Rieden

Löss-Terrassen und Rieden in Gedersdorf

Von Krems in Richtung Osten erstreckt sich eine in Mitteleuropa einzigartig Lösslandschaft.

Beschreibungen zu den Rieden

Der Boden

 

Der Boden gehört zu jenen Faktoren, die den Typus des Weines neben dem Klima am meisten prägen. In Gedersdorf gibt es in den guten Lagen nur Löss-Böden.
Die meisten Böden entstehen durch Verwitterung aus dem Muttergestein. Beim Löß ist das nicht der Fall. Deshalb hat sich die geologische Forschung intensiv mit ihm beschäftigt.

Die Entstehung – Löss ist Boden und Gestein gleichermaßen
Nach der letzten Eiszeit und dem Abschmelzen der Gletscher konnte der durch das Eis abgeschliffene Gesteinsstaub von Wind verblasen werden. Dieses Gesteinsmehl reicherte sich im Windschatten von Höhenzügen zu Decken an. In Gedersdorf beträgt die Lößauflage weit mehr als 10 Meter.

Löss wurde durch Wind während der Eiszeiten  (letzte Eiszeit ca. 12.000 Jahre) aus den Endmoränen der Gletscher ausgeblasen und im Windschatten von Höhenzügen abgelagert. Durch die homogene Kornzusammensetzung ist es sehr kompakt und es können Terrassen ohne Stützmauern erreichtet werden.

Löß ist daher sowohl Boden als auch Gestein. Er besteht zu 60-70 % aus Quarz, 10-20 % aus Feldspat/Glimmer und zu 10-30 % aus Kalk.  Er ist ein "Staubgestein" mit Korngrößen von 0,01 - 0,05 mm Durchmesser. Seine typische gelbe Farbe kommt von Eisenoxyden.

Wie wohl fühlt sich die Rebe am Löß? 

Durch den feinkörnigen Aufbau ist er leicht und tief durchwurzelbar. Da man Terrassen ohne Stützmauern bauen kann, trocknet er allerdings sehr stark aus. Der hohe Kalkgehalt erlaubt nur bestimmt Unterlagsreben wie Kober 5 BB oder SO 4.

Der Einfluss auf den Typus des Weines

Der Löß ist ein hitziger Boden. Der Grund liegt im großen Porenvolumen. In Verbindung mit Südlagen beeinfußt er die Weine in die Richtung körperbetont und weicher Säure.

Die Gegend um Gedersdorf

gehört zu den bemerkenswerten Lößlandschaften in Europa. Hierzu sei Gustav Götzinger (Führer für die Quartär-Exkursionen in Österreich, Wien 1936) zitiert:

"Die Lößlandschaft von Gedersdorf mit dem Gobelsberg entspricht wohl einer der mächtigsten Überlagerungen des Lößes in Niederösterreich. Der künstliche Terrassenbau der Weinkultur ist hier, wie um den Saubügel besonders gut wahrzunehmen. Besonders charakteristisch erscheint für diese Lößlandschaft die großartige Gliederung der Gehängeflächen durch tief eingerissenen, etwas verzweigte Lößschluchten. Die Vertiefung derselben wird teilweise durch Wolkenbrüche, teilweise durch häufiges Befahren der Hohlwege verursacht. Die Lößwände erhalten sich in ihrer Steilheit, sie bergen die zahlreichen Weinkeller, welche Gewölbe im Löß ausgemeißelt sind."

Der Löss und der Mensch:

Lössgebiete sind Altsiedelland seit der Steinzeit. Löss erlaubte das leichte graben von Höhlen, was man noch heute in den Kellergassen feststellen kann. Er ist leicht bearbeitbar. Im Idealfall einer Humusauflage – man spricht dann von Schwarzerde – ist es auch einer der fruchtbarsten Böden. Bei Abwesenheit von Humus spricht man von Löss-Rohboden.

In der Natur-Medizin wird Löss als Heilerde zur inneren und äußeren Anwendung verwendet. Gründe dafür sind die seiner geringen Korngröße zu verdankende hohe Oberfläche und sein hoher Gehalt an Mineralien.

 

Den Weinberg prägen Löss-Terrassen diese wurden im Laufe der jahrhundertelangen weinbaulichen Nutzung angelegt. 

