Teil des Loder.Netzwerkes...
Helmut Loder . Liebe Grüße von Maria
1. Mai 2. Mai 3. Mai 4. Mai 5. Mai 6. Mai 7. Mai 8. Mai 9. Mai 10. Mai 11. Mai 12. Mai 13. Mai 14. Mai 15. Mai 16. Mai 17. Mai 18. Mai 19. Mai 20. Mai 21. Mai 22. Mai 23. Mai 24. Mai 25. Mai 26. Mai 27. Mai 28. Mai 29. Mai 30. Mai 31. Mai Helmut Loder . Liebe Grüße von Maria

Helmut Loder . Liebe Grüße von Maria

Feedback - Formular

Helmut Loder . Liebe Grüße von Maria
 

„Die schlanke, mädchenhafte Marienfigur ist als Himmelskönigin dargestellt. Im extremen Kontrapost stehend, erscheint sie im typischen S-Schwung der Schönen Madonnen. Der kostbare Mantel fällt in reichem Faltenspiel anmutig bis zum Saum herab. Ein Lächeln umspielt ihre Lippen.
Über dem Standbein trägt sie das Jesuskind, das mit der rechten Hand in das über die Schulter fallende Kopftuch der Mutter greift. Mit der Linken fasst es nach dem von Maria dargebotenen Apfel. Die Geste nimmt, wie die liebliche und zierliche Darstellung der Figur selbst, auf das Hohe Lied Bezug, durch dessen scholastische Ausdeutung und verstärkt durch die Dichtung des 14. Jahrhunderts die theologische Aussage von der geistigen und körperlichen Schönheit Mariens entstand. Dabei wird Maria mit der Braut des Hohen Liedes gleichgesetzt und ist bräutlich zarte Jungfrau und Mutter zugleich. Durch den Austausch des Apfels – er gilt seit der Antike als Liebessymbol – kommt die menschlich-innige Beziehung zwischen Mutter und Kind bzw. zwischen Braut und Bräutigam besonders zum Ausdruck. Durch die „vollkommen schöne Darstellung“ Mariens wird ihre Schönheit und ihr großer Anteil am Erlösungswerk Christi gepriesen.
Die 83 cm hohe Figur wurde wahrscheinlich 1420/30 von einem salzburgisch beeinflussten, in Judenburg oder Neumarkt tätigen Bildschnitzer angefertigt, der als „Meister der Perchauer Maria" bezeichnet wird. Unter der barocken Vergoldung auf rotem Bolus ist eine ältere Fassung mit rotem Kleid und blauem Mantel erhalten. Unter den erhaltenen Schönen Madonnen ist kein unmittelbar mit der Perchauer Madonna vergleichbares Werk erhalten.“

Das Diözesanmuseum Graz ist das Museum der steirischen Kirche, betrieben und erhalten von der Diözese. Es untersteht dem Ordinarius und wird von einem Kustos und einem Geschäftsführer geleitet. Derzeit sind drei Personen hauptamtlich und 22 freiberuflich in den unterschiedlichsten Aufgabengebieten des Museums tätig.
Das Diözesanmuseum Graz ist in einem Teil des Grazer Minoritenklosters untergebracht. Es zeigt ganzjährig eine Sammlung von „Kostbarkeiten aus steirischen Kirchen“. Aus dem Bereich von Malerei, Plastik und Goldschmiedekunst finden sich herausragende Beispiele steirischen Kunstschaffens: Aus dem Gebiet der Bildhauerei zum Beispiel das romanische Kruzifix aus Pürgg (um 1220/30) und die oben beschriebene Schöne Madonna aus Perchau.
Malerisch sticht der gotische Flügelaltar aus der Leonhardikirche in Bad Aussee hervor (um 1460). Zu den kostbarsten Silber- und Goldschmiedearbeiten zählen die gotischen Kelche aus Schönberg (um 1500) und Großlobming (um 1500).
Das Diözesanmuseum veranstaltet jährlich zwei bis drei Sonderausstellungen. Zu den jeweiligen Ausstellungsthemen finden spezielle museumspädagogische Programme für Kinder und Senioren statt.
Zu den aktuellen Aufgaben gehört vor allem die Hilfestellung für alle steirischen Pfarren in Fragen der Aufbewahrung, Sicherung, Konservierung und Restaurierung von kirchlichem Kunst- und Kulturgut. In diesem Sinne versteht sich das Diözesanmuseum als Ort des künstlerischen Dialoges, der zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Entwicklung und Gegenwart der Kirche und des christlichen Glaubens einlädt.
Zur Zeit kann man eine kultur- und religionsgeschichtlich sehr interessante Schau rund ums Gold „Faszination Gold“ sehen.

Diözesanmuseum Graz

A?""