• Seidl, M.: Mehr Elfenbeinturm. – Nachrichten aus der Chemie 64, 1094–1095 (2016); doi:10.1002/nadc.20164052677, PDF-Datei Volltext.

    Wiederabdruck: Mehr Elfenbeintürme braucht das Land. – Quart Nr. 2/2017, 41–42 (2017).

    Zum Inhalt: Das Nützlichkeitsdenken hat sämtliche Lebensbereiche erfasst. Alles wird an seinem Zweck oder seinem Verwertungspotenzial gemessen. Wie geht es dabei der Grundlagenforschung? Besteht ihr Sinn allein in ihrem (sozio-)ökonomischen Nutzen?

  • Seidl, M.: Komplexität und scheinbare Emergenz. Wissenschaftstheoretische Überlegungen in naturwissenschaftlichem Kontext. – In: Grießer, W. (Hg.): Reduktionismen und Antworten der Philosophie. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2012, 27–44; PDF-Datei Volltext.

    Zusammenfassung: In der unmittelbaren Erfahrungswelt Wahrgenommenes zeigt sich vor dem Hintergrund des den Naturwissenschaften zugrunde liegenden Reduktionsprogramms als systemisch Komplexes. Durch das naturwissenschaftlichen Betrachtungsweisen eigene Vereinfachen auf theoretischer Ebene wird systemische Komplexität reduziert und zugleich Komplexität auf der Ebene der Anwendung bzw. Praxis konstituiert. Diese praktische Komplexität wird von manchen Wissenschaftstheoretikern als Stütze der Hypothese der Existenz emergenter Systemeigenschaften herangezogen. Meine These lautet, dass das Emergenz-Konzept als kognitiver Fehlschluss verstanden werden kann, der seine Ursache in einer Vernachlässigung der wissenschaftstheoretischen Reflexion der Praxis des Experimentierens hat. Ich zeige, weshalb die Annahme emergenter Übergänge – beispielsweise in Abhängigkeit von der "Systemgröße" – keine adäquate Antwort auf die Herausforderung naturalistischer Positionen darstellt. Darüber hinaus beschreibe ich ein in dieser Hinsicht brauchbareres Konzept, das sich an der Praxis des Experimentierens orientiert und damit auch ontologische Relevanz aufweist.

  • Seidl, M.: Vom Sinn nutzloser Arbeit. Über die Legitimation von Wissenschaft und Kunst. – Lichtungen 125, 127–135 (2011).

  • Seidl, M.: Albert Camus’ Verständnis von Natur und Geschichte in ethnographischem Kontext. – 8. dgv-DoktorandInnen-Tagung der Europäischen Ethnologie / Volkskunde / Kulturanthropologie / Empirischen Kulturwissenschaft, Graz, Österreich, 10.–12.05.2013.
  • Seidl, M.: Komplexität und scheinbare Emergenz. Wissenschaftstheoretische Überlegungen in naturwissenschaftlichem Kontext. – Reduktionismen und Antworten der Philosophie, Wien, Österreich, 02.–03.07.2011.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2017 geändert.

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