusätzliches Argument für ein 7,5-Tonnen-Limit“, erklärte man gestern bei einer Pressekonferenz. Bis zu 500 Müll-Brummis würden dann täglich über die B 320 zu Deponien in Frohnleiten oder auf den Erzberg fahren.

„Das bedeutet, dass alle zwei Minuten zusätzlich eine Müllladung durchs Ennstal rollt. Falls die Sanierung der Brücke in Kärnten länger dauert, haben wir ebenfalls jede Menge Ausweichsverkehr hier“, so Obfrau Waltraud Mitteregger.

Derzeit sollte eine Studie in Arbeit sein, die die Verkehrssituation im Ennstal bezüglich einer 7,5-Tonnen-Beschränkung prüft. Gutachter ist jener Mann, der auch den Straßenabschnitt in Murau auf der B 317 zwischen Scheifling  und Dürnstein  untersucht hat. Mit dem Ergebnis, dass der Bezirkshauptmann daraufhin ein 7,5-Tonnen-Limit erlassen hat.

Auf die Straße…

„Uns wurde zugetragen, dass der Gutachter den Auftrag noch gar nicht bekommen hat. Jedenfalls fordern wir vehement, dass die Studie gemacht wird“, so der einhellige Tenor. NETT-Obmann Rolf Seiser kündigt auch Konsequenzen an: „Wenn das Ergebnis der Untersuchung nicht bis Ende Oktober da ist, werden wir eine Bürgerversammlung auf der B 320 in Trautenfels abhalten!“

Ärger herrscht bei den Initiativen auch über ein Antwortschreiben aus dem Büro von Verkehrs-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder. „Dabei wird uns unter anderem versprochen, dass die Basler-Studie die Grundlage für weitere Planungen ist. In dieser Studie von 2003 wird jedoch die vierspurige Variante ausgeschlossen und der bestandsnahe Ausbau forciert. Gleichzeitig gibt es die politische Weisung an Experten, dass nur vierspurig geplant werden soll. Man will uns für blöd verkaufen“, ist August Singer von LIEB überzeugt.

Im Rahmen der Aktion „Ennstaler Zukunftsaktie“ sind übrigens 7600 Euro gesammelt worden. Damit möchte man ein ganzheitliches Verkehrsgutachten finanzieren, das nicht nur die Straße, sondern das gesamte Umfeld berücksichtigt.

LIEZEN. Eine Aktion im Bezirk Murau hat auch die Ennstaler Bürgerinitiative NETT wieder Mut schöpfen lassen. Dort wurde auf der Strecke zwischen Dürnstein und Scheifling (B 317) eine 7,5-Tonnen-Beschränkung eingeführt, ausgenommen Quell- und Zielverkehr. „Der zuständige Bezirkshauptmann hat sich auf einen Absatz in der Straßenverkehrsordnung berufen, in dem es heißt, dass das Verbot verordnet werden kann, wenn es die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des sich bewegenden Verkehrs erfordert“, so Rolf Seiser, Obmann des Vereines NETT. Er hat den Liezener Bezirkshauptmann Kurt Rabl – wieder einmal – schriftlich und mit Nachdruck aufgefordert, auch für die Ennstal-Bundesstraße ein solches Verbot zu erlassen. „Quell- und Zielverkehr sind dabei selbstverständlich ausgenommen, so gesehen nützt das auch der heimischen Wirtschaft“, erklärte August Singer von LIEB bei der gestrigen Pressekonferenz. Außerdem sei das ein Schritt, der rasch Verbesserung brächte. „Denn gebaut wird weder das eine noch das andere in absehbarer Zeit.“

Die Bürgererinitiativen fordern auch, Teile der B 320 als Autostraße auszuweisen. Ursache für den eher ungewöhnlichen Schritt ist der landwirtschaftliche Verkehr. „Es kann nicht sein, dass zum Beispiel Traktoren auf der B 320 alles behindern. Mit einer solchen Ausweisung wäre das Problem vom Tisch. Wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass man zuerst Lücken im landwirtschaftlichen Begleitwege-Netz, etwa zwischen Wörschach und Weißenbach bei Liezen, schließt.“  CHRISTIAN HUEMER

 

 

5. Oktober 2006 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 29
 

Bürgerinitiativen fordern 7,5-Tonnen-Grenze

NETT möchte abschnittsweise die Autostraße.

