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die
optimale ernährung sich so zu ernähren, dass man satt wird, also kalorienmäßig ausreichend, ist kein problem. das problem ist, sich optimal zu ernähren... 1) nicht-energieliefernde essentielle nährstoffe 1.1 spurenelemente
unser organismus befindet sich in einem stetigen auf- ab- und umbau. verbrauchtes material wird ausgeschieden und durch neues ersetzt. dabei gibt es sinnvolle sparschaltungen und wiederverwertungsvorgänge. wie z.b. bei den eisenionen, welche mehrmals verwendet werden können. letztlich kommt es aber doch zum verschleiß. bei eisen sind es 10-20 mg, die täglich verloren gehen und deshalb nachgeführt werden müssen.. das sind kleine dosen, deshalb nennt man eisen ein spurenelement, wie chrom, kupfer, mangan, kobalt, zink, molybdän, selen, fluor und jod. zwar hat der körper von jedem dieser stoffe eine rücklage für notzeiten gespeichert, doch das ist kein „warenlager“ im engeren sinn, sondern eine einlagerung. z.b. in die knochen. sie müssen dem körper gestalt geben, widerstand gegen druck und zug leisten, organe schützen usw.. solang der knochen als speicher genützt wird, ist er kräftig. wenn er sein gehortetes material abgeben muss, weil es woanders dringender gebraucht wird, wird er brüchig. (es gibt eine sinnvolle grenze, die man nicht überschreiten sollte, ohne mit dem wiederauffüllen des speichers zu beginnen. diese grenze entspricht einer fastendauer von 3-4 wochen, vorausgesetzt, es bestand nicht vorher schon ein mangel...) (siehe unter spurenelemente im anhang)
1.2 mineralstoffe für andere elemente gibt es den namen mineralstoffe. von ihnen verschleißt der körper täglich grammdosen. natrium, kalium, kalzium, magnesium sind metallische mineralien, phosphor, schwefel und chlor nichtmetallische. sie haben alle eine unersetzbare funktion, darüber hinaus spielt auch ihr verhältnismäßiges vorhandensein im körper eine entscheidende rolle. spurenelemente und mineralien liefern dem körper keine energie, ihr wert ist in joules nicht messbar. sie sind aber unerlässlich= essentiell. man nennt sie deshalb „nicht-energieliefernde essentielle nährstoffe“.
1.3. vitamine zu den nichtenergieliefernden essentiellen nährstoffen zählen auch die vitamine. das sind moleküle, die der körper ebenfalls grundsätzlich benötigt, weil er sie nicht selbst bilden kann und weil er sie ständig verschleißt. sie werden mit der nahrung aufgenommen, als bereits fertiges vitamin oder als vitaminvorstufe. eine solche vorstufe ist z.b. das karotin für das vitamin A. erst im körper findet die umwandlung statt. auch das vitamin D hat eine vorstufe. in diesem fall ist der körper aber nicht alleine in der lage, vitamin D zu bilden. er benötigt dazu das sonnenlicht. die vitamine sind in den verschiedenen nahrungsmitteln pflanzlichen wie tierischen ursprungs sehr ungleich verteilt. es gibt kein nahrungsmittel, welches von allen vitaminen ausreichende mengen gleichzeitig enthält. deshalb wird eine gut gemischte kost immer am vorteilhaftesten sein, auch von diesem blickwinkel aus gesehen. (siehe unter vitamine im anhang)
1.4. faserstoffe zu den
nichtenergieliefernden stoffen zählt man häufig auch die
faserstoffe (
ballaststoffe). sie sind für eine klaglose verdauung wichtig. sie
stellen
notwendige nahrungsmittel für bestimmte darmbakterien dar, welche
mit dem
organismus in einer art lebensgemeinschaft zu wechselseitigem nutzen
stehen.
deshalb ist eine ausreichende menge von faserstoffen, solche kommen nur
in
pflanzen vor, von großer
bedeutung.
2) energieliefernde essentielle nährstoffe (kalorienarme und kalorienreiche pflanzen) unter den eigentlich energieliefernden nährstoffen, den fetten, eiweißkörpern und kohlenhydraten, gibt es ebenfalls essentielle nährstoffe. essentiell deshalb, weil sie der körper nicht bilden kann. sie müssen als originalbaustein zugeführt werden. acht ganz bestimmte eiweißkörper (methionin, lysin, tryptophan, phenylalanin, threonin, leucin, isoleucin und valin) sowie die mehrfach ungesättigten fettsäuren sind die wichtigsten. 2.1. kalorienarme pflanzen (gemüse)
die kalorienarmen
gemüsesorten
müssen wir zu den
wichtigsten nahrungsmittel für biologischen aufbau rechnen. jede
aufbauarbeit
ist durch den besonderen verschleiß an mineralien und
spurenelementen
gekennzeichnet. kinder und jugendliche brauchen bedeutend mehr von
ihnen am tag
als der ausgewachsene organismus zu seiner instandhaltung. besonders
der
verschleiß an kalzium und phosphor ist während der
wachstumszeit doppelt so
hoch wie beim erwachsenen (im verhältnis zum körpergewicht). die gleichen
bedingungen herrschen aber auch beim wiederaufbau nach dem fasten: die
meisten
mineralien und spurenelemente können wir aus den kalorienarmen
gemüsesorten
beziehen: aus blattgemüsen, kohlsorten, sprossengemüse,
rüben. rettichen und
wurzeln. gerade weil sie energiearm sind, versorgen sie am
rationellsten.
möglichst wenig verkochen und möglichst viel als rohkost
(soweit es die
verträglichkeit erlaubt). um den körper mit allen unerlässlichen
nährstoffen
zu versorgen zu können, muß man einige grundsätze
beachten: ein wesentlicher punkt ist die naturbelassenheit
eines nahrungsmittels. vor allem bei den pflanzlichen nahrungsmitteln
spielt
das eine große rolle. manche stoffe, wie etwa der pflanzliche
eiweißkörper mmsb
der kohlsorten, verlieren beim erhitzen an wirksamkeit oder gehen ganz
verloren. auch wertvolle mineralien und spurenelemente werden teilweise
ausgewaschen. der auswaschungsgrad hängt dabei nicht nur von der
kochdauer und
der menge des verwendeten wassers ab, sondern auch von der art der
pflanze
selbst, insbesondere von ihrer äußeren fruchthaut. wenn man kartoffeln in der schale kocht, gehen nur
wenige werte verloren, da die dichte membran verluste verhindert. wenn
die
schale aber platzt oder von vornherein geschälte oder
zerschnittene kartoffeln
gekocht werden, treten die mineralien und spurenelemente fast
ungehindert in
das kochwsser aus. das spielt gerade bei den kalorienarmen
gemüsesorten
eine große rolle, denn ihr wert besteht ja unter anderem darin,
dass sie die
besten mineralien- und spurenelementelieferanten darstellen. 2.2.
kalorienreiche pflanzen (körner) während bei
den
gemüsesorten ein teil der werte durch verkochen verloren geht,
wirkt bei den kalorienreichen getreidesorten
die industrielle verarbeitung zum zweck der verfeinerung oder
haltbarkeitmachung wertmindernd. das liegt zum
teil daran, dass in den verschiedenen fruchtschichten des kornes die
mineralien
und spurenelemente in unterschiedlicher konzentration enthalten sind.
in der
äußeren fruchthaut sind magnesium, eisen und mangan
angereichert, in der
inneren fruchthaut phosphor, schwefel, chlor und silizium. im keim bzw.
dessen samenschalen befinden sich kalium, natrium und kalzium. (gilt
für weizen
z.b., andere körner liegen ähnlich.) diese frucht- und
samenschalen sind die eigentlichen wertträger des kerns. aber auch
die
vitamine des B-komplexes, eine der
großen stärken der körner, sind vorwiegend in den
fruchthäuten angesiedelt, die
fettlöslichen vitamine, insbesondere das wertvolle vitamin E, im
keim. der mehlkörper
des kornes, welcher 85% der gesamtmasse ausmacht, besteht fast nur aus
kohlenhydraten, weniger eiweiß und sehr wenigen fetten. der mehlkörper
ist der kalorienträger und nährt auf seine weise. da aber die
notwendigen
zusatzstoffe bei nahrungsmitteln, welche aus dem mehlkörper
alleine hergestellt
sind, fehlen, wie bei weißmehl, weißbrot, feinen
eierteigwaren, können wir
diese bei einer aufbauenden ernährung nicht verwenden, zumindest
nicht in
größeren mengen. die erhitzung von getreide bringt kaum verluste.