In Mitteleuropa sind Löss-Terrassen einzigartig.  Sie werden in ihrer Mächtigkeit nur vom Kaiserstuhl und den Lössgebieten Chinas (Wüste Gobi) übertroffen.

 Die Verbindung hitziger Lössboden Sudlagen und nahezu Steppenklima, bringen eine einzigartige Kombination für den Weinbau. Die Kombination Klima und Löss-Terrassen bringen Weltklasseweine hervor.

 

 

Rieden und Lagen in Gedersdorf

Die Karte ist aus 1822. Auch schon zu dieser Zeit waren die Rieden am Gedersdorfer 

für die Weinbauern von großer Bedeutung. 

Unsere Weine gedeihen in den besten Langen am Gedersdorfer Weinberg.

 

Beschreibungen zu den Rieden 

REISENTHAL – Gedersdorf – Kremstal
Roter Veltliner: Die Lage befindet sich beidseitig einer tiefen Löss-Schlucht, einem erodierten ehemaligen Hohlweg. Exposition: SSO, Neigung 15 %
Boden Löss-Rohboden
Pflanzgut Betriebseigene Auswahl an Edelreisern, teilweise Edelreiser der Weinbauschulen Klosterneuburg und Krems, Pflanzung ab 1975.
Neuburger ist eine ur-österreichische Rebe. Die Überlieferung berichtet, daß KRISTOF FERSTL(1805-1888), der UrUrGroßvater von Margit Mantler-Ferstl, geimeinsam mit einem Kollegen ein Rebbündel aus der Donau in der Wachau geborgen hat. Die Pflanzung dieser Reben war der Ursprung der Sorte. Kürzlich bewiesen genetische Untersuchungen die Abstammung von Rotem Veltliner und Sylvaner.

TIEFENTHAL Gedersdorf - Kremstal
Tiefenthal ist beidseits eines Hohlweges sattelförmig ausgebreitet, vor dem Westwind gut geschützt, mit Orientierung von SSO bis SSW.
Boden Löss-Rohboden mit großer Mächtigkeit. Löss ist ein Wind-Sediment, das zu Ende der Eiszeiten im Windschatten von Höhenzügen abgelagert wurde. Löß ist daher sowohl Boden als auch Gestein. Er besteht zu 60-70 % aus Quarz, 10-20 % aus Feldspat/Glimmer und zu 10-30 % aus Kalk.  Er ist ein "Staubgestein" mit Korngrößen von 0,01 - 0,05 mm Durchmesser. Seine typische gelbe Farbe kommt von Eisenoxyden. Diese Farbe finden Sie auf der Flaschenkapsel
Pflanzgut Bodenständige Riesling-Selection gepflanzt im Jahre 1971

MOSBURGERIN Gerdersdorf - Kremstal
Mosburgerin deutet auf das Kloster Moosburg bei Freising in Bayern hin.
Er ist der einzige am Hang, der nicht terrassenförmig angelegt sondern 
in Hangrichtung (Falllinie) bepflanzt. Den alten Rebbestand aus mehreren Sorten haben 
wir 1997 gerodet und nach einer Brache im Jahr 2000 wieder neu bepflanzt. Die Setzlinge 
stammen von Edelreisern des Grünen Veltliners von der Lage Spiegel. 
Die Unterlagsrebe ist SO4.

WEITGASSE Gedersdorf - Kremstal
WEITGASSE ist eine wenig homogene Riede: Im oberen Bereich flach und übergehend in die Hochebene - und daher mit späterer Traubenreife. Unten gute Süd-, teilweise auch Südostlagen. 1760 wird hier Pfarrbesitz genannt. Unsere Weitgasse befindet sich im oberen Bereich, wo man schlanke Weine erwarten kann.
Boden Löss-Boden mit etwa 50 cm Humusauflage
Pflanzgut Betriebseigene Auswahl an Edelreisern, verschieden Unterlagsreben (Kober 5BB, SO4, 5C)

STEINGRABEN - Gedersdort - Kremstal
Die Lage hat nicht nur einen bemerkeswerten Boden, sondern auch eine besondere Namensgeschichte. Sie heißt umgangssprachlich "Dürnsteiner", was nicht auf die gleichnamige Stadt bezugnimmt, sondern sich aus der historischen Bezeichnung "Tyernsteiner (dürrer Stein)" (1276) herleitet. Die einzige Lage der Gemeinde mit Konglomerat- Verwitterungsboden und entsprechend trockenen Bedingungen. Nach der Rodung des alten Weingartens wurde mit einer Sammlung verschiedener Riesling-Herkünfte (Rheingau, Mosel, Wachau) wiederbepflanzt. Das vorliegende Weinergebnis spricht für die Lage: saftig, expressive Rieslingfrucht, geradlinig.