LIEZEN. Eine Aktion im Bezirk Murau hat auch die Ennstaler Bürgerinitiative NETT wieder Mut schöpfen lassen. Dort wurde auf der Strecke zwischen Dürnstein und Scheifling (B 317) eine 7,5-Tonnen-Beschränkung eingeführt, ausgenommen Quell- und Zielverkehr. „Der zuständige Bezirkshauptmann hat sich auf einen Absatz in der Straßenverkehrsordnung berufen, in dem es heißt, dass das Verbot verordnet werden kann, wenn es die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des sich bewegenden Verkehrs erfordert“, so Rolf Seiser, Obmann des Vereines NETT. Er hat den Liezener Bezirkshauptmann Kurt Rabl – wieder einmal – schriftlich und mit Nachdruck aufgefordert, auch für die Ennstal-Bundesstraße ein solches Verbot zu erlassen. „Quell- und Zielverkehr sind dabei selbstverständlich ausgenommen, so gesehen nützt das auch der heimischen Wirtschaft“, erklärte August Singer von LIEB bei der gestrigen Pressekonferenz. Außerdem sei das ein Schritt, der rasch Verbesserung brächte. „Denn gebaut wird weder das eine noch das andere in absehbarer Zeit.“

Die Bürgererinitiativen fordern auch, Teile der B 320 als Autostraße auszuweisen. Ursache für den eher ungewöhnlichen Schritt ist der landwirtschaftliche Verkehr. „Es kann nicht sein, dass zum Beispiel Traktoren auf der B 320 alles behindern. Mit einer solchen Ausweisung wäre das Problem vom Tisch. Wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass man zuerst Lücken im landwirtschaftlichen Begleitwege-Netz, etwa zwischen Wörschach und Weißenbach bei Liezen, schließt.“  CHRISTIAN HUEMER

 

 

 

24. Mai 2006
Monatszeitung
 

Herzoperation mit Gartenschere

Ein Gespräch mit Reinhard Thalhamer Moreau, Mastermind der „Moreau Dialogprojekte“, zur Ennstaler Verkehrsdiskussion.

AKTIV plus: Gibt es eine Aussicht, dass das Ennstaler Verkehrsproblem demnächst gelöst wird, wie offizielle Stellen behaupten?
Moreau:
Solange jeder überzeugt ist, dass seine Sichtweise die einzig richtige ist, wird es keine Lösung geben. Was alle angeht, können nur alle gemeinsam, im Dialog, lösen. Stattdessen kocht jeder sein Süppchen, und man hört einander nicht zu. Das funktioniert auch in einer persönlichen Beziehung nicht. Wer glaubt, das Richtige schon zu wissen, ist nicht mehr lernfähig. So bleiben alle unter ihren Möglichkeiten.

AKTIV plus: Was machen denn die Experten des Landes falsch?
Moreau:
Es hapert schon bei den Grundlagen. In dem B320-Flugblatt der Landesregierung hieß es z. B., durch die Zersiedelung würde das Verkehrsaufkommen steigen. Dabei ist es genau umgekehrt – die Zersiedelung ist eine Folge der Motorisierung und des Straßenbaus. Wenn schon die grundlegenden Annahmen falsch sind, ist alles weitere mehr als zweifelhaft.

AKTIV plus: Was wäre ein Schritt zu einer echten Lösung?
Moreau: Eine sinnvolle Lösung ergibt sich von selbst, wenn man das Gesamtsystem Verkehr in seiner ganzen Tiefe verstanden hat. Das aber scheint die Politiker und Experten nicht zu interessieren. Darum befinden wir uns auf dem besten Weg zur schlechtesten Lösung. Die Verantwortlichen reduzieren das außerordentlich komplexe „Verkehrsproblem“ ja auf die Lösungsformel „Straßenbau“. Das ist genau so vielversprechend wie eine Herzoperation mit einer Gartenschere.