daher gilt: ein vollkornbrot versorgt den organismus mit denselben
vitalstoffen
wie ein frischkornmüsli. bei den gemüsesorten treten durch
erhitzen merkbare
verluste auf, beim korn nicht. ob man nun wirklich einwandfreies material
verwendet, für das müsli wie für das brotbacken,
lässt sich leicht eruieren.
gradmesser ist die unverletztheit des korns, welche man nach dem zu
hygienschen
zwecken erfolgten waschen durchführt, aber vor der eigentlichen
verwendung zu
nahrungszwecken. ob man es in der folge unzerteilt oder zerteilt
verwendet, ist
gleichgültig. wenn die äußeren fruchthäute einmal
verletzt sind, ist auch
sauerstoff in das innere des kornes eingedrungen und hat alles, was
gegen
oxydation empfindlich ist, vernichtet. unter anderem die
keimfähigkeit des kornes.
diese sollte ein maßstab sein: wenn 80 von 100 körnern aus
einer stichprobe
keimfähig sind, kann man das material als einwandfrei ansehen. 100 körner werden auf einem teller ausgelegt
und
bis zu 2/3 ihrer höhe mit leitungswasser befeuchtet. bei licht und
zimmertemperatur müssten nach spätestens 48 stunden die keime
deutlich sichtbar
sein.... getreide
gehört seit jahrtausenden zu den
grundnahrungsmitteln des menschen, denn seine inhaltsstoffe sind
besonders
wertvoll. viele menschen nehmen jedoch getreide nur in form von brot
oder reis
zu sich. dabei bieten die vielen getreidesorten ein unglaubliches
spektrum
zur auswahl. die moderne getreideküche hat in den vergangenen
jahren alte
sorten neu entdeckt und verarbeitet diese in innovativen rezepten. amaranth,
quinoa
oder kamut - noch vor einigen jahren konnte mit diesen namen kaum
jemand etwas
anfangen. mittlerweile finden sich diese getreideprodukte in jedem gut
sortierten bioladen. trotz dieser eigentlich recht erfreulichen
tatsache ist
hierzulande der getreidekonsum ständig am sinken. und nur zirka
zehn prozent
des getreidekonsums besteht aus vollkornprodukten, der rest geht auf
das konto
von weißmehlprodukten - mit zum teil hohem fett- und
zuckergehalt. dabei wäre
nach möglichkeit immer die vollkornvariante zu bevorzugen, da sie
mehr
vitamine, mineralstoffe und ballaststoffe enthält. das
warenangebot
bei getreide ist so vielfältig, dass es leicht fällt, immer
wieder neue
produkte aus unterschiedlichsten sorten auszuprobieren. wenn
möglich sollten
produkte aus biologischem anbau gekauft werden. was zu
beachten ist: was
steckt im getreide?
eiweiß fett kohlenhydrate ballaststoffe
vitamine mineralstoffe
3) tierische produkte auch tierische produkte haben in einer
aufbauenden
ernährung ihren gesicherten platz. fleisch, fisch, milchprodukte
und eier,
maßvoll verwendet, versorgen den körper mit jenen wichtigen
aufbaumineralien,
die in den gemüsesorten und körnern weniger ausgeprägt
vorhanden sind: mit
kalzium (milch) und phosphor (fisch, fleisch, eier). auch besondere
spurenelemente, wie kobalt und das mit dem kobalt verbundene b12 kommen
in
verlässlichen mengen nur in tierischen produkten vor. man braucht
keine großen
mengen an tierischen produkten, um eine ernährung optimal zu
gestalten. 4) pflanzliche
meeresprodukte wir müssen
damit
rechnen, dass in heimischen produkten bodenabhängige mängel
auftreten. das ist
in binnenländern nicht selten der fall. jod und fluor sind die
bekanntesten
spurenelemente, an denen es gebietsweise im grundwasser mangeln kann,
und in
der folge auch in den dort wachsendene pflanzen und in tieren, welche
sich von
diesen pflanzen ernähren. im weiteren sinne gilt das auch für
kupfer, mangan
und selen. meeresalgen die möglichen
mengen lassen sich leicht ausgleichen. man benötigt dazu kleinere
mengen von
produkten aus meeresgebieten, wobei sich die meeresalgen als ideales
konzentrat
in erster linie anbieten. wegen ihrer besonderen speicherfähigkeit
genügen
kleine mengen, um eine tägliche nahrung beachtlich aufzuwerten.
5-20 g
trockenalgen sind bereits eine ausreichende dosis. miso und tamari eine andere
möglichkeit, die in binnenländern häufig mangelnden
spurenelemente mit hilfe
von ergänzungsprodukten aus dem meeresbereich zu erhalten, sind
die
mannigfaltigen gärungsformen, wie sie in ostasien seit langem
gebräuchlich und
auch bei uns erhältlich sind. am bekanntesten
ist das miso aus der japanischen küche. sojabohnen und reis (oder
gerste,
weizen) werden getrennt gekocht und dann gemeinsam vermahlen, sodann
durch
versetzen mit einem pilz (asperagillus oryza) einige tage vergoren. nun
wird
meerwasser hinzugefügt. bis zu drei jahren gärt das gemisch
weiter. die
spurenelemente des meeres werden in das pflanzen-pilzgemisch eingebaut
und sind
als solche gut verwertbar. ähnlich
brauchbar
auch die sojasauce (tamari, shoyu). alle diese produkte enthalten
außer den
spurenelementen, wie sie im normalen meersalz vorkommen, auch vitamine
der
b-gruppe. die
ernährungspyramide aus dem gesagten
kann man eine pyramide konstruieren, in welcher die verschiedenen
nahrungsmittelgruppen verschieden große areale einnehmen. die
flächengrößen
entsprechen in etwa den gewichtsmengen. unten, mit der
größten fläche, die kalorienarmen gemüsesorten. darüber, als
erste ergänzung, die kalorienreichen pflanzen: körner,
hülsenfrüchte, auch
nüsse zählen hierher. die nächste
ergänzung bringen die tierischen produkte. aber noch fehlt die
spitze. wegen
des meist vorhandenen mangels an bestimmten spurenelementen in den
binnenländern füllen kleine dosen gut konzentrierter
küstenbewohner-nahrungsmittel diesen mangel auf. die pyramide soll
die sinnvolle kombination einer täglichen ernährung, in
welcher es an nichts
fehlen soll, demonstrieren. 4) pflanzliche bzw. meeressalzprodukte eier und milchprodukte 2) kalorienreiche pflanzen: linsen, bohnen, erbsen
körner, samen, nüsse 1) kalorienarme pflanzen: blattgemüse, sprossengemüse, kohlsorten
rüben, wurzeln, knollen,
gemüsefrüchte, obst, pilze, hülsenfrüchte mit schale (fisolen+grüne bohnen)
a. spurenelemente und mineralien darunter versteht man stoffe, die in
verschieden hohen
konzentrationen im körper vorkommen und von ihm aufgenommen
werden. sie sind bei wichtigen biologischen funktionen beteiligt. zu
dieser gruppe zählen eisen, magnesium, jod, fluor, zink,
selen, mangan, kupfer und viele andere, auf die allerdings wegen ihrer
eher untergeordneten rolle nicht eingegangen werden soll.