SPIEGEL Gedersdorf – Kremstal
Die Lage Spiegel befindet sich mitten am Hang des Gedersdorfer Weinberges. Sie besteht aus mächtigen Terrassen.
Boden Löss-Rohboden
Pflanzgut Betriebseigene Auswahl an alten Edelreisern

WIELAND Gedersdorf - Kremstal
Wieland gehört zu den besten Lagen der Gemeinde. Im unteren Bereich befindet sich eine der wenigen Stellen, wo unter dem Löß das Konglomerat der Ur-Traisen zutage tritt (daher die Sublage "Steindl").
Boden Löss-Rohboden
Pflanzgut Pflanzung 1980 mit den rheingauer Klonen 239Gm und 356Gm.

LÖSS TERRASSEN Gedersdorf- Kremstal
Dieser Wein stammt aus verschiedenen Kleinparzellen des Gutes. Es handelt sich um gute, südseitige Terrassen.

MOSBURGERIN Gerdersdorf - Kremstal
Mosburgerin deutet auf das Kloster Moosburg bei Freising in Bayern hin.
Er ist der einzige am Hang, der nicht terrassenförmig angelegt sondern in Hangrichtung (Fallinie) bepflanzt. Den alten Rebbestand aus mehreren Sorten haben wir 1997 gerodet und nach einer Brache im Jahr 2000 wieder neu bepflanzt. Die Setzlinge stammen von Edelreisern des Grünen Veltliners von der Lage Spiegel. Die Unterlagsrebe ist SO4.

WEITGASSE Gedersdorf - Kremstal
WEITGASSE ist eine wenig homogene Riede: Im oberen Bereich flach und übergehend in die Hochebene - und daher mit späterer Traubenreife. Unten gute Süd-, teilweise auch Südostlagen. 1760 wird hier Pfarrbesitz genannt. Unsere Weitgasse befindet sich im oberen Bereich, wo man schlanke Weine erwarten kann.
Boden Löss-Boden mit etwa 50 cm Humusauflage
Pflanzgut Betriebseigene Auswahl an Edelreisern, verschieden Unterlagsreben (Kober 5BB, SO4, 5C)

STEINGRABEN - Gedersdort - Kremstal
Die Lage hat nicht nur einen bemerkeswerten Boden, sondern auch eine besondere Namensgeschichte. Sie heißt umgangssprachlich "Dürnsteiner", was nicht auf die gleichnamige Stadt bezugnimmt, sondern sich aus der historischen Bezeichnung "Tyernsteiner (dürrer Stein)" (1276) herleitet. Die einzige Lage der Gemeinde mit Konglomerat- Verwitterungsboden und entsprechend trockenen Bedingungen. Nach der Rodung des alten Weingartens wurde mit einer Sammlung verschiedener Riesling-Herkünfte (Rheingau, Mosel, Wachau) wiederbepflanzt. Das vorliegende Weinergebnis spricht für die Lage: saftig, expressive Rieslingfrucht, geradlinig.

SPIEGEL Gedersdorf – Kremstal
Die Lage Spiegel befindet sich mitten am Hang des Gedersdorfer Weinberges. Sie besteht aus mächtigen Terrassen.
Boden Löss-Rohboden
Pflanzgut Betriebseigene Auswahl an alten Edelreisern

WIELAND Gedersdorf - Kremstal
Wieland gehört zu den besten Lagen der Gemeinde. Im unteren Bereich befindet sich eine der wenigen Stellen, wo unter dem Löß das Konglomerat der Ur-Traisen zutage tritt (daher die Sublage "Steindl").
Boden Löss-Rohboden
Pflanzgut
Pflanzung 1980 mit den rheingauer Klonen 239Gm und 356Gm.

LÖSS TERRASSEN Gedersdorf- Kremstal
Dieser Wein stammt aus verschiedenen Kleinparzellen des Gutes. Es handelt sich um gute, südseitige Terrassen.