AKTIV plus: Einige aufgeschlossenere Bürgermeister haben sich dafür eingesetzt, dass Stephan Brückl vom Süddeutschen Institut, mit dem Sie im Vorjahr das Dialogprojekt „Arbeitsplätze oder Straßenbau“ in Liezen veranstaltet haben, seinen Vortrag vor dem regionalen Planungsbeirat wiederholt. Was ist dabei herausgekommen?
Moreau:
Viele haben so etwas zum ersten Mal gehört und sind sicher nachdenklich geworden. Die Widerstände der Hardliner waren natürlich da. Sie haben versucht, Brückls Thesen zu relativieren. Die Nachdenklicheren sind noch nicht selbstbewusst genug. Stephan Brückls Studie weist klar nach, dass heutzutage Straßenbau der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsplatzsituation schadet. Und nicht nur Brückl, praktisch die gesamte seriöse Wissenschaft, namhafte Wirtschaftsforschungsinstitute und sogar die EU-Verkehrsministerkonferenz sagen dasselbe: Straßenbau hat beschränkte bis negative Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. Es gehört für mich zu den größten Merkwürdigkeiten, dass viele einheimische Politiker von diesen Erkenntnissen nichts wissen wollen. Diese Realitätsverweigerung halte ich für die größte Gefahr für das Ennstal. Andererseits verstehe ich es natürlich. Nichts ist schwerer als eine eigene Überzeugung in Frage zu stellen. Es ist, wie Nietzsche sagte: „Überzeugungen sind größere Feinde der Wahrheit als Lügen.“ So forciert man ein Verkehrssystem, dem bald der Saft ausgehen wird.

 

 

 

17. Mai 2006

Keine Inntalisierung

 
Die in der vorigen WOCHE veröffentlichten Aussagen von Wirtschaftskammerobmann Franz Perhab sorgen für Diskussionen.
Scharfen Gegenwind auf Bundesrat Franz Perhabs jüngste Aussagen in Sachen Ennstalverkehr gibt es von Seiten der Bürgerinitiativen. Reinhard Thalhamer Moreau (BI Schönes Irdning, Moreau Dialogprojekte) attestiert WK-Obmann Franz Perhab „ein merkwürdiges Demokratieverständnis“, wenn er Informationsveranstaltungen von Bürgerinitiativen die Legitimität abspreche. „Verkehr geht jeden etwas an, und was alle angeht, kann nur von allen gemeinsam, im Dialog, gelöst werden“, sagt Moreau. Perhab scheine am Dialog und an sachlicher Auseinandersetzung aber wenig interessiert, „sonst würde er sich der Diskussion mit den von uns eingeladenen Wissenschaftlern stellen. Aber er weigert sich – trotz regelmäßiger Einladung.“

Wissenschaftliche Fakten

Die Bürgerinitiativen berufen sich in ihrer Argumentation auf zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, die nachweisen, dass durch den Ausbau hochrangiger Straßen die niedrigsten Beschäftigungseffekte und negative Auswirkungen auf die Regionalwirtschaft erzielt werden. „Wirtschaftspolitik auf Straßenbau zu reduzieren, ist ein Armutszeugnis. Nach Perhabs Theorie müsste das Paltental ja eine wirtschaftliche Blüte erleben. Stattdessen gibt es Stillstand und Kaufkraftabfluss nach Graz“, argumentiert Reinhard Thalhamer Moreau. Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen jedenfalls sei „eine leistungsfähigere Straße tödlich“.

Gleiches Ziel - anderer Weg

Konform geht Bürgerinitiativensprecher Moreau hingegen mit Perhabs Zielsetzung einer „Verbesserung der verkehrstechnischen Infrastruktur“ – nur die Inhalte seien eben verschieden. So fordern die Bürgerinitiativen etwa neben einer Straßenlösung auch den zweigleisigen Ausbau der Bahn und Züge im Halb-Stunden-Takt sowie generell die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs. Moreau: „Das wollen wir, und keine Inntalisierung“.
Autor Roland Schweiger

 

 

4. Mai 2006 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 32

„Verkehrslösung heißt nicht Straßen bauen“

Der Verkehrsplaner Hermann Knoflacher regte ganzheitliches Denken an. Im Ennstal werde derzeit nur projektiert, aber nicht geplant.