eisen jeder menschliche körper enthält etwa 4 - 5 gramm eisen. eisen ist wesentlich an der bildung des roten blutfarbstoffs, dem hämoglobin, beteiligt. es ist die ursache für die rote farbe des blutes und ein wichtiger faktor zum transport des sauerstoffs in unserem körper. des weiteren findet man das eisen im myoglobin, das dem muskel als sauerstoffspeicher dient. zwei drittel des eisens sind als hämo- und myoglobin im körper gespeichert, der rest befindet sich in der leber und im knochenmark. eisen spielt somit eine entscheidende rolle bei allen stoffwechselvorgängen, die sauerstoff benötigen. ein schwerer eisenmangel äußert sich im auftreten einer blutarmut (anämie). weitere mangelsymptome sind müdigkeit, kopfschmerzen, verminderte leistungsfähigkeit sowie wachstumsstörungen der haut und der hautanhangsgebilde (nägel, haare). verursacht wird ein eisenmangel vor allem durch chronischen blutverlust (z. b. magen-darm-blutungen, häufiges blutspenden). es ist durchaus verständlich, dass frauen einen etwas höheren eisen-bedarf haben als männer, da ein regelmäßiger blutverlust im rahmen der monatlichen menstruationsblutung besteht. der tägliche eisenbedarf beträgt 1 - 5 milligramm, es sollten allerdings 10 - 15 milligramm aufgenommen werden, da nur ein bruchteil des aufgenommenen eisens im darm resorbiert wird. die eisen-aufnahme erfolgt hauptsächlich durch den genuss von fleischgerichten. doch auch im gemüse ist eisen enthalten. magnesium der magnesium-anteil eines 70 kilogramm schweren menschen beträgt etwa 21 gramm. magnesium ist für die unterstützung verschiedener reaktionen in zellen verantwortlich. ohne magnesium würden verschiedene teilschritte v. a. im stoffwechsel der kohlenhydrate viel langsamer vonstatten gehen. ein niedriger magnesium-spiegel führt zu einer gesteigerten erregbarkeit des nervensystems, eventuell zu einer erweiterung der peripheren blutgefäße. in besonders schweren fällen kann ein massiver magnesium-mangel auch zu herzrhythmusstörungen führen. ein magnesiumüberschuss führt zu einer erniedrigten erregbarkeit des nervensystems und verringert die kontraktionsfähigkeit der muskulatur. die magnesium-aufnahme erfolgt hauptsächlich durch gemüse, womit der tägliche bedarf von 0,4 gramm gedeckt wird. jod der körper enthält nur etwa 14 milligramm jod, jedoch hat das fehlen dieser geringen menge weitreichende folgen für den körper. im körper kommt jod als di- und trijodthyronin, hormone die von der schilddrüse produziert werden, vor. diese hormone regeln viele stoffwechselvorgänge des körpers. ein jodmangel führt zur vergrößerung der schilddrüse (kropf) = schilddrüsenunterfunktion der tägliche jod-bedarf beträgt 150 mikrogramm und wird in unseren breiten durch die verwendung von jodiertem speisesalz und dem verzehr von fisch gedeckt. fluor fluor ist ein wahrscheinlich nicht lebensnotwendiges spurenelement. während des zahnwachstums wurde jedoch eine schützende wirkung gegen die entstehung von karies nachgewiesen. fluor führt aber keineswegs zu einem schnelleren zahnwachstum oder einer widerstandsfähigeren zahnstruktur, es hat lediglich eine - noch nicht restlos geklärte - hemmende wirkung auf die bakterien, die die ursache der karies sind. eine übermäßige zufuhr von fluor kann im leichtesten fall zu einer fleckigen weiß-verfärbung von zähnen führen, in schweren fällen kommt es zur braun-verfärbung. fluor kommt im wasser und in vielen lebensmitteln vor, z. b. in walnüssen, sojabohnen, fisch, vollkornprodukten und schwarzem tee. zink zink ist bestandteil des enzyms (= reaktionsbeschleuniger) "carboanhydrase", das in den roten blutzellen vorkommt und dort den abtransport des kohlendioxyds, das bei verschiedenen stoffwechselreaktionen im körper entsteht, beschleunigt. der menschliche körper enthält etwa 2 - 4 gramm zink, der tägliche bedarf liegt bei 10 - 15 milligramm und wird durch das zink-vorkommen in rindfleisch, erbsen und getreide gedeckt. ist die zink-zufuhr zu gering, was fast nur bei resorbtionsstörungen des darmes vorkommen kann, kommt es zu nässenden hautausschlägen. die seltene zinkvergiftung äußert sich durch massive magen-darm-beschwerden (übelkeit, erbrechen, bauchschmerzen). selen selen ist bestandteil des enzyms gluthathionperoxydase, das eine wichtige rolle als so genannter radikalenfänger spielt. radikale sind atombestandteile, die bei der "verbrennung" von nährstoffen entstehen und molekulare strukturbestandteile unseres körpers angreifen, zerstören und verändern können (z.b. die dna). die gluthathionperoxydase "fängt" diese radikale ein und macht sie damit für den körper unschädlich. über den täglichen selen-bedarf weiß man noch nichts genaueres, er dürfte aber etwa 30 - 70 mikrogramm pro tag betragen. für die deckung des täglichen bedarfs ist bei durchschnittlicher ernährung kein bedarf für eine zusätzliche substitution gegeben, da selen in fast allen lebensmitteln zu finden ist. knoblauch, reis, kürbissamen, hafer und vor allem fisch enthalten selen. mangan der tägliche bedarf an mangan beträgt etwa 2 - 5 milligramm und wird durch den konsum von schalentieren und gemüse gedeckt. mangan ist bestandteil verschiedener enzyme des körpers. kupfer kupfer ist ein schwermetall, das für niedrige organismen (bakterien, algen) ein schweres gift ist. für den menschen und höhere tiere ist es ein absolut notwendiges spurenelement, das zum aufbau von blut und für die pflanzen zum aufbau von chlorophyll, dem grünen farbstoff der blätter, verwendet wird. beim menschen findet man kupfer noch als bestandteil verschiedener enzyme. die gesamtkonzentration im menschlichen körper beträgt allerdings nur etwa 0,10 - 0,15 gramm. pro tag sollten ca. 1 - 3 milligramm kupfer zugeführt werden. es ist in leber, eigelb und fisch enthalten. chrom der menschliche körper enthält etwa 10 - 20 milligramm chrom. die täglich empfohlene zuzuführende menge chrom beträgt 0,1 - 0,5 milligramm. chrom spielt bei der regulation des blutzuckerspiegels eine wichtige rolle. es stellt einen co-faktor des insulins dar. ein chrom-mangel begünstigt deshalb die entstehung einer zuckerkrankheit. chrom ist vor allem in fisch und gemüse enthalten. molybdän ein mensch besitzt etwa 20 milligramm molybdän, ein metall, das wiederum einen bestandteil von enzymen darstellt. der tägliche bedarf wird auf 0,1 - 0,5 milligramm geschätzt, es wurden jedoch noch keine mangelsymptome oder vergiftungen durch molybdän beschrieben. b. vitamine vitamine
sind lebensnotwendige
substanzen, die der mensch mit der nahrung zu sich nehmen
muss, da er sie nicht oder nicht ausreichend im körper bilden
kann. zugeführt werden entweder die vitamine selbst oder deren
vorstufen, die dann im organismus in die wirksame form umgewandelt
werden.
welche funktionen besitzen die vitamine? die vitamine sind für den ablauf verschiedenster stoffwechselvorgänge notwendig. bei einer unzureichenden aufnahme kommt es zu typischen mangelerscheinungen. seit langem bekannt sind zum beispiel die rachitis bei vitamin d-mangel oder der skorbut bei vitamin c-mangel. andererseits kann auch eine vermehrte zufuhr von vitaminen schädlich sein, dies gilt für die vitamine a und d in ihrer aktiven form. die vitamine a, (b), c und e sind auch antioxidantien, sogenannte radikalenfänger - das heißt, sie können die "freien radikale" an sich binden und damit inaktivieren. freie radikale entstehen vermehrt bei stress, umweltbelastung und bei rauchern. es sind hochreaktive substanzen, die bei stoffwechselvorgängen freigesetzt werden. bei der reaktion mit körpergeweben können sie zu einer schädigung der in den zellkernen enthaltenen erbsubstanz führen. die radikalenfänger schützen somit die erbsubstanz vor schädlichen einwirkungen und können die wahrscheinlichkeit, einmal an krebs zu erkranken, verringern. auch bezüglich der häufigkeit von gefäßverkalkungen und deren folgen wurden günstige effekte beschrieben. um diese schutzwirkung zu erhöhen wird von vielen ärzten die einnahme viel größerer mengen dieser vitamine empfohlen, als es dem angegebenen täglichen bedarf entspricht. die im text angegebenen werte für den tagesbedarf (recommended daily allowance - rda) entsprechen den empfehlungen des rates der europäischen union. diese dosierung ist ausreichend, um die bekannten mangelerkrankungen (z.,b. skorbut, rachitis) zu verhindern. es gibt fettlösliche vitamine (a, d, e, k), die nur bei gleichzeitigem vorhandensein von fett in der nahrung aufgenommen werden können und wasserlösliche vitamine (b und c). diese können im körper nicht gespeichert werden, deshalb ist eine regelmäßige ausreichende zufuhr wichtig. die vitamine sind bis auf vitamin b12 sehr empfindlich gegen hohe temperaturen und werden durch langes kochen zerstört. durch langes warmhalten und aufwärmen von fertigen speisen gehen viele der ursprünglich enthaltenen vitamine verloren. auch luftsauerstoff und uv-licht reduzieren den vitamingehalt von lebensmittel. die wasserlöslichen vitamine können durch starkes wässern der lebensmittel ausgeschwemmt werden und verloren gehen. vitamin a
vitamin b-komplexdas vitamin a ist ein wichtiger bestandteil des lichtempfindlichen sehpurpurs der netzhaut. zudem sorgt das vitamin a für gesunde haut und schleimhäute, es ist zudem ein radikalenfänger. ein mangel kann zu wachstumsstörungen bei kindern, zu hautveränderungen, nachtblindheit sowie zu problemen beim farbensehen führen.in seiner aktiven form kommt vitamin a nur in lebensmitteln tierischer herkunft vor, z. b. in: · lebertran · fisch · leber · milch · butter · käse · eiern vorstufen (provitamin a), die sogenannten beta-carotinoide, sind hauptsächlich in gelbem und grünem gemüse (z. b. karotten, spinat) enthalten. das vitamin a ist ein fettlösliches vitamin, die aufnahme aus der nahrung ist daher nur bei gleichzeitiger zufuhr von fett möglich. bei überdosierung von vitamin a treten appetitlosigkeit, erbrechen, schwindel, reizbarkeit, trockene haut und schmerzhafte schwellungen der knochen (beinhaut) auf. in der schwangerschaft kann sie auch missbildungen von ungeborenen verursachen. eine überdosierung kann nur bei einnahme von aktivem vitamin a entstehen, beta- carotinoide darf man in beliebiger menge zu sich nehmen, da diese genau nach bedarf in der leber in vitamin a umgewandelt werden. überschüssige carotinoide werden vor allem in der haut abgelagert und färben diese gelblich-orange. ein erhöhter bedarf an vitamin a bzw. beta-carotin besteht während der schwangerschaft, der stillzeit, bei rauchern und bei regelmäßigem alkoholmissbrauch. der durchschnittliche tagesbedarf eines erwachsenen an vitamin a beträgt 0,8 mg, an beta- carotin ca. 5 mg. alle
b-vitamine sind wichtige
regulatoren im kohlehydrat-, fett- und eiweißstoffwechsel. sie
wirken insgesamt stoffwechselaktivierend. weiters sind sie wichtig
für die blutbildung, zudem sind sie auch sogenannte
radikalenfänger.
vitamin b 1 (thiamin) vitamin b 1 ist besonders wichtig für den kohlehydratstoffwechsel von nerven, gehirn und muskeln. es kommt vor allem in den silberhäutchen (innere schalen) und in den keimen von getreide vor.bei einem mangel an vitamin b1 entsteht die krankheit "beri-beri" (die anzeichen sind nervenentzündungen mit lähmungen und herzschwäche). diese erkrankung kommt vor allem in südostasien vor, wo sich die menschen hauptsächlich von poliertem reis ernähren. der tagesbedarf eines erwachsenen beträgt 1,4 mg. ein erhöhter bedarf besteht bei alkoholmissbrauch. vitamin b 2 (riboflavin) das vitamin b 2 findet sich in allen körperzellen. es spielt eine besondere rolle bei der umwandlung von fetten, eiweißen und kohlehydraten in nährstoffe. in verbindung mit dem vitamin a fördert es die heilung von hautveränderungen. vitamin b 2 kommt vor allem vor in: · eiern · fleisch und fisch · innereien · nüssen · pilzen · milchprodukten bei einem mangel an vitamin b 2 entstehen kleine wunden oder "risse" um augen, lider, nase, mundwinkel und am nagelbett, weiters kann es zu blutarmut, sehstörungen durch hornhautveränderungen und linsentrübung kommen. bei einem ausgeprägten mangel bei schwangeren sind missbildungen des ungeborenen (z. b. lippenspalte) möglich. der tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca.1,6 mg. ein erhöhter bedarf besteht bei alkohol- und nikotinmissbrauch. vitamin b3 (nikotinsäure/niacin ) niacin findet sich in allen zellen und wird in der leber gespeichert. es ist für viele stoffwechselvorgänge notwendig und vor allem für die haut und die schleimhäute wichtig. weiters wirkt es gefäßerweiternd und wird in dieser funktion auch als medikament eingesetzt. es kommt vor allem vor in: · geflügel · fleisch · fisch · milchprodukten · eiern · in geringeren mengen auch in bierhefe, hülsenfrüchten und obst eine typische mangelerscheinung ist die pellagra mit rauher, schuppiger und überpigmentierter haut. der tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 18 mg. ein erhöhter bedarf besteht bei alkoholmissbrauch. vitamin b 5 (calcium panthothenat) die pantothensäure hat eine wichtige funktion im gesamten energiestoffwechsel. alle bindegewebe, schleimhäute, haare und nägel benötigen für ihren aufbau pantothensäure. eine wichtige stellung hat sie aber auch im körpereigenen abwehrsystem. als medikament wird pantothensäure für die äußerliche behandlung von wunden und verbrennungen eingesetzt. das vitamin b 5 findet sich in nahezu allen lebensmitteln. ein vitamin b 5-mangel führt zu trockener, rissiger haut und brüchigen haaren. der durchschnittliche tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 6 mg. vitamin b 6 (pyridoxin) das vitamin b 6 ist vor allem bei eiweißumbauenden stoffwechselvorgängen und während des wachstums wichtig. herz, gehirn und leber können ihre funktion nur dann erfüllen, wenn immer genügend vitamin b 6 zur verfügung steht. es ist auch ein baustein der botenstoffe, die für die reizübertragung zwischen nervenzellen verantwortlich sind. das vitamin b 6 wirkt spezifisch gegen schwangerschaftsübelkeit und lindert menstruationsbeschwerden. pyridoxin ist in fast allen lebensmitteln vorhanden, besonders reichlich in: · leber · hefe · fisch · milchprodukten · mais · soja · grüngemüse der tagesbedarf eines erwachsenen beträgt 2 mg. ein erhöhter bedarf besteht bei einnahme der antibabypille, der einnahme von isoniazid (tuberkulosemedikament), bei stark eingeschränkter kalorienzufuhr bei diäten und bei langfristigem alkoholmissbrauch. folsäure die folsäure gehört ebenfalls zu den vitaminen der b-gruppe. sie ist besonders wichtig für die blutbildung und die zellteilung, und stellt einen wesentlichen baustein der erbinformation in den zellkernen dar. folsäure kommt besonders reichlich vor in: · spinat · hefe · innereien bei einem mangel an folsäure können unter anderem blutarmut, neigung zu nasenbluten, störungen der infektabwehr und verlangsamte wundheilung beobachtet werden. ein mangel in der schwangerschaft kann bestimmte missbildungen (spina bifida /unvollständiger verschluss des wirbelkanals) begünstigen. der tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 0,2 mg. ein erhöhter bedarf besteht in der schwangerschaft und der stillzeit sowie während des wachstums. weiters kann ein mangel bei einnahme von schlafmitteln (barbiturate) oder antibiotika entstehen. vitamin b12 (cobalamin) vitamin b 12 wirkt vor allem bei stoffwechselvorgängen mit, die mit der zellteilung und dem wachstum zu tun haben. es ist ein wichtiger faktor bei der blutneubildung. es kann durch den darm nicht direkt aufgenommen werden, sondern muss sich vorher mit einer von der magenschleimhaut ausgeschiedenen substanz, dem so genannten intrinsic factor, verbinden. schwere vitamin b 12- mangelzustände bezeichnet man als perniziöse anämie. meist ist die ursache dafür eine erkrankung der magenschleimhaut, die mit einer verdünnung und funktionsstörung derselben einhergeht. dadurch wird zu wenig intrinsic factor gebildet, folglich wird zu wenig vitamin b 12 über den darm aufgenommen, was zu einer störung der blutneubildung und zu einer blutarmut führt. ein vitamin b 12- mangel kann auch bei bestimmten darmerkrankungen, wurmbefall, hepatitis, bei der einnahme von antibiotika über längere zeit, alkohol- und nikotinmissbrauch, einseitiger, fleischloser kost, und nach magen- und darmoperationen entstehen. die anzeichen einer unterversorgung treten meist erst nach einigen jahren auf, da cobalamin bis zu fünf jahre im körper gespeichert werden kann. neben der blutarmut kommt es zu zungenbrennen und nervensymptomen wie gangunsicherheit, lähmungen, gefühlsstörungen und auch zu psychischen veränderungen. cobalamin ist ein vitamin, das nur von mikroorganismen (z. b. darmbakterien) gebildet werden kann. es kommt fast ausschließlich vor in: · fleisch · milch · eiern um mangelzuständen vorzubeugen, müssen vegetarier auf eine ausreichende zufuhr von anderen vitamin b 12- haltigen nahrungsmittel achten. das kann z. b. durch fermentierte sojaprodukte wie miso, oder durch bestimmte algenprodukte erfolgen. der durchschnittliche tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca.1 mg. vitamin b 12 ist das einzige wasserlösliche vitamin, das im körper gespeichert werden kann, alle anderen substanzen dieser gruppe müssen regelmäßig in entsprechend großer menge aufgenommen werden. vitamin c vitamin
c ist eines der am
längsten bekannten vitamine. die mangelkrankheit skorbut wurde
erstmals bei seefahrern beobachtet, die lange zeit kein frisches obst
und gemüse zu essen bekamen. später wurde dieser mangel durch
sauerkraut ausgeglichen.