UTE GROSS

Hermann Knoflacher ist im Ennstal kein Unbekannter und er kennt das Ennstal samt dem Ringen um eine Verkehrslösung. Bei einer von den Bürgerinitiativen organisierten Veranstaltung Dienstag Abend erklärte der Vorstand des Instituts für Verkehrsplanung an der TU Wien sein Credo. Oberster Grundsatz dieser Lehre: Verkehrslösung ist nicht gleich Straßenbau. „Verkehrslösung heißt heute vernetzt denken und handeln und zwar in dem Bewusstsein, dass Mobilität nicht automatisch Auto-Mobilität heißt“, so Knoflacher.

Als praktisches Beispiel führte der Verkehrsplaner den Vinschgau in Südtirol an, wo heiß über den hochrangigen Ausbau einer 60 Kilometer langen Strecke durch das Tal diskutiert worden sei. Der Ausbau habe letztendlich im Konsens nicht stattgefunden. „Dafür wurde zum Beispiel die Eisenbahnlinie, die in den 1970er Jahren eingestellt wurde, wieder aufgesperrt und die Züge fahren im Halbstundentakt“, berichtete Knoflacher. Dem Ennstal empfiehlt der Universitätsprofessor in erster Linie die Ziele der Region zu definieren und danach ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln. Er zerpflückte den kürzlich ausgeschickten Info-Folder des Landes: „Darin wird eine einzige Lösung präsentiert: Bau. Das Land betreibt keine Planung, sondern Projektierung eines Straßenbaus, von Verkehrsmanagement ist keine Rede.“

Zukunftsaktie

Für Unterhaltung im Publikum sorgte die Versteigerung – abgewickelt von Biobauer Michael Steiner – der ersten drei Ennstaler „Zukunftsaktien“, mit dem Erlös soll eine Planung der TU Wien bezahlt werden. Der sichtbar stolze Besitzer der ersten Aktie (ersteigert um 205 Euro) ist der Gröbminger Hotelier Ernst Schrempf. Nach ihm sind Fritz Auer (Liezen, 250 Euro) und der Gröbminger SPÖ-Vizebürgermeister Alois Guggi (255 Euro) zum Zug gekommen.

In der Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass diese Planung nicht als „Gegengutachten“ gelten und die Auftragsvergabe im Konsens erfolgen soll.

 

 

 

13. April 2006 | Seite 45
Monatszeitung

Variantenpräsentation, PK, Konditorei Mitter, Liezen:

 LR Edlinger-Ploder, LAbg. Persch, LAbg. Wöhry

 

 

 

1. April 2006 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 31

Konsens oder Widerstand

Bürgerinitiativen machen die Rückkehr zum Verhandlungstisch von erfüllten Bedingungen abhängig – sie fordern „Gutachter des Vertrauens“.

UTE GROSS

Die Bürgerinitiativen im Ennstal sind derzeit in Warteposition: Bereits im Juni des Vorjahres haben sie sich vom „runden Tisch“, dem erweiterten Gremium zur Diskussion der Verkehrslösung verabschiedet und damit die Verhandlungsebene verlassen. Dieser Boykott ist noch nicht aufgehoben. „Wie sich die Sache weiter entwickelt, hängt von einigen Bedingungen ab“, erklärt NETT-Sprecherin Barbara Stangel.

Speziell die SPÖ – Landeshauptmannstellvertreter Kurt Flecker und der Abgeordnete Ewald Persch – bemühen sich um eine Rückkehr der Initiativen. „Grundsätzlich sind wir dazu schon bereit, aber nur dann, wenn Ehrlichkeit und Fairness herrschen. Unsere zentrale Forderung ist, dass ein Gutachter unseres Vertrauens beigezogen wird“, so Stangel. Das versprochene Umwelt-Mediationsverfahren habe nie stattgefunden, der von NETT genannte Gutachter sei quasi der Ersatz dafür. Beigezogen werden soll ein Experte der Technischen Universität Wien. „Diese Forderung ist bekannt, wir warten auf Antwort und davon hängt dann unsere Entscheidung ab – entweder Konsens, oder Widerstand“, erklärt Stangel die weitere Vorgangsweise.

Sehr „erstaunt und auch irritiert“ zeigte sich Stangel über Äußerungen des Neo-Landtagsabgeordneten Ewald Persch bei einer Pressekonferenz vorgestern (wir berichteten) in Liezen. „Ich habe bisher geglaubt, dass Persch den Konsens sucht, jetzt hört sich das plötzlich anders an. Persch macht sich selbst zum Beiwagerl der ÖVP. Er soll sich klar positionieren und sich klar machen, dass er jetzt der Chef im regionalen Planungsbeirat ist.“

Dass jetzt eine vierspurig ausbaubare Trasse gesucht wird heißt für die Initiativen, „dass das mit einem bestandsnahen Ausbau nichts mehr zu tun hat, denn dann sind wir wieder am Ennstal-Talboden“. Für nächste Woche sind Gespräche mit Umweltlandesrat Manfred Wegscheider und Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder fixiert.

 

 

31. März 2006 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 26

Trassensuche für vierspurigen Straßenbau

ÖVP und SPÖ betonen, dass die Entscheidung über zwei- oder vierspurig noch nicht gefallen sei. Aber: Die Trasse soll so geführt werden, dass die Option für eine
vierspurige Variante
jederzeit besteht.

UTE GROSS

In einer ÖVP-Pressekonferenz mit SPÖ-Beteiligung stand gestern in Liezen einmal mehr die Verkehrslösung durchs Ennstal zur Debatte. Beleuchtet wurde allerdings nur der Abschnitt von der A 9 bei Liezen bis Trautenfels.

Wesentlichste Botschaft: Es wird eine Trasse gesucht, die vierspurig ausgebaut werden kann. Diese Position wird von Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder, Odo Wöhry (beide ÖVP) und dem neuen sozialdemokratischen Landtagsabgeordnete Ewald Persch unisono vertreten . Die Trassenfindung soll bis Herbst abgeschlossen sein, der entsprechende Beschluss in der Landesregierung „könnte sich noch für heuer ausgehen, aber bitte nagelt’s uns nicht auf ein paar Wochen auf oder ab an“, erklärte Edlinger-Ploder.

Mehrfach wurde betont, dass die Suche nach einer vierspurig ausbaubaren Strecke nicht zwingend bedeute, dass auch vierspurig gebaut wird. „Es soll aber zumindest die Option dafür vorhanden sein. Denn es kann auch sein, dass aus einer zweispurigen Straße später einmal eine vierspurige wird“, so die Verkehrslandesrätin und auch Wöhry. Ewald Persch betonte zwar, dass aus seiner Sicht „derzeit ein zweispuriger Ausbau genügt“, die Option auf vierspurig stellte aber auch er nicht in Zweifel. Und: „So ehrlich bin ich: Wenn es eine Entscheidung gibt, wird diese auch gegen Widerstand der Bürgerinitiativen durchgesetzt.“

Planer für vier Spuren

„Die neue Straße soll kreuzungsfrei gebaut und für eine Geschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt und auch bemautbar sein“, lautete die Darstellung des Verkehrsplaners des Landes, Thomas Waidgasser. Aufhorchen ließ der Planer mit einer Aussage: Aufgrund des hohen Lkw-Anteils sei es verkehrs- und sicherheitstechnisch nicht vorstellbar, dass Tunnels oder Unterflurtrassen einröhrig, also zweispurig, geführt werden.

Wöhry und Persch sind sich auch in der Auffassung einig, dass „in dieser Legislaturperiode etwas geschehen muss, entweder jetzt oder nie“ und sie es als persönliches politisches Scheitern betrachten würden, wenn in diesem Zeitraum nichts Greifbares passiert. Die Verkehrslandesrätin ging gar noch einen Schritt weiter: „Wenn in diesen nächsten Jahren kein Konsens gefunden wird und nichts weiter geht, lasse ich das Ennstal für immer in Ruhe – das verspreche ich.“

Zugesagt wurde von den Vertretern beider Parteien, dass die Region in den Entscheidungsfindungsprozess einbezogen werden soll. Das letzte Wort liegt bei der Landesregierung und dem Landtag. Ein offenes Kapitel ist die Finanzierung, wobei auch die Asfinag eine Rolle spielen könnte.

 

 

 

25. Jänner 2006
Ennstrasse: Es kann nur eine geben

Die Achtzigerbeschränkung, die Trautenfelser Kreuzung und die neue Trasse beschäftigen zur Zeit die Verkehrsplaner.

Die Gutachten zu der neuen Geschwindigkeit durch das Ennstal stehen fest und die Umsetzung wurde bereits beschlossen. Laut Bezirkshauptmannschaft Liezen fehlt nur noch der Erlass zu der Verordnung. Dass die 80er-Beschränkung sicher ist, beweisen auch die Tätigkeiten in der Baubezirksleitung Liezen. So wurden bereits die Tafeln bestellt und die Standorte dafür ausgewählt. Spätestens Anfang Februar wird mit den Arbeiten dafür begonnen. Das größte Verkehrsproblem des Ennstales aber, der leidige Streit um die Trassenführung der Straße durch das Ennstal, geht wieder in eine weitere Ebene. Am 8. Februar findet mittlerweile das vierte Gemeindeforum statt. Alle Gemeinden und Interessentsvertreter werden dazu eingeladen.

„Dabei werden die Trassen vorgestellt, die nach den ersten Bewertungen übriggeblieben sind“, so Ing. Gerhard Taschler von der Baubezirksleitung. Am 10. Februar findet dann das Treffen mit den NGOs, den Bürgerinitiativen, statt, die dort informiert werden. „In diesen Besprechungen wird die weitere Vorgangsweise festgelegt, welche Trassenführungen ausgeschieden werden können und welche in eine engere Wahl kommen und einer vertieften Prüfung unterzogen werden können. Es sollten dabei nur zwei oder drei Varianten überbleiben,“ so Taschler. Es hängt aber davon ab, ob sich die Gemeinden einigen können, das ist Voraussetzung.

„Solange die Interessen auseinandergehen und jeder die Trasse woanders haben will, wird es nichts geben. Die Mittel sind beschränkt. Wenn ein Konsens in der Region besteht dann könnte ein Projekt aber auch sehr schnell verwirklicht werden. Aber: Es kann nur dort gebaut werden, wo man bauen kann“, so Gerhard Taschler. Im Bauprogramm festgesetzt wurde aber bereits der Ausbau der Kreuzung Trautenfels. Die Planung ist im Gange, es gab bereits Gespräche mit den Anrainern und es ist festgelegt, dass am Bestand ausgebaut wird. „Es gibt Überlegungen, ob die Kreuzung weiter südlich, Nähe der Tankstelle, oder weiter nördlich geführt wird, aber sie wird sicher nur in dem Bereich der bestehenden Kreuzung entstehen“, so Taschler. Die Kosten dafür betragen 6 Mio. Euro, Baubeginn ist für 2008 vorgesehen, die Bauzeit wird ca. zweieinhalb Jahre dauern.

Autor Roland Schweiger

 

 

 

14. Dezember 2005

Liebe und nette Verbalwatsch'n für die Landesrätin

Der Autobahn-Vorstoß von Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder hat seine Wirkung getan: Die Ennstaler Bürgerinitiativen „LIEB“ und NETT“ machen mobil.

Die Meinung von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder, es müsse eine durchgehende vierspurige Straße durch das Ennstal gebaut werden, stößt bei den Grün-Bewegten auf heftigen Widerstand. „Die ÖVP-Jungpolitikerin scheint weder aus der Vergangenheit gelernt, noch von einer Verkehrspolitik der Zukunft eine Ahnung zu haben“, polterte Rolf Seiser, Arzt der Allgemeinmedizin und Vorsitzender der Bürgerinitiative „NETT“, in einer Pressekonferenz in Liezen. Edlinger-Ploder ignoriere den wissenschaftlichen Stand und rechtlichen Status quo im Ennstal und sei über den aktuellen Dis-kussionsstand völlig uninformiert.

 

August Singer, LIEB-Gemeinderat in Liezen, vermisste jegliche Gesprächsbereitschaft der Landesrätin und forderte Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) auf, hinsichtlich des Straßenbauvorhabens – Autobahn oder Bestandsausbau – „klare Worte zu finden“. Die so genannte Alpenkonvention sei die Staaten übergreifende Rechtsgrundlage für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes. „Das Ziel dieses Vertrages ist die langfristige und dauerhafte Bewahrung unseres Lebens-, Wirtschafts-, Erlebens- und Überlebensraumes“, erläuterte Hans Wundersamer vom Verein Bauern für die Rettung des Ennstales. Landesrätin Edlinger-Ploder räumte inzwischen ein, dass es ein Fehler gewesen sei, vor ihren Äußerungen pro Straßenneubau nicht mit den Gegnern in Kontakt getreten zu sein.

Autor Hans W. Grössinger

 

 

 

3. Dezember 2005 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 24

Neue Verkehrslandesrätin sagt Ausbau ab und will Autobahn durchs Ennstal

Klare Worte und Kampfansage für Gegner: Kristina Edlinger Ploder setzt auf eine vierspurige, mautpflichtige Straße als Verkehrslösung.

UTE GROSS

Die Botschaft sickerte nur langsam: In einer Radio-Telefonstunde wurde die neue Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder von einem Anrufer auf die Verkehrslösung im Ennstal angesprochen. Die Antwort: „Es muss eine leistungsfähige Straße sein.“ Und auf entsprechende Nachfrage: „Das soll eine bemautete, vierspurige Straße sein.“ Die Aussage verbreitete sich zeitverzögert im Stille-Post-System, NETT-Sprecherin Barbara Stangel musste sich zuerst einmal einen Mitschnitt der Sendung besorgen. „Ich wollte das zuerst ja gar nicht glauben, wurde aber mittlerweile eines Besseren belehrt.“

Auf Anfrage der Kleinen Zeitung bekräftigte die Verkehrslandesrätin gestern ihre Vorstellungen: „Ob es einem gefällt oder nicht, aber das Ennstal braucht eine leistungsfähige Straße mit vier Fahrbahnen. Und eines ist auch klar: Der Bund und die Asfinag zahlen nur dann mit, wenn auch eine Maut eingehoben wird.“ Auf die Frage, ob sie eine Autobahn tatsächlich für machbar halte, antwortete Edlinger-Ploder mit einem knappen „Ja“.

Keine Antwort gab es dann auf die weitere Frage, in welchem Zeitraum sich dieses Großprojekt verwirklichen lasse. Der von ihrem Vorgänger Leopold Schöggl propagierte bestandsnahe Ausbau sei für sie kein Thema: „Dann haben wir eine schleißige Straße und erst recht wieder ein Problem.“ Derzeit würden wieder Untersuchungen laufen, sieben Varianten sind, laut Edlinger-Ploder, im Gespräch.

Rote Karte

Für den Landtagsabgeordneten Ewald Persch (SPÖ) sind das völlig neue Töne: „Das höre ich jetzt zum ersten Mal, darüber hat es keine Gespräche gegeben.“ An seiner Haltung – keine Autobahn durchs Ennstal – habe sich nichts geändert. „Davon weiche ich auch keinen Millimeter ab. Ich halte einen vierspurigen Ausbau weder für möglich noch für sinnvoll, das ist schlicht nicht umsetzbar – wenn wir diese Diskussion jetzt wieder anfangen, haben wir 2070 noch immer keine Lösung.“ Eine Maut kommt für Persch ebenfalls nicht in Frage: „Es kann doch nicht sein, dass den Leuten im Bezirk noch eine Maut aufs Aug’ gedrückt und zusätzlich kassiert wird, die Region ist ohnehin schon gestraft genug.“ Am Montag habe er mit seinem ÖVP-Kollegen ein Gespräch über einige Zukunftsthemen für den Bezirk, auch die Verkehrslösung werde dabei zur Sprache kommen, so Persch.

Für Barbara Stangel ist die Ansage der neuen Verkehrslandesrätin „eine Kriegserklärung“. Der in der Region errungene Konsens sei dadurch wieder obsolet. „Die ÖVP lernt nichts dazu, es ist typisch, dass uns diese Trendwende jetzt wieder so hingeknallt wird“, kritisiert Stangel. Der nächste Konflikt im Ennstal sei vorprogrammiert. „Aber was soll’s, wir haben das Kämpfen gelernt, und jetzt werden wir eben wieder weiter kämpfen.“

 

 

30. September 2005 | Region Ennstal | Ennstal | Seite 36
 

Keine Anti-Thesen zum Vortrag des Experten

Der Ökonom Stephan Brückl referierte in Liezen zum Spannungsfeld „Arbeitsplätze oder Straßenbau“ – vor wohl gesonnenem Publikum.

UTE GROSS

Nicht die ökologischen, sondern die wirtschaftlichen Aspekte des Straßenbaus standen Mittwoch Abend im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung im Liezener Kulturhaus. Mehrere Bürgerinitiativen hatten dazu den Diplom-Ökonomen Stephan Brückl aus Augsburg eingeladen, der auch als Berater einiger österreichischer Ministerien tätig ist.

Seine These: Ein starkes Verkehrswachstum bedeute nicht zwangsläufig auch ein höheres Wirtschaftswachstum. „Der Verkehrsanstieg hat sich von der Beschäftigung und dem realen Nettoeinkommen entkoppelt“, führte Brückl aus. Von sinkenden Tra nsportkosten würden Großunternehmen mit Massenproduktion und Billiganbieter profitieren, im Gegenzug würden kleinere mittelständische Unternehmen Marktanteile verlieren. „Für Regionen wie auch das Ennstal gibt es andere Erfolgsfaktoren, wie etwa eigenständige Cluster.“ Als Beispiel nannte Brückl den Holz-Cluster im Murtal. Brückls Schlussfolgerung: Jenes Geld, das von der öffentlichen Hand für den Straßenbau vorgesehen ist, sollte in die Regionalentwicklung investiert werden.

Autobahn abgesagt

Diese Idee fiel beim Publikum auf fruchtbaren Boden. Mit Anti-Thesen musste sich der Ökonom bei seinem Auftritt in Liezen nicht auseinander setzen. Die eher in der ÖVP und Wirtschaftskammer angesiedelten Verfechter einer hochrangigen Straße durchs Ennstal waren nicht anwesend, sie befanden sich bei einer Parteiveranstaltung in Graz.

Der Liezener Bürgermeister Rudolf Hakel distanzierte sich in seiner Wortmeldung klar vom Autobahnbau: „Davon sind wir längst weg und wissen auch, dass mit dem Straßenbau keine Stimme mehr zu gewinnen ist. Was wir aber brauchen, ist ein bestandsnaher Ausbau, damit der Verkehr flüssiger wird.“ Hakel bekannte sich auch zu einer 7,5 Tonnagebeschränkung auf der gesamten B 320 mit Ausnahmeregelungen.

Der Rohrmooser Bürgermeister Peter Pilz wünscht sich ein „groß angelegtes Umwelt-Mediationsverfahren“ und bedauerte, dass bei der Veranstaltung „eigentlich nur ein Lager“ vertreten war. „Wo sind die Straßenbauer, die müssten sich so einen Vortrag auch einmal anhören.“ Nachsatz: „Viele Thesen kennen wir alle – warum setzen wir sie nicht um? Wir reden alle ständig von Nachhaltigkeit, handeln aber völlig anders.“ Die Veranstalter hätten auch gerne mehr Entscheidungsträger im Publikum gesehen: „Ich habe 360 Gemeinderäte und Bürgermeister persönlich angeschrieben, gekommen ist nur eine Hand voll“, so Reinhard Thalhammer, Initiator der „Moreau-Dialogprojekte“

 

 
Hinweis:
Aufgrund der Fülle an Pressemeldungen erhebt diese Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller zum Thema Ennstaler Verkehrsproblematik erschienenen Artikel.