vitamin dascorbinsäure ist ein wesentlicher faktor bei der bildung und vernetzung von kollagen und trägt so zur festigkeit von bindegewebe, knorpel und knochen bei. es spielt eine wichtige rolle bei der produktion von botenstoffen, es stärkt das abwehrsystem, fördert die wundheilung, verbessert die eisenaufnahme aus pflanzlichen lebensmitteln und ist einer der wichtigsten radikalenfänger. die wichtigsten vitamin c-quellen sind: · frisches obst und gemüse, vor allem zitrusfrüchte · sanddorn · schwarze johannisbeeren · paprika · petersilie · sauerkraut · kartoffeln bei mangel an vitamin c kommt es durch die gestörte bildung des kollagens zu einer schwäche des bindegewebes. die anzeichen sind zahnfleischentzündung, zahnlockerung und ausfallen der zähne, schlechte wundheilung, hautblutungen, osteoporose, bei kindern auch wachstumsverzögerung und störungen des knochenwachstums. der tägliche mindestbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 60 mg. die aufnahme extrem großer mengen an vitamin c kann manchmal durchfall auslösen. ein erhöhter bedarf besteht bei erkältungen und grippalen infekten, bei rauchern oder bei häufigem alkoholmissbrauch. das
vitamin d regelt den
kalzium- und phosphatstoffwechsel und übernimmt damit eine
wichtige rolle im knochenbau und bei der zahnentwicklung. die typische
mangelkrankheit, die rachitis, wurde schon im altertum beschrieben, in
europa war sie vor allem in den nördlich gelegenen industriezonen
früher weit verbreitet. dieser umstand ist neben schlechter
ernährung vor allem auf die schlechte wohn- und
arbeitsplatzsituation und den dadurch bestehenden sonnenmangel
zurückzuführen. heute treten mangelzustände vor allem
während der wintermonate auf. betroffen sind personen, die sich
selten im freien aufhalten. bestimmte leber- und nierenerkrankungen
können ebenfalls zu einem vitamin d-mangel führen. die
anzeichen eines vitamin d-mangels sind knochenschmerzen und
-verformungen, eine neigung zu knochenbrüchen, bei kindern
wachstumsverzögerung und auftreibungen der knochen.
vitamin d 3 (cholecalciferol) kommt vor allem vor in: · fischöl (lebertran) · eigelb · fleisch · milchprodukten in pflanzlichen produkten ist es als vorstufe ergosterin enthalten in: · weizenkeimen · spinat · pilzen · kohl · hefe · sonnenblumenkernen der tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 5 microgramm. einen erhöhten bedarf haben frauen, die die pille nehmen, raucher und personen, die sich selten im freien aufhalten. bei überdosierung von aktiviertem vitamin d (dihydroxicholecalciferol) können übelkeit und erbrechen, über einen längeren zeitraum auch verkalkungen der blutgefäße, des herzens und der nieren auftreten. bei einnahme von natürlichem vitamin d (cholecalciferol) besteht keine gefahr der überdosierung. vitamin e vitamin
e ist eine substanz, die
auf viele vorgänge im menschlichen körper eine positive
wirkung hat. es verbessert die durchblutung, erhöht die
leistungsfähigkeit, senkt den blutfettgehalt und stärkt das
abwehrsystem. es ist einer der wichtigsten radikalenfänger. als
medikament wird es unter anderem zur behandlung von arthrosen
eingesetzt.
vitamin e kommt vor allem vor in:
vitamin h· weizenkeimen · pflanzenölen · vollkorngetreide · nüssen · soja der durchschnittliche tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 10 mg. der bedarf an vitamin e steigt während der schwangerschaft, beim leistungssport, bei verzehr großer mengen mehrfach ungesättigter fettsäuren (z. b. linolsäure), körperlich schwerer arbeit, bei rauchern und im alter. biotin
ist wichtig für die
gesundheit von haut und haaren, den fettstoffwechsel, das wachstum
sowie für das
nervensystem.
natürliches biotin findet sich unter anderem in:
vitamin k· hefe · leber · nieren · hirn · braunem reis · nüssen · eigelb vitamin h wird auch von darmbakterien gebildet. rohes hühnereiweiß verbindet sich mit dem im darm vorhandenen biotin und verhindert dessen aufnahme in den körper. ein mangel ruft wachstumsstörungen hervor, führt zu müdigkeit, appetit- und schlaflosigkeit, haarausfall, trockener haut und hautentzündungen, es erhöht zudem den cholesteringehalt des blutplasmas. als medikament wird biotin bei akne, schuppigen dermatosen und einer neigung zu entzündlichen hauterkrankungen eingesetzt. ein defizit entsteht durch den verzehr größerer mengen roher eier oder anderer hühnereiweißprodukte. der durchschnittliche tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 0,15 mg. vitamin
k ist für die
bildung von prothrombin verantwortlich, einer vorstufe des
blutgerinnungsfaktors thrombin, das für eine normale blutgerinnung
unentbehrlich ist. bei einem vitamin k-mangel ist die blutungszeit
verlängert, es kommt leicht zur bildung von blauen flecken. ein
vitamin k-mangel kann bei lebererkrankungen, längerer einnahme von
antibiotika, bestimmten darmerkrankungen und längeren
durchfällen auftreten, künstlich herbeigeführt auch
durch medikamente zur blutverdünnung
(cumarine).
vitamin k ist vor allem enthalten in:
· kohl · spinat · mangold · feldsalat · lauch · brennesselspinat · fetthaltigen milchprodukten, fisch, fleisch und leber es wird auch im körper selbst von dünndarmbakterien gebildet und ins blut resorbiert. der durchschnittliche tagesbedarf eines erwachsenen beträgt ca. 2 mg. c. kalorienreiche nahrungsmittel (körner) vollgetreide in körnern vollreis was ist vollreis? reis, von dem man einfach die nicht essbare schutzhülle entfernt hat. dieser vorgang, schälung oder abrindung genannt, ergibt ein braunsilbriges korn. das ist die farbe des vollreises, seiner äußeren schicht, genannt die „edle“, die schicht, die die kostbaren nährstoffe des reiskorns enthält (proteine, fette, vitamine, enzyme usw.). da diese aus lebendiger materie gebildete schicht bei berührung mit licht und luft etwas leidet, entfernt man sie in der klassischen nahrungsmittelindustrie mit hilfe eines vorgangs, den man polieren nennt. man erhält den weißen (oder glasierten) reis, dessen einziger vorteil es ist, praktisch unbegrenzt haltbar zu sein. die tatsache, dass die äußere schicht des vollreises so leicht verderblich ist, erfordert eine sofortige verpackung des reises nach der abrindung und einen verzehr innerhalb von 12 monaten. unter dieser bedingung ist der vollreis ein fabelhaftes nahrungsmittel. proteine, mineralien, fette, kohlenhydrate und vitamine sind bei ihm in bemerkenswertem gleichgewicht vorhanden. der reis enthält 12 wesentliche aminosäuren, aber auch die vitamine e, b1, b2, b6 und das provitamin a. folglich ist eine ausschließliche ernährung aus vollreis und gemüse theoretisch möglich. hirse dieses getreide besitzt proteine, die dem des fleisches gleichwertig sind. die hirse ist aber nicht nur wegen der qualität ihrer eiweißstoffe, sondern auch wegen ihres reichtums an kieselsäure (der gesundheit der haut, der haare, nägel und zähne sehr zuträglich), magnesium und lecithin (gehirnnahrung) bekannt. buchweizen buchweizen ist allen zuträglich, aber seine außergewöhnlichen nährwerte machen ihn besonders bedeutsam für geschwächte, für jene, die an einer unzulänglichkeit der kapillaren leiden sowie für kinder ab dem ersten lebensjahr. weizen auch als „korn“ bekannt. innerhalb der getreidearten zeichnet sich der weizen durch einen sehr hohen eiweißgehalt aus (nur der hafer enthält mehr) und durch die vielfalt seiner mineralien. der weizen ist das getreide, das bei weitem die meisten klebstoffe (gluten) enthält. (das material, das ein aufgehen des teiges möglich macht). da es personen gibt, die gluten nicht vertragen, müssen sie sich des weizens enthalten und zu anderen getreidearten zuflucht nehmen. (zu reis, hirse, buchweizen, mais, amaranth und quinoa.) weicher weizen: in gebieten mäßigen und kühlen klimas gepflanzt. eignet sich besser zur erzeugung von brot und gebäck. hartweizen: in einem wärmeren klima gepflanzt. gut geeignet für grieß und teigwaren. dinkel (spelz) dieses getreide ist der urahn des weizens. er ist besser verdaulich als der weizen und saftig, wenn er körnig zubereitet wird (so wie der reis). roggen hauptsächlich in der form von sauerteig-brot und brei bildete der roggen seinerzeit in unseren gegenden das grundnahrungsmittel. heute nur mehr dort, wo das klima streng ist (russland, polen, usw.) das ist bedauerlich, denn der roggen ist eine sehr gute energiequelle, er ist ein blutreinigungsmittel und besonders diejenigen, die eine sitzende lebensweise haben, sollten roggenbrot regelmäßig essen, denn der roggen aktiviert den blutkreislauf, macht gefäße geschmeidiger und verhütet verstopfungszustände in den blutgefäßen. er ist reich an eisen und folsäure (die der regeneration des blutes dient) und an fluor. von allen getreidearten enthält er das meiste natrium, kalium, kalzium und jod. gerste die gerste ist ein leichtes und erfrischendes getreide. ideal für rekonvaleszente, geschwächte, wöchnerinnen. man empfiehlt sie besonders gegen verdauungsstörungen und darmleiden bei kindern (als absud von 50g körnern auf 1 liter wasser.) hafer der hafer ist das reichste getreide an proteinen, fettstoffen (jeweils 13,5% und 7%) und er besitzt einen hohen vitamin b1 gehalt. sein kalorienwert ist hoch, was aus ihm ein nahrungsmittel macht, das insbesondere für den winter ratsam ist. der hafer ist anregend auf die schilddrüsenfunktion sowie auf den grundumsatz. aus diesem grund wird er besonders in kalten ländern und im winter verzehrt., während der mais schilddrüsenfunktion dämpft und den grundumsatz mäßigt. der hafer ist auch bei diabetes ratsam. mais der mais, die süßeste getreideart, die durch die rasch als zucker assimilierbaren kohlenhydrate charakterisiert wird, ist eine große energiequelle. der mais dämpft die schilddrüsenfunktion und mäßigt den grundumsatz. amaranth und quinoa amaranth und quinoa liegen bei einigen nährstoffen über den bei uns üblichen getreidesorten und sind zuträglich und leicht verdaulich. sie haben einen hohen anteil an essentiellen aminosäuren, hohen anteil an ungesättigten fettsäuren, mehr ballaststoffe als getreide und sind reich an kalzium, magnesium und eisen. auf grund der guten stärkeverdaulichkeit besonders für kleinkinder, kinder und jugendliche geeignet und in der milchentwöhnungsphase wichtig. beide pflanzen weisen eine nennenswerte menge an lecithin auf und sind für die geistige entwicklung, besonders im kindesalter, wichtig. amaranth und quinoa können einen wertvollen beitrag in der ernährung stillender und schwangerer leisten, da hier ein gesteigerter bedarf an mineralstoffen und vitaminen besteht. für zöliakie-patienten: beide sind glutenfrei und daher bestens für diese spezielle ernährung geeignet. d. eiweiß, kohlenhydrate, fette eiweiß, kohlenhydrate, und fette sind die hauptnährstoffe in unserer ernährung. bei ihrem abbau entstehen im körper energie (gemessen in kalorien bzw. joule) und grundbausteine des organismus. damit alle bausteine richtig verwertet werden können und alle stoffwechselfunktionen optimal ablaufen, ist folgendes verhältnis der hauptnährstoffe in der zugeführten nahrung am günstigsten: die täglich aufgenommene energie sollte zu 55 % aus kohlenhydraten, zu höchstens 30 % aus fett und zu 15 % über eiweiß gedeckt werden. d.a. eiweiß (proteine) proteine
( = eiweiß) sind
komplexe naturstoffe, die im gegensatz zu fett und kohlenhydrate keine
wichtige energiequelle für den menschen darstellen, sondern als
bausteine für den aufbau körpereigener proteine bedeutend
sind. proteine sind in pflanzlichen und tierischen lebensmitteln
enthalten und für den menschen unersetzbare nahrungsbestandteile.
funktionen der proteinewodurch unterscheiden sich die einzelnen proteine? grundelemente der proteine sind aminosäuren, die in verschiedenen kombinationsmöglichkeiten die proteine aller lebewesen bilden. jede spezies (mensch, tier, pflanze) hat arteigene aminosäureketten (primärstruktur), die miteinander zu unterschiedlichen räumlichen gebilden (= sekundär-, tertiär- und quartärstruktur der proteine) verbunden sind. die proteinstruktur bestimmt die typische form, den charakter und die funktion der verschiedenen gewebe. ·
baustoff: eiweiß liefert das material zum aufbau und für die
erneuerung von zellen und gewebe. diese funktion kann von keinem
anderen nahrungsmittel übernommen werden.
was sind
essentielle
aminosäuren?· transportfunktion: proteine dienen im blutplasma als transportmittel für verschiedene substanzen (z.b. cholesterin, vitamine, eisen, pharmaka u.a.). · strukturfunktion: proteine sind bestandteile von membranen (z.b. keratin, kollagen u.a.). · kontraktile funktion: spezielle proteine spielen eine wesentliche rolle bei der muskelkontraktion. · schutz und abwehrfunktion: antikörper und gerinnungsfaktoren sind aus proteinen aufgebaut. · proteine (z.b. enzyme) sind bestandteile von körperflüssigkeiten und sekreten mit wichtigen funktionen (blut, verdauungssekrete, sperma). unser
körpereiweiß
ist aus 20 verschiedenen aminosäuren zusammengesetzt, acht davon
kann der menschliche organismus nicht selbst aufbauen. wir sind daher
darauf angewiesen diese aminosäuren mit der nahrung aufzunehmen,
da sie in verschiedenen funktionen für stoffwechselvorgänge
lebensnotwendig (= essentiell) sind. der gehalt an essentiellen
aminosäuren bestimmt den wert des proteins im lebensmittel.
was
versteht
man unter der biologischen wertigkeit (eiweißwertigkeit)?die
biologische wertigkeit ist
ein maß für die eiweißqualität. sie gibt an, wie
viel gramm körpereigenes eiweiß man aus 100 gramm des
lebensmittel-eiweiß aufbauen kann. tierische proteine sind dem
menschlichen ähnlicher und können daher effizienter zum
aufbau körpereigener proteine genützt werden - sie sind also
biologisch wertvoll. die höchste biologische wertigkeit erreicht
man durch die kombination von pflanzlichem und tierischem eiweiß.
wodurch unterscheidet sich pflanzliches von tierischem eiweiß? pflanzliches
protein ist dem
tierischen qualitativ unterlegen, da es weniger essentielle
aminosäuren enthält und eine geringere biologische wertigkeit
aufweist. pflanzliches protein aus nahrungsmitteln hat aber den
vorteil, dass man mit ihm weniger fett als begleitstoff aufnimmt. ein
ausgewogenes verhältnis zwischen pflanzlichem und tierischem
eiweiß in der nahrung ist deshalb optimal.
wie viel
nahrungseiweiß benötigt man?der
bedarf an eiweiß ist
bei kindern aufgrund des wachstums größer als bei
erwachsenen, die keine körpersubstanz mehr aufbauen, sondern nur
bestehende zellen erneuern. die notwendige eiweißmenge für
erwachsene beträgt pro tag 0,8 gramm für jedes kilogramm
körpergewicht. das entspricht bei normalgewichtigen personen einer
menge von ungefähr 45-55 gramm eiweiß. (beispiele: ¼
liter milch liefert rund 8,7 gramm eiweiß, 15 dag mageres
schweinefleisch ca. 28 gramm, 15 dag kabeljaufilet ca. 26 gramm,
¼ kilo vollkornbrot 20 gramm.)
was passiert, wenn
man
zuviel oder zu wenig eiweiß mit der nahrung aufnimmt?wird
mehr protein mit der
nahrung aufgenommen als man benötigt, dient es nicht mehr als
baustoff, sondern nur mehr als energielieferant (1 gramm eiweiß
liefert 4 kcal). als energiequelle hat eiweiß gegenüber
kohlenhydraten und fetten einen nachteil: jedes protein enthält
stickstoff, der über die niere im harn ausgeschieden werden muss.
überhöhte eiweißaufnahme kann daher eine belastung
für den organismus (und die nieren) darstellen.
d.b. fettemangelhafte eiweißzufuhr über längere zeit führt zu ödemen (wasseransammlung im gewebe), zum abbau von muskelmasse und dadurch zu muskelschwäche, sowie zur schwächung des immunsystems. die gefahr eines eiweißmangels ist in den industrieländern kaum gegeben, sie beschränkt sich vorwiegend auf gebiete, in denen hungersnot herrscht. in österreich wird eher zuviel als zuwenig eiweiß gegessen. die notwendige eiweißmenge lässt sich jedoch durch eine bevorzugung von pflanzlichen lebensmitteln und eine einschränkung von fleisch und wurst leicht erreichen. fette (lipide) sind chemisch betrachtet eine anzahl verschiedener stoffklassen, von denen in hinblick auf unsere ernährung vor allem triglyzeride und fettsäuren, cholesterin, vitamine, geschmacks- und geruchsstoffe von bedeutung sind. welche funktion haben fette im körper ? ·
energielieferant: eine wichtige aufgabe des fettes liegt darin, dem
körper die notwendige energie bereitzustellen. durch die
verbrennung von 1 gramm fett werden 9 kilokalorien (39 kilojoule)
energie gewonnen.
was sind
triglyzeride?· strukturelle funktion: lipide sind in allen körperzellen ein wesentlicher bestandteil der zellmembranen. · fette sind ausgangssubstanzen zur bildung weiterer wichtiger verbindungen, z. b. prostaglandine, die aus mehrfach ungesättigten fettsäuren aufgebaut sind und den blutdruck, die regulation bestimmter nervenzellen u.a.m. beeinflussen. · schutzfunktion: fett bildet unter der haut eine isolierschicht und verhindert wärmeverluste. es umhüllt als schutz organe wie nieren, leber und gehirn vor mechanischen einflüssen. · trägersubstanz: für die aufnahme aller fettlöslichen stoffe (z. b. fettlösliche vitamine und aromastoffe) ist fett erforderlich. · sensorische aspekte: fett ist geschmacksträger und verlängert nach dem essen das sättigungsgefühl. · depotfett: überschüssiges, nicht als energie verwertetes fett wird in den fettzellen gespeichert und kann von dort bei bedarf mobilisiert werden. bei normalgewichtigen beträgt das depotfett etwa 10 kg (männer) bis 12 kg (frauen). triglyzeride
bestehen aus
glyzerin und drei fettsäuren. man könnte sie als fettspeicher
bezeichnen, denn als solche finden wir sie im depotfett, in
pflanzenölen, aber auch im gemüse oder als sichtbares fett im
fleisch. der überwiegende anteil unserer nahrungsfette sind
triglyzeride. jedes fett hat eine spezifische
fettsäurenkombination, an der es zu identifizieren ist.
was sind
fettsäuren?fettsäuren
sind ketten aus
kohlenstoffatomen, die nach ihrer länge und dem
sättigungsgrad unterschieden werden. beide parameter beeinflussen
die physikalischen und physiologischen eigenschaften eines fettes.
was sind
essentielle fettsäuren?die kettenlänge beeinflusst die verdaulichkeit eines fettes. langkettige fettsäuren sind schwerer verdaulich, ihr schmelzbereich liegt höher als bei kurzkettigen fettsäuren. der sättigungsgrad ist ein maß für die bereitschaft, mit anderen substanzen eine verbindung einzugehen, und er bestimmt die konsistenz eines fettes. gesättigte fettsäuren haben nur einfache verbindungen zwischen den einzelnen kohlenstoffatomen, ungesättigte fettsäuren haben auch doppelbindungen (einfach ungesättigt bedeutet eine doppelbindung, mehrfach ungesättigt zwei oder mehr doppelbindungen). fettsäuren können an ihre doppelbindung eine weitere substanz anbinden, sie sind reaktionsfreudiger als gesättigte fettsäuren und auch leichter verderblich. flüssige fette haben einen hohen gehalt an ungesättigten fettsäuren, feste fette beinhalten mehr gesättigte fettsäuren. ungesättigte fettsäuren werden an hand der stelle, wo sich die doppelbindung in der kette befindet, in essentielle und nicht essentielle fettsäuren unterschieden. essentielle fettsäuren müssen wir mit der nahrung aufnehmen, da sie vom menschen nicht selbst gebildet werden können, aber lebensnotwendig sind. essentielle fettsäuren sind linolsäure (aufnahmeempfehlung: 10g/tag) und linolensäure (aufnahmeempfehlung: 1g/tag). welche lebensmittel enthalten essentielle fettsäuren? essentielle
fettsäuren sind
in nennenswerten mengen in seefischen, pflanzlichen ölen und
getreidekeimölen (z. b. distelöl, sesamöl, leinöl,
maiskeimöl, weizenkeimöl, sonnenblumenöl etc.)
enthalten. bei ausgewogener mischkost hat man eine ausreichende
versorgung mit essentiellen fettsäuren.
worin
unterscheidet
sich tierisches von pflanzlichem fett?tierisches
fett enthält
cholesterin und vorwiegend gesättigte fettsäuren (ausnahme:
fische). pflanzliches fett enthält mehr ungesättigte
fettsäuren, daher gibt es die empfehlung, tierisches fett
zugunsten von pflanzenfett einzusparen.
was ist
cholesterin?cholesterin ist ein fettbegleitstoff, der im organismus spezifische aufgaben zu erfüllen hat. cholesterin ist unentbehrlich als bestandteil der zellmembran, u. a. für die bildung von hormonen, gallensäuren und vitamin d. der
menschliche körper
produziert die notwendige menge an cholesterin selbst (endogenes
cholesterin), somit kann kein mangel auftreten. das mit der
ernährung aufgenommene (exogene) cholesterin muss
mengenmäßig beschränkt werden. mehr als 300 mg pro tag,
das entspricht etwa der menge eines großen hühnereies,
sollten es nicht sein.
welche
auswirkungen
auf das blutcholesterin hat die ernährung?die
gesamtfettmenge und die
fettsäurenzusammensetzung haben neben nicht
ernährungsbedingten faktoren (stress, nikotin) einen wesentlichen
einfluss auf die höhe des blutcholesterins. entscheidend ist das
verhältnis der gesättigten zu den ungesättigten und
mehrfach ungesättigten fettsäuren, nicht der gehalt einzelner
fettsäuren. optimal ist ein verhältnis von 1/3 : 1/3 : 1/3.
wie viel fett
soll
man essen ?fett
ist für den menschen
ein unentbehrlicher nährstoff. die durchschnittlich von
erwachsenen gegessenen 100 - 130 gramm fett pro tag überschreiten
aber bei weitem die empfohlenen menge von 80 gramm (oder höchstens
30 prozent der gesamtenergie aus allen im täglichen essen
vorhandenen nährstoffen). nur die hälfte davon sollte als
sichtbares speisefett aufgenommen werden, der rest ist verstecktes
(nicht sichtbares fett aus fleisch, wurst, mehlspeisen, käse
etc.). 80 g fett isst man z. b. mit 100 g kartoffelchips und 10 dag
salami.
was passiert, wen
man
zuviel oder zuwenig fett isst?wenn
der körper das fett
nicht mehr als energie verwerten kann, wird es als depotfett
gespeichert - es führt zu übergewicht, die blutfette
erhöhen sich. unzureichende fettzufuhr entspricht einer
energie-unterversorgung mit darauf folgender gewichtsabnahme. ein
mangel an essentiellen fettsäuren führt zu störungen in
verschiedenen stoffwechselprozessen.
einschub: die kraft der omega-fettsäuren (nach
hademar bankhofer)
viele, die schlank werden wollen, machen einen großen fehler: sie meiden fett komplett. fett ist für unseren stoffwechsel sehr wichtig. es ist z.b. schlecht, wenn man, wie in den usa üblich, salate fettfrei konsumiert. dann können die fettlöslichen vitamine a und e nicht genützt werden. allerdings muss es das richtige fett sein, das man in den speisenplan einbaut. die faszinierenden kräfte der pflanzenöle sind einfach- und mehrfach ungesättigte fettsäuren, lecithin, schützende antioxidantien und spurenelemente. sie sorgen dafür, dass unsere körperzellen länger jung bleiben, herz und kreislauf gestärkt und frühzeitige arteriosklerose verhindert werden kann. das wichtigste an naturbelassenen pflanzenölen sind die ungesättigten omega-fettsäuren. die meisten von uns kennen nur vom meeresfisch die omega-3 fettsäuren. doch die gibt es auch in pflanzenölen, und da finden wir ausserdem noch omega-6 und omega-9 fettsäuren. wer gesund leben will, braucht ein spezielles verhältnis aller omega-fettsäuren. omega-3 fettsäuren sind wichtig für den aufbau der zellen, vor allem auch der gehirnzellen. sie stärken die sehkraft, wirken bei der produktion der hormone mit, unterbinden entzündungen, stärken das herz und wirken sich positiv auf blutdruck und cholesterinwerte aus. die bekannteste omega-3 fettsäure ist alpha-linolensäure. wir finden sie im lein-, walnuss-, weizenkeim-, hanf- und rapsöl. die omega-6 fettsäuren sind wichtig, werden aber heute in zu großen mengen konsumiert. zu den omega-6 fettsäuren gehören die arachidonsäure, linolsäure und gamma-linolensäure. linolsäure ist in sonnenblumen-, distel-, soja-, kürbiskern-, maiskeim- und weizenkeimöl enthalten. omega-6 fettsäuren sollten immer mit omega-3 fettsäuren kombiniert werden. als optimal gilt ein verhältnis von fünf zu eins. zu den omega-9 fettsäuren gehört die wertvolle ölsäure, die sich positiv auf herz und gefäße auswirkt. gute quellen für omega-9 fettsäuren sind haselnuss-, mandel-, oliven- und rapsöl, aber auch traubenkern-, palm- und kaltgepresstes, natives erdnussöl. ideal ist zum beispiel, wenn man in der ernährung lein-, raps-, hanf-, oliven- und sesamöl einsetzt. damit hat man eine gute fettbilanz. eine andere sehr gute kombination besteht aus haselnussöl, weizenkeimöl, leinöl und hanföl. wer die omega- fettsäuren optimal nutzen möchte, sollte keine großen ölvorräte anlegen. kaufen sie kleine mengen von vielen sorten, damit sie in der küche reiche auswahl haben. die beste aufbewahrung der öle sollte lichtgeschützt und kühl in dunklem glas erfolgen. d.c. kohlenhydrate kohlenhydrate
spielen in der
ernährung des menschen von allen nährstoffen die wichtigste
rolle. dazu zählen alle arten von zucker und stärke sowie
auch die ballaststoffe in unserer nahrung.
welche funktionen haben kohlenhydrate im körper? ·
energiequelle: gehirn und rote blutkörperchen (erythrozyten)
decken ihren energiebedarf ausschließlich aus glucose (zucker),
andere organe können auch fettsäuren als energiequelle
nutzen. in 1 gramm mit der nahrung aufgenommenen kohlenhydrat stecken 4
kilokalorien (17 kilojoule) energie.
welche arten von
kohlenhydraten
gibt es?· stützfunktion: komplexe kohlenhydrate sind bestandteile von knochen, sehnen und bindegewebe. · energiereserve: kohlenhydrate werden als glykogen in der leber (100 - 110 g) und in der muskulatur (250 g) gespeichert. daraus kann bei bedarf sehr schnell energie bereitgestellt werden. · spezifische funktionen: kohlenhydrate sind bestandteile von blutgruppensubstanzen und gerinnungshemmenden stoffen. · kohlenhydrate sind notwendig zur aufrechterhaltung des wasser- und elektrolythaushalts. · proteinsparende funktion: jeder nährstoff hat bestimmte funktionen zu erfüllen, beschränkt können sie aber auch gegeneinander ausgetauscht werden. bei kohlenhydratmangel (von bedeutung hauptsächlich dort, wo es nahrungsmangel gibt) müssen proteine bestimmte aufgaben der kohlehydrate übernehmen und können daher nicht für ihre eigentlichen funktionen im stoffwechsel genutzt werden. kohlenhydrate setzen sich aus einer unterschiedlichen anzahl von zuckern (sacchariden) zusammen. die anzahl der zuckermoleküle und ihre bindung zueinander spielen für die ernährung eine wichtige rolle. man unterscheidet drei arten von kohlenhyraten: einfachzucker (monosaccharide), zweifachzucker (disaccharide) und vielfachzucker (komplexe kohlenhydrate oder polysaccharide). polysaccharide teilen sich in verwertbare oder verdauliche und in nicht verwertbare oder unverdauliche. monosaccharide: · glucose (traubenzucker in obst, süßigkeiten) · fructose (fruchtzucker in obst) · galactose (bestandteil des milchzuckers) dissacharide: · saccharose (= glucose + fructose, rübenzucker oder haushaltszucker in süßigkeiten, getränken und dort, wo wir ihn zufügen) · lactose (= glucose + galactose, milchzucker in milch, süßigkeiten) · maltose (= glucose + glucose, malzzucker in bier, süßigkeiten) polysaccharide: · stärke, das wichtigste nahrungskohlenhydrat, in getreide, kartoffeln, gemüse und hülsenfrüchten · glykogen im muskelfleisch · ballaststoffe, cellulose oder pektin, in vollkorngetreide, gemüse, hülsenfrüchten und obst wie wirken sich die unterschiede aus? alle
kohlenhydrate werden als
monosaccharide vom darm ins blut aufgenommen. von dort gelangen sie in
die körperzellen. monosaccharide werden schnell ins blut
aufgenommen. disaccharide müssen zuerst in monosaccharide
gespalten werden, dadurch erfolgt ihre aufnahme ins blut langsamer.
was sind
ballaststoffe?polysaccharide werden in mehreren schritten zu monosacchariden abgebaut und gelangen dadurch langsam und kontinuierlich ins blut. daraus resultieren die verschiedenen wirkungen der kohlenhydrate unserer nahrung auf diverse stoffwechselprozesse (z. b. der längere sättigungswert von lebensmittel, die stärke und ballaststoffe enthalten, die rasche energielieferung durch traubenzucker etc.). ballaststoffe
(faserstoffe oder
rohstoffe) sind ausschließlich bestandteile von pflanzlichen
lebensmitteln (cellulose, pektin u. a.). sie werden vom körper
nicht zur energiegewinnung verwertet, da sie durch unsere
verdauungsenzyme nicht abgebaut werden können. ihre funktion liegt
in erster linie in der beeinflussung der verdauung. ballaststoffarme
ernährung kann zu verstopfung (obstipation) führen,
ballaststoffreiche mahlzeiten bewirken eine längeren
sättigungswert.
wie viel kohlenhydrate soll man essen? die
mindestmenge an
kohlenhydraten, die wir brauchen, liegt bei 2 gramm je kilogramm
körpergewicht. die empfohlene menge richtet sich nach den
gesamtenergiebedarf und beträgt bei einer durchschnittsperson 250
bis 360 gramm. die weltgesundheitsorganisation empfiehlt,
höchstens 10 prozent der gesamtenergie in form von zucker
aufzunehmen (das entspricht etwa 60 gramm).
was passiert,
wenn
man zuviel oder zuwenig kohlenhydrate isst?wenn
die versorgung der gewebe
mit kohlenhydraten größer ist als ihr verbrauch, wird der
überschuss in fett umgewandelt und als depotfett gespeichert.
ein mangel an kohlenhydraten bewirkt, dass proteine aus der nahrung zuerst zerlegt und dann zu kohlenhydraten umgebaut werden, um den ablauf wichtiger stoffwechselprozesse zu gewährleisten. es ist daher empfehlenswert, ausreichend kohlenhydrate aufzunehmen, um das wertvolle protein für andere funktionen zu sparen